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Gesunde Heilkräuter und Pflanzen für Pferde

Seit Jahrtausenden gehören Kräuter zur gesunden Pferdefütterung. Aber wir Pferdebesitzer stehen vor Herausforderungen – Monokulturen auf der Weide und Schadstoffe in der Luft machen es uns nicht einfach, die richtigen und gesunden Pflanzen für unser Pferd zu finden. Wir greifen immer öfter auf synthetische Ergänzungsmittel zurück. Die wichtigen und natürlichen Hilfsmittel finden sich aber auch immer noch in der Natur. Und außerdem macht das Pflücken von Pflanzen und das Zubereiten in der eigenen Küche doch am meisten Spaß. Du kannst deinem Pferd ganz einfach etwas Gutes tun und das teilweise sogar mit Kräutern aus dem eigenen Garten.

Gesunde Kräuter als Ergänzung zum Futter

Der gesunde, grüne und natürliche Trend macht auch vor unseren tierischen Begleitern nicht halt. Inspirationen können wir ganz einfach bei den wilden Verwandten unserer Pferde finden. Seit Jahrtausenden vertrauen Wildpferde auf die Natur mit einer Diät voller Beeren, Kräutern, Blüten und Rinden. So stellen sich die Wildpferde ein ganzes Orchester an Nährstoffen zusammen.

Auch wir haben die natürliche Kraft von Kräutern und Blüten für unsere Pferde wiederentdeckt. Bunte Kräutermischungen, die wir im Sommer unter das Heu mischen und warme Kräutertees, die im Winter die Atemwege freihalten, haben schon längst den Weg zurück in den Stall gefunden.

Was du bei der Fütterung von Kräutern beachten solltest

Wichtig ist natürlich, dass du grundsätzlich auf eine ausgewogene Ernährung für dein Pferd achtest. Am besten fütterst du eine auf dein Pferd abgestimmte Kräutermischung als Kur, um einen bestmöglichen Effekt erzielen zu können. Üblicherweise dauert die Kräuterkur 1 bis 3 Monate. Es gibt aber auch Kräuter, die für eine dauerhafte Fütterung geeignet sind.

Achte bei der Auswahl der Kräuter auf eine gute Qualität und wähle die passenden Kräuter für das jeweilige Einsatzgebiet. Des Weiteren gilt es die richtige Dosis und Anwendungsdauer einzuhalten.

Ob einzelne Kräuter oder Kräutermischungen sinnvoller sind, kommt auch wieder ganz auf den Anwendungsbereich an. Bei Arthrose hat sich beispielsweise die Fütterung der reinen Teufelskralle bewährt. Bei Husten wiederum sind Mischungen aus schleimlösenden Kräutern deutlich effizienter als Einzelkräuter.

Achtung: Es gibt auch Kräuterkombinationen, die sich in ihrer Wirkung aufheben oder sogar einen negativen Effekt hervorrufen. Auch bei einer zu hohen Dosierung kann es zu Nebenwirkungen kommen. Verzichte daher auf ein willkürliches Füttern von Kräutern und eigne dir im Vorfeld ein gesundes Kräuterwissen an.

Kräuter können zwar keine notwendige medizinische Versorgung deines Pferdes ersetzen. Aber in Absprache mit deinem Tierarzt kann der gezielte Einsatz von Kräutern langfristig die Medikamenteneinnahme reduzieren oder sogar ganz ersetzen. Dies ist vor allem bei chronischen Erkrankungen ein Vorteil.

Soweit keine Unverträglichkeiten gegen bestimmte Kräuter bekannt sind, kann dein Pferd eigentlich mit jedem gesunden Kraut gefüttert werden. Die Kräuter sollten allerdings nach dem Bedarf und dem Anwendungsbereich ausgewählt werden. Wir Menschen nehmen ja auch nicht irgendwelche Naturheilmittel zu uns, sondern wählen diese danach aus, welches Problem wir damit lösen möchten.

