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Fütterung und Gesundheit
Herz und Blutkreislauf des Pferdes
Das Herz und das Blutgefäßsystem des Pferdes sind für den Transport wichtiger Stoffe durch den Körper zuständig. Hiermit wird gewährleistet, dass alle Organe mit ausreichend Sauerstoff, Nährstoffen, aber auch Hormonen und Wärme versorgt werden. Wiederum werden Abfallstoffe und auch Kohlendioxid über das Herz-Kreislaufsystem abtransportiert. Aufbau und Funktion des Pferdeherzens Das Herz ist ein rhythmisch zusammenziehender Hohlmuskel. Es liegt auf dem Boden der Brusthöhle zwischen der 3. und 6. Rippe im Brustbereich, direkt hinter dem linken Vorderbein. Das Pferdeherz wird von einem feinen, mit Flüssigkeit befeuchteten Herzbeutel ummantelt. Es wiegt etwa 4kg und besteht aus zwei Hälften mit insgesamt vier Bereichen: rechter Vorhof mit rechter Kammer und linker Vorhof mit linker Kammer. Spezielle Klappen verbinden die Vorhöfe mit den Kammern auf beiden Herzhälften. Im Ruhezustand schlägt das Herz eines gesunden Pferdes 28 bis 40 Mal pro Minute. Es ist wichtig, dass du diese Ruhefrequenz deines Pferdes kennst, da eine Erhöhung des Herzschlages im Ruhezustand auf Schmerz, Angst, Stress, Krankheit oder Anspannung hinweisen kann. Die maximale Herzfrequenz außerhalb des Ruhezustandes kann bei über 200 Schlägen pro Minute liegen. Neben dem Herz gehört auch die Milz zum Kreislaufsystem. Sie dient dem Pferd als Blutspeicher, wiegt ca. 2kg und hat eine Länge von 50-60cm. Aufbau und Funktion des Blutes vom Pferd Ein Pferd hat ungefähr 7% seines Körpergewichts an Blut. Das ergibt bei einem 650kg schweren Warmblutpferd also etwa 45 Liter Blut im Kreislaufsystem. Dieses Blut dient als Beförderungsmittel für alle lebenswichtigen Nährstoffe zu den Organen und sorgt außerdem für den Abtransport der Abfallstoffe. Das Blut besteht aus Blutplasma sowie den darin enthaltenen Zellen: Erythrozyten (Rote Blutkörperchen): Sie enthalten den Blutfarbstoff Hämoglobin und verleihen dem Blut somit seine typisch rote Farbe. Hämoglobin bindet Sauerstoff, bzw. Kohlendioxid und transportiert diese durch den Körper. Leukozyten (Weiße Blutkörperchen): Diese farblosen Blutkörperchen sind im Organismus die „Gesundheitspolizei“ und sorgen somit für die Abwehr und Eliminierung von Krankheitserregern. Thrombozyten (Blutplättchen): Sie dienen der Blutgerinnung und sorgen dafür, dass sich auf Wunden eine Kruste bildet und dadurch die Blutung gestoppt wird. Aufbau und Funktion der Blutgefäße Die vom Herzen wegführenden Blutgefäße, welche das nährstoff- und sauerstoffreiche Blut enthalten, werden als Arterien bezeichnet. Sie leiten das angereicherte Blut weiter zu den verschiedenen Organen. Um auch die kleinsten Teile des Körpers mit Blut versorgen zu können, gehen Arterien über in ein sehr feinmaschiges Netzwerk von Gefäßen, den sogenannten Kapillaren. Venen sind die Blutgefäße, die zurück zum Herzen führen. Sie transportieren sauerstoffarmes Blut und werden durch das Herz in die Lunge weitergeleitet. Alle Gewebearten und Organe des Pferdes werden von Gefäßen mit Blut versorgt – mit Ausnahme der Knorpelschicht der Gelenke und der Hornhaut des Auges. Diese verfügen über keine Blutgefäße. Die Nährstoffversorgung wird hier über eine „Diffusion“ (Nährstofftransport durch Membranaustausch) gewährleistet. Funktion und Zusammenspiel von Herz und Blutkreislauf beim Pferd Beim Herz-Blutkreislauf ist der Name auch gleich Programm, denn es funktioniert genauso wie es heißt: das Blut läuft immer im Kreis. Der Motor, bzw. der Antrieb ist hierbei immer das Herz. Das Blut durchfließt das Herz pro Runde gleich 2x. Somit gibt es im Körper auch zwei Blutkreisläufe. Hierauf ist das Herz perfekt ausgelegt und versorgt mit seinen beiden Herzhälften jeweils einen Kreislauf, welche miteinander verbunden sind. Der erste Blutkreislauf ist der kleine Kreislauf oder Lungenkreislauf. Der zweite Blutkreislauf wird als großer oder Körperkreislauf bezeichnet. Die rechte Herzhälfte mit Vorhof und Kammer treibt das Blut durch den kleinen Kreislauf, die linke Herzhälfte mit Vorhof und Kammer ist der Antrieb für den großen Blutkreislauf. Der Kreislauf des Blutes Zunächst fließt das sauerstoffarme mit Kohlendioxid versetzte Blut in den rechten Vorhof. Von dort wird es weiter in die rechte Kammer gedrückt, die es weiter in die Lunge pumpt. In der Lunge findet dann der Gasaustausch statt: Abgabe von Kohlendioxid und Aufnahme von Sauerstoff. Von der Lunge fließt das Blut dann in den linken Vorhof und von da weiter in die linke Kammer. Diese drückt das Blut in die Aorta (Hauptschlagader), die die Verteilung des Blutes in die Arterien des Gefäßsystems übernimmt. Das mit Nährstoffen und Sauerstoff angereicherte Blut wird über die Arterien dann überall im Körper verteilt. Je feiner die Extremitäten werden, desto schmaler werden auch die Bluttransportbahnen und verästeln sich immer stärker, bis es dann nur noch feinste Kapillare sind. Hier erfolgt dann auch der eigentliche Austausch: Sauerstoff und Nährstoffe werden abgeladen und Kohlendioxid und Abfallstoffe aufgeladen. Die vom Herzen wegführenden Kapillaren heißen Arteriolen. Die zum Herz hinführenden Kapillaren werden als Venolen bezeichnet. Die feinen Kapillaren (auch Kapillarnetze genannt) sind somit das Bindeglied zwischen den beiden Blutkreisläufen: Das arterielle System geht hier in das venöse System über. Über den venösen Anteil des Gefäßsystems kehrt das Blut dann wieder zurück zum Herzen, wo es erneut angetrieben und beschleunigt wird. Das Blut in den Venen ist statt hellrot nun dunkelrot – ein Zeichen für die Sauerstoffarmut. Blut und deren Gefäße besitzen keinen eigenen Antrieb, sondern werden einzig und allein über die Muskelkontraktionen des Herzens fortbewegt. Die Kraft der 5 Herzen – die Funktion der Hufpumpe Das Pferdeherz macht durchschnittlich weniger als 1 % des Körpergewichts aus und ist somit relativ klein für die große Leistung, die es erbringen muss. Daher benötigt das Herz tatkräftige Unterstützung. Diese erhält es über den Mechanismus der vier Pferdehufe. Der Hufmechanismus unterstützt die Durchblutung der Herztätigkeit und wird daher auch als „Hufpumpe“ oder „Die Kraft der 4 Herzen“ bezeichnet. Wie funktioniert die Hufpumpe? Wenn dein Pferd 10 Schritte geht, wird durch den Hufmechanismus bei gesunden Pferden, die keine Eisen an den Hufen tragen, ca. 1 Liter Blut in jedem Huf bearbeitet. Bei Belastung des Hufes (also bei Bodenkontakt) weitet sich der Huf, so dass das Blut in die Blutgefäße der Huflederhaut einströmen kann. Bei Entlastung (also beim Abfußen) zieht sich das Hufinnere wieder zusammen, so dass ein Sog entsteht. Das Herz saugt das ihm entgegenströmende Blut an und übernimmt dann wieder die Durchblutungsarbeit im restlichen Körper. Dieser Hufpumpen-Mechanismus ist auch deshalb für dein Pferd so wichtig, weil unterhalb des Vorderfußwurzel- und des Sprunggelenks keinerlei Muskeln vorhanden sind, die diese Kontraktion übernehmen könnten. Bei Pferden, die immer Eisen tragen, schlechte Hufe oder aber wenig Bewegung haben, wird die Funktion der Hufpumpe stark eingeschränkt. Dies kann neben angelaufenen Beiden auch erhebliche Konsequenzen für das Blut-Kreislaufsystem und somit die Leistungsfähigkeit deines Pferdes haben. Das Blut gibt auch Hinweise auf Erkrankungen beim Pferd Oft ist es schwierig anhand der äußeren Symptome im Krankheitsfall bei Pferden eine eindeutige Diagnose festzustellen. Anhand eines Blutbildes und der Blutwerte lassen sich dann einfacher mögliche Krankheitsbilder ableiten, so dass eine gezielte Behandlung möglich ist. Hier einige Beispiele: Zu niedriger Gehalt an roten Blutkörperchen Blutarmut ist kein Mangel an Blut, sondern ein zu niedriger Gehalt an roten Blutkörperchen im Blut. Dieses kann die Folge von Blutverlust, einer verringerten Bildung von roten Blutkörperchen oder einem verstärkten Abbau von roten Blutkörperchen sein. Blutarmut kommt bei Pferden nicht oft vor, ist aber sehr nachteilig für die Kondition des Pferdes. Hierzu kannst du  am besten deinen Tierarzt zu Rate ziehen. Tipp: Wenn Blutarmut festgestellt wird, ist es wichtig, dass dein Pferd keinen weiteren körperlichen Belastungen ausgesetzt ist, um wieder fit und gesund werden zu können. Stress oder extreme Kälte sollten also vermieden werden. Nur ein Tierarzt kann Blutarmut behandeln, aber auch hier spielt eine ausgewogene und abgestimmte Fütterung eine wesentliche Rolle. Zu hoher Gehalt an roten Blutkörperchen Dies tritt bei bestimmten Erkrankungen von Herz, Lunge oder Nieren auf und kann außerdem ein Hinweis auf Austrocknung sein. Auch bei Koliken kann es zu deutlichen Verschiebungen des Wasserhaushaltes kommen. Tipp: Überprüfe regelmäßig die Wasserstätten deines Pferdes und sorge immer für eine ausreichende Wasserzufuhr. Ziehe bei anhaltenden Problemen immer den Tierarzt zu Rate. Übersäuerung des Blutes Bei einer andauernden Überbelastung des Pferdes kommt es zu einer erhöhten Produktion des Stoffwechselproduktes „Laktat“ (Milchsäure). Dieses wird normalerweise vom Körper schnell abgebaut. Sollte der Anteil jedoch zu hoch sein und ein schneller Abbau hierdurch nicht möglich sein, kann dies zu einer Erkrankung der Muskulatur (Übersäuerung der Muskeln) führen. Tipp: Decke dein Pferd bei einem Verdacht der Übersäuerung gut ein und biete ihm ausreichend Wasser an. Dein Pferd sollte keiner weiteren Bewegung mehr ausgesetzt werden. Rufe unbedingt deinen Tierarzt an. Zu hoher oder zu niedriger Proteingehalt im Blutplasma Eine Erhöhung ist häufig die Folge von einer Austrocknung oder einer Infektionskrankheit. Eine Erniedrigung bieten Hinweise auf eine Fehl-, Unter- oder Mangelernährung sowie auf Erkrankungen von Leber und Darm. Tipp: Überprüfe den allgemeinen Ernährungszustands deines Pferdes. Sorge für ausreichend Raufutter, Wasser, sowie eine ausgewogene Vitamin - und Mineralstoffzufuhr. Ziehe ggfs. deinen Tierarzt zu Rate. Hohe Zuckerwerte im Blut Wenn dein Pferd über die tägliche Fütterung Zucker und Stärke aufnimmt, wird das Hormon Insulin aktiv. Dieses Hormon sorgt dafür, dass der Blutzuckerwert auf einem konstanten Level gehalten wird. Darüber hinaus unterstützt Insulin auch wichtige Prozesse im Körper. Schwankende Zuckerwerte im Blut sind also normal. Ist dieser Wert aber auf unnatürliche Weise auch für einen längeren Zeitraum erhöht, kann das ein klares Anzeichen für eine Diabetes beim Pferd sein. Falls dir typische Symptome bei deinem Pferd auffallen, halte hier Rücksprache mit deinem Tierarzt, denn bei einer Diabetes sollte die Behandlung schnell eingeleitet werden. Diese ist ganz individuell an den Krankheitsstatus deines Pferdes angepasst. Tipp: Reduziere deutlich den Zucker- und Stärkeanteil im Pferdefutter. Biete deinem Pferd genügend Raufutter an, aber lass den Nährstoffgehalt deines Raufutters vorab einmal mittels dem Raufutter-Schnelltest testen. Auch beim Kraftfutter hast du die Möglichkeit, auf zuckerreduzierte Sorten zurückzugreifen, sollte dein Pferd zusätzlich Energie benötigen, wie z.B. auf das vollwertige Kräutermüsli Pavo Care4Life oder dem Pavo Nature’s Best Müsli. Hohe Fettwerte im Blut Hast du ein übergewichtiges Pferd? Oder bist dir nicht sicher, ob dein Pferd noch Normalgewicht hat? Dann führe doch einmal das Body-Condition-Scoring durch, um seinen Gewichtszustand objektiv beurteilen zu können. Lass auch einmal die Blutwerte checken, denn zu hohe Fettwerte im Blut können die Gesundheit deines Pferdes langfristig beeinträchtigen. Tipp: Unterstütze dein Pferd bei einer gesunden und verantwortungsvollen Gewichtsreduktion. In unserem Pavo InShape Programm findest du viele wertvolle Tipps zu den 3 wichtigen Säulen des Abnehmprozesses: Haltung, Bewegung und Fütterung. Benötigt dein Pferd neben Raufutter zusätzlich ein Kraftfutter für den Konditions- und Muskelerhalt? Dann entscheide dich am besten für ein mineralisiertes energie- und zuckerarmes Futter mit essentiellen Aminosäuren.
