Pavo, Pferdefutter und Versorgung von Pferden
Newsletter

Möchtest du regelmäßig über Produktnews, wissenschaftliche Arbeiten und Projekte, aktuelle Themen zur Pferdefütterung, Pferdegesundheit und Pferdehaltung informiert werden?

Beratung
Beratung
Themen

 

Pferdeweide bewirtschaften

Endlich steht wieder der Frühling vor der Tür. Die Temperaturen werden wärmer, die Tage länger und das Gras fängt an zu wachsen. Genau die richtige Zeit, um die Weiden für deine Pferde vorzubereiten. Damit die Weide den Pferden aber auch über die Sommermonate wieder ausgiebig als Futter- und Bewegungsfläche dienen kann, ist ein sorgfältiges Weidemanagement besonders wichtig.

Welche Anforderungen werden an eine Pferdeweide gestellt?

Die Pferdeweide muss gleich mehreren Anforderungen gerecht werden: sie ist nicht nur Futtergrundlage und Lebensraum, sondern dient auch als Spielwiese für den natürlichen Bewegungsdrang der Pferde. Wusstest du, dass das Pferd unter den Weidetieren den größten Bewegungsdrang hat? Das Pferd ist ein Flucht- und Lauftier und nutzt somit den Weidegang nicht ausschließlich zur Futtersuche, sondern eben auch zum Laufen und Spielen. Es kann daher pro Tag durchschnittlich 15 bis 20km auf der Weide zurücklegen. Das ist im Vergleich zu einer Milchkuh mit gleichen Haltungsbedingungen fast das 10-Fache.

Mit welchen Problemen hat man bei Pferdeweiden zu kämpfen?

Die meisten Pferdeweiden dienen heutzutage als Laufweiden und sind somit einer sehr starken Trittbelastung ausgesetzt. Gerade bei sehr lauffreudigen und temperamentvollen Pferden, die das Rennen, Stoppen und Wenden lieben, ist die Schädigung der Grasnarbe besonders groß.

Darüber hinaus hält das „normale“ Gras der Beweidung durch Pferde nur sehr schlecht Stand, weil sie das Gras sehr kurz abweiden. Kühe zum Beispiel schneiden das Gras nur mit der Zunge ab. Pferde hingegen fressen das Gras „millimeterweise“ mit ihren Zähnen ab. Gras beginnt erneut zu wachsen vom „Wachstumspunkt“ aus. Dieser liegt da, wo die Blättchen aus dem Stängel wachsen. Wenn der „Wachstumspunkt“ abgefressen wurde, kommt das Graswachstum nur schwerlich wieder in Gang.

Das optimale Management einer Pferdeweide: Nutzung und Pflege 

Auch wenn Standort und Größe einer Weide nicht immer optimal sind, so kannst du dennoch mit der richtigen Pflege das Beste herausholen.

  • Sorge für eine intakte und geschlossene Grasnarbe

Jeder kennt sie – jeden nerven sie: Maulwurfshügel, einer nach dem anderen. So niedlich und gleichzeitig nützlich die kleinen Kerle für das Erdreich sind, so schädigen Maulwürfe mit ihren Auswürfen die Grasnarbe erheblich. Zum Einebnen der Maulwurfshaufen, aber auch zum Einebnen von Trittschäden ist daher das regelmäßige Wiesen-Schleppen sehr wichtig. Das Abschleppen sorgt außerdem für eine gute Belüftung. Ein anschließendes Walzen führt dann wieder zum nötigen Grasnarbenschluss.

  • Sorgen Sie für eine saubere Weide

Zum guten Ton des Weidemanagements gehört auch das regelmäßige Abäppeln. Die Reinhaltung der Weide sorgt dafür, dass weniger Geilstellen entstehen und das Risiko von Wurmbefall beim Pferd reduziert wird.

  • Sorge für ein abwechselndes Abweiden und Ausmähen

Um eine gute Pferdeweide zu erhalten, ist es ratsam, diese nicht nur ausschließlich durch Pferde abweiden zu lassen, sondern diese auch regelmäßig auszumähen. Das Ausmähen sorgt für ein gleichmäßiges Kürzen der Weide. Hierdurch werden dann auch die bei Pferden unbeliebten Gräser eingekürzt und der eigentliche Grasanteil hat wieder die Chance, sich im Wachstum durchzusetzen.