Du bist dir unsicher, welche Kräuter in welchen Mengen für dein Pferd in Frage kommen? Dann halte hierzu am besten Rücksprache mit deinem Tierarzt oder kontaktiere unsere Pavo FütterungsBeratung. Bei jeglichen Fütterungs- und Haltungsfragen helfen wir dir gerne weiter.

Was macht Kräuter für dein Pferd so besonders? 

Die meisten Kräuter haben eine besondere Wirkung und können so bei speziellen Problemen helfen. Werden Kräuter gezielt gefüttert, können sie dein Pferd stärken und sein Wohlbefinden deutlich verbessern. Zudem können Kräuter optimal im Verdauungstrakt des Pferdes verwertet werden. Deswegen kann es durchaus sehr sinnvoll sein, Pferdekräuter zu füttern.

In der Natur finden sich viele gesunde Pflanzen und Kräuter. Aber es gibt mindestens genauso viele Giftpflanzen in der Natur, die deinem Pferd Schaden zufügen können. Als Sammler musst du unbedingt Heil- und Giftpflanzen sicher voneinander unterscheiden können. Daher ist es auch ratsam, bei Unsicherheit mit deinem Tierarzt Rücksprache zu halten oder auf gesunde Kräutermischungen aus dem Fachhandel zurückzugreifen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe gesunder Kräuter

Gesunde Kräuter bieten deinem Pferd ein ganzes Sammelsurium an Nährstoffen. Sie sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, wie zum Beispiel Flavonoide oder Carotinoide, die antioxidativ wirksam sind. Diese Stoffe binden Schadstoffe im Körper und stärken somit das Wohlbefinden deines Pferdes.

Auch ätherische Öle wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Sie fördern den Auswurf bei Husten, regen die Durchblutung an und wirken entkrampfend.

Bitterstoffe sind in vielen Kräutern, Pflanzen und Lebensmitteln zu finden. Sie wirken entschlackend und entgiftend auf den Körper. Ferner fördern Bitterstoffe die Verdauung und regen die Bildung körpereigener Flüssigkeiten an.

Ein weiterer, wichtiger Bestandteil verschiedener Kräuter und Pflanzen sind die Gerbstoffe. Diese hemmen die Zersetzung von Gewebe und haben eine entzündungshemmende Wirkung. Außerdem binden Gerbstoffe Schwermetalle und Gifte im Körper. So gehören sie mit zu den wichtigsten und gesündesten Inhaltsstoffen einer Pflanze.

Die bekanntesten Kräuter und Pflanzen für Pferde und ihre Wirkung 

Auf der Weide oder auf einem Ausritt durch die Natur findest du viele verschiedene Kräuter und Pflanzen. In der nachfolgenden Übersicht zeigen wir dir bekannte Heilkräuter und Heilpflanzen, die du in der Natur finden, im eigenen Garten anpflanzen oder in jedem Fachhandel kaufen kannst. 

Birke

Bei Allergikern gefürchtet, können die Blätter des 20-30m hohen Birkenbaums mit weißer Rinde den Pferden jedoch eine gute Unterstützung bieten. Die harntreibenden Wirkstoffe regen die Nierentätigkeit an. Dadurch wird die körpereigene Entgiftungsfunktion unterstützt. Gifte und schädliche Stoffwechselprodukte können so besser über die Nieren ausgeschieden werden 

Wichtig: Verwende Birkenblätter nur als Kur und sorge während der gesamten Zeit für eine ausreichende Wasserzufuhr bei deinem Pferd. So können die gelösten Toxine aus dem Körper ausgeschieden werden. Die Birke bietet sich aber auch bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie bei schuppiger Haut und Ekzemen an.

Brennnessel

Die Brennnessel ist wohl mit eines der bekanntesten Kräuter, die du so gut wie überall finden kannst. Im Garten oftmals als lästig empfunden, lieben Pferde die getrockneten Blätter der Brennnessel. Sie ist ein erstaunliches Kraut und verfügt über eine wahre Fülle der wichtigsten Mineralien und Nährstoffen. Die Früchte enthalten viel Vitamin E. Außerdem speichert sie eine hohe Menge an Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium, Vitamin A und C. Sie wirkt unterstützend bei der Bindung roter Blutkörperchen und regt den Verdauungstrakt an.