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Fütterung und Gesundheit
Dein Pferd in jedem Alter optimal versorgt
Im Laufe seines Lebens durchläuft dein Pferd eine Vielzahl an unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Die 1. Entwicklungsphase startet bereits als ungeborenes Fohlen im Bauch der tragenden Stute. Weiter geht es als frischgeborenes Fohlen, über zum Absetzer, zum Jährling, zum ausgewachsenen Pferd, bis schließlich hin zum Senior. Mit dem Übergang in die nächste Entwicklungsphase verändert sich gleichzeitig auch der Nährstoffbedarf deines Pferdes. Um dein Pferd in jeder Lebensphase gesund und fit zu halten, ist es dann nötig, die Fütterung auf seine aktuellen Bedürfnisse anzupassen. Aber was sollte dein Pferd eigentlich fressen, um seinen Bedarf an bestimmten Nährstoffen optimal zu decken? Ungeachtet der jeweiligen Entwicklungsphase bildet hochwertiges Raufutter immer die Grundlage jeder gesunden Pferdefütterung. Stelle also sicher, dass deinem Pferd mindestens 1,5% seines Körpergewichts an Raufutter pro Tag zur Verfügung steht. So unterstützt du sein Wohlbefinden, eine gesunde Verdauung und förderst ein natürliches Fressverhalten.   Der Nährstoffbedarf deines Pferdes in den verschiedenen Lebensphasen  In jeder Lebens- und Entwicklungsphase benötigt dein Pferd eine Vielzahl an unterschiedlichen Nährstoffen für seine Gesunderhaltung. Hinterfrage also gut, in welcher Phase dein Pferd sich aktuell befindet, sodass du die Fütterung und Haltung optimal an seinen jeweiligen Bedarf anpassen kannst. 1. Ungeborenes Fohlen Für eine gute Entwicklung von Knorpel, Sehnen und Bändern benötigt ein ungeborenes Fohlen vor allem ausreichend Zink, Selen und Kupfer. Jedoch sind auch Calcium, Phosphor und Magnesium im richtigen Verhältnis entscheidend für eine gute Knochenentwicklung. Da die Nährstoffversorgung des ungeborenen Fohlens über die tragende Stute erfolgt, ist ein spezielles Zuchtstutenfutter nötig, um es mit genau diesen Nährstoffen zu versorgen. Füttere dieses ab dem 9. Trächtigkeitsmonat, um die Entwicklung deines ungeborenen Fohlens optimal zu unterstützen. 2. Neugeborenes Fohlen Ist dein Fohlen gerade geboren, besitzt es zunächst keine eigenen Antikörper. Diese erhält es erst durch das Trinken der ersten Stutenmilch (Biestmilch oder auch Colostrum genannt). Daher ist es für einen guten Start ins Leben sehr wichtig, dass dein Fohlen diese Erstmilch so schnell wie möglich, spätestens aber innerhalb der ersten 4 Stunden nach der Geburt aufnimmt. Neugeborene Fohlen benötigen vor allem viel Eiweiß für ihr Wachstum. Für eine gute Knochenentwicklung ist außerdem eine ausreichende Versorgung an Kupfer, Zink, Mangan und Magnesium entscheidend. Das Beste für junge Fohlen ist die Muttermilch, so dass Fohlen sich gern so lange wie möglich an Muttis Milchbar bedienen sollten. Sobald es beginnt, sich für Kraftfutter zu interessieren, kannst du einen eiweißreichen Fohlenstarter füttern. Achte bei der Wahl des Fohlenfutters darauf, dass die enthaltenen Mineralstoffe organisch gebunden sind, sodass sie optimal von deinem Fohlen verstoffwechselt werden können.   3. Absetzer/Jährling Ein Absetzer, bzw. ein Jährling benötigt nahezu dieselben Nährstoffe wie ein neugeborenes Fohlen. Für den weiteren Wachstumsprozess ist jedoch vor allem eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Aminosäuren entscheidend. Auch ein optimales Calcium-Phosphor-Magnesium-Verhältnis von 7:5:1 im Pferdefutter ist wichtig, um eine gute Knochenentwicklung zu gewährleisten. Hierdurch wird besonders in jungen Jahren der Grundstein für ein gesundes Knochengerüst gelegt. Die Basis der Futterration für dein 2-3-jähriges Pferd bildet zudem immer ausreichend hochwertiges Raufutter. Ein Kraftfutter speziell für junge Pferde versorgt es zusätzlich mit allen Nährstoffen, die es für seine weitere Entwicklung benötigt. Dein Fohlen ist eher leichtfuttrig und kann seinen Energiebedarf bereits durch ausreichend Raufutter decken? Dann füttere zusätzlich zum Raufutter dennoch ein Mineralfutter speziell für Absetzer und Jährlinge, so dass dein Junior ausreichend mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen für ein gesundes Wachstum versorgt wird. Auch interessant: Durch eine optimale Nährstoffversorgung lässt sich sogar das Risiko auf ernste Erkrankungen, wie z.B. OC/OCD reduzieren. Auch regelmäßige Bewegung kann die Entwicklung deines jungen Pferdes positiv beeinflussen. 4. Ausgewachsenes Pferd Ist dein Pferd mit ca. 3 Jahren ausgewachsen, kann mit dem Einreiten gestartet werden. Zu Beginn dieser Phase benötigt dein Pferd kaum zusätzliche Energie. Ganz im Gegenteil: Ein Energieüberschuss könnte dein Pferd beim Einreiten unnötig hitzig werden lassen und das gesamte Training erschweren. Für den Muskelaufbau ist jedoch eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Aminosäuren notwendig. Füttere daher das eiweißreiche Aufzuchtfutter zunächst weiter, um die Eiweißversorgung sicherzustellen ohne zu viel Energie zuzuführen. Starten die ersten arbeitsintensiveren Phasen, eignen sich leichte Kraftfuttersorten mit einem niedrigem Energiewert. Auch für Pferde, die später im Turniersport gehen sollen, genügt zunächst ein leichtes Kraftfutter, um den Energiebedarf zu decken. Ist die erste Arbeitsphase – das Einreiten – geschafft, hängt der Nährstoffbedarf deines Pferdes sehr stark von der weiteren Trainingsintensität und Trainingshäufigkeit ab. Eine grobe Unterscheidung ist hier die Einteilung zwischen Freizeitpferd, Sportpferd und Zuchtpferd: Freizeitpferd Freizeitpferde benötigen für ihre Gesunderhaltung in erster Linie eine optimale Versorgung an Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders eine ausreichende Zufuhr von Zink und Selen ist sehr wichtig, da beide Mineralstoffe in unseren hiesigen Gräsern nicht ausreichend vorhanden sind. Um dein Pferd bestmöglich mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, die es benötigt, eignet sich ein Mineralfutter. Ein hochwertiges Mineralfutter erkennst du daran, dass es über eine gut verwertbare Mineralstoffquelle verfügt. Dies ist zum Beispiel bei organischen Mineralfuttern oder Mineralfuttersorten mit Intellibond Spurenelementen der Fall. Anorganische Mineralien hingegen können von deinem Pferd teilweise nicht aufgenommen werden, so dass sie unverwertbar wieder ausgeschieden werden. Die meisten Freizeitpferde können ihren Nährstoffbedarf bereits durch qualitativ hochwertiges Raufutter in ausreichender Menge in Kombination mit einem guten Mineralfutter decken. Hat dein Freizeitpferd jedoch einen erhöhten Energiebedarf, z.B., weil du es mehrmals pro Woche leicht arbeitest, kannst du ein Kraftfutter mit niedrigem Energiewert füttern. Fütterst du deinem Pferd mindestens 1,5 kg einer mineralisierten Kraftfuttersorte pro Tag, ist die Zugabe eines Mineralfutters nicht mehr erforderlich. Das Kraftfutter versorgt dein Pferd dann mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, die es benötigt. Gut zu wissen: Alle Pavo Kraftfuttersorten sind vollmineralisiert. Bei Einhaltung der Fütterungsempfehlung ist die Zugabe eines Mineralfutters nicht notwendig. Sportpferd Sportpferde verfügen über einen moderaten bzw. hohen Energiebedarf. Um diesen zu decken benötigen sie, neben ausreichend Raufutter, ein energiereiches Kraftfutter. Damit dein Sportpferd seine Aufgaben problemlos meistern kann, ist besonders die richtige Energiequelle im Futter entscheidend. Die richtige Wahl dazu ist in erster Linie von eurer Disziplin abhängig: Leistet dein Pferd eher ausdauernde Aufgaben, wie z.B. im Distanzreiten? Dann eignet sich eine langsam freiwerdende Energiequelle, wie z.B. Öl oder Gerste. Oder benötigt dein Pferd schnell verfügbare Energie für explosionsartige Leistungen, wie z.B. im Rennsport oder beim Springen? Dann ist Hafer als Energielieferant eher empfehlenswert. Anders als Freizeitpferde beanspruchen Sportpferde ihre Muskulatur nahezu täglich besonders stark. Um ihre Muskeln leistungsfähig zu erhalten, benötigen sie eine Vielzahl wichtiger Nährstoffe. So ist beispielsweise eine ausreichende Zufuhr an natürlichem Vitamin E und Selen entscheidend für die Versorgung der Muskulatur. Essentielle Aminosäuren sorgen zusätzlich für einen guten Muskelstoffwechsel. Für die Muskelentspannung und Regenration nach der Arbeit benötigt dein Sportpferd außerdem ausreichend Magnesium. Ein Kraftfutter für dein Sportpferd sollte also die richtige Energiequelle für eure Disziplin, ausreichend Vitamin E und Selen, Magnesium sowie ausreichend hochwertiges Eiweiß enthalten.  Die Zugabe eines Mineralfutters ist für Sportpferde meist nicht erforderlich, da sie in der Regel mehr als 1,5 kg Kraftfutter pro Tag erhalten. Merkst du jedoch, dass dein Pferd unter Muskelverspannungen leidet oder nach dem Training schnell übersäuert, können spezielle Ergänzungsfuttermittel helfen, den Abtransport von Abfallstoffen aus den Muskeln zu beschleunigen. Wenn dein Sportpferd nach dem Training stark geschwitzt hat, achte darauf, die lebenswichtigen Körpersalze wieder aufzufüllen. Hierfür eignet sich Elektrolyte in Pellet- oder in Flüssigform. Zuchtpferd Eine Zuchtstute kann bis zur Hochträchtigkeit ihrem Grundbedarf gerecht gefüttert werden. Erst ab der Hochträchtigkeit, also ab dem 9. Monat, steigt der Nährstoffbedarf der tragenden Stute. In dieser Phase benötigt sie vor allem essentielle Aminosäuren, die sich positiv auf ihren Hormonhaushalt auswirken. Die hochwertigen Eiweiße beeinflussen außerdem die Entwicklung des ungeborenen Fohlens und unterstützen die Milchproduktion während der Laktation. Eine ausreichende Versorgung an Magnesium und Selen schützt die Stute zudem vor frühzeitigen Wehen. Die Fütterung eines Deckhengstes basiert in erster Linie auf seinem Energiebedarf. Wird dein Deckhengst z.B. noch im Sport geritten, benötigt er ein hochwertiges Sportfutter mit ausreichend Proteinen für die Deckung seines Energiebedarfs und eine optimale Nährstoffversorgung. Wird dein Deckhengst nicht oder nur freizeitmäßig geritten, benötigt er kaum zusätzliche Energie, jedoch ausreichend hochwertige Aminosäuren. Essentielle Fettsäuren, wie z.B. Leinöl, fördern zudem die Samenbildung. Eine ausreichende Versorgung an Vitamin E unterstützt zusätzlich die Fruchtbarkeit deines Deckhengstes und sollte vor allem während der Decksaison sichergestellt werden. 5. Altes Pferd Auch bei deinem Senior entscheidet der Energiebedarf über die genaue Gesamtfutterration. Wird dein altes Pferd noch leicht geritten oder darf es seinen Ruhestand auf der Weide genießen? Wenn du deinen Senior noch regelmäßig trainierst, benötigt es neben ausreichend Raufutter eventuell auch ein Spezialfutter für alte Pferde, um es optimal mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Wusstest du, dass der Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen bei alten Pferden auch steigt, auch wenn sie sich bereits im Ruhestand befinden? Aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels benötigen sie beispielsweise größere Mengen der Spurenelemente Zink, Mangan und Selen für ihre Gesunderhaltung. Auch Calcium, Phosphor und Magnesium werden vermehrt für den Knochenstoffwechsel benötigt. Zudem haben alte Pferde einen höheren Bedarf an Energie und Eiweißen für den Konditionserhalt sowie Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren. Ein Futter speziell für alte Pferde berücksichtigt genau diese Bedürfnisse deines Seniors und versorgt ihn mit den Nährstoffen, die er für einen zufriedenen Ruhestand benötigt.  Achte bei der Fütterung deines alten Pferdes außerdem besonders darauf, dass es auch genügend Rohfasern aufnimmt, die für seine gesunde Verdauung und Versorgung essentiell wichtig sind. Hat dein Senior z.B. Gebiss-, oder Zahnprobleme, ist es möglich, dass er nicht mehr genügend Raufutter aufnehmen bzw. dieses unzureichend für den weiteren Verdauungsprozess vorbereiten kann. In diesem Fall eignen sich Raufutterersatzprodukte zum Einweichen, um die Versorgung mit den wichtigen Rohfasern sicherzustellen. Du hast weitere Fragen zur Fütterung deines Pferdes in verschiedenen Lebens- und Entwicklungsphasen oder eine andere, persönliche Fütterungsfrage? Dann kontaktiere die Pavo Fütterungsberatung. Unsere Experten helfen dir gern weiter.
