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Fütterung und Training
Salz im Pferdefutter
Im Sommer kannst nicht nur du, sondern auch dein Pferd beim Training ganz schön ins Schwitzen kommen. Eventuell ist dein Pferd schon geschwitzt, wenn es von der Weide oder aus dem Stall kommt? Gerade beim Thema „Salz im Pferdefutter“ tauchen bei Pferdebesitzern immer wieder Fragen auf: Ist es nötig zusätzliche Salze/Mineralstoffe (Elektrolyte) zu füttern? Kann dem Pferd ein Vorrat angefüttert werden oder sollten Elektrolyte nur bei Bedarf gefüttert werden? Da generell relativ wenig Salz im Pferdefutter ist, benötigt dein Pferd auf jeden Fall eine weitere Quelle, um diesen Bedarf zu decken. Dies hängt nicht nur von der Temperatur, sondern auch vom Wind und der Luftfeuchtigkeit ab. Vor allem über das Schwitzen verlieren Pferde Salze. Den Feuchtigkeitsverlust gleichen Pferde durch Trinken aus. Das Salz muss allerdings über die Fütterung ergänzt werden. Braucht jedes Pferd Salz? Der geschätzte Salzbedarf eines 600kg schweren Pferdes mit normaler Arbeit liegt bei 12g/Tag. Wenn dein Pferd jedoch sportliche Leistungen erbringt, erhöht sich der Schweißverlust und der Salzbedarf steigt rapide an. In der freien Natur ist der Salzbedarf der Pferde meist weniger hoch, da sie sich eher ruhig bewegen und so weniger schwitzen. Sie nehmen Salz auf, wenn sie an Baumrinden oder Wurzeln fressen oder salzhaltiges Bodensubstrat aufnehmen. Nur in Rüben, Rübennachprodukten und Melasse sind höhere Mengen an Natriumchlorid enthalten. Die Zugabe eines Salzlecksteins sollte daher für jedes Pferd ein Muss sein. Wann braucht dein Pferd zusätzliche Elektrolyte? Ja, es benötigt zusätzlich Elektrolyte, wenn es: stark geschwitzt hat, intensiv trainiert wurde, an einem Turnier teilnimmt, über längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Ein Salzleckstein reicht meist aus, wenn dein Pferd: nur leicht arbeitet, kaum schwitzt, jederzeit Zugang zu frischem Wasser und einem Salzleckstein hat. Was ist Salz? Was wir als Kochsalz oder Viehsalz bezeichnen, ist eine Verbindung aus Natrium und Chlorid, also Natriumchlorid. Salze sind immer das Ergebnis aus der Verbindung einer Base mit einer Säure. Richtig salzig im Geschmack, sind jedoch nur Natriumchlorid und Kaliumchlorid. Was sind Elektrolyte im Zusammenhang mit Salz? Elektrolyte sind Stoffe, die in wässriger Lösung in positiv oder negativ geladene Teilchen zerfallen. Der Bedarf an Kalium kann für dein Pferd meist schon durch gutes Heu ausreichend gedeckt werden. Bei anderen Elektrolyten sieht es jedoch anders aus, so dass eine Zufütterung dieser bei jeder bedarfsgerechten Pferdefütterung nicht fehlen sollte. Zu den Elektrolyten zählen: Natrium ist unter anderem an der Regulation des Wasserhaushalts, des Säure-Basen-Haushalts sowie dem Blutdruck beteiligt. Natrium ist zudem für die Reizweiterleitung der Nervenzellen wichtig. Natrium kennen wir oftmals in Kombination mit Chlorid als Natriumchlorid, also Kochsalz. Chlorid nimmt ebenfalls Einfluss auf den Wasserhaushalt, dem Säure-Basen-Haushalt und dem Blutdruck. Kalium befindet sich zum großen Teil in den Zellen und trägt zur Erhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts bei. Kalium ist darüber hinaus für die Muskelkontraktion wichtig und sorgt für eine korrekte Weiterleitung der Nervenimpulse. Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Reizübertragung zur Muskelkontraktion sowie beim Herzrhythmus, Gefäßtonus und dem Blutdruck. Außerdem hat Magnesium noch einige wichtige Funktionen beim Energiestoffwechsel. Calcium spielt eine entscheidende Rolle bei der Knochenstruktur, unterstützt die Kontraktion der Muskeln und ist maßgeblich an der Übertragung von Nervenimpulsen sowie an der Blutgerinnung beteiligt. Phosphat ist ebenfalls an der Skelettmineralisierung beteiligt. Bicarbonat unterstützt ein ausbalanciertes Säure-Basen-Gleichgewicht. Wenn wir von „Salz“ sprechen, dann meinen wir damit meistens die Kombination aus Natrium und Chlorid als Natriumchlorid (Kochsalz). Wofür benötigt dein Pferd Salz? Natriumchlorid hat sowohl für Menschen als auch Pferde viele wichtige Funktionen. Die Bestandteile Natrium und Chlor sind wesentlich für den Wasserhaushalt, das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts sowie die Verteilung der Körperflüssigkeiten zwischen Blut und Gewebe verantwortlich. Wenn zu wenige Elektrolyte im Körper verfügbar sind, so können auch die Muskeln nicht mehr vernünftig arbeiten. Welche Arten von Salz gibt es in der Pferdefütterung? Himalayasalz Hierbei handelt es sich um einen Naturstein, der Jod enthält, sehr mineralhaltig und ohne Zusätze ist. Salzlecksteine aus Himalayasalz werden aus Pakistan importiert. Viehsalz Besteht aus Natrium- und Magnesiumchlorid und wird industriell hergestellt. Mineralsalz Enthält mehr Inhaltsstoffe als das Viehsalz, jedoch auch nicht genügend, um den Salzhaushalt eines Pferdes komplett zu decken. Speisesalz Eine Zugabe von Speisesalz beim Futter ist möglich, jedoch ist hier die Sorte ausschlaggebend. Verwende für dein Pferd nicht jodiertes Salz: manchen Speisesalzen wird zusätzlich noch Jod beigemengt, was allerdings für Pferde in diesen Mengen nicht geeignet ist. Salzlecksteine Es gibt demnach eine Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten bei Salzlecksteinen. Neben dem einfachen industriellen weißen Viehsalzleckstein wird der Himalaya-Salzleckstein von vielen Pferdebesitzern bevorzugt. Aber auch der persische Salzleckstein mit seiner blauen Farbe, der besonderen Struktur und Zusammensetzung und dem feinen Geschmack erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Entscheide hier am besten nach den Vorlieben deines Pferdes, welches für dich die richtige Wahl ist. Elektrolytmischung Um sicher zu gehen, dass dein Pferd genug Salz bekommt und vor allem das richtige Salz, ist der Einsatz von speziellen Ergänzungsfuttermitteln, wie z.B. Pavo E´lyte Pellets, Pavo E´lyte Liquid oder Pavo E´lyte Ultra Liquid empfehlenswert. Mit diesen speziellen Elektrolytmischungen lässt sich nicht nur der Verlust von Natrium und Chlorid ausgleichen, sondern der komplette Elektrolytverlust deines Pferdes. So wird das Gleichgewicht der Körpersalze wiederhergestellt. Wissenschaftler haben einen Schweißscore entwickelt, mit dem du den Schweißverlust deines Pferdes relativ einfach nachvollziehen kannst. Durch diese Übersicht kannst du den Elektrolytebedarf genau abschätzen und die richtige Menge Zusatzfutter dosieren. Denn viel hilft nicht immer viel. So wichtig Elektrolyte für die Leistungsfähigkeit deines Pferdes auch sind, eine überhöhte Gabe steigert die Leistung nicht. Schweißscore-Tabelle: Wie viel Elektrolyte? Die nachfolgende Schweißscore-Tabelle gibt dir einen Überblick, wie viel Elektrolyte zusätzlich gegeben werden soll Schweiß-Score Was siehst du deinem Pferd an? Durchschnittl. Schweißverlust pro Stunde Salzverlust Fütterung Pavo E’lyte Pellets Fütterung Pavo E’lyte Liquid 1 Unter dem Sattel ist es noch teilweise trocken und teilweise feucht und klebrig. Der Hals ist klebrig und die Flanken etwas dunkler als sonst. 