Bei der Ernte von Brennnesseln ist allerdings Vorsicht geboten: Am besten trägst du dabei Handschuhe, um dich vor den Brennhärchen der Pflanze zu schützen. Getrocknet kannst du das Kraut zu Tee oder Leckerlis weiterverarbeiten oder ganz einfach unter das Heu mischen.

Echinacea

Echinacea (auch „Roter Sonnenhut“ genannt) stammt ursprünglich aus Amerika und ist inzwischen auch hierzulange wegen seiner Abwehrkraft stärkenden Wirkung nicht mehr wegzudenken. Das Kraut hat eine entzündungshemmende, immunstärkende und infektionslindernde Wirkung. Es hilft, den Körper zu entsäuern und senkt das allergene Potential. Verwendet wird in der Regel das ganze Kraut, also Stängel, Blätter und Blüten.

Vor allem bei einem geschwächtem Immunsystem, erhöhtem Infektionsdruck sowie bei Erkrankungen der Atemwege kommt Echinacea bei Pferden unter allen Heilpflanzen am häufigsten zum Einsatz. Es steigert die Anzahl und die Aktivität der Abwehrzellen und wirkt darüber hinaus antiinfektiös, antiviral und entzündungshemmend.

Fenchel

Ursprünglich stammt Fenchel aus Südeuropa und Asien, wird heute aber weltweit als Gewürz- und Heilpflanze genutzt. Die charakteristisch duftenden Früchte werden im Spätsommer mit den Dolden geerntet und darin getrocknet. Fenchel liefert verschiedene Inhaltstoffe wie ätherisches und fettes Öl sowie Flavonoide. Aufgrund seiner krampflösenden und entblähenden Eigenschaften wird Fenchel bei Pferden oft bei Verdauungsstörungen und verschleimten Atemwegen eingesetzt.

 

Hagebutte

Die typisch roten Beeren sind nicht nur ein wahrer Vitamin C-Booster, sondern enthalten gleich eine ganze Vitaminsammlung: Vitamin E, Vitamine des B-Komplexes, Vitamin A, Carotinoide und das so wichtige Vitamin K1. Außerdem sind Hagebutten reich an Fruchtsäuren und ungesättigten Fettsäuren. Damit die Fettsäuren allerdings verwertet werden können, müssen die Kerne zuvor gemahlen werden. Die Fettsäuren sorgen für mehr Glanz im Fell. Pferde, die mit Hagebutten regelmäßig gefüttert werden, zeigen zudem ein deutlich besseres Hufwachstum. Das liegt u.a. an der besseren Durchblutung der Huflederhaut und dem dadurch verbesserten Zellstoffwechsel, denn die enthaltenen Antioxidantien schützen die Membrane der roten Blutkörperchen.

 

Kamille

Die Kamille blüht von Mai bis September. Ihr Erkennungszeichen ist der einzigartige Geruch. Die Kamillenpflanze wächst besonders gerne auf Brachland und Schuttplätzen, aber auch auf Ackern findest du vereinzelt die kleinen, weißen Blüten.

Warmen Kamillentee kennen wir vor allem in der Erkältungszeit. Aber auch für unsere Pferde ist die Pflanze ein perfektes Kraut, denn die Kamille enthält viele ätherische Öle und Schleimstoffe. Sie wirkt entzündungshemmend, krampflösend und beruhigend. Teemischungen mit Kamille können deinem Pferd bei Magen-Darm-Beschwerden, nervöser Unruhe und Blähungen helfen.

Leinsamen

Leinsamen finden sich in der Frucht der Leinpflanze, die zwischen Juni und August blüht. Oft wird der Lein, der auch Flachs genannt wird, gezielt gepflanzt. Deswegen wirst du die Leinpflanze eher selten in der Natur finden.