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Fütterung und Gesundheit
Eiweiß und Zucker im Pferdefutter
Für ein gesundes und zufriedenes Pferd ist eine ausgewogene, bedarfs- und artgerechte Futterration unerlässlich. Um dein Pferd mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen, solltest du wissen, welchen Bedarf an den einzelnen Nährstoffen dein Pferd hat und danach die Fütterung abstimmen. Lege neben den Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen vor allem auch ein Augenmerk auf Eiweiß und Zucker. Gerade für den Muskelaufbau, verschiedene Stoffwechselprozesse, die Blutgerinnung und zur Bildung von Hämoglobin ist Eiweiß, das aus Aminosäuren aufgebaut ist, unerlässlich. Zu viel Eiweiß kann den Stoffwechsel aber auch unnötig belasten. Für dein Pferd bietet Zucker eine schnell verfügbare Energiequelle. Gerade bei schwerer körperlicher Arbeit kann so der Energiespeicher für die wichtigen Körperfunktionen schnell aufgefüllt werden. Die meisten Pferde benötigen jedoch keine hohen Zuckermengen aus der Fütterung. Im Gegenteil: Hohe Zuckermengen führen zu zahlreichen Krankheiten wie Kolik, Kotwasser, Insulinresistenz, Übergewicht, EMS, Cushing und Hufrehe. Deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten. Der Zuckergehalt der Ration deines Pferdes sollte immer kritisch betrachtet werden. Erfahre mehr zu diesem Thema in unserem Ratgeber „Zucker in der Pferdefütterung“. Welchen Bedarf an Eiweiß und Zucker hat dein Pferd  Der Bedarf deines Pferdes an Eiweiß hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu beachten sind neben dem Erhaltungsbedarf auch die Leistung, das Alter, die Rasse, das Geschlecht und der Stoffwechseltyp deines Pferdes. Grundsätzlich gilt laut wissenschaftlicher Empfehlung für den Erhaltungsbedarf: 0,5 bis 1 g verdauliches Eiweiß pro Kilogramm Lebendgewicht. Bei der Berechnung des Eiweißbedarfs von Pferden ist aber zu berücksichtigen, dass der Bedarf nicht linear zum Gewicht steigt. Dies liegt an dem Verhältnis zwischen Körperoberfläche und Gewicht. Ein 600 kg schweres Pferd benötigt zwischen 200 - 480 g Eiweiß pro Tag. Zusätzlich steigt der Eiweißbedarf bei Pferden, die mehr Leistung erbringen müssen. Bei Arbeitsleistungen gehen Fachleute von einem Rohproteinbedarf von 5 g Rohprotein je Megajoule (MJ) aus. Ein 600 kg Pferd benötigt dann bei leichter Arbeit und einem Energiebedarf von 80 MJ ca. 400 g Eiweiß. Hochtragende und laktierende Stuten haben ebenfalls einen erhöhten Eiweißbedarf von mind. 500 g bis zu 1.200 g pro Tag. Gleiches gilt auch für Pferde im Wachstum, die ca. 600 g pro Tag benötigen. Je höher die Eiweißqualität ist, desto geringer kann die tägliche Proteinmenge sein. Deshalb ist vor allem bei Sport-, Zucht- und Jungpferden eine gute Eiweißqualität im Futter extrem wichtig, um den Stoffwechsel nicht unnötig zu belasten. Der Bedarf an Zucker bzw. generell an Stärke ist nicht genau festgelegt. Lediglich der Energiebedarf eines Pferdes in Erhaltung und bei Leistung ist von Bedeutung. Als allgemeinen Richtwert im Erhaltungsbedarf kann man etwa 0,5 MJ ME pro Kilogramm metabolische Körpermasse (KM0.75) annehmen. MJ steht für „Mega-Joule“ und ME für „Metabolische Energie. Die Metabolische Energie ist die Energie, die deinem Pferd zur Verfügung steht und ist somit die tatsächlich "nutzbare" Energie. Diese wird aus der Gesamtenergie im Futter abzüglich der Verluste durch Kot, Harn und Verdauungsgase ermittelt. Zucker und Stärke können dazu beitragen, diesen Energiebedarf zu decken. Jedoch sollte Stärke maßvoll eingesetzt werden. 1 g Stärke je kg Lebendgewicht und Mahlzeit sind dabei das Maximum. Der Anteil an Zucker sollte so gering wie möglich gehalten werden. Wieviel Eiweiß und Zucker nimmt dein Pferd mit dem Futter auf?  Für die Gesundheit deines Pferdes ist es unerlässlich, dass die tägliche Futterration den Nährstoffbedarf deckt. Nicht weniger wichtig ist es, eine Überversorgung von Nährstoffen vor allem über einen längeren Zeitraum zu vermeiden. Für eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ration solltest du deshalb die Nährstoffgehalte deiner Futtermittel und des Raufutters kennen. In der nachfolgenden Tabelle erhältst du eine Übersicht zum Eiweiß- und Zuckergehalt des Grundfutters (Jahresmittel aller eingereichten Proben über ganz Deutschland hinweg) sowie einiger Pavo Futtermittel. So bekommst du einen ersten Eindruck, welche Eiweiß- und Zuckermengen dein Pferd pro Tag über das Futter aufnimmt. Die Angaben sind bezogen auf die Trockenmasse. Eiweiß- und Zuckergehalt im Trockenmassegehalt von Pferdefutter: Futtermittel Trockenmassegehalt Rohproteingehalt in Trockenmasse Zuckergehalt in Trockenmasse Gras* 24% 15,9% 15,3% Heu* 86% 9,1% 10,2% Heulage* 72% 11,3% 9,6% Pavo SpeediBeet 88% 8,3% 5% Pavo FibreBeet 88% 11% 5% Pavo FibreNuggets 88% 10,4% 7,8% Pavo Care4Life 88% 13,5% 4% Pavo Nature's Best 88% 12,5% 4% Pavo TopSport 88% 21% 6% Pavo DailyFit 88% 14,5% 8,5% Um vom Trockenmassegehalt eines Futters auf die tatsächliche Menge im Futter zu gelangen, musst du die Frischmenge mit einbeziehen. Dies bedeutet, wenn dein Pferd 10 kg Heu bekommt, mit einer Trockenmasse von 86%, nimmt es 8,6 kg Heu in Trockenmasse auf. Für die oben genannten Futtermittel sind die Frischmassegehalte der einzelnen Futtermittel nachfolgend aufgeführt: Eiweiß- und Zuckergehalt in Gramm entsprechend der Fütterungsempfehlung: Futtermittel Tägliche Fütterungsempfehlung (600kg / gesundes Pferd) Wie viel Eiweiß ist enthalten? Wie viel Zucker ist enthalten? Gras 30kg/6 Stunden 1.145g 1.102g Heu 9kg 704g 789g Heulage 6kg 488g 415g Pavo SpeediBeet 0,3kg 22g 13g Pavo FibreBeet 0,6kg 58g 26g Pavo FibreNuggets 3,0kg 275g 206g Pavo Care4Life 1,0kg 119g 35g Pavo Nature´s Best 2,0kg 220g 70g Pavo TopSport 0,7kg 130g 37g Pavo DailyFit 1Brikett/Tag (140g) 18g 10g Ob und in welchem Maße eine Ergänzung der Ration mit Kraftfutter oder Raufutterersatzprodukten für dein Pferd nötig ist, lässt sich am besten über eine Heuanalyse ermitteln. Die Daten, die verfügbar sind, sind lediglich Durchschnittswerte. Wir wissen aus der Analyse von über 25.000 Heuproben, dass die individuellen Zahlen stark schwanken. Aber nur wenn du genau weißt, welche Nährstoffe in welchen Mengen dein Pferd bereits über das Grundfutter aufnimmt, kannst du eine zusätzliche Versorgung bedarfsgerecht anpassen. So vermeidest du eine Unter- aber auch Überversorgung deines Pferdes mit Eiweiß und Zucker. Was musst du bei der Fütterung hinsichtlich Zucker und Eiweiß beachten?  Die Basis einer guten Fütterung sind Raufutter (Gras, faserreiches Heu und Stroh) und eine Vitamin-, Spurenelement- und Mineralstoffergänzung. Dein Pferd benötigt mindesten 1,5% seines Körpergewichtes an Raufutter pro Tag. Je nach Qualität des Raufutters kann damit schon der gesamte Nährstoffbedarf des Pferdes gedeckt werden. Um dies beurteilen zu können, ist es allerdings unerlässlich, die Nährstoffgehalte deines Raufutters regelmäßig analysieren zu lassen. Die wichtigsten Parameter sind Energie, Eiweiß und vor allem Zucker, welche du bequem über den Pavo Raufutterschnelltest in Erfahrung bringen kannst. So werden eine Über- oder Unterversorgung und damit gesundheitlichen Problemen effektiv vorgebeugt. Gerade beim Zuckergehalt ist es wichtig, dass die Werte möglichst unter 10% liegen. Bei längerfristiger Fütterung hoher Zuckermengen (über 10%) können Krankheiten wie Insulinresistenzen, Hufrehe, Übergewicht, Cushing (PPID) und weitere Stoffwechselprobleme entstehen. Sollte die Heuanalyse ergeben, dass dein Heu zu viel Eiweiß und Zucker enthält, kannst du entweder eine andere Heupartie einsetzen oder einen Teil der täglichen Raufuttermenge durch Raufutterersatzprodukte wie Pavo FibreNuggets oder Pavo SpeediBeet ersetzen. Sollten die Nährstoffe aus dem Raufutter in Kombination mit einem Mineralfutter nicht ausreichen, kann bei Bedarf ein auf dein Pferd abgestimmtes Kraftfutter ergänzt werden. Hier stehen neben Sporfuttermitteln auch eiweiß- und zuckerreduzierten Müslis (z.B. Nature´s Best, Care4Life), Müslis mit wenig Energie (EasyMix) oder Futter speziell für zu dicke Pferde (InShape) zur Verfügung. Achte unbedingt beim Kraftfutter auf den Zuckergehalt. Idealerweise sollte auch dieser zwischen 4-10% liegen. Beim Eiweiß ist vor allem ein gutes Aminosäuremuster wichtig. Die essentiellen Aminosäuren wie Lysin, Methionin, Threonin und Tryptophan sollten über Rohstoffe wie Luzerne, Soja, Bierhefe, aber auch als Einzelkomponenten enthalten sein. So kannst du sicherstellen, dass dein Pferd hochwertige Eiweiße bekommt ohne große Mengen aufzunehmen. Mineralfutter Wenn Pferde rund um die Uhr nur auf der Weide stehen und daher wenig bis gar kein Kraftfutter bekommen bzw. benötigen, bietet sich Pavo DailyFit als tägliche Mineralstoffergänzung an. Hierbei handelt es sich um schmackhafte, getreidefreie Briketts mit einer Tagesdosis an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Eine weitere Pavo Futterempfehlung ist Pavo Vital. Das getreide- und melassefreie Mineralfutter enthält alle nötigen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in gut verfügbarer Form. Der tägliche Bedarf eines 600 kg schweren Pferdes liegt bei 100 g. Solltest du dir mit der Zusammenstellung der täglichen Ration deines Pferdes unsicher sein, nicht nur in Hinblick auf Zucker und Eiweiß, steht dir die Pavo Futterberatung gern mit Rat und Tat zur Seite.​