1-4 Liter 2-7 Teelöffel  Pony: 50g Pferd: 100g  Pony: 20g Pferd: 40g 2 Unter dem Sattel und am Hals ist es nass. Stellenweiser Schaum entlang des Sattels, wo die Zügel den Hals berühren und zwischen den Hinterbeinen. 4-7 Liter 7-12 Teelöffel  Pony: 50g Pferd: 100g  Pony: 20g Pferd: 40g 3 Unter dem Zaumzeug, am Hals und an den Flanken ist das Pferd sichtbar nass, teilweise mit Schaumstellen. 7-9 Liter 12-16 Teelöffel  Pony: 100g Pferd: 200g  Pony: 30g Pferd: 60g 4 Hals und Flanken sich ganz nass. Nasse Stellen zwischen den Hinterbeinen. Weißer Schaum zwischen den Hinterbeinen. 9-12 Liter 16-21 Teelöffel  Pony: 100g Pferd: 200g  Pony: 40g Pferd: 80g 5 Siehe Schweiß-Score 4 und wenn Schweiß oberhalb der Augen und vom Bauch tropft. 12-18 Liter 21-32 Teelöffel  Pony: 100g Pferd: 200g  Pony: 40g Pferd: 80g Quelle: Zeyner, A.; Romanowski, K.; Vernunft, A.; Harris, P.; Kienzle, E. (2014) Scoring of sweat losses in exercised horses – a pilot study; Animal Physiology and Animal Nutrition, 98, s. 246-250. Woran erkennst du, ob dein Pferd ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist? Durch einen Leckstein kann dein Pferd seinen Bedarf an Salzen und Mineralstoffen selbstständig decken. Aber wie findest du heraus, ob dein Pferd dennoch zusätzlich Salz, bzw. Elektrolyte benötigt? Ziehe an der Schulter eine Hautfalte und lasse diese wieder los. Verschwindet die Falte sofort wieder, liegt kein Mangel vor. Dauert es eine Sekunde oder länger, bis die Falte zurückgeht, liegt ein Salzmangel vor. Ältere Pferde haben schwächeres Gewebe, sodass es etwas länger dauern kann, bis die Hautfalte verschwindet. Sollte es jedoch sechs oder mehr Sekunden dauern, solltest du dies einmal mit deinem Tierarzt besprechen. Was passiert bei einem Salzmangel? Sollte dein Pferd an einem Mangel an Natriumchlorid leiden, so führt dieser häufig zu Schwäche und Lustlosigkeit. Durch eine dauerhafte Unterversorgung an Salz, wird dein Pferd keinen oder nur noch kaum Durst verspüren und eine schlechte Verdauung ist die Folge. Was passiert bei einem Salzüberschuss? Im Gegensatz dazu, hat ein „zu viel an Salz“ eine erhöhte Wasseraufnahme zur Folge, was die Nieren immens stark belastet. Bei einem Fohlen solltest du darauf achten, dass dies nicht zu früh mit einem Salzleckstein „herumexperimentiert“. Eine erhöhte Salzaufnahme kann dann schnell zu Durchfall führen. Fohlen sollten durch ein Fohlenfuttermittel mit dem täglichen Bedarf an Elektrolyten versorgt werden. Wenn dein Pferd den Salzleckstein frisst, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass ein Salzmangel vorliegt. Dies kann auch auf einen Mangel an Zink hinweisen. Wurde dies durch eine Blutuntersuchung bestätigt, solltest du auf eine angepasste Kräuter- und rohfaserreiche Kost bzw. ein Ergänzungsfutter mit Zink zurückgreifen. Es kann aber auch sein, dass deinem Pferd der Salzleckstein einfach nur gut schmeckt oder es sich aus Langeweile durch das Schlecken die Zeit vertreibt. Warum schwitzen Pferde? Ein Pferd schwitzt mehr als viele denken. An einem durchschnittlichen Sommertag bei einer Temperatur von ca. 20°C verliert es bei leichter Arbeit bereits 2-4 Liter pro Stunde. Bei sehr anstrengenden Trainingseinheiten sogar bis zu 15 Liter. Diesen Feuchtigkeitsverlust gleichen Pferde durch Trinken aus. Vergiss also niemals, deinem Pferd frisches Wasser zur Verfügung zu stellen. Ein