  • Manchmal ist eine Ein- oder Nachsaat der Pferdeweide erforderlich

Versuche deine Weide einmal in 10 bis 15 Jahren neu einzusäen oder zumindest regelmäßig nachzusäen. Beim neuen Einsäen wird die Grasfläche umgepflügt und meist nach einer (Wiederherstellungs-)Düngung neu eingesät. Durch Über- oder Durchsäen können die Geilstellen, Maulwurfshügel und Frostschäden mit einer entsprechenden Grassaat wieder aufgefüllt werden.

Für Pferdeweiden benötigst du starke Grassorten mit viel Struktur, wie z.B. Pavo Grassamen, die dem Beweiden durch Pferde standhalten können und für eine dichte Grasnarbe sorgen. Pavo Grassamen haben einen niedrigen Wachstumspunkt und sind somit widerstandsfähiger gegen das kurze Abweiden. Es hat einen niedrigen Fruktan-Index und enthält außerdem spezielle Kräuter, die die Gesundheit deines Pferdes und den Geschmack des Grases verbessern. 

Tipp: Der beste Zeitpunkt für das Ein- oder Durchsäen von Grasnarben ist im März/April oder zwischen Mitte August und Mitte Oktober. Für das Einsäen benötigst du  45-60 kg/ha. Für das Durchsäen reichen 30 kg/ha.

Wichtig für die Erhaltung der Qualität: die Düngung der Pferdeweide 

Dem Düngen von Pferdeweiden wird im Allgemeinen nicht viel Beachtung geschenkt. Um aber langfristig gerade bei „schwierigen“ oder kleinen Weideflächen eine gute Grasqualität erhalten zu können, sollte die Pferdeweiden-Düngung ein fester Bestand des Weidemanagements sein. Diese sollte jedoch nur nach analysierter Bodenprobe erfolgen, denn „Düngen nach Gefühl“ schadet am Ende mehr als es tatsächlich nutzt. Durch Überprüfung des Düngegrades kann dann ein Düngeplan erstellt werden, der speziell auf den Bedarf deiner Pferdeweide abgestimmt wird.

Genauso wie eine Überdüngung ist der Verzicht auf eine Düngung ebenfalls nicht anzuraten. Dies erzeugt langfristig keine „natürlichen“ Weideflächen für Pferde, sondern nur ungepflegten Unkrautwuchs mit für die Fütterung von Pferden nicht geeigneten Pflanzen.

Was sollte bei der Düngung der Pferdeweide beachtet werden? 

  • Nutze auch Jauche als Düngemittel

Tierischer Mist (Jauche) hat außerordentlich gute Düngewerte. Der Vorteil von tierischem Mist ist, dass die Düngestoffe verteilt über die Weidesaison freigesetzt werden. Die meisten Lohnunternehmer fahren 10-20 m3/ha aus. Im Allgemeinen ist das für eine Pferdeweide sehr gut und sorgt für eine Basisversorgung der Fläche.

Nach Möglichkeit sollte bevorzugt Rinderjauche eingesetzt werden. Alternativ ist auch Schweinejauche verwendbar. Ist die Düngung durch Jauche nicht möglich, sollte in jedem Fall ein für Pferde geeigneter Kunstdünger verwendet werden.

  • Nutze Kunstdünger speziell für Pferdeweiden

Der normale Kunstdünger, beinhaltet meist N-P-K (Stickstoff/Phosphat/Kalium). Der Stickstoff, der im normalen Kunstdünger enthalten ist, wird nach der Ausbringung in ein paar Tagen freigesetzt. Das Gras erhält dadurch einen enormen Wachstumsschub, was bei einigen Pferden zu Problemen führen kann.