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Fütterung und Gesundheit
Wie gesund sind Pferdeleckerlis
Sicherlich belohnt jeder sein Pferd hin und wieder mit schmackhaften Pferdeleckerlis – die einen mehr, die anderen weniger. Leckerlis sind in kaum einem Pferdestall mehr wegzudenken. Wir belohnen damit unsere Pferde nach einer guten Leistung oder einem anstrengenden Training. Leckerlis können auch unterstützend eingesetzt werden, um Pferden etwas beizubringen. Die Auswahl dabei ist groß. Aber wie gesund sind die kleinen Snacks mit Kräuter-, Obst- oder Gemüsegeschmack überhaupt? Worauf solltest du bei dem Kauf von Pferdeleckerlis achten? Und wie und wann fütterst du Leckerlis am besten? Was sind Pferdeleckerlis? Kleine, handliche Snacks, die dir gut in der Hand liegen und die du deinem Pferd zwischendurch in kleinen Mengen füttern kannst – das sind Pferdeleckerlis, die eigentlich in keinem Stall fehlen. Anders als das tägliche Raufutter, spezielles Kraftfutter oder unterstützendes Ergänzungsfutter, geht es bei Leckerlis nicht darum, dein Pferd mit essentiellen Nährstoffen zu versorgen. Dennoch solltest du bei der Auswahl der Leckerchen wählerisch sein und beim Kauf auf gesunde Zutaten achten. Dein Pferd muss dabei sicherlich nicht auf Geschmack verzichten, denn vor allem natürliche Leckerlis haben die besten Eigenschaften und sind ideal für Pferde. Warum werden Pferdeleckerlis angeboten? Pferdeleckerlis werden in der Regel als Belohnung angeboten, z.B. nach einem erfolgreichen Training oder Wettkampf, wenn dein Pferd eine komplizierte Aufgabe gekonnt gemeistert hat. Oder zur Unterstützung bei der Bodenarbeit, wenn dein Pferd etwas Neues lernen soll. Es gibt viele Situationen, in denen du vielleicht auch gern deinem Pferd in Form von einem leckeren Snack deine Wertschätzung zeigen möchtest. Werden Pferdeleckerlis geschickt eingesetzt, verbindet dein Pferd die Aufgabe auch mit etwas Positivem, so dass euch beiden in Zukunft die Aufgabe viel einfacher von der Hand geht. Ein Leckerli ist daher ein starker Anreiz während einem Training. Tipp: Sollte dein Pferd beim Aufsteigen unruhig sein, so bringe ihm doch bei, dass es ein Leckerli von dir bekommt, sobald du im Sattel sitzt und es geduldig stehen bleibt. Achte hier vor allem auf richtiges Timing! Welche Pferdeleckerlis gibt es? Die Auswahl an Pferdeleckerlis in Form und Geschmack ist wirklich groß. So ist für jeden Geschmack etwas dabei, und manchmal hast du auch die große Qual der Wahl. Es gibt Leckerlis mit fruchtigem Obst, schmackhafte Gemüsesnacks oder Leckerlies mit gesunden Kräutern und Pflanzen. Was mag dein Pferd am liebsten? Probiere dich am besten durch die verschiedenen Geschmackrichtungen und lass dein Pferd herausfinden, welche Leckerlis ihm am besten schmecken! Worauf solltest du beim Kauf von Pferdeleckerlis achten? Auch wenn sie nur zwischendurch zur Belohnung gegeben werden, sollten Pferdeleckerlis dennoch – oder gerade deshalb – auch gesund sein. Das ist aber nicht immer der Fall. Auf manche Leckerlis stürzen sich Pferde so gerne, weil sie sehr zucker- und getreidehaltig sind. Eine ausgewogene Versorgung mit Zucker und Stärke in der Gesamt-Tagesration (inkl. Leckerlis!) ist zwar in Ordnung, kommt es aber zu einem Überschuss an Zucker, wird der Organismus des Pferdes stark belastet – schlechte Zähne, Übergewicht, Hufrehe, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen können die Folge sein. Der Zuckerwürfel, der Pferden früher gern als Snack angeboten wurde, ist daher schon längst veraltet. Achte beim Kauf von Pferdeleckerlis daher bereits im Vorfeld auf die Zutaten. Diese sollten in erster Linie so natürlich und gesund wie möglich sein. Hierdurch sind in der Regel sowohl der Zucker- als auch der Stärkegehalt automatisch niedrig. Darüber hinaus ist es wichtig, dass den Leckerlis keine künstlichen Farb- oder Aromastoffe zugesetzt wurden, denn auch diese können die Gesundheit deines Pferdes beeinträchtigen, wenn sie regelmäßig gefüttert werden. Wie viele Pferdeleckerlis sind (noch) gesund? Hier gilt eine wichtige Richtlinie: Die Mischung und Menge macht’s! Pferdeleckerlis ersetzen niemals eine bedarfsgerechte Fütterung. Diese sollte in erster Linie aus hochwertigem Raufutter und Mineralfutter bestehen. Bei einem erhöhten Bedarf wird diese Fütterung noch mit einem zu deinem Pferd passenden Kraftfutter ergänzt. Sieh Pferdeleckerlis daher wirklich nur als Besonderheit an, die du deinem Pferd in geringen Mengen und nur zur Belohnung, bzw. als Trainingshilfe, fütterst. Wie viele Pferdeleckerlis du deinem Pferd pro Tag maximal füttern solltest, kannst du den Hersteller-Empfehlungen auf der Verpackung entnehmen. Je nach Größe und Art der Pferdeleckerlis kann es sein, dass du eine ganze Handvoll füttern oder aber nur 5 bis 10 Snacks anbieten solltest. Wo kann ich gesunde Pferdeleckerlis kaufen? Überall da, wo du Pferdefutter kaufen kannst, gibt es sicherlich auch Leckerlis für dein Pferd. Kennst du denn schon die gesunden Pferdeleckerlis „Healthy Treats“ von Pavo? Unsere Pavo Healthy Treats sind gesunde und sehr schmackhafte Leckerlis für dein Pferd, die aus 100% natürlichen Zutaten hergestellt werden. Sie sind getreidefrei und enthalten KEINE künstlichen Zusatzstoffe. Auch der Zucker- sowie Stärkegehalt ist besonders niedrig, so dass sie zudem für zuckerempfindliche Pferde geeignet sind. Pavo Healthy Treats werden in den 5 Geschmackrichtungen angeboten: Apfel, Karotte, Brennnessel, Leinsamen und Rote Beete. Die Healthy Treats sind handlich und die ideale Belohnung vor, während und nach dem Training. Pferdeleckerlis: Kaufen oder selber machen? Nicht nur bei den Geschmacksrichtungen hast du die Qual der Wahl, sondern du kannst dich auch zwischen gekauften Leckerlis oder selbstgemachten Snacks entscheiden. Gekaufte Leckerlis sind günstig in der Anschaffung, ideal verpackt und schnell zur Hand. Auch ist die Konsistenz dieser Pferdeleckerlis meistens ausreichend fest, so dass du diese einfach in deine Reittasche packen kannst, ohne dass sie zerbröseln. Auch ist die Auswahl im Handel riesig - es gibt Leckerlis in fast jeder Geschmacksrichtung. So findet eigentlich jeder Reiter für sein Pferd das Richtige. Verliere bei der großen Auswahl aber nicht den Überblick und nimm dir ausreichend Zeit, die Zutatenliste der Leckerlis zu prüfen: Nicht jedes Pferdeleckerli ist nämlich auch wirklich gesund. Es gibt einige Snacks, die viel Zucker und Getreide sowie Aromastoffe und Geschmacksverstärker enthalten. Kaufe für dein Pferd am besten nur natürliche Pferdeleckerlis, die deinem Pferd dafür umso mehr schmecken und auch gar nicht teurer sind als andere Leckerlis. Wenn du dir die Zeit nehmen möchtest und Freude am Backen hast, kannst du die Pferdeleckerlis auch selber machen. Das ist ein ganz besonderes Erlebnis und kann dir viel Spaß bereiten. Selbstgemachte Pferdeleckerlis bieten dir natürlich den Vorteil, dass du dir die Zutaten alle selbst aussuchen kannst. Die selbstgemachten Snacks sind somit immer individuell. Verwende auch hier ausschließlich gesunde und natürliche Zutaten, die für Pferde geeignet sind. Probiere einfach das eine oder andere Rezept aus und finde heraus, welche deiner Backkünste deinem Pferd am besten schmecken. Beachte, dass selbstgemachte Pferdeleckerlis oft nicht so lange haltbar sind wie die gekauften Snacks. Daher ist es empfehlenswert, nur kleine Mengen Leckerlis zu backen und vor dem Füttern die Qualität noch einmal zu prüfen. Selbstgemachte Pferdeleckerlis sind sehr zeitaufwendig und können, je nach Auswahl der Zutaten, auch schnell teuer werden. Aber natürlich ist es ein tolles Erlebnis, wenn du dein Pferd hin und wieder einmal mit etwas Selbstgemachten verwöhnen kannst, oder? Ein Basisrezept für Pferdeleckerlis zum Selbermachen Wir stellen dir hier unser Lieblings-Rezept für leckere, gesunde Pferdeleckerlis zum Selbermachen vor. Je nach Bedarf kannst du das Rezept natürlich noch verfeinern und Zutaten wie Äpfel, Karotten, Müsli oder Haferflocken hinzufügen. Zutaten: 150 g Leinsamen 30 g Sesamsamen 100 g Sonnenblumenkerne ½ Teelöffel Salz ½ Teelöffel getrocknete Kräuter nach Wahl 200 ml Wasser Zubereitung: Gib die Leinsamen, Sesamsamen und Sonnenblumenkerne in eine Schüssel und vermenge diese mit dem Salz und den Kräutern. Füge das Wasser hinzu und rühre die Masse kräftig durch. Lasse die Masse für ca. 20 Minuten ruhen. Heize den Backofen auf 180°C vor. Verteile die Masse gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Tipp: Lege ein zusätzliches Blatt Backpapier auf die Masse und rolle diese mit einem Nudelholz gleichmäßig aus (etwa 0,5 cm dick). Entferne das extra Backpapier vor dem Backen. Backe die Masse für ca. 20 Minuten im Backofen. Hole das Backblech danach aus dem Ofen und schneide die fertige Masse in schöne Formen. Tipp: Nutze zum Schneiden einen Pizzaroller. Drehe die Leckerlis nun um und backe die Kekse noch einmal für ca. 10 Minuten, so dass auch die Unterseite kross wird. Lass die Leckerlis zum Schluss auf dem Backblech ausreichend abkühlen. Fertig sind die selbstgemachten Leckerlis für dein Pferd. Viel Spaß beim Belohnen!
