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Stute wird nicht tragend

Wenn du dich dafür entscheidest, ein Fohlen aus deiner Stute zu ziehen, hast du eine sehr verantwortungsvolle und spannende Zeit vor dir. Aber bis ein süßes Fohlen das Licht der Welt erblickt, gibt es für dich und deine Stute noch jede Menge zu tun. Informiere dich daher umfangreich über die Bedürfnisse deiner Stute, damit sie auch tragend werden kann. Dazu gehören zum Beispiel, dass du den richtigen Zeitpunkt der Rosse erwischst, die Fütterung sowie die Nährstoffzufuhr optimierst und den passenden Herzkönig, also Hengst, für deine Stute auswählst. Mache dir auch Gedanken darüber, ob deine Stute künstlich besamt werden soll oder dir ein Natursprung lieber ist.

Was aber, wenn es trotz sorgfältiger Vorbereitung und Planung mit der Zucht nicht klappen will? Es gibt tatsächlich verschiedene Faktoren, die mit verantwortlich sind, ob eine Stute tragend werden kann oder nicht. Hier heißt es: Ursachenforschung betreiben und die optimalen Umstände für deine Stute schaffen – den Rest regelt dann die Natur selbst.

Warum die Stute nicht tragend wird – mögliche Ursachen

Die Trächtigkeit einer Stute ist fast schon mit einem Sechser im Lotto zu vergleichen. Anders als bei anderen Säugetieren, die oftmals in 90% der Fälle trächtig werden, liegt die Trächtigkeitsrate bei Pferden nämlich „nur“ zwischen 60 und 65%. Daher ist es gar nicht so unüblich, wenn deine Stute nicht direkt beim ersten Versuch tragend wird. Natürlich ist es frustrierend, wenn es trotz guter Vorbereitungen und nach mehrmaligen Deckversuchen immer noch nicht klappt. Aber dann heißt es: nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern den Ursachen auf den Grund gehen.

Im Grunde lassen sich die möglichen Ursachen in 3 Kategorien einteilen:

1. Probleme mit der Stute

Will deine Stute partout nicht trächtig werden? Dann mache bei ihr den Anfang und gehe hier auf Problemsuche.

Alter der Stute

Üblicherweise sind Stuten ab den 18. Lebensmonat bereits geschlechtsreif. Eine Zucht in so einem jungen Stadium ist aber absolut nicht empfehlenswert, denn die ersten Jahre benötigt deine Stute für ihre eigene körperliche und charakterliche Entwicklung. Somit hat sie mit sich und ihrem Erwachsenwerden schon genug zu tun und kann sich nicht auch noch um einen weiteren Jungspund kümmern. Je nach Rasse der Stute erreicht sie daher ihre tatsächliche „Zuchtreife“ durchschnittlich erst mit mindestens 3 Jahren.

Umgekehrt sollte deine Stute aber auch nicht zu alt sein, wenn sie ihr erstes Fohlen bekommen soll. Mit steigendem Alter lassen nämlich nicht nur die Fruchtbarkeit und die Rosse nach, sondern es steigt auch das Risiko, dass während der Trächtigkeit und der Geburt Probleme auftauchen. Was aber das genaue Höchstalter einer Stute für eine Trächtigkeit ist, ist schwer zu sagen. Diese Frage kann dir am besten dein Tierarzt beantworten, der dein Pferd aus medizinischer Sicht sehr gut kennt. Er wird dir eine Empfehlung geben können, ob deine Stute im höheren Alter noch bereit für ein Fohlen ist oder nicht.

Erkrankungen der Gebärmutter

Kommt es zu Entzündungen, Krankheiten oder Zysten in der Gebärmutter oder ist diese aus diversen weiteren Gründen verunreinigt, wird das Sperma des Hengstes nicht aufgenommen oder gelangt nicht in die Eizelle der Stute.

