Pavo, Pferdefutter und Versorgung von Pferden
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Fütterung der tragenden Stute

Forschung bringt uns weiter. Davon ist Rob Krabbenborg, Ernährungswissenschaftler bei Pavo, überzeugt. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Forschung und passt die Rezeptur ihrer Produkte entsprechend an. “Pferdehalter müssen darauf vertrauen können, dass sie das Beste vom Besten geben, wenn sie Pavo füttern. Daran arbeiten wir kontinuierlich.”

Kraftfutter abgestimmt auf die Qualität des Raufutters

Die aktuellste Untersuchung des Futtermittelherstellers ist eine groß angelegte Studie in Bezug auf die Fütterung von tragenden und laktierenden Stuten. Anlass dazu war das Raufutter-Monitoring. Schon seit Jahren untersucht Pavo Raufutterproben aus dem ganzen Land. “Das Futter für Pferde besteht zu einem Großteil aus Raufutter. Die Daten über die jeweiligen Anteile benötigen wir, um zu erfahren, was wir mit unseren Kraftfuttersorten ergänzen müssen. Denn welche Inhaltsstoffe soll man wählen, wenn man nicht genau weiß, was in dem Hauptbestandteil des Pferdefutters enthalten ist?”, gibt Krabbenborg zu bedenken. Schon seit einigen Jahren beobachtet er eine Tendenz. “Eine besorgniserregende Tendenz würde ich sogar sagen. Der Eiweißgehalt im Raufutter sinkt immer weiter. Es wird immer weniger gedüngt. Pferde erhalten „Natur Heu“, oft aus Ländern, wo die Weiden nicht gedüngt werden. Das qualitativ bessere Raufutter wandert zu den Kühen und was übrig bleibt bekommen die Pferde. Dabei spielt auch Geld eine Rolle. Auf LKWs kommt billiges Heu aus fernen Ländern. Was dort zu welchen Anteilen enthalten ist, fragt sich kaum einer. Aber es gibt einen Grund dafür, dass es so billig ist. Es enthält  beinahe nichts Verwertbares.”

Gras ist ideal

Karges Raufutter ist gut für dicke Pferde und genügsame Rassen. Züchter wissen jedoch, wie wichtig qualitativ hochwertiges Raufutter für tragende und laktierende Stuten ist. Krabbenborg: “Die Grundlage für ein gesundes Fohlen wird in den letzten drei Monaten der Trächtigkeit und in den ersten beiden Monaten nach der Geburt geschaffen. Gras enthält die idealen Nährstoffe für Stuten, aber die meisten Stuten können erst ab April wieder auf die Weide. Davor erhalten sie Raufutter.”

Pavo hat schon viele wissenschaftliche Untersuchungen in Bezug auf das ideale Zuchtfutter in Auftrag gegeben. Das führte zu dem Pavo Podo-Konzept. Die Ergebnisse einer ausführlichen Studie über die Vorbeugung von OC/OCD (Osteochondrose / Osteochondrose dissecans) sorgten für die Anpassung dieses Konzepts und für die Entwicklung eines Nahrungsergänzungsmittels, mit dem nachweislich bessere Resultate erzielt wurden. Es wurden weitere Untersuchungen durchgeführt in Bezug auf das Kraftfutter für tragende und laktierende Stuten. Krabbenborg: “Wir haben zuerst geschaut, was im Gras an Proteinen, Fettsäuren und Vitaminen enthalten ist. Gras ist das ideale Futter für Stuten und daher für uns der Ausgangspunkt. Unsere folgende Frage lautete, wie können wir unsere Stutenpellets optimal an die Raufutterfütterung anpassen.”