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Fütterung und Gesundheit
Rassebezogene Pferdefütterung
Jedes Pferd hat seinen ganz individuellen Bedarf an bestimmten Nährstoffen. Dieser Nährstoffbedarf ist unter anderem abhängig von Alter, Gewicht und Trainingsprogramm deines Pferdes. Aber auch genetische Veranlagungen, wie die Rasse, spielen eine entscheidende Rolle. Aufgrund der Vegetation im Herkunftsland einiger Pferde, benötigen manche Rassen eine extra Portion an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen für ihre Gesunderhaltung. Eine rassenspezifische Pferdefütterung kann dir helfen, dein Pferd artgerecht zu ernähren und optimal mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen zu versorgen. Die Bedürfnisse der unterschiedlichen Pferderassen Die größten Unterschiede in der Pferdefütterung treten zwischen Vollblütern, Warmblütern, Kaltblütern, Ponys und besonderen Pferderassen auf, wie z.B. Islandpferden oder spanischen Rassen. Vollblüter Als Vollblüter werden Pferde bezeichnet, die von arabischen Rassen abstammen. Sie gelten als sehr sensibel, temperamentvoll und sind besonders schnell, weshalb sie oft auch als Rennpferde eingesetzt werden. Die gängigsten Vollblutrassen sind das englische Vollblut, der Vollblutaraber und der Anglo-Araber.  Vollblüter sind meist eher schlank und nehmen generell schwerer an Gewicht zu als Kaltblüter oder Warmblüter. Daher ist es sehr empfehlenswert, diesen Rassen permanenten Zugang zu Raufutter mit einem hohen Energiewert zu ermöglichen. Ist der Energiebedarf deines Vollblüters erhöht, ist außerdem die Fütterung eines Kraftfutters erforderlich. Benötigt dein Vollblut keine zusätzliche Energie, ist es dennoch wichtig, es mit den lebenswichtigen Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen, die im Raufutter nicht ausreichend vorhanden sind. Ergänze die Futterration in diesem Fall mit einem Mineralfutter mit hoher biologischer Verfügbarkeit.  Kaltblüter Ein Kaltblutpferd zeichnet sich durch seinen schweren Körperbau und seine ruhige, gelassene Art aus. In der Vergangenheit wurden sie daher oft auch als Zugpferde eingesetzt. Bekannte Rassen sind das Shire Horse, der Schwarzwälder, der Ardenner oder auch das niederländische Kaltblut. In der Fütterung gelten Kaltblüter als leichtfuttrig. Das bedeutet, dass sie einer geringen Futtermenge bereits ausreichend Energie entnehmen können. Leichtfuttrige Pferderassen neigen oftmals auch zu Übergewicht. Die Fütterungsgrundlage für dein Kaltblut sollte, wie auch für Vollblutpferde, zu 90-100% aus Raufutter bestehen. Bevorzuge für dein Kaltblut jedoch eine Raufuttersorte mit niedrigem Energiewert. So kannst du sicherstellen, dass dein leichtfuttriges Kaltblut durch sein Raufutter in keinen Energieüberschuss gerät. Interessant zu wissen: Einige Raufuttersorten verfügen mit einem Zuckergehalt von 10% sogar über einen höheren Zuckeranteil als viele Kraftfuttersorten. Um herauszufinden, wie hoch der genaue Energiewert deines Raufutters ist, kannst du ganz einfach einen Pavo Raufutterschnelltest durchführen lassen. Ist der Energiebedarf deines Kaltblutpferdes erhöht, eignen sich Kraftfuttersorten mit wenig Zucker und Stärke. Benötigt dein Pferd keine zusätzliche Energie, genügt ein Mineralfutter als Ergänzung zum Raufutter, um es optimal mit allen Nährstoffen zu versorgen. Warmblüter Warmblüter sind Mischwesen aus Voll- und Kaltblütern. Sie stammen ursprünglich vom Kaltblut ab, sind aber deutlich leichter und wendiger. Warmblüter sind leistungsbereite Pferde, die in jedem Bereich des Pferdesports eingesetzt werden können. Gängige Warmblutrassen sind Oldenburger, Hannoveraner, Rheinländer, Holsteiner oder Trakehner. Auch in der Fütterung von Warmblutpferden bildet Raufutter mit einem Anteil von 90-100% die Grundlage. Je nach Energiebedarf kann die Raufutterration mit einem geeigneten Kraftfutter ergänzt werden. Sportpferde benötigen eher ein energiereiches Futter, um ausreichend Kraft für ihre sportlichen Leistungen zu schöpfen.  Freizeitpferden genügt meist ausreichend Raufutter in Kombination mit einem guten Mineralfutter, um ihren Nährstoffbedarf zu decken. Grundsätzlich gilt: Fütterst du kein oder wenig Kraftfutter, ergänze die Raufutterration mit einem Mineralfutter, damit dein Pferd alle lebensnotwendigen Vitamine und Mineralien erhält. Ponys und Kleinpferde Ponys und Kleinpferde unterscheiden sich natürlich hauptsächlich durch ihre Größe von Voll-, Kalt- und Warmblütern. Gängige Rassen sind Shetlandponys, Connemaras, Tinker oder auch Welsh Ponys. Die Fütterung von Ponys und Kleinpferden gestaltet sich oftmals als schwierig, da sie über einen hohen Nährstoff-, aber gleichzeitig niedrigen Energiebedarf verfügen. Das bedeutet, sie werden von großen Futtermengen schnell zu dick, benötigen jedoch ausreichend Vitamine und Mineralstoffe für ihre Gesunderhaltung. Die Lösung, um dein Pony mit allen essentiellen Nährstoffen zu versorgen, ohne dass es Speck ansetzt: Ein hochkonzentriertes Mineralfutter. Neben einem guten Mineralfutter benötigen Ponys außerdem ausreichend Raufutter in ihrer Futterration. Wie auch für Kaltblüter ist es für die leichtfuttrigen Ponys und Kleinpferde vorteilhaft, wenn ihr Raufutter nur wenig Energie enthält. Andernfalls könnte es schnell zu einem Energieüberschuss kommen, welcher dann zu Übergewicht führt. Übergewicht ist generell für jedes Pferd zu vermeiden, da die extra Kilos das Risiko auf Krankheiten wie Diabetes, Cushing und Hufrehe erhöhen. Benötigt dein Pony doch etwas mehr Energie, eignen sich zucker- und stärkearme Kraftfuttersorten, die speziell auf seinen Bedarf abgestimmt sind.   Besondere Pferderassen mit ganz bestimmtem Nährstoffbedarf Einige Pferderassen haben einen besonderen Bedarf an extra Vitaminen und Mineralstoffen. Zu diesen Pferderassen zählen das Islandpferd und die spanischen Rassen. Islandpferde Islandpferde stammen ursprünglich vom Inselstaat Island. Sie gelten als sehr robuste und widerstandsfähige Pferderasse. Besonders ihre dicke Mähne und ihr dickes Fell, welche dem kalten isländischen Klima zu verdanken sind, gelten als bekanntes Erkennungsmerkmal. Islandpferde können generell eher als leichtfuttrig bezeichnet werden. Allerdings verfügen sie über einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen. Das lange Fell und die lange Mähne benötigen eine extra Portion an Nährstoffen, wie z.B. Biotin, damit die Haarpracht auch glänzen kann. Angesichts des rauen Wetters auf Island benötigen die kleinen Pferde zudem gute Abwehrkräfte. Daher ist besonders der Bedarf an immunstärkenden Nährstoffen wie Zink, Kupfer und Selen erhöht. Auch das Futterangebot der Insel Island hat einen Einfluss auf den Futterbedarf der Islandpferde. Isländische Weiden gelten als sehr karg, weshalb Islandpferde in der Vergangenheit gelernt haben, geringen Futtermengen möglichst viel Energie zu entnehmen. In Island fressen die Ponys zudem gerne Moos, Flechten und Kräuter, welche wenig Energie, jedoch viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Um den Bedarf deines Islandpferdes auch hierzulande optimal zu decken, empfiehlt sich eine Fütterung aus ausreichend energie-, und eiweißarmen Heu, ergänzt mit einem guten Mineralfutter. Besonders die Fütterung von großen Mengen energiereichem Getreide, wie z.B. Hafer, sollte für Islandpferde eher vermieden werden. Da Islandpferde in der Lage sind, bereits geringen Futtermengen viele Nährstoffe zu entnehmen, könnte viel energie- und stärkereiches Getreide den empfindlichen Verdauungstrakt belasten. Dies kann dann zu Krankheiten, wie Hufrehe führen. Auch unsere reichhaltigen Weiden enthalten oftmals zu viel Energie für die robusten Isländer. Achte daher darauf, dein Islandpferd nicht mehrere Stunden auf einer reichhaltigen Weide grasen zu lassen und beachte auch stets den aktuellen Fruktangehalt des Weidegrases. Spanische Rassen Zu den spanischen Rassen zählen beispielsweise das PRE, der Andalusier oder Lusitanos. Ihr ausgeprägter Hals ist vermutlich das bekannteste Erkennungsmerkmal der spanischen Pferde. Sie wirken besonders stolz, eindrucksvoll und werden oft als Showpferde eingesetzt.    In der Fütterung benötigen spanische Rassen meistens nur wenig zusätzliche Energie. In der Vegetation ihres Herkunftslandes enthält das Heu normalerweise sehr wenig Nährstoffe. Daher haben auch sie gelernt, gut mit wenig Energie auszukommen. Jedoch verfügen Spanier naturgemäß über einen größeren Muskelanteil, weswegen ihr Proteinbedarf höher ist als bei anderen Pferderassen. Um diesen erhöhten Bedarf zu decken, eignet sich ein energiearmes aber eiweißreiches Raufutter als Fütterungsgrundlage. Enthält dein Raufutter nur wenig Eiweiß ist es ratsam, ein proteinreiches Ergänzungsfutter zuzufüttern. Auch eiweißreiche Rübenschnitzel eignen sich anfüllend zur Raufutterration. Ergänze die Futterration deines Spaniers außerdem mit einem Mineralfutter, um seinen Vitamin- und Mineralstoffbedarf zu decken. Ist der Energiebedarf deines Spaniers erhöht, weil er z.B. im Sport eingesetzt wird, ist zudem die Fütterung eines Sportkraftfutters sinnvoll. Fütterst du mehr als 1,5 kg einer Pavo Kraftfuttersorte pro Tag, muss kein Mineralfutter ergänzt werden. Dein Pferd erhält in diesem Fall alle essentiellen Vitamine und Mineralien über sein Kraftfutter. Eine zusätzliche Proteinunterstützung ist allerdings auch in diesem Fall erforderlich, um die Muskulatur deines Spaniers optimal zu versorgen. Du hast weitere Fragen zur rassebezogenen Pferdefütterung? Die Pavo Fütterungsberatung hilft dir gern weiter.
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Fütterung und Gesundheit
Der Nährstoffbedarf von Pferden
Im Laufe seines Lebens durchläuft dein Pferd eine Vielzahl an unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Die erste Entwicklungsphase startet bereits als ungeborenes Fohlen im Bauch der tragenden Stute.  Weiter geht es vom frischgeborenen Fohlen, über den Absetzer, zum Jungpferd, zum ausgewachsenen Pferd, bis schließlich hin zum Senior. Mit dem Übergang in die nächste Entwicklungsphase verändert sich gleichzeitig auch der Nährstoffbedarf deines Pferdes. Um dein Pferd in jeder Lebensphase gesund und fit zu halten, ist es dann nötig, die Fütterung auf seine aktuellen Bedürfnisse anzupassen. Zum Bedarf eines Pferdes an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in den verschiedenen Lebensphasen hat die GfE (Gesellschaft für Ernährungsphysiologie) Nährwert- und Bedarfstabellen veröffentlicht. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, wie zum Beispiel: Die Bewertung der Zusammensetzung und Qualität von Raufutter und Kraftfutter Die Bewertung des Energiebedarfs: Erhaltungsbedarf und Leistungsbedarf an Energie Die Empfehlung zur Nährstoffversorgung von Pferden in den verschiedenen Lebens- und Leistungsphasen Wichtig: Bei Veröffentlichungen, Berechnungen und Empfehlungen zum Nährstoffbedarf von Pferden wird sich in der Regel immer auf gesunde Durchschnittspferde bezogen. Sie gelten also als Richtwert und sind nicht allgemein für jedes Pferd gültig. Die Fütterung sollte daher immer individuell und bedarfsgerecht auf die konkreten Bedürfnisse deines Pferdes abgestimmt werden. Hierdurch kannst du sowohl eine Über- als auch eine Unterversorgung an Nährstoffen vermeiden. Aber was und wie viel sollte dein Pferd eigentlich fressen, um seinen Bedarf an Nährstoffen optimal zu decken? Ungeachtet der jeweiligen Entwicklungsphase bildet hochwertiges Raufutter immer die Grundlage jeder gesunden Pferdefütterung. Stelle also sicher, dass deinem Pferd mindestens 1,5% seines Körpergewichts an Raufutter pro Tag zur Verfügung steht. So unterstützt du sein Wohlbefinden, eine gesunde Verdauung und förderst ein natürliches Fressverhalten. Bei Heu und Heulage kann die Nährstoffzusammensetzung je nach Sorte und Schnitt stark schwanken. Daher ist eine regelmäßige Analyse deines Raufutters empfehlenswert, um den tatsächlichen Nährstoffgehalt deines Heus zu bestimmen. Pferde in freier Wildbahn mit ausreichend vielfältigem Bewuchs können ihren Nährstoffbedarf normalerweise durch das selektive Fressen von verschiedenen Gräsern und Kräutern decken. Durch den Freilauf haben Wildpferde viel mehr und unterschiedliche Flächen zur Verfügung, um selektiver fressen zu können. Mit unseren heimischen, begrenzten Wiesen und dem daraus erzeugten Heu ist dies kaum mehr möglich. Hinzu kommen eine oft mangelnde Düngung, fehlende Nachsaat und ein unzureichendes Weidemanagement, wodurch der Bewuchs eher einseitig und wenig nährstoffreich ist. Hierdurch kann dein Pferd seinen Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen nicht mehr ausreichend mit Gras und Heu allein decken. Da diese Nährstoffe aber lebensnotwendig für dein Pferd sind, sollten diese entweder über ein vollwertiges Mineralfutter oder ein mineralisiertes Kraftfutter ergänzt werden. Einige Vitamine, wie z.B. Vitamin C, können