Pavo, Pferdefutter und Versorgung von Pferden
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Energie im Futter für Sportpferde

Grundsätzlich steigt mit den Leistungsanforderungen an Ihrem Pferd auch sein Energiebedarf. Auch wenn der Trend immer mehr dahin geht, Pferde so naturbelassen wie möglich zu füttern, so kann der hohe Anspruch an die körperlichen Anforderungen nicht mehr allein durch Raufutter gedeckt werden. Daher spielen vor allem bei Sportpferden andere Energielieferanten, wie Kraftfutter und Ergänzungsfuttermittel, eine immer größere Rolle. Wichtig ist hierbei zu wissen, welchen Einfluss diese auf den Energiehaushalt des Pferdes nehmen. Eine bedarfsgerechte Fütterung ist nach wie vor das A und O einer gesunden Fütterung.

Welchen Energiebedarf hat ein Sportpferd?

Der Energiebedarf ergibt sich aus der Arbeitsintensität (Basis oder intensiver Turnier- und Rennsport), der Sportart (Ausdauer oder Sprint), der Rasse (Vollblut oder Robustpony), dem Alter (Junior oder Senior) sowie dem Gesundheitszustand.

Relevant sind neben den Aspekten des Pferdes auch die Haltungsbedingungen: bekommt Ihr Pferd täglichen Weidegang, wird es ausschließlich in der Box gehalten oder im Offenstall? Auch dies nimmt Einfluss auf den Energiebedarf des Pferdes.

Grundsätzlich wird der Energiebedarf bei Pferden in Megajoule (MJ) pro Tag angegeben. Laut GfE (Gesellschaft für Ernährungsphysiologie) wird für ein 600kg schweres Warmblutpferd in Boxenhaltung 63 MJ angesetzt. Wird Ihr Pferd stark in seiner Leistung gefordert, so kann sich dieser Energiebedarf um bis zu 50% erhöhen. Allerdings ersetzen keine Zahlen und Tabellen das Auge des Pferdebesitzers. Jedes Pferd ist individuell – genauso wie seine Bedürfnisse. Dies sollten Sie auch in der Fütterung und Haltung beachten, so dass Sie nicht nur für eine körperliche, sondern auch für eine seelische Ausgeglichenheit Ihres Pferdes sorgen sollten.

Welche Nährstoffe sollte ein Sportpferd mit dem Futter aufnehmen? 

In den letzten Jahren hat sich in der Zucht von Sportpferden sehr viel verändert. Dressurpferde haben ein überragendes Gangwerk und eine unglaubliche Rittigkeit. Springpferde besitzen eine grenzenlose Springbegabung, und Rennpferde können explosionsartige Sprints auf längeren Distanzen hinlegen. Solche Disziplinen erfordern einen sehr hohen Energiebedarf, der durch eine naturbelassene Fütterung kaum mehr zu decken ist. Dennoch sollten Sie beachten, dass der Magen-Darm-Trakt von Pferden nicht grenzenlos mit Nährstoffen gefüllt werden kann. Ist die Energieaufnahme höher als der Energiebedarf, kann dies langfristig zu nicht unerheblichen Problemen wie z.B. Koliken oder Hufrehe führen.

Raufutter ist und bleibt die gesunde Grundfütterung

Eine ausreichende Fütterung mit Raufutter ist für jedes Pferd essentiell wichtig. Sparen Sie daher niemals an Heu, Stroh und Gras für Ihr Pferd – egal ob Freizeit- oder Sportpferd. Trotz des erhöhten Energiebedarfs bei Sportpferden und dem relativ kleinen Magen-Füllvolumens ist eine Heuration von weniger als 1,5kg pro 100kg Körpergewicht nicht empfehlenswert. Durch eine ausreichende Raufütterung wird die Kautätigkeit und somit die Speichelproduktion angeregt, die einer gesunden Verdauung und der Vorbeugung von Magengeschwüren dient. Des Weiteren baut Ihr Pferd mittels einer langen Kautätigkeit Stress ab und ist länger beschäftigt, so dass das Risiko auf die Entwicklung von Verhaltensstörungen wie Weben oder Koppen reduziert wird.