Fohlen mit trockenem Körperbau

Grasproben ergaben, dass die Inhaltsstoffe auf niederländischen Weiden gut sind. Die Qualität war mit dem vergleichbar, was Rinder erhalten. Aber im Bereich Heu und Silage sah das ganz anders aus. “Das brachte uns in eine Zwickmühle. Denn es bedeutete, dass wir für die Sommerperiode ein anderes Kraftfutter herstellen mussten, als für die Winterperiode.” Und da bei Pavo Qualität an erster Stelle steht, entschied man sich eine Testreihe in sechs großen Zuchtbetrieben durchzuführen. Die Ergebnisse waren verblüffend. Bert Poppelaars, einer der teilnehmenden Züchter, ist sehr begeistert. “Unseren Fohlen ging es phantastisch, nachdem wir den tragenden Stuten das neue Futter gegeben hatten. Es gab keinerlei gesundheitliche Probleme, die Fohlen haben trockene Gelenke und wachsen ganz gut. Dabei ist auch die Kondition der Stuten hervorragend geblieben. Das ist für uns auch genauso wichtig, denn die Stuten dürfen nicht zu sehr unter der Trächtigkeit und Laktation leiden.”

Die Fohlen wurden mit Hilfe der Speckdickenmessung kontrolliert. Wichtig, denn Verfettung ist nicht im Sinne der Sache. Aber das kam auch nicht vor. Alle Fohlen aus dieser Testreihe blieben stark, gut entwickelt, aber sicher nicht „teigig“.

Milchanalyse

Pavo fand es wichtig auch die Milch der Stuten zu analysieren, um die Untersuchung zu vervollständigen. Bei der Erinnerung daran muss Krabbenborg lachen. “Da haben wir uns doch ein bisschen verschätzt. Wenn man bei einer Kuh die Zitze drückt, kommt Milch heraus. Das muss man aber mal bei einer Stute probieren, dann wandern ihre Ohren in alle Richtungen und sie hält ihre Milch fest. Man musste wirklich sehr taktisch vorgehen, um sie so weit zu bekommen uns eine Milchprobe abnehmen zu lassen.”

Mit Hilfe der Züchter und einer Praktikantin gelang es uns schließlich doch Proben zu nehmen und zwar in der 1., 2. und 10. Woche. Die Analyse bereitete hingegen weit weniger Schwierigkeiten. “Eigentlich merkwürdig: wir haben in Zutphen das größte Milchlabor der Welt, Qlip genannt, mit jeglicher Apparatur und viel Knowhow. Aber Stutenmilch ist dort noch nie analysiert worden.” Die Ergebnisse waren die Bestätigung: das angereicherte Pavo Podo Lac sorgte für einen besseren Eiweiß- und Fettgehalt in der Milch. “Es war interessant zu sehen, wie sehr sich die Stutenmilch von der Kuhmilch unterscheidet. Der Zuckeranteil liegt um ein Vielfaches höher, wohingegen Eiweiß und Fett im Vergleich viel niedriger sind.”
 


Pferdefutter für die Zucht
Pavo Pferdefutter Stute und Fohlen

Ratgeber

Jetzt wo die Untersuchungen beendet sind, werden die Schlussfolgerungen gezogen. Krabbenborg: “Wir werden künftig in dem Zeitraum, wo hauptsächlich Raufutter verabreicht wird, unser Stutenfutter mit Proteinen, Fettsäuren und Vitaminen anreichern. Dies wird im Zeitraum von Dezember-Mai sein. Allerdings kann es pro Jahr - je nach Witterungsbedingungen - variieren. Der Preis des Stutenfutters wird nicht verändert. Wir investieren in Qualität, damit Züchter darauf vertrauen können, dass sie mit unserem Futter ihre Stute optimal versorgen. Ganz unabhängig von der Jahreszeit.” Der Ernährungswissenschaftler erklärt, dass er mit den Händlern Rücksprache halten wird, damit er rechtzeitig den Vorrat anpassen kann, wenn das angereicherte Futter erforderlich ist.

Was Herrn Krabbenborg betrifft, ist das noch nicht das Ende. “Wir haben im Rahmen unserer Untersuchung die Entwicklung der Fohlen sorgfältig verfolgt. Das ergab eine ideale Wachstumskurve. Wir haben alle Daten gespeichert und nutzen diese für weitere Untersuchungen. Vielleicht werden wir den Besitzern ermöglichen die Daten ihres Fohlens online einzugeben, damit wir diese mit unserer Kurve vergleichen und somit ganz individuelle Empfehlungen abgeben können.
Mein Wunsch ist es, dass wir alle zusammen versuchen die Gesundheit der Fohlen weiterhin zu verbessern.“