Pferd, das viel geschwitzt hat, trinkt bis zu 50 Liter und mehr. Schwitzen ist für die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit deines Pferdes besonders wichtig. Bei sportlichen Leistungen produzieren die Muskeln viel Wärme, die aus dem Körper transportiert werden muss. Zur Abkühlung bildet Schweiß eine feuchte Schicht, die auf der Haut verdunstet und dadurch die Körpertemperatur absenkt. Was du deinem Pferd bei großer Hitze und starkem Schwitzen noch Gutes tun kannst, erfährst du in unserem Ratgeber „10 Tipps gegen Hitze für Pferde“. Was passiert, wenn Pferde schwitzen? Der größte Anteil im Schweiß ist Wasser. Weiterhin sind erhöhte Mengen an unterschiedlichen Salzen enthalten. Diese Elektrolyte spielen eine wichtige Rolle im Körper deines Pferdes. Im Vergleich zum Menschen enthält der Schweiß von Pferden höhere Mengen Elektrolyte und ein Eiweiß, welches für eine zusätzliche Kühlung trotz des Fells sorgt. Dieses Eiweiß ist auch für den Schaum verantwortlich, den man bei stark schwitzenden Pferden am Zaumzeug, der Satteldecke oder zwischen den Hinterbeinen sieht.
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Fütterung und Gesundheit
10 Tipps gegen Hitze für Pferde
Im Hochsommer, wenn die Sonne unerbittlich ihre heißen Strahlen auf die Erde schickt und die Temperaturen auf 30-40 Grad Celsius ansteigen, leiden nicht nur wir Menschen unter der großen Hitze, sondern auch die Pferde. Hitze macht Pferden entschieden mehr zu schaffen als eisige Kälte. Viele Tiere haben bei drückenden, schwülen Temperaturen schnell Kreislaufprobleme. Deshalb ist eine artgerechte Haltung für die Gesundheit eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die heiße Jahreszeit gut zu überstehen. Die optimale Temperatur für Pferde liegt zwischen -7 Grad Celsius (trockene Kälte) und +25 Grad Celsius. Bei diesen Temperaturen fühlen sich Pferde am wohlsten. Sie sind sehr anpassungsfähig, aber dennoch können zu hohe Temperaturen Hitzestress verursachen. Dies kann Durchfall, Koliken und im schlimmsten Fall sogar einen Hitzschlag auslösen. Vor allem Pferderassen, die aus nördlichen Regionen kommen wie z.B. Islandpferde oder Fjordpferde, leiden unter der Hitze. Auch Pferde mit schwarzem Fell haben in der Regel mehr Probleme mit zu hohen Temperaturen, weil das dunkle Fell die Sonnenstrahlen stärker absorbiert und sich somit mehr aufheizt. Anzeichen für eine Überhitzung sind schlecht durchblutete Schleimhäute, Dehydrierung, ein erhöhter Puls und Kurzatmigkeit. Durch die starke Sonneneinstrahlung können Pferde natürlich auch einen Sonnenbrand oder eine Sonnenallergie bekommen. Besonders hellhäutige Pferde oder die wenig behaarten Körperstellen (Nüstern, um die Augen) sind gegenüber der Sonne sehr empfindlich. Wie du deinem Pferd bei großer Hitze helfen kannst  Damit dein Pferd vor der Sonne geschützt ist und es auch an besonders heißen Sommertagen Erleichterung findet, kannst du dein Pferd mit den folgenden Tipps unterstützen: 1. Weidezeiten anpassen Wenn es auf deiner Weide keine Schattenplätze (Bäume, Unterstand etc.) gibt, solltest du den Weidegang entsprechend der Außentemperatur anpassen. Stelle dein Pferd am Abend und nachts auf die Weide und lasse es tagsüber im schattigen, luftdurchlässigen Stall. Ist diese Variante nicht möglich, versuche dein Pferd in den frühen Morgenstunden auf die Weide zu stellen. Sollten die Temperaturen über 30 Grad Celsius steigen, solltest du dein  Pferd auch am Nachmittag nicht auf der Weide lassen. Trotz Schatten besteht hier Überhitzungsgefahr. 