Schleimstoffe und Fettsäuren machen die Leinsamen zu einem sogenannten Superfood. Diese Inhaltsstoffe helfen vor allem bei Magen-Darm-Problemen sowie Entzündungen und wirken sich positiv auf das Immunsystem aus. Leinsamen eignen sich besonders als Zusatz zum Futtermittel. Auch in vielen Futtermischungen sind Leinsamen als Inhaltsstoff enthalten.

Löwenzahn

Neben der Brennnessel ist der Löwenzahn eine der bekanntesten und auch ältesten Pflanze, die ab dem Frühjahr auf Wiesen, Weiden und Wegrändern zu finden ist. Charakteristisch sind die gelben Blüten und die besonders geformten Blätter. Da Löwenzahn reich an Bitter- und Schleimstoffen ist, ist frischer Löwenzahn im Geschmack nicht bei allen Pferden beliebt. Ab Mai kann er dann auch geerntet und getrocknet werden.

Er wirkt harntreibend und soll durch die verschiedenen Inhaltsstoffe bei ausgewogener Anwendung das Immunsystem stärken. Auch bei Verdauungsproblemen wird der Löwenzahn gerne angewendet, da die Bitterstoffe die Sekretion der Magen-Darm-Säfte anregen soll.

Mariendistel

Die Mariendistel kann bis zu 1,5m hoch wachsen, besitzt einen aufrechten, verzweigten Stängel und endet in einer wunderschön lilafarbigen Blüte. Diese blüht von Juni bis September. Das Silymarin in den Samen der Mariendistel gilt als leberschützend, leberstärkend und entgiftend. Außerdem wird auch der Gallenfluss angeregt. In erster Linie dient die Mariendistel somit der Entgiftung von Leber, Galle und Milz. Deshalb wird sie auch häufig bei Pferden mit Stoffwechselproblemen eingesetzt. Es heißt, sie unterstützt die Zirkulation.

Als wirksame Bestandteile gelten sowohl das blühende Kraut als auch die Frucht. Die Mariendistel enthält Gerbstoffe, fettes Öl, Bitterstoffe, biogene Amine, Eiweiß, Thyramin, Histamin, Agmatin und natürlich Silymarin. Da die Mariendistel durch ihre Dornen gut geschützt ist, meiden Pferde die frische Pflanze.

Minze

Das Aroma der Minze ist in Kräutergärten sehr beliebt und auch Pferde schätzen den besonderen Geschmack als Zugabe in ihrem Futter oder als Leckerli. Das ätherische Öl ist der Hauptbestandteil der Pflanze. Es macht das Futter verdaulicher und beruhigt Magen und Darm. Minze kann getrocknet oder auch frisch gefüttert werden. Genau wie die Kamillenblüten sind die Pfefferminzblätter eine geeignete Beigabe für eine Kräuterteemischung.

 

Salbei

Der aromatisch riechende Halbstrauch wird bis zu 70 cm hoch und blüht von Mai bis Juni. Die wirksamen Inhaltsstoffe von Salbei befinden sich in den filzigen Blättern. Neben ätherischen Ölen enthalten sie Gerbstoffe, Bitterstoffe, Steroide und Flavonoide.

Die Inhaltsstoffe von Salbei wirken vor allem antibakteriell, sekretionsfördernd, schweißhemmend und entzündungshemmend. Daher kommt Salbei vor allem bei Pferden zum Einsatz, die unter chronischen, nicht infektiösen Atemwegserkrankungen oder Entzündungen der Schleimhäute leiden.

Salbei kann entweder getrocknet oder als Tee zubereitet eine echte Wohltat für dein Pferd sein.

Schafgarbe

Auf den Wiesen und an Wegrändern ist die Schafgarbe mit den staudenförmigen Blüten im Sommer zu finden. Zwar wird das Kraut oft als Unkraut bezeichnet, aber die Schafgarbe besteht zum Großteil aus ätherischen Ölen, die antientzündlich und krampflösend wirken.