gesunde Pferde selbst herstellen. Mineralstoffe und Spurenelemente müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Eine bedarfsgerechte Fütterung ist die Grundvoraussetzung, damit dein Pferd seinen täglichen Nährstoffbedarf optimal decken kann. Der Nährstoffbedarf deines Pferdes setzt sich wie folgt zusammen: Aus dem Erhaltungsbedarf: Dieser entspricht der Menge aller Nährstoffe, die zur Erhaltung der körperlichen Grundfunktionen deines Pferdes benötigt werden. Aus dem Leistungsbedarf / Mehrbedarf: Dieser entspricht der Menge an zusätzlich benötigten Nährstoffen, die sich aus dem Leistungsanspruch sowie der Lebensphase und weiteren Faktoren ergeben. Diese sind z.B. Trainingszustand, Haltungsform, Jahreszeit, Rasse und Alter. Neben dem Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemente lohnt sich auch ein genauer Blick auf den Bedarf an Energie und Eiweiß. Seit 2014 hat die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) für die Pferdefütterung Neuerungen in der Energie- und Proteinbewertung veröffentlicht. Diese werden aber bislang in der gelebten Praxis noch nicht wirklich genutzt und sind daher eher unbekannt. Auch die Futtermitteldeklaration schreibt eine weiterführende und detaillierte Nährstoffkennzeichnung nicht vor. Die Energiebewertung: Die Energiebewertung wird mithilfe eines Pyramidenmodells dargestellt. Die Basis bildet hierbei der Energiewert des Futtermittels, welcher als Bruttoenergie bezeichnet wird. Diese Bruttoenergie des Futtermittels kann von deinem Pferd aber nur teilweise als Energie für seinen Erhaltungs- und Leistungsbedarf genutzt werden. Wird nur der Energieverlust berücksichtigt, der durch den Kotabgang entsteht, spricht man von der verbleibenden Energie (Digestible Energy = DE). Aber auch durch den Harnabgang sowie die Fermentationsaktivität der Bakterien vor allem im Dickdarm geht Energie verloren, die von der Bruttoenergie abgezogen werden muss. Werden diese Energieverluste berücksichtigt, spricht man von der umsetzbaren Energie (Metabolizable Energy = ME), die deinem Pferd tatsächlich für seinen Erhaltungs- und Leistungsbedarf zur Verfügung stehen. Die Proteinbewertung: Bei der Proteinbewertung wird das verdauliche Rohprotein (vRP) berücksichtigt. Hierbei handelt es sich um die Eiweißmenge im Futtermittel, die das Pferd während des Verdauungsprozesses tatsächlich aufschließen und verwerten kann. Die Proteinqualität im Pferdefutter bestimmt den Anteil des vRP. Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass nur das Rohprotein mit seinen essentiellen Aminosäuren vom Pferd genutzt werden kann, welches im Dünndarm durch die körpereigenen Enzyme aufgeschlossen wird. Es wird weitgehend ausgeschlossen, dass die Aminosäuren, die durch die im Dickdarm vorkommenden Bakterien aufgeschlossen werden, vom Pferd verwertet werden können. Hieraus ergibt sich, dass bei der Proteinbewertung vor allem die Dünndarmverdaulichkeit wichtig ist. Dein Pferd kann ausschließlich Aminosäuren für seinen Energie- und Leistungsbedarf nutzen, die vor dem Dickdarm verdaut und aufgenommen werden. Dünndarmverdauliches Eiweiß wird daher auch als praecaecal verdauliches Protein (pcv XP) bezeichnet. Gut zu wissen: Dein Pferd benötigt ca. 6 g verdauliches Protein pro Megajoule (MJ) verdaulicher Energie. Der Nährstoffbedarf deines Pferdes in den verschiedenen Lebensphasen Die Empfehlungen zur täglichen Versorgung mit Nährstoffen in den unterschiedlichen Lebensphasen bei einem 500 kg Warmblutpferd (ausgewachsen) gemäß GfE 2014 und Meyer & Coenen 2013 lauten:   Saugfohlen Absetzer Jährling Zweijähriger Erhaltung Sportpferd 1 (mittlere Arbeit) Zuchtpferd 8. Monat Zuchtpferd 11. Monat Laktierende Stute 30. Tag Laktierende Stute 120. Tag Energie (MJ ME)                     Eiweiß (pcvXP)                     Calcium (g)                     Phophor (g)                     Magnesium (g)                     Natrium (g)                     Kalium (g)                     Chlor (g)                     Eisen (mg)                     Kupfer (mg)                     Zink (mg)                     Mangan (mg)                     Selen (mg)                     Jod (mg)                     Vitamin A (IE)                     Vitamin D (IE)                     Vitamin E (mg)                     Vitamin B1 (mg)                     Vitamin B2 (mg)                               In jeder Lebens- und Entwicklungsphase benötigt dein Pferd eine Vielzahl an unterschiedlichen Nährstoffen für seine Gesunderhaltung. Der Nährstoffbedarf deines Pferdes ändert sich also im Laufe seines Lebens. Hinterfrage daher gut, in welcher Phase sich dein Pferd aktuell befindet, sodass du die Fütterung und Haltung optimal an seinen jeweiligen Bedarf anpassen kannst.   Der Nährstoffbedarf von Fohlen und Absetzern Ungeborenes Fohlen Für eine gute Entwicklung von Knorpel, Sehnen und Bändern benötigt ein ungeborenes Fohlen vor allem ausreichend Zink, Selen und Kupfer. Jedoch sind auch Calcium, Phosphor und Magnesium im richtigen Verhältnis von 5:3:1 entscheidend für eine gute Knochenentwicklung. Da die Nährstoffversorgung des ungeborenen Fohlens über die tragende Stute erfolgt, ist ein spezielles Zuchtstutenfutter nötig, um es mit genau diesen Nährstoffen zu versorgen. Der Energie- und Eiweißgehalt im Stutenfutter bestimmen auch das Geburtsgewicht und die Geburtsgröße des Fohlens. Daher ist eine bedarfsgerechte Fütterung deiner Zuchtstute sehr wichtig. Vor allem ab dem 8. Trächtigkeitsmonat sind die Nährstoffe für das ungeborene Fohlen essentiell. Beginne daher bereits im 7. Monat langsam mit der Futterumstellung. Neugeborenes Fohlen Direkt nach der Geburt besitzt ein Fohlen keine Antikörper. Diese erhält es erst durch das Trinken der ersten Stutenmilch (Biestmilch oder auch Colostrum genannt). Daher ist es für einen guten Start ins Leben sehr wichtig, dass dein Fohlen diese Erstmilch so schnell wie möglich, spätestens aber innerhalb der ersten 4 Stunden nach der Geburt, aufnimmt. Die Biestmilch hat eine ganz individuelle Zusammensetzung, gerade was die Antiköper betrifft. Sie enthält aber auch Eiweiße, Mineralien und Vitamine. Neugeborene Fohlen benötigen viel Eiweiß für den Aufbau der eigenen Immunabwehr. Immunglobuline bestehen aus Eiweißen, so dass der Körper viel Protein benötigt, um sie aufzubauen. Aber auch für das Wachstum und die Aufrechterhaltung aller Lebensfunktionen ist Eiweiß und die darin enthaltene Aminosäureaufnahme essentiell wichtig. Unmittelbar nach der Geburt und zu Beginn der Laktation liegt der Eiweißgehalt der Stutenmilch noch bei ca. 15%. Bereits nach den ersten Stunden sinkt dieser auf ca. 5%. In den ersten Wochen ernährt sich das Fohlen ausschließlich von der Milch der Mutter – vorausgesetzt die Stute ist gesund und produziert ausreichend Milch. Zusätzlich nimmt das Fohlen den frischen Kot der Stute auf, wodurch es mit wichtigen B-Vitaminen versorgt wird und sich der Magen-Darm-Trakt entwickeln kann. Achtung! Bis zum 6. Lebensmonat darf der Salzleckstein für dein Fohlen nicht zugänglich sein, da ihm ein Salzüberangebot schaden kann. Das Beste für junge Fohlen ist die Muttermilch, denn hier sind in der Regel alle wichtigen Nährstoffe enthalten, solange die Stute bedarfsgerecht ernährt wird. Für eine gute Knochenentwicklung ist außerdem eine ausreichende Versorgung an Calcium, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Zink und Mangan entscheidend. Oft ist der Bedarf höher, als dein Fohlen über die Muttermilch aufnehmen kann. Unterstütze daher sein gesundes Knochenwachstum mit der Mineralpaste PodoCare Liquid. Sobald dein Fohlen beginnt, sich für das Kraftfutter der Mutterstute zu interessieren, kannst du es zusätzlich mit einem Fohlenfutter unterstützen. Achte bei der Wahl des Fohlenfutters darauf, dass es genügend Eiweiß enthält. Außerdem sollten die enthaltenen Spurenelemente organisch gebunden sein, sodass sie optimal von deinem Fohlen verstoffwechselt werden können.  Gut zu wissen: Bereits nach den ersten zwei Monaten kann die Stutenmilch den Nährstoffansprüchen deines Fohlens weder qualitativ noch quantitativ gerecht werden. Daher wird es ab der 4. bis 6. Woche Zeit, dein Fohlen an hochwertiges Fohlenfutter zu gewöhnen. Am Anfang fressen die Fohlen nur sehr geringe Mengen, die ernährungsphysiologisch nicht relevant sind, sie aber an feste Nahrung gewöhnt. Mit ca. 8 - 10 Wochen sind die Mengen dann so groß, dass sie eine wertvolle Ergänzung zur Stutenmilch sind. Absetzer und Jungpferd Absetzer und Jungpferde haben einen veränderten Nährstoffbedarf im Vergleich zu einem neugeborenen Fohlen. Zum Beispiel sinkt der Bedarf an Eiweiß, aber der Energiebedarf steigt. Auch der Bedarf an essentiellen Aminosäuren wird kontinuierlich weniger. Der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen hängt vom jeweiligen Element ab. Ein optimales Calcium-Phosphor-Magnesium-Verhältnis von 5:3:1 in der Gesamtration ist wichtig, um eine gute Knochenentwicklung zu gewährleisten. Hierdurch wird besonders in jungen Jahren der Grundstein für ein gesundes Knochengerüst gelegt. Die Basis der Futterration bildet nicht nur für erwachsene Pferde, sondern bereits für Jährlinge, Absetzer und Fohlen immer ausreichend hochwertiges Raufutter. Ein zusätzliches Kraftfutter speziell für junge Pferde versorgt es mit allen Nährstoffen in genau abgestimmten Mengen, die es für seine weitere gesunde und gleichmäßige Entwicklung benötigt. Dein Fohlen ist eher leichtfuttrig und kann seinen Energiebedarf bereits durch ausreichend Raufutter decken? Dann füttere zusätzlich zum Raufutter dennoch ein Mineralfutter speziell für Absetzer und Jährlinge. Hierdurch wird dein Junior ausreichend mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen für ein gesundes Wachstum versorgt. Auch interessant: Durch eine optimale Nährstoffversorgung lässt sich sogar das Risiko auf ernste Erkrankungen, wie z.B. OC/OCD reduzieren. Auch viel Bewegung kann die Entwicklung deines jungen Pferdes positiv beeinflussen.   Der Nährstoffbedarf von Zuchtstuten und Deckhengsten Zuchtstute Eine Zuchtstute kann bis zur Hochträchtigkeit ihrem Grundbedarf gerecht normal gefüttert werden. Erst ab der Hochträchtigkeit, also ab dem 8. Monat, steigt der Nährstoffbedarf der tragenden Stute. In dieser Phase erhöht sich der Energiebedarf der Stute kontinuierlich auf das 1,4-fache und der Eiweißbedarf auf das 1,5-fache des Erhaltungsbedarfs bis zum 11. Monat. Eiweiß und Energie benötigt deine Stute zum einen für die Entwicklung und das Wachstum des Fohlens, das im letzten Drittel der Trächtigkeit schnell zulegt. Zum anderen benötigt die Stute Energie und Eiweiß für die komplexen hormonellen Abläufe, die Bildung von Kolostrum und der Milch und für die Vorbereitung des Körpers auf die Geburt. Deine Zuchtstute benötigt demnach vor allem essentielle Aminosäuren und hochwertige Energie. Jedoch sollten gerade am Ende der Trächtigkeit die Futtermengen nicht zu hoch sein. Da im Bauchraum viel Platz vom Fohlen eingenommen wird, sind hochwertige Futtermittel, die in geringen Mengen gefüttert werden können, optimal für eine gesunde Verdauung. Eine ausreichende Versorgung an Magnesium und Selen schützt die Stute zudem vor frühzeitigen Wehen. Achte dabei auch auf eine ausreichende Vitamin A und Vitamin E Versorgung deiner Zuchtstute. Diese Vitamine werden nämlich auch von deinem Fohlen benötigt und nach der Geburt über das Colostrum aufgenommen. Deckhengst Die Fütterung eines Deckhengstes basiert in erster Linie auf seinen Energiebedarf. Wird dein Deckhengst z.B. noch im Sport geritten, benötigt er ein hochwertiges Sportfutter mit ausreichend Proteinen. Wird dein Deckhengst nicht oder nur freizeitmäßig geritten, benötigt er kaum zusätzliche Energie, jedoch ausreichend hochwertige Aminosäuren. Während der Decksaison kann sich der Eiweißbedarf auf das 3- bis 4-fache zu seinem normalen Erhaltungsbedarf erhöhen. Um diesen zu decken, kannst du zum Kraftfutter eine hochwertige Proteinquelle hinzufügen, wie z.B Pavo ProteinPlus. Essentielle Fettsäuren, wie z.B. Leinöl, fördern zudem die Samenbildung. Eine ausreichende Versorgung an Vitamin E unterstützt zusätzlich die Fruchtbarkeit deines Deckhengstes und sollte vor allem während der Decksaison sichergestellt werden.   