Erkrankungen der Gebärmutter sind vielfältig. Uteruszysten können ab dem 15. Lebensjahr der Stute auftreten. Diese können die Fruchtbarkeit der Stute beeinträchtigen oder verhindern, bereiten der Stute in der Regel aber keine Schmerzen. Darüber hinaus kann sich die Schleimhaut der Gebärmutter durch Viren oder Fremdkörper entzünden. Entzündungen, Infektionen oder Verunreinigungen müssen vor einer Besamung von einem Tierarzt behandelt werden. Erst wenn deine Stute gesund ist, kann sie auch ein gesundes Fohlen austragen.

2. Probleme in der Fütterung und den Haltungsbedingungen

Ist deine Stute gesund und fruchtbar, wird aber dennoch nicht tragend, können auch in der Fütterung und/oder Haltung mögliche Ursachen gefunden werden.

Nährstoffbedarf

Um die Rosse sowie die Fruchtbarkeit einer Stute positiv zu unterstützen, ist eine ausreichende Zufuhr an bestimmten Nährstoffen essentiell. Dazu gehören z.B. Vitamin E, Vitamin C, Vitamin B11 (Folsäure), beta-Carotin (β-Carotin) sowie die Spurenelemente Kupfer, Zink und Mangan. Diese Vitalstoffe im richtigen Verhältnis kombiniert fördern den Zyklus und unterstützen eine gesunde Eizellentwicklung.

Stress

Andauernde, stressige Situationen können deine Stute körperlich und mental stark belasten, so dass sie sich nicht sicher fühlt und sich somit auch nicht auf einen neuen Lebensabschnitt einlassen kann.

Der Stress kann vielfältig sein – vielleicht belastet eine noch nicht festgestellte Krankheit deine Stute oder sie hat sich noch nicht an den veränderten Hormonhaushalt in der Rosse gewöhnt. Reflektiere auch einmal deine eigene Körpersprache gegenüber deiner Stute:  bist du vielleicht selbst gestresst, weil deine Stute nicht tragend wird? Oder nerven dich ganz andere Situationen? Bedenke, dass dein Pferd immer auch der Spiegel deiner Seele ist. Bereits feinste Signale können von deinem Pferd wahrgenommen werden und möglicherweise Stress oder Unwohlsein hervorrufen. Wichtig ist, dass du für deine Stute eine gelassene und routinierte Atmosphäre schaffst, in der sie sich auch sicher und wohlfühlen kann.

Behalte auch im Hinterkopf, dass vor allem der Anfang einer Trächtigkeit Stress auslösen kann. Besonders für eine junge Stute ist es alles andere als ein normaler Alltag, wenn sich ihr Körper plötzlich verändert und ein zweites Leben in ihr heranwächst. Damit es hier nicht zu Problemen oder gar einer Fehlgeburt kommt, sind auch hier Ruhe und Routine essentiell.

Fehlerhaftes Zuchtmanagement

Planung ist während der Zucht das A und O. Eine Besamung „auf gut Glück“ verspricht keinen Erfolg.

Die Zuchtsaison beginnt in der Regel im März und reicht bis in den frühen Herbst hinein, der optimale Befruchtungszeitraum ist zwischen April und Juni. Mit den Vorbereitungen kannst du schon viel früher beginnen und dich nach einem geeigneten Deckhengst umsehen sowie den Rosse-Zyklus und das Rosse-Verhalten deiner Stute studieren. Viele Stuten sind während der Rosse empfindlicher, nervöser, gereizter oder zickiger – typische „Mädchenprobleme“ eben. Auch drängen sich einige Stuten in dieser Zeit sogar den Wallachen stark auf. Dies ist dann ein typisches Anzeichen dafür, dass die Stute bereit für die Deckung ist.

3. Probleme mit dem Hengst

Mit deiner Stute ist medizinisch nun alles in Ordnung, du hast für sie optimale Fütterungs- und Haltungsbedingungen geschaffen – und trotzdem wird sie nicht tragend? Dann richte deinen Blick doch jetzt mal auf den Herzkönig: liegt die Ursache vielleicht beim ausgewählten Hengst oder seinem Sperma?