Bei der Weiterverarbeitung wird das gesamte Kraut genutzt. Verzichte dabei aber auf die Wurzel. Besonders beliebt ist die Schafgarbe in einer Kräuterteemischung, die zugleich auch appetitanregend für dein Pferd wirken kann.

Wichtig: Das Pflücken von Schafgarbe kann zu Hautreizungen führen, daher trage unbedingt Handschuhe und vermeide den direkten Hautkontakt mit der frischen Pflanze.

Spitzwegerich

Überall auf Wiesen und Waldrändern ist der Spitzwegerich zu finden. Das Kraut erkennst du besonders gut an der charakteristischen, ährenförmigen Blüte, die etwa ab Mai sichtbar wird und im Laufe des Monats blüht. Vor allem die Blätter und Wurzeln der Pflanze eignen sich für die Weiterverarbeitung.

Der Spitzwegerich enthält viele Schleimstoffe und Mineralsalze. Durch diese Inhaltsstoffe hat das Kraut eine schleimlösende Wirkung und beruhigt die Atemwege des Pferdes. Außerdem besitzt er einen besonderen Geschmack und kann appetitlose Pferde wieder zum Fressen animieren.

Teufelskralle

Die Teufelskralle gilt im Allgemeinen als eine sehr verträgliche Heilpflanze und ist daher auch zum dauerhaften Verzehr eignet. Zu den Hauptwirkstoffen zählen Bitterstoffe, Zimtsäure und Flavonoide. Diese bringen entzündungshemmende, schmerzlindernde Eigenschaften mit sich und führen zu einer positiven Wirkung auf die Verdauung. Aus diesem Grund wird Teufelskralle überwiegend bei Arthrose, Gelenk-, Sehnen- und Verdauungsproblemen bei Pferden eingesetzt.

 

Thymian

Auch ein duftender Thymianstrauch findet sich häufig im Kräutergarten. Neben seinem typischen Duft erkennst du den Thymianstrauch auch an den schmalen und eingerollten Blättern, die an der Unterseite behaart sind. Der Thymian blüht von Mai bis Oktober.

Hauptbestandteile des Thymians sind verschiedene ätherische Öle. Diese helfen besonders bei Atemwegsbeschwerden. Wenn dein Pferd zum Beispiel an chronischem Husten leidet, ist ein Tee mit Thymian eine gute Wahl. Achte darauf, den Thymian nur in kleinen Mengen und nicht dauerhaft zu verfüttern, denn zu viel der ätherischen Öle können die Schleimhaut von Magen und Darm reizen.

Walnuss

In der Kräuterkunde für Pferde sind Walnussblätter von jeher bekannt und werden vielfach sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet. Als heilkräftige Pflanzenteile werden im Juni die frischen Blätter, im Juni und Juli die unreifen Früchte und im September die reifen Früchte geerntet. Sie enthalten einen hohen Anteil an Gerbstoffen, Bitterstoffen, Flavonoiden, ätherischen Ölen und fetten Ölen sowie eine hohe Konzentration an Vitamin C.

Die Blätter des Walnussbaums haben eine entzündungshemmende Wirkung und werden daher bei Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut, bei Wurmbefall, bei Leberstörungen oder Entzündungen der Lymphknoten eingesetzt. Sie reinigen das Blut und bauen den Stoffwechsel auf.

Weißdorn

Die Pflanze wächst an einem bis zu 8m hohen Strauch mit kleinen, weißen Blüten und blüht von Mai bis Juni. Im Weißdorn finden sich sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Gerbstoffe.

Dem Weißdorn wird nachgesagt, dass er den Stoffwechsel des Pferdes ankurbelt. Gerade bei älteren Pferden kann die Pflanze die Durchblutung fördern und das Herz-Kreislauf-System unterstützen.