Der Nährstoffbedarf von ausgewachsenen Pferden Viele Pferde wachsen noch bis zu ihrem 6. Lebensjahr. Ein Pferd gilt als ausgewachsen, wenn die Wachstumsfugen, die sogenannten Epiphysenfugen, geschlossen sind. Hierbei geht es um das Längen-Wachstum der Knochen, welches in diesen Fugen stattfindet. Beim erwachsenen Pferd ist der gesamte Bereich verknöchert. Bei Jungpferden und Fohlen ist noch der knorpelige Anteil höher. Ist dein Pferd ausgewachsen, kann mit dem Einreiten gestartet werden. Zu Beginn dieser Phase benötigt dein Pferd keine zusätzliche Energie. Ganz im Gegenteil: Ein Energieüberschuss könnte dein Pferd beim Einreiten unnötig hitzig werden lassen und das Training erschweren. Für den Muskelaufbau ist jedoch eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Aminosäuren notwendig. Füttere daher das eiweißreiche Aufzuchtfutter zunächst weiter, um die Eiweißversorgung sicherzustellen ohne zu viel Energie zuzuführen. Ist die erste Arbeitsphase – das Einreiten – geschafft, hängt der Nährstoffbedarf deines Pferdes sehr stark von der weiteren Trainingsintensität und Trainingshäufigkeit ab. Eine grobe Unterscheidung ist hier die Einteilung zwischen Freizeitpferd, Sportpferd und Zuchtpferd. Freizeitpferd Freizeitpferde benötigen für ihre Gesunderhaltung in erster Linie eine optimale Versorgung an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie können ihren Nährstoffbedarf bereits durch qualitativ hochwertiges Raufutter in ausreichender Menge in Kombination mit einem guten Mineralfutter decken. Besonders eine ausreichende Zufuhr von Zink und Selen ist sehr wichtig, da beide Mineralstoffe in unseren hiesigen Gräsern nicht ausreichend vorhanden sind. Um dein Pferd bestmöglich mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, eignet sich ein Mineralfutter. Ein hochwertiges Mineralfutter erkennst du daran, dass es über eine gut verwertbare Mineralstoffquelle verfügt. Dies ist zum Beispiel bei Mineralfuttern mit organisch gebundenen Spurenelementen der Fall. Hat dein Freizeitpferd jedoch einen erhöhten Energiebedarf, z.B. weil du es mehrmals pro Woche leicht arbeitest, kannst du ein Kraftfutter mit niedrigem Energiewert füttern. Fütterst du deinem Pferd mindestens 1,5 kg einer mineralisierten Kraftfuttersorte pro Tag, ist die Zugabe eines Mineralfutters nicht mehr erforderlich. Das Kraftfutter versorgt dein Pferd dann mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Gut zu wissen: Alle Pavo Kraftfuttersorten sind vollmineralisiert. Bei Einhaltung der Fütterungsempfehlung ist die Zugabe eines Mineralfutters nicht notwendig. Sportpferd Sportpferde haben, je nach Leistungsniveau, einen deutlich höheren Energiebedarf. Dieser kann bis zu doppelt so hoch sein wie ihr Erhaltungsbedarf. Um diesen zu decken, benötigen sie, neben ausreichend Raufutter, ein energiereiches Kraftfutter. Damit dein Sportpferd seine Aufgaben problemlos meistern kann, ist besonders die richtige Energiequelle im Futter entscheidend. Die Wahl der passenden Quelle ist in erster Linie von eurer Disziplin abhängig: Leistet dein Pferd eher ausdauernde Aufgaben, wie z.B. im Distanzreiten? Dann eignet sich eine langsam freiwerdende Energiequelle, wie z.B. Öl oder Gerste. Oder benötigt dein Pferd schnell verfügbare Energie für explosionsartige Leistungen, wie z.B. im Rennsport oder beim Springen? Dann ist Hafer als Energielieferant eher empfehlenswert. Anders als Freizeitpferde beanspruchen Sportpferde ihre Muskulatur nahezu täglich besonders stark. Um ihre Muskeln leistungsfähig zu erhalten, benötigen sie eine Vielzahl wichtiger Nährstoffe. Am wichtigsten sind hier essentielle Aminosäuren, die für den Muskelstoffwechsel unerlässlich sind. Sie bauen Muskulatur auf, halten sie locker und sorgen für eine langanhaltende Muskelleistung. Genauso sind eine ausreichende Versorgung mit natürlichem Vitamin E, Magnesium und Selen entscheidend für die Versorgung der Muskulatur. Die Kombination sorgt unter anderem dafür, dass die Muskulatur nicht zu schnell übersäuert, sich schneller erholt und die Muskeln genügend Kraft entwickeln können. Ein Kraftfutter für dein Sportpferd sollte also die richtige Energiequelle für eure Disziplin enthalten sowie ausreichend Vitamin E, Selen, Magnesium und hochwertiges Eiweiß.  Die Zugabe eines Mineralfutters ist für Sportpferde meist nicht erforderlich, da sie in der Regel mehr als 1,5 kg Kraftfutter pro Tag erhalten. Merkst du jedoch, dass dein Pferd unter Muskelverspannungen leidet oder nach dem Training schnell übersäuert? Dann können spezielle Ergänzungsfuttermittel helfen, den Abtransport von Abfallstoffen aus den Muskeln zu beschleunigen. Da Sportpferde beim Training oft schwitzen, ist es wichtig, die lebenswichtigen Körpersalze wieder aufzufüllen. Hierfür eignen sich Elektrolyte in Pellet- oder in Flüssigform.   Der Nährstoffbedarf von alten Pferden Alte Pferde haben oft Probleme mit abgenutzten Zähnen, wodurch das Futter nicht mehr richtig gekaut und zerkleinert werden kann. Zudem nimmt durch das umständliche Kauen die Fressgeschwindigkeit ab. Auch der Magen-Darm-Trakt arbeitet nicht mehr so effektiv. Dies liegt zum einen an dem unzureichenden Zerkleinern der Nahrung. Zum anderen gehört der Effizienzverlust aber auch zum natürlichen Alterungsprozess dazu. Pferdesenioren können ihr Futter demnach nicht mehr so gut verwerten. Daher erhöht sich in der Regel der Nährstoffbedarf bei alten Pferden wieder. Zusätzlichen Einfluss auf den Bedarf können altersbedingte Krankheiten nehmen. Auch bei deinem Senior entscheidet der Energiebedarf über die genaue Gesamtfutterration. Wenn du deinen Senior noch regelmäßig trainierst oder sein Bedarf grundsätzlich erhöht ist, benötigt er neben ausreichend Raufutter eventuell auch ein Spezialfutter für alte Pferde, um optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu werden. Wusstest du, dass der Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen bei alten Pferden auch steigt, wenn sie sich bereits im Ruhestand befinden? Aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels benötigen sie beispielsweise größere Mengen der Spurenelemente Zink, Mangan und Selen für ihre Gesunderhaltung. Auch Calcium, Phosphor und Magnesium werden vermehrt für den Knochenstoffwechsel benötigt. Zudem haben alte Pferde einen höheren Bedarf an Energie und Eiweißen für den Konditionserhalt, sowie an Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren. Ein Futter speziell für alte Pferde berücksichtigt genau diese Bedürfnisse deines Seniors und versorgt ihn mit den Nährstoffen, die er für einen zufriedenen Ruhestand benötigt.  Achte bei der Fütterung deines alten Pferdes außerdem besonders darauf, dass es genügend Rohfasern aufnimmt. Diese sind für seine gesunde Verdauung und Versorgung essentiell wichtig. Hat dein Senior z.B. Gebiss- oder Zahnprobleme, ist es möglich, dass er nicht mehr genügend Raufutter aufnehmen, bzw. dieses unzureichend für den weiteren Verdauungsprozess vorbereiten kann. In diesem Fall eignen sich Raufutterersatzprodukte zum Einweichen, um die Versorgung mit den wichtigen Rohfasern sicherzustellen.   Der Nährstoffbedarf von Pferden mit besonderen Bedürfnissen Der Nährstoffbedarf eines Pferdes ist nicht nur von seiner Lebensphase, sondern auch von seinen Lebensumständen oder seinem Ursprung abhängig. Rassebedingter Nährstoffbedarf: Mit einer Rasse verbinden wir typische Merkmale wie robust und genügsam oder vollblütig und temperamentvoll. Diese Eigenschaften haben auch Einfluss auf den Erhaltungs- und Mehrbedarf des Pferdes. Robustpferde stammen ursprünglich aus kargen Gebieten, so dass sie eher einen niedrigen Energiebedarf bei gleichzeitig erhöhtem Bedarf an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen haben. Hinzu kommt, dass die meisten Robustpferde viel Fell haben, die ebenfalls einen erhöhten Bedarf verursachen. Typisches Beispiel ist das Islandpferd. Aber auch andere Pony- und Kaltblutrassen können hier aufgezählt werden. Im Gegensatz dazu steht das Vollblut oder Warmblutpferd, die einen höheren Energiebedarf haben. Vollblüter haben sogar noch einen ca. 20% höheren Energiebedarf als Warmblüter. Aufgrund der ausgeprägten Bemuskelung haben die typischen Westernpferderassen wie z.B. Quarter Horses, einen erhöhten Bedarf an Eiweiß sowie den Muskelnährstoffen Magnesium, Mangan, Selen und Vitamin E. Haltungsbedingter Nährstoffbedarf: Auch die Haltungsform sowie die Jahreszeiten (Witterungen) können Einfluss darauf nehmen, ob der Bedarf an bestimmten Nährstoffen bei deinem Pferd erhöht ist oder nicht. Steht dein Pferd überwiegend im Offenstall oder in der Box? Wie ist es den Witterungen wie Hitze, Kälte oder Regen ausgesetzt? Beispiele für einen veränderten Energiebedarf: Kälte oder Hitze: +10% Extremes Wetter oder fehlende Adaptation: +20% Offenstall, bzw. Gruppenauslauf: +10% Weidehaltung in der Herde auf großer Weide: +50% Krankheitsbedingter Nährstoffbedarf: Krankheiten des Magen-Darm-Trakts (Kolik, Magengeschwüre), Stoffwechselkrankheiten (Cushing, PSSM, Diabetes) sowie Zahnprobleme können die Futterverwertung stark einschränken und großen Einfluss auf den Nährstoffbedarf deines Pferdes nehmen. Im Fall eines veränderten Nährstoffbedarfs deines Pferdes durch Krankheit ist es sehr wichtig, dass du die Fütterung mit deinem Tierarzt abstimmst. Behalte das Gewicht deines Pferdes gut im Blick, damit du rechtzeitig, in enger Absprache mit deinem Tierarzt, Anpassungen bei Veränderungen vornehmen kannst. Du hast weitere Fragen zur Fütterung deines Pferdes in verschiedenen Lebens- und Entwicklungsphasen oder eine andere, persönliche Fütterungsfrage? Dann kontaktiere die Pavo Fütterungsberatung. Unsere Experten helfen dir gerne weiter.    
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Fütterung und Gesundheit
Eignung von Streuobstwiesen für Pferde
Unter Pferdehaltern wird immer wieder darüber diskutiert, ob und in welcher Form Streuobstwiesen als Pferdeweide genutzt werden können. Einiges spricht für die Nutzung. Es gibt aber einige spezielle Punkte, die du beachten solltest. „Pro“ Streuobstwiesen für Pferde Obstbäume spenden im Sommer Schatten und sorgen so für eine artgerechte Weidehaltung. Gräser- und Kräuterangebot ist auf Obstwiesen artenreicher als auf baumlosen Wiesen. Obstbäume sind nicht giftig, weder die Früchte, noch die Rinde oder die Blätter. Selektives Fressverhalten von Pferden und ihre Ausscheidungen sorgen für einen vielfältigen Pflanzenwuchs. Hochstämmige und ausreichend hoch gewachsene Obstbäume sind robust. Bei dieser Form der Beweidung werden dem Boden weniger Nährstoffe entzogen. Natürliche Möglichkeit der Landschaftspflege. „Contra“ Streuobstwiesen für Pferde Verzehr von übermäßigen Obstmengen führt zu Stoffwechselstörungen und Magen-Darm-Erkrankungen. Steinobst (z.B. Kirschen und Pflaumen) sind aufgrund der Blausäure im Stein für Pferde schädlich. Durch Anknabbern der Rinde, Blätter und Zweige kann junger oder niedriger Obstbaumbestand durch Pferde nachhaltig geschädigt werden. Meist werden zu viele Pferde je Hektar Streuobstwiese gehalten, da Bäume beim Flächenbedarf nicht ausreichend berücksichtigt werden. Gefahren beim Weiden auf Streuobstwiesen Zu viel Obst kann zum echten Gesundheitsrisiko für dein Pferd werden. Obst hat generell einen hohen Fruchtzuckergehalt. Im Fallobst entstehen zudem schnell Gärstoffe und auch Pilz- und Schimmelbefall, die z.B. Verdauungsstörungen oder Koliken hervorrufen können. Eine Schlundverstopfung droht, wenn Pferde sehr hastig große Mengen an Äpfeln und Birnen fressen. Steinobst wie Pflaumen, Kirschen oder Pfirsiche sind nicht nur wegen der Kerne gefährlich. Diese Obstsorten gären sehr stark und können so zu Koliken führen. Außerdem besteht bei den Kernen die Gefahr, dass die Pferde diese aufbrechen und Blausäure freigesetzt wird oder dass sich ganze Kerne im Verdauungstrakt festsetzen. Wegen der vielen Risiken kurz vor und während der Erntezeit solltest du in jedem Fall darauf achten, dass dein Pferd nicht zu viel Fallobst frisst. Die Obstbäume abzuzäunen reicht oft nicht aus, da die Pferde meist dennoch an die Früchte kommen bzw. die Früchte auch weit fallen. Eine Möglichkeit ist, das reife und überreife Obst regelmäßig aufzusammeln. Besser ist es jedoch, vom Hochsommer bis Herbst die Pferde nur zeitweise auf eine Streuobstwiese weiden zu lassen oder das Weidemanagement so zu gestalten, dass die Pferde in der Erntezeit auf einer anderen Wiese weiden. Tipp: Überlege auch, ob ggf. die Fütterung beim (Obst-)Weidegang angepasst werden muss.  Vorsicht vor Wespenstichen! Auch Wespen und Bienen lieben Fallobst und sitzen deshalb an den reifen Früchten. Werden die Pferde im Maulbereich oder in den Hals gestochen, kann es schnell zu schmerzhaften Schwellungen bis hin zu allergischen Reaktionen kommen. In diesem Fall ist schnelle Hilfe gefragt. Leider ist man nicht immer vor Ort, weshalb es gegebenenfalls lebensbedrohlich für das Pferd werden kann. Zur Risikominimierung ist es deshalb essentiell, reifes Fallobst täglich abzusammeln, wenn dein Pferd über die Erntezeit auf einer Streuobstwiese weiden soll. Wichtig: Wenn du Fallobst verfüttern möchtest, solltest du deinem Pferd lediglich kleine Mengen anbieten. Entferne matschige und faule Stellen und sorge dafür, dass die Hauptfütterung aus Raufutter besteht und Obst ein Leckerbissen für Zwischendurch bleibt. So kannst du deinem Pferd eine leckere Abwechslung bieten, ohne seine Gesundheit zu gefährden. Fazit: Streuobstwiesen sind dann als Weide zu empfehlen, wenn Fallobst zügig und regelmäßig abgesammelt wird.