Seit einigen Jahren gibt es daher auch Kunstdünger ganz speziell nur für Pferdeweiden, wie z.B. Pavo FieldCare. Dieser enthält eine besondere Stickstoffverbindung, die sich langsam (über 2 bis 3 Monate) freisetzt. Das Gras wächst hierdurch sehr gleichmäßig und ohne den unerwünschten Wachstumsschub. Außerdem enthält Pavo FieldCare auch Phosphat, Kalium, Magnesium, Schwefel und Natrium in einem speziell auf Pferdeweiden abgestimmtem Mengenverhältnis. 

Phosphor ist besonders wichtig für das jugendliche Wachstum der Wurzeln, wodurch die jungen Graspflanzen mehr Nährstoffe aus dem Boden entnehmen können. Unkräuter und schlechtere Grassorten werden durch einen guten Phosphatgehalt zurückgedrängt. Daneben ist Phosphor für das Pferd ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Knochengestells.

Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil für das Blattgrün. Der Magnesiumbedarf von Pferden ist sehr hoch. Im Allgemeinen ist der Magnesiumgehalt im Boden allerdings eher niedrig und der Gehalt z.B. an Kalium zu hoch. Hierdurch kann Magnesium vom Pferd nur schwer aufgenommen werden. Deshalb ist die Magnesiumgabe mittels eines Kunstdüngers auf einer Pferdeweide empfehlenswert.

Natrium fördert nicht das Graswachstum, macht das Gras aber besonders schmackhaft für Pferde. Außerdem haben Pferde, die viel arbeiten, einen erhöhten Bedarf an Natrium (Salz). Durch die Ausgabe an Natrium auf den Weiden erhöhst du somit die Schmackhaftigkeit des Grases und führst deinem Pferd zusätzliches Salz zu.

Tipp: Auf einer Weide, die ebenfalls mit organischem Dünger (Jauche) gedüngt wird, benötigst du 200-250 kg/ha Pavo FieldCare. Auf einer Weide, die nicht anderweitig gedüngt wird, werden 300-400 kg/ha empfohlen.

  • Kalk streuen im Herbst

Auf den meisten untersuchten Pferdeweiden wurde festgestellt, dass der pH-Wert viel zu niedrig ist. Der Boden ist somit übersäuert. In einem zu sauren Boden ist es für eine Pflanze schwieriger, Nährstoffe aufzunehmen. Aber einen sauren Boden kann man „reparieren“, indem man Kalk streut. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Herbst (September bis November). Durch das Kalk streuen im Herbst erreichst du, dass das Gras im Frühjahr wieder zu wachsen beginnt und der pH-Wert des Bodens im Gleichgewicht ist.

Was du sonst noch beim Weidemanagement beachten solltest 

Kennen Sie die relevantesten Giftpflanzen?

Besonders wichtig ist es, die Giftpflanzen zu erkennen und unverzüglich zu beseitigen. Instinktiv erkennen Pferde zwar in der Regel die Gefahr und machen um diese Pflanzen eher einen großen Bogen, dennoch kommt es immer wieder zu lebensgefährlichen Vergiftungen. Gerade auf mageren Wiesen, auf denen das Grasangebot gering ist oder die Giftpflanzen „abknicken“ und somit ihren bitteren Geschmack verlieren, ist die Verlockung eben doch manchmal groß, einen Happen zu probieren. Aber schon Kleinstmengen, wie z.B. beim bekannten Jakobskreuzkraut, der Eibe oder dem Fingerhut, können gravierende Folgen für dein Pferd haben. 

Ist die Pferdeweide gut in Schuss, geht´s noch an das Finetuning:

1. Prüfen, ob kein Müll auf den Weideflächen liegt.
2. Prüfen, ob die Wassertränken in Ordnung sind.
3. Prüfen, ob die Zaunlitze rundherum in Ordnung ist.
4. Prüfen, ob alle Zaunpfähle rundherum in Ordnung sind.
5. Prüfen, ob das Stromgerät intakt ist und der Strom korrekt geleitet wird.

Ist deine Weide nun vollständig vorbereitet, dürfen sich auch deine Pferde auf eine schöne und vor allem sichere Weidesaison freuen!

 

Pferdeweide optimal bewirtschaften – Pavo Ratgeber

Pavo FieldCare

Speziell für Pferdeweiden

Pavo Grassamen

Speziell für Pferdeweiden entwickelt