Kompatibilität Hengst und Stute

Auch in der Welt der Pferde ist es möglich, dass Stute und Hengst nicht miteinander harmonieren und er das Herz deiner Pferdedame einfach nicht erobern kann. Da hilft kein Zwang, denn Stute und Hengst müssen „wollen“ und sich aufeinander einlassen können. Wenn die beiden Pferde nicht kompatibel sind, kann es sein, dass die Stute gar nicht erst tragend wird.

Vielleicht kannst du es zu einem späteren Zeitpunkt oder bei der nächsten Rosse noch einmal versuchen. Wird deine Stute trotz allem nicht trächtig, ist der Deckhengst vielleicht einfach die falsche Wahl. Du hast aber auch noch die Möglichkeit, deine Stute künstlich besamen zu lassen.

Unfruchtbarer Hengst

Auch Hengste können ihre Problemchen haben. Gut ausgewählte Deckhengste sind in der Regel fruchtbar und wurden bereits vor der Zuchtsaison gründlich untersucht. Und dennoch ist es möglich, dass der Hengst die Ursache einer fehlenden Trächtigkeit ist. Mit dem Alter wird die Spermienanzahl niedriger. Darüber hinaus belastet eine lange Decksaison, häufige Transporte oder auch ständig wechselnde und neue Situationen die Psyche des Hengstes. Zudem kann eine fehlerhafte Fütterung des Hengstes die Spermienanzahl mindern.

Qualität des Spermas

Bei einer künstlichen Besamung wird Versand- bzw. Tiefgefriersperma genutzt. Diese Art der künstlichen Befruchtung wird in der Pferdewelt häufig durchgeführt, da du einen besseren Einfluss auf den Zeitpunkt der Besamung hast. Dein Tierarzt kann so den passenden Zeitpunkt der Besamung optimal zur Rosse bestimmen. Aber eine künstliche Besamung verspricht auch nicht immer Erfolg.

Es ist möglich, dass die Qualität des Spermas allgemein niedrig ist oder dass bei Tiefgefriersperma die Kühlkette unterbrochen wurde. Dies vermindert die Anzahl der Spermien und so auch gleichzeitig die Chance, dass ein Spermium die Eizelle der Stute befruchtet. Es ist daher essentiell, dass das genutzte Sperma von der Abnahme bis zum Einsetzen „frisch“ bleibt.

Worauf du in der Fütterung und Haltung einer Problemstute achten solltest

Wenn deine Stute aufgrund der oben genannten Gründe nicht oder nur sehr schwer tragend wird, gilt sie als „Problemstute“. Das muss aber noch nicht das Ende deines Züchtertraums sein, denn zu den meisten Problemen gibt es auch eine Lösung. Hier ein paar Tipps, wie du die Situation deiner Stute zusätzlich optimieren kannst:

Tipps zur Fütterung

Wie in so vielen Dingen ist auch bei der Zucht die Fütterung ein ganz wichtiger Bestandteil. Zuchtstuten benötigen eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen, die den Zyklus fördern und die Eizellenentwicklung optimal unterstützen.

Gehört deine Stute zu den „Problemstuten“ empfiehlt sich eine Fütterung von einem zyklusfördernden Ergänzungsfutter wie z.B. Pavo Fertile. Das Ergänzungsfutter ist mit Nährstoffen angereichert, die insbesondere Stuten unterstützen, die kein oder nur ein schwaches rossetypisches Verhalten zeigen. Der hohe Gehalt an Vitamin E, Vitamin C und dem „Fruchtbarkeitsvitamin“ B11 (Folsäure) ist optimal auf die Bedürfnisse der Stute angepasst. Für einen angeregten Stoffwechsel vor und während der Befruchtung sorgen beta-Carotin (β-Carotin) sowie die Spurenelementen Kupfer, Zink und Mangan.