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Fütterung und Gesundheit
00:02:31
Wie viel Heu für dein Pferd?
Raufutter, wie z.B. Gras, Heu und Heulage, ist die wichtigste Mahlzeit für dein Pferd. Das Kauen von Raufutter sorgt für eine gesunde Darmfunktion und unterstützt zahlreiche Körperprozesse deines Pferdes. Unsere Fütterungsberater zeigen dir in diesem Video, welche Punkte bei der Fütterung von Raufutter besonders zu beachten sind. Nachdem du das Video angeschaut hast, weißt du: Warum dein Pferd Heu benötigt Wie viel Heu dein Pferd täglich benötigt Wo der Unterschied zwischen Heu, Heulage und Silage liegt  Erfahre mehr über die Fütterung von Raufutter auf unserer Themenseite.
Fütterung und Gesundheit
00:03:06
Robustpferde Fütterung
Welche Bedürfnisse haben Robustpferde, wie z.B. Islandpferde, in der Fütterung? Wie viel Raufutter benötigen sie? Wie hoch ist ihr Vitamin- und Mineralstoffbedarf? Braucht ein Robustpferd zusätzlich ein Kraftfutter? Erfahre in diesem Video, wie du die Fütterungsbedürfnisse deines Robustpferdes decken kannst. Nachdem du das Video angeschaut hast, weißt du: Was Robustpferde, wie Islandpferde, so besonders macht Wie der Nährstoffbedarf eines Robustpferdes aussieht Welche Fütterung für Robustpferde geeignet ist Erfahre mehr über die Fütterung von Islandpferden in unserem Ratgeber.
Fütterung und Training
00:02:16
Mehr Energie, ohne dass Ihr Pferd heftig wird?
Erfahre in diesem Video, wie dein Sportpferd mehr Energie erhält, ohne zu übermütig zu werden. Unsere Pavo Fütterungsberater erklären dir außerdem, welche Nährstoffe im Pferdefutter benötigt werden, um Kraft, Ausdruck und Leistungsbereitschaft deines Sportpferdes positiv zu beeinflussen. Nachdem du das Video angeschaut hast, weißt du: Wie dein Pferd leistungsbereiter wird, ohne wild zu werden Welche Nährstoffe für Sportpferde besonders wichtig sind Welche Energiequellen für Sportpferde am besten geeignet sind Erfahre mehr über die Fütterung von Sportpferden in unserem Ratgeber.
Fütterung und Training
00:02:02
Dein Sportpferd soll abnehmen?
Dein Sportpferd ist übergewichtig? Die Pavo Fütterungsberatung erklärt dir in diesem Video, wie dein Sportpferd an Gewicht verliert, ohne dass seine Leistungsbereitschaft abnimmt oder Muskelmasse abgebaut wird. Zudem erhältst du wertvolle Tipps zur angepassten Fütterung von Rau- und Kraftfutter für die Gewichtsabnahme bei dicken Sportpferden. Nachdem du das Video angeschaut hast, weißt du: Wie dein Sportpferd abnimmt, ohne an Energie zu verlieren Welches Futter zum Abnehmen bei Sportpferden geeignet ist Weitere Tipps, um dicke Pferde gesund abnehmen zu lassen findest du in unserem Ratgeber.
Fütterung und Gesundheit
00:02:38
Fütterung einer 21-jährigen Stute
Mit steigendem Alter verändert sich auch der Nährstoffbedarf deines Pferdes. Dazu leiden ältere Pferde oft an altersbedingten Einschränkungen, wie z.B. einem schlechter werdenden Gebiss und einem verlangsamten Stoffwechsel. Dies erschwert die Nährstoffaufnahme und führt häufig zu Gewichtsverlust bei alten Pferden. Unsere Fütterungsberater geben dir in diesem Video konkrete Tipps zur Fütterung einer 21-jährige Stute. Nachdem du das Video angeschaut hast, weißt du: Wie sich der Nährstoffbedarf von Pferden mit steigendem Alter verändert Wie du Gewichtsverlust bei deinem alten Pferd vermeiden kannst Welches Pferdefutter für den Bedarf alter Pferde geeignet ist Erfahre mehr über die Fütterung von alten Pferden in unserem Ratgeber. 
Fütterung und Gesundheit
00:01:19
Müsli oder Pellets für dein Pferd?
Müsli und Pellets sind beides vollwertige Kraftfutter-Sorten für Pferde. Aber wo liegt dann überhaupt der Unterschied zwischen den beiden Futtermitteln? Und welche Sorte ist die richtige für dein Pferd? Nachdem du das Video angeschaut hast, weißt du: In welchen Punkten sich Müsli und Pellets unterscheiden Welche Vor- und Nachteile beide Futtersorten haben Erfahre mehr über den Unterschied von Müsli und Pellets in unserem Ratgeber.
Fütterung und Gesundheit
00:03:33
Signale eines Pferdes, das älter wird
Wie bei uns Menschen ist auch das Älterwerden bei Pferden ein schleichender Prozess. Einige Signale können jedoch darauf hindeuten, dass dein Pferd bereits ein Senior ist. Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: Welche äußeren Merkmale verraten, dass dein Pferd (langsam) älter wird Was sich im inneren deines Pferdes verändert, wenn es altert Worauf es bei der Fütterung und Haltung von Senior Pferden besonders ankommt Erfahre mehr über die Fütterung von alten Pferden in unserem Ratgeber. 
00:00:34
Gesund füttern mit Pavo
Jedes Pferd gesund, jeder Pferdebesitzer glücklich. Ein Leben lang. Das ist unsere Mission. Vom Fohlen bis zum Senior bieten wir das passende Fütterungskonzept. Unsere Futtermittel werden aus besten Zutaten hergestellt, wissenschaftlich geprüft und sorgfältig in der Praxis getestet. Für ein rundum zufriedenes Pferd.
Fütterung und Gesundheit
00:01:44
Aufbewahrung von Pferdefutter
Weißt du, wie Pferdefutter richtig gelagert werden sollte, damit es möglichst lange haltbar bleibt? Für die Gesundheit deines Pferdes ist es entscheidend, nur frische Futtermittel zu füttern. Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: In welchem Behälter du Kraftfutter lagern solltest Unter welchen Temperaturbedingungen Pferdefutter gelagert werden sollte Bei welchen Lichtverhältnissen Pferdefutter gelagert werden sollte
Fütterung und Gesundheit
00:01:42
Dein Pferd gesund füttern
Welche Anhaltspunkte gilt es zu beachten, um dein Pferd möglichst gesund zu füttern? In diesem Video zeigen wir dir die Grundlagen einer gesunden Pferdefütterung.   Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: Woraus eine gesunde Futterration für dein Pferd besteht Mit welchen Futtermitteln du den Nährstoffbedarf deines Pferdes decken kannst Erfahre mehr über artgerechte Pferdefütterung in unserem Ratgeber.
Fütterung und Gesundheit
00:01:29
Wie viel Wasser benötigt dein Pferd?
Ausreichend frisches Wasser ist lebenswichtig für dein Pferd. Wie viel Wasser dein Pferd täglich benötigt, richtet sich unter anderem nach seiner täglichen Arbeit. Jedoch kann auch die restliche Futterration den Wasserbedarf deines Pferdes beeinflussen. Erfahre in diesem Video, wie viel Wasser du deinem Pferd täglich zur Verfügung stellen solltest. Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: Wie viel Wasser ein Pferd grundsätzlich benötigt Wie die Fütterung den Wasserbedarf deines Pferdes beeinflusst
Fütterung und Gesundheit
00:01:32
Wie häufig füttert man ein Pferd?
Das Verdauungssystem eines Pferdes ist darauf ausgelegt, den ganzen Tag über kleinere Futterportionen zu verwerten. Wie viele Mahlzeiten benötigt dein Pferd also für eine artgerechte Fütterung?   Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: Wie lang die maximale Fresspause zwischen zwei Mahlzeiten sein sollte    Wie viele Mahlzeiten dein Pferd pro Tag benötigt Wie viel Kraftfutter du pro Mahlzeit maximal füttern solltest Erfahre mehr über artgerechte und natürliche Pferdefütterung in unserem Ratgeber.
Fütterung und Gesundheit
00:01:26
Wie viel Futter passt in eine Futterschaufel?
Die Fütterungsempfehlung auf einem Futtersack wird meist in Kilogramm angegeben. Abgemessen wird das Futter jedoch oft in einer Futterschaufel, ohne dass zusätzlich eine Waage zur Verfügung steht. Um die Fütterungsempfehlung möglichst genau einzuhalten, ist dann wichtig zu wissen, wie viel kg Kraftfutter in deine Futterschaufel passt. Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: Wie viel kg Müsli in eine handelsübliche Futterschaufel passt Wie viel kg Pellets in eine handelsübliche Futterschaufel passen Wieso 1 Futterschaufel Müsli nicht genauso viel wiegt wie 1 Futterschaufel Pellets
Fütterung und Gesundheit
00:02:24
Das Besondere an Pavo Ergänzungsfuttermitteln
In besonderen Situationen kann der Nährstoffbedarf deines Pferdes zeitweise erhöht sein. Mit einem Ergänzungsfuttermittel kann dieser Bedarf ganz einfach gedeckt werden. Jedoch ist Ergänzungsfuttermittel nicht gleich Ergänzungsfuttermittel - sie unterscheiden sich vor allem in der Anwendung, Dosierung und im Geschmack. Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: In welchen Situationen ein Ergänzungsfutter sinnvoll sein kann Wieso Pavo Ergänzungsfuttermittel gerne von Pferden gefressen werden Was Pavo Ergänzungsfuttermittel so gesund macht Erfahre mehr über die Fütterung von Ergänzungsfutter in unserem Ratgeber.
Fütterung und Gesundheit
00:03:10
Braucht dein Pferd ein Mineralfutter?
Ein Mineralfutter ist ein Mix aus Vitaminen und Mineralstoffen. Es wurde entwickelt, um dein Pferd mit den Nährstoffen zu versorgen, die nicht ausreichend im Raufutter enthalten sind. Es ist jedoch nicht immer sinnvoll, jede Ration deines Pferdes mit einem Mineralfutter zu ergänzen. In diesem Video zeigt unsere Tierärztin und Ernährungswissenschaftlerin Veerle, wann die Fütterung eines Mineralfutters nötig ist. Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: Wann dein Pferd ein Mineralfutter benötigt Wie viel Mineralfutter dein Pferd benötigt Wie ein Mineralfutter dein Pferd unterstützt Erfahre mehr über die Fütterung von Mineralfutter in unserem Ratgeber.
Fütterung und Gesundheit
00:02:21
Wie ernährst du dein Pferd gesund?
Raufutter ist die Grundlage einer gesunden Pferdefütterung. Aber genügt ausreichend Raufutter, um dein Pferd gesund zu ernähren? In diesem Video erklärt unsere Tierärztin und Ernährungswissenschaftlerin Veerle die Grundlagen einer gesunden Pferdefütterung. Nachdem du dieses Video angeschaut hast, weißt du: Aus welchen Futtermitteln eine gesunde Ration besteht Wann ein Vitamin- und Mineralstoffmangel bei deinem Pferd vorliegen kann Wie du den Nährstoffbedarf deines Pferdes optimal deckst Erfahre mehr über artgerechte Pferdefütterung in unserem Ratgeber.