Kraftfutter als sinnvolle Ergänzung zum Grundfutter

Mit steigender Leistungsanforderung steigt auch der Energiebedarf Ihres Pferdes, welcher dann nicht mehr ausschließlich über Raufutter gedeckt werden kann. Zum Leistungserhalt und zur Leistungssteigerung kann eine Zufütterung von Kraftfutter in diesem Fall sinnvoll sein. Je nach Sportart sind die Ansprüche an das Kraftfutter jedoch unterschiedlich. Der Pferdesport besteht aus vielen verschiedenen Disziplinen und bei jeder Disziplin werden verschiedene Eigenschaften von einem Pferd verlangt. In der Dressur muss das Pferd viel Geduld und eine gute Ausdauer haben. Im Gegensatz dazu benötigt das Pferd im Rennsport mit vielen Sprints besonders explosive Energie.

Eiweiß im Pferdefutter

Pferde im Leistungssport haben einen erhöhten Eiweißbedarf, da hier vor allem der Muskelaufbau und die Muskelregeneration im Vordergrund stehen. Dabei ist allerdings nicht der Gesamt-Eiweißgehalt im Futter entscheidend, sondern vielmehr die Eiweißzusammensetzung und konkret der Gehalt an essentiellen Aminosäuren. Pavo TopSport ist reich an essentiellen Aminosäuren und somit bestens für Sportpferde geeignet.

Vermeiden Sie allerdings eine nicht bedarfsgerechte Eiweißfütterung, da diese sowohl die Leber als auch die Nieren langfristig schädigen können. 

Zucker und Stärke im Pferdefutter

Vor allem Pferde, von denen eine schnelle und explosive Leistung verlangt wird, wie es z.B. bei Rennpferden der Fall ist, ist eine schnell verfügbare Energie wichtig. Diese wird vor allem durch Zucker und Stärke geliefert. Da zuckerreiche Futtersorten zudem sehr schmackhaft sind, eignen sich diese auch für Pferde, die schlecht fressen. Besonders empfehlenswert ist hier das Power Performance Müsli Pavo Triple P.

Achten Sie jedoch bei einer Zufütterung von zucker- und stärkehaltigen Futtermitteln darauf, dass die Verdauungskapazitäten bei Pferden begrenzt sind. Gelangen zu viel unverdaute Zucker- und Stärke-Anteile in den Dickdarm, führt dies zu einer Störung der empfindlichen Darmflora. 

Fette und Öle im Pferdefutter

Um den Energieanteil im Futter um bis zu 10% erhöhen zu können, eignet sich die Zufütterung von Ölen. Die Fett-Verdauung im Dünndarm ist für Pferde nicht belastend, hat außerdem keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und regt die Insulinproduktion nicht an. Verwenden Sie ausschließlich hochwertige Öle zur Fütterung. Leinöl hat z.B. einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Aber auch Sonnenblumen- oder Maiskeimöl sind für Pferde sehr gut geeignet. Um die Vielfältigkeit beizubehalten, füttern Sie am besten diese Öle im Wechsel. Neben der separaten Beigabe von Ölen gibt es auch Futtersorten, die bereits einen besonders hohen Anteil an essentiellen Ölen haben, wie z.B. Pavo EnergyControl. Dieses Futter eignet sich besonders für Pferde im Ausdauersport, die schwere Arbeit verrichten müssen und Muskeln aufbauen sollen, wie es z.B. in der Dressur der Fall ist.

Achten Sie darauf, dass Sie eine Gesamtölmenge von 500ml pro Tag nicht überschreiten. Werden regelmäßig höhere Mengen gefüttert, könnte dies den Darm und die Leber zu sehr belasten.