2. Schattenplätze schaffen Ein Unterstand bietet die optimale Lösung, aber auch eine Baumgruppe kann Schatten spenden. Ist beides nicht vorhanden, kannst du auch ein Sonnensegel verwenden. Um ein Sonnensegel zu spannen genügen 3 bis 4 ausreichend große Holzpfähle, an denen ein Sonnensegel gespannt werden kann. Dies ist eine günstige Lösung, um deinem Pferd einen Schattenplatz zu ermöglichen. 3. Luftzirkulation Auch im Stall können die Temperaturen schnell ansteigen, wenn die Sonne auf das Dach oder durch die Fenster scheint. Durch einen Ventilator kannst du die Luft im Stall zirkulieren lassen. Dadurch steigt die Raumtemperatur nicht so schnell an und warme Luft kann sich abkühlen. Achte beim Gebrauch eines Ventilators im Stall darauf, dass dein Pferd nicht direkt im Luftzug steht. Das Kabel sollte für dein Pferd nicht erreichbar sein. Lassen den Ventilator auch nicht durchgehend 24 Stunden oder ohne Aufsicht laufen, damit dieser nicht überhitzt und einen Brand auslösen könnte. Wenn die Möglichkeit besteht durch zwei offene Tore/Türen einen Durchzug im Stall zu schaffen, kann dies auch schon auf ganz natürliche Weise Kühlung bringen. 4. Immer frisches, kühles Wasser zur Verfügung stellen Besonders bei großer Hitze ist unbegrenzter Zugang zu frischem, kühlen Wasser ein absolutes Muss. Es ist nicht nötig, dass das Wasser eiskalt ist, denn Pferde trinken am liebsten 15-20 Grad kühles Wasser. Aber beachte, dass sich bei Temperaturen über 30 Grad Celsius das Wasser vor allem in Kübeln oder Eimern sehr schnell aufwärmt. Nutze hier möglichst große Gefäße, so bleibt das Wasser länger kühl und erneuern Sie das Wasser regelmäßig. Flüssigkeit ist sehr wichtig, da Pferde (wie auch wir Menschen) ihre Körpertemperatur über das Schwitzen regulieren. Somit verlieren die Pferde bei hohen Temperaturen viel Flüssigkeit, die wieder ausgeglichen werden muss. 5. Animiere dein Pferd mehr zu trinken Wenn du das Gefühl hast, dass dein Pferd zu wenig trinkt, kannst du das Heu mit Salzwasser befeuchten. Dadurch trinkt dein Pferd mehr Wasser. Achte bei dieser Methode darauf, dass du nur so viel Heu befeuchtest, wie dein Pferd auch in kurzer Zeit frisst. Sonst kann es im Heu zu Schimmelbildung kommen. 6. Elektrolyte auffüllen Beim Schwitzen verliert dein Pferd neben Flüssigkeit auch wichtige Körpersalze wie Natrium, Kalium und Chlorid. Bei einem Elektrolytmangel kann dein Pferd die Flüssigkeit weniger gut im Körper halten, die Elastizität der Haut verringert sich und die Ausdauer nimmt ab. Durch die Zugabe von Salzlecksteinen und Ergänzungsfuttermitteln wie z.B. Pavo E’lyte kann dein Pferd eine Flüssigkeits- und Elektrolytreserve aufbauen. Somit tritt ein Mangel an Körpersalzen weniger schnell auf und ein Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewicht kann trotz Flüssigkeitsverlust durch starkes Schwitzen schnell wieder ausgeglichen werden. 7. Reiten bei Hitze Obwohl Pferde gut mit Wärme umgehen können, fällt es ihnen trotzdem nicht leicht bei groβer Hitze schwer zu arbeiten. Dabei dürfen nur Pferde mit entsprechender Kondition, guter Gesundheit und stabilem Kreislauf geritten werden. Gewöhne dein Pferd langsam daran, bei diesen heißen Temperaturen Leistungen zu erbringen. Bei auftretenden gesundheitlichen Problemen, z.B. instabilem Kreislauf oder Hitzschlag, ist das Pferd sofort in einen kühlen Stall oder an einen schattigen Platz zu stellen. Wenn du nicht auf hohem Leistungsniveau reitest, reduziere