Mit der Fütterung von Pavo Fertile kannst du etwa 3 Wochen vor dem erwarteten Rossetermin beginnen. Um deine Stute optimal zu unterstützen, empfehlen wir eine Fütterung von bis zu 30 Tage nach dem Deckdatum.

Tipps zur Haltung

Neben einer ausgewogenen und optimalen Fütterung bestimmen auch die Haltungsbedingungen im Stall und auf der Weide das Wohlbefinden deiner Stute. Schon ein paar kleine Veränderungen können dazu beitragen, für deine Stute eine angenehmere und stressfreiere Umgebung zu schaffen. Und wenn sich die Pferdedame wohlfühlt, klappt‘s bestimmt auch mit dem Nachwuchs.

  • Sorge für einen routinierten, ruhigen und stressfreien Tagesablauf.
  • Lass auch du dich nicht stressen und vermeide negative Emotionen, sollte es bei den ersten Deckanläufen noch nicht mit der Trächtigkeit klappen.
  • Gehe besonders behutsam und geduldig mit sensiblen, nervösen und unsicheren Stuten um. Sie benötigen einfach mehr Zeit, um sich an diese neue Situation zu gewöhnen.
  • Sorge für einen ausgeglichenen Herdenverband und trenne deine Stute auf keinen Fall von ihrer Herde. Auch wenn sie trächtig ist oder werden soll, braucht sie immer noch den Kontakt zu ihren Artgenossen und das ganz besondere Herdengefühl, in dem sie sich wohlfühlt.
  • Sorge für ausreichend und angemessene Bewegung – lange Weidezeiten schaffen Zufriedenheit. Die Arbeit im Sattel oder vom Boden sorgt für Abwechslung und hält deine Stute mental und körperlich fit.
  • Stall- und Wiesenhygiene sind das A und O und sollten niemals vernachlässigt werden.

Weitere Tipps

Setze zur Zucht nur eine reife und charakterstarke Stute ein. Erfahrungsgemäß sind diese Stuten von Natur aus sehr gute Mütter, weisen ihren Fohlen den rechten Weg und erklären ihnen die Welt, wie sie uns gefällt.

Du überlegst, ob deine Stute zur Zucht geeignet ist? Bevor du konkreter in die Planung gehst, ist eine Beurteilung der Zuchttauglichkeit empfehlenswert. Dein Tierarzt wird deine Stute untersuchen, die Krankheitsgeschichte beurteilen und dir einige Tipps für die kommende Zuchtsaison geben.

Sollte deine Stute trotz Optimierung der Fütterungs- und Haltungsbedingungen immer noch nicht trächtig werden, lasse sie erneut von deinem Tierarzt untersuchen. Vielleicht ist deine Stute in der Zwischenzeit doch erkrankt oder hat zu viel Stress. Gemeinsam mit deinem Tierarzt erstellst du dann einen Aktionsplan für die kommenden Wochen.

Hilft alles nichts, gönne deiner Stute unbedingt eine Pause. Manchmal soll es eben nicht sein. Versuche es dann einfach nächstes Jahr in Absprache mit deinem Tierarzt noch einmal.

Hat die Bedeckung bei dir geklappt? Herzlichen Glückwunsch! Nutze jetzt die 11 spannenden Monate Trächtigkeit, um dich und deine Stute vorzubereiten. In unserem Ratgeber „Fütterung der tragenden Stute“ kannst du dich ausführlich zur Fütterung und Haltung einer tragenden Stute informieren. Zum Ende der Trächtigkeit beginnt für dich und deine Stute die heiße Phase. Auch hier ist eine optimale Vorbereitung auf das Abfohlen essentiell, damit das Fohlen einen perfekten Start ins Leben bekommt.

Und dann folgt die schöne Zeit, in der aus einem süßen Fohlen, ein aufgewecktes Kerlchen und später ein stattliches Pferd wird!


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Notfallpaket für die Geburt von Fohlen