Pferdefutter für gute Nerven

Sportpferde sind neben Höchstleistungen auch anderen Belastungen wie Transporte, Stallwechsel, Turnierstress und der ständigen Trennung von Artgenossen ausgesetzt. Gerade sensible Pferde sind dann schnell gestresst, was sich auch negativ auf ihre Leistungen auswirken kann. Besondere Ergänzungsfuttermittel, wie z.B. Pavo NervControl, können auf natürliche Weise helfen, die innere Ruhe wiederherzustellen und zu erhalten. Aktive Bestandteile im Futter wie Magnesium, L-Tryptophan und Lecithin sind Bausteine für den Neurotransmitter Serotonin und helfen, die Signalweiterleitung im Nervensystem zu verbessern. Dadurch kann Ihr Pferd Spannungen besser abbauen.

Tipp: Grundsätzlich das Kraftfutter in mindestens 3-4 Portionen aufteilen. Eine vorangestellte Raufütterung ist ebenfalls empfehlenswert.

Welche Muskelgruppen beim Pferd benötigen welche Energiequellen? 

Im Pferdesport wird anhand der Nährstoffzusammensetzung entsprechend von schnell verfügbarer Energie (Kohlenhydrate) und langsam freiwerdender Energie (Fette) gesprochen.

Die Energiequellen Zucker und Stärke haben folgenden Eigenschaften:

  • Durch Entfernung von Wasser ist Stärke nichts anderes als eine große zusammenhängende Menge von Zuckermolekülen.
  • Zucker sind einfache Moleküle, die leicht zu trennen sind.
  • Einzelne Zuckermoleküle sind für den Muskel dadurch schnell verfügbar.
  • Bei der Verbrennung von Glucose werden jedoch verschiedene Abfallstoffe freigesetzt, die wieder neutralisiert werden müssen.

Die Energiequelle Öl und Fett haben folgende Eigenschaften:

  • Öle und Fette werden durch Fettsäuren getrennt.
  • Im Vergleich zum Zucker ist ein höherer Aufwand nötig, um die einzelnen Fette von den Fettsäuren zu trennen.
  • Deswegen ist ein längerer Zeitraum notwendig, bis die Energie für den Muskel verfügbar ist.
  • Fettsäuren liefern dem Muskel 3x so viel Energie wie Zucker.
  • Bei der Verbrennung von Fettsäuren werden keine Abfallstoffe freigesetzt.
  • Fette sind dadurch eine schonende und gesunde Energiequelle.

Die Bedeutung dieser Energiequellen lässt sich anhand der verschiedenen Muskulaturen vom Pferd ganz einfach darstellen.

Ein Pferd besitzt 3 verschiedene Muskelgruppen:

  1. Typ I
  2. Typ IIa
  3. Typ IIb

Die Typ I Muskulatur:

Diese Muskeln werden besonders durch Ausdauerleistungen, wie z.B. im Dressursport, beansprucht und weisen folgende Merkmale auf:

  • Ziehen sich langsam zusammen.
  • Benötigen viel Sauerstoff.
  • Sind ständig unter Belastung.
  • Verbrennen vor allem Fettsäuren.
  • Sind von Fettgewebe, zur Unterstützung des schnellen und einfachen Transports von Fett als Energiequelle für die Muskeln, umgeben.

Die Typ IIb Muskulatur:

Diese Muskeln werden besonders bei der Arbeit eines Pferdes im Rennsport beansprucht. Sie werden in diesem Bereich vielen Sprints ausgesetzt und weisen folgende Merkmale auf:

  • Ziehen sich schnell zusammen.
  • Können mit Sauerstoff (aerob) aber auch ohne Sauerstoff (anaerob) arbeiten.
  • Verbrennen Glucose.
  • Können Glucose in Form von Glykogen im Muskel speichern.

Die Typ IIa Muskulatur:

Diese Muskeln kombinieren die Eigenschaften von Typ I und Typ IIb und weisen somit deren Merkmale gemeinschaftlich auf.

 

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