die Arbeit oder verteile das Training auf zwei kurze Einheiten am Tag. Zusätzlich solltest du, wenn möglich, deine Reitzeiten auf die etwas kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen. Eine Alternative kann auch ein Ausritt im schattigen Wald oder an einem See sein, um sich nicht in der prallen Sonne oder warmen Reithalle bewegen zu müssen. Achte beim Training auch darauf, wie es dir dabei körperlich geht. Solltest du merken, dass die Hitze auch auf deinen Kreislauf schlägt, dann schalte für dich und dein Pferd einen Gang zurück. Nach dem Reiten, wenn das Pferd geschwitzt hat, muss es gründlich von dem nassen, salzhaltigen Schweiß gereinigt werden. Wird das Pferd in diesem verschwitzten Zustand auf die Weide gestellt, können sich in den feuchtwarmen Schweißabsonderungen Bakterien, Pilze und besonders Milben ausbreiten. Zudem zieht der Schweißgeruch Fliegen an. Der angetrocknete Schweiß brennt auf der Pferdehaut, wenn sie nicht abgewaschen wird.  Erfrische dein Pferd nach dem Reiten oder einfach mal zwischendurch mit einer Dusche. Das ist im Sommer eine willkommene Abkühlung und reinigt das Fell vom entstandenen Schweiß. Verwende am besten nicht zu kaltes, handwarmes Wasser und beginne mit den Beinen. Arbeiten dich dann langsam nach oben vor. Ziehe nach dem Duschen dein Pferd mit dem Schweißmesser ab und führe es im Anschluss trocken, bevor du dein Pferd wieder in den Stall stellst. Bei hohen Temperaturen solltest du älteren Pferden keine Anstrengungen zumuten, da sie auf Hitze besonders empfindlich mit Kreislaufstörungen reagieren können. 8. Verändere den gesamten Tagesablauf des Pferdes nicht zu drastisch Selbst bei hohen Temperaturen ist es nicht nötig alle Aktivitäten mit deinem Pferd zu ändern oder zu stoppen. Pferde sind Gewohnheitstiere und drastische, plötzliche Änderungen können bei empfindlichen Pferden das Kolikrisiko erhöhen. Dennoch sollten einige Anpassungen vorgenommen werden, um dein Pferd während der Hitzeperiode zu schützen. 9. Achtung Sonnenbrand-Gefahr Auch Pferde können einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie zu lange in der prallen Sonne stehen. Eine leichte Fliegendecke ist nicht nur ein effektiver Schutz gegen Insekten, sondern schützt auch vor Sonnenbrand. Die Nüstern und haarlosen Stellen des Körpers kannst du mit Sonnencreme einreiben. 10. Schere Pferde mit sehr dichtem Fell Um Pferden mit dickem Fell oder mit Cushing Erleichterung bei Hitze zu verschaffen, ist es sinnvoll sie zu scheren. Dadurch schwitzen sie nicht zu stark und es kommt weniger schnell zu Kreislaufproblemen. Viele flechten die Mähne oder den Schweif zur Zierde, dies ist aber nicht immer sinnvoll. Mähne und Schweif sind die natürlichen Abwehrmittel der Pferde gegen Fliegen. Daher sollten sie nicht gekürzt oder gar zur Zierde eingeflochten werden. Je länger Mähne und Schweif des Pferdes wachsen dürfen, desto mehr Fliegen können sie vertreiben. Außerdem schützt ein langer Schopf auch die Augen vor lästigen Plagegeistern und verhindert die im Sommer so gefürchteten Augenentzündungen. Notfallplan bei einem Hitzschlag beim Pferd Sollte es zu einem Hitzschlag kommen, gilt es schnell zu handeln und umgehend den Tierarzt zu alarmieren. Folgende Symptome können auf einen Hitzschlag bei Pferden hindeuten: Dein Pferd schwitzt sehr stark – selbst im Stehen ohne Anstrengung. Dein Pferd lässt den Kopf hängen, hat einen matten, müden Blick und wirkt apathisch. Dein Pferd hat Koordinationsschwierigkeiten und taumelt.