 

Allgemeiner Hinweis:
Für manche Kräuter und Pflanzen wird eine Karenzzeit vorgeschrieben. Wenn du an Turnieren und Wettkämpfen teilnehmen möchtest, informiere dich daher bitte vor einer Kräuterfütterung, ob und welche Karenzzeiten gemäß den Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) eingehalten werden müssen.

Öle, Leckerlis und Tees – was du mit Kräutern machen kannst 

Die richtige Trocknung und Lagerung ist entscheidend! Trockne die Kräuter zunächst an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort. Die Kräuter hierzu luftig und nicht zu dickschichtig verteilen, sonst besteht die Gefahr der Schimmelbildung.

Kräuter und Pflanzen haben nach einer sorgfältigen Trocknung eine Haltbarkeit von ca. 1 Jahr. Bewahre diese nach der Trocknung am besten in einer luftdichten, wiederverschließbaren Verpackung auf. So behalten die Kräuter ihr duftendes Aroma und sind vor Feuchtigkeit geschützt.

Du hast vielfältige Möglichkeiten, die Kräuter zu verarbeiten und neben der klassischen Reinfütterung für dein Pferd schmackhaft zuzubereiten.

Aus Kräutern Öle herstellen

Mit einer Kräutermischung von 200 bis 300g und etwa 1 Liter Pflanzenöl wird ein Kaltauszug hergestellt. Für dieses Rezept eignen sich besonders die Kräuter, die einen hohen Anteil an ätherischen Ölen besitzen. In einem luftdichten Gefäß vermengst du das Öl mit der Kräutermischung. Die Mischung muss 3 bis 4 Wochen bei Raumtemperatur ziehen. Für ein optimales Öl wird das Gefäß einmal am Tag kräftig geschüttelt. Nach 4 Wochen ist das Öl fertig.

Gib deinem Pferd bei Bedarf dann einen Schuss Kräuteröl über sein Futter. Es eignet sich besonders für Pferde, die einen Extra Kick Energie benötigen oder sehr wählerisch beim Fressen sind.

Kräuter für gesunde Leckerlis

Die im Sommer gesammelten Kräuter können perfekt zu Leckerlis verarbeitet werden und als eine gesunde Belohnung für zwischendurch und im Winter verfüttert werden. Besonders in der kalten Jahreszeit brauchen Pferde zusätzlich Vitamine und Mineralien zur Stärkung des Immunsystems. Und schmecken soll es ja schließlich auch!

Gesunde Leckerlis sind ganz einfach und schnell selbst zubereitet:

Das Grundrezept besteht aus:

  • 1 Paket Haferflocken (500g)
  • Etwas Wasser
  • 1 TL Honig
  • 2 - 3 EL Zuckerrübensirup

Wahlweise kannst du hinzufügen:

  • 2 geriebene Äpfel oder 2 – 3 geriebene Möhren
  • Kräuter oder Kräutermischungen nach Bedarf hinzufügen (z.B. Echinacea, Brennnessel, Hagebutte, Anis, Thymian, Salbei, Spitzwegerich oder Fenchel)

Zubereitung:

Alle Zutaten verrühren bis ein klebriger Brei entsteht. Die Masse klecksweise auf ein gefettetes Backblech geben und bei ca. 180 – 200 Grad für ca. 30 Min. backen, bis die Kekse braun und fest sind. Abkühlen lassen und deinem Pferd als Leckerchen für zwischendurch servieren.

Je nach Pferd und Bedarf kannst du dir deine Kräuterkekse individuell und bedarfsgerecht zusammenstellen.

Heißer Tipp – warme Kräutertees

Die meisten Pferde lieben warmen Tee. Diese wirken schleimlösend, beruhigend und halten im Winter warm. Für den perfekten Tee gießt du 3 bis 6 EL einer Kräutermischung mit heißem, aber nicht kochenden Wasser auf. Der Tee muss 10-15 Min. ziehen, dann ist er zum Verzehr bereit.

 

 


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Das tägliche Gesundheitsmüsli

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