 Dein Pferd fühlt sich sehr heiß an. Die Muskeln deines Pferdes verkrampfen sich. Dein Pferd frisst nicht. Dein Pferd ist dehydriert – dies erkennst du durch den Hautfaltentest. Durchführung Hautfaltentest Für den Hautfaltentest nimmst du etwas Haut am Halsbereich deines Pferdes zwischen Daumen und Zeigefinger und beobachtest beim Loslassen, wie schnell die Haut wieder anliegt. Zieht sich die Haut nicht sofort wieder zurück, sondern es dauert etwas länger, so ist dies ein eindeutiger Hinweis darauf, dass deinem Pferd Flüssigkeit fehlt.
 Bringe in der Zwischenzeit, bis der Tierarzt eintrifft, dein Pferd unbedingt in den Schatten. Biete dem Pferd nicht zu kühles Wasser zum Trinken an. Du kannst mit kühlen, feuchten Handtüchern den Hals kühlen und die Beine leicht abspritzen, um auch diese zu kühlen.
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Fütterung und Training
00:01:18
Elektrolyte für Pferde
Bei einer Temperatur von etwa 20 Grad verliert ein Pferd bei leichter Arbeit ca. 2 bis 4 Liter Flüssigkeit pro Stunde. Neben der Flüssigkeit verliert es dabei außerdem wichtige Körpersalze, auch Elektrolyte genannt. Für die Gesunderhaltung deines Pferdes ist es wichtig, diese Elektrolyte wieder aufzufüllen. Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: Welche Folgen ein Salzmangel bei deinem Pferd haben kann Ab wann eine Fütterung von Elektrolyte sinnvoll ist Wie du deinem Pferd Elektrolyte fütterst Erfahre mehr über Salz in der Pferdefütterung in unserem Ratgeber.
Fütterung und Training
00:06:21
Was passiert, wenn Pferde schwitzen?
Damit Pferde ihre Körpertemperatur regulieren können, nutzen sie effektiv das Schwitzen, um überschüssige Flüssigkeit über ihre Haut abzugeben und Überhitzung zu vermeiden. Es ist jedoch wichtig, dass diese Funktion nicht gestört wird. In diesem Video erhältst du nicht nur wichtige Informationen über das Schwitzen bei Pferden, sondern auch praktische Tipps, um dein Pferd bestmöglich zu versorgen.
Fütterung und Training
00:06:31
Muskelübersäuerung bei Pferden - Inklusive Praxistipps
Dr. Patricia Sitzenstock, in Zusammenarbeit mit ClipMyHorse, beantwortet gerne alle Fragen rund um die Fütterung von Pferden. Eines der möglichen Probleme bei einer erhöhten Belastung der Muskulatur ist eine Muskelübersäuerung. Doch wie entsteht eine solche Übersäuerung überhaupt? Woran erkenne ich sie und wie kann ich gezielt durch Fütterung vorbeugen? Diese Fragen beantwortet Dr. Sitzenstock in diesem Video für dich.