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Dr. Patricia Sitzenstock
20 mei 2021 Lesezeit 8 Minuten

Kotwasser beim Pferd

Tritt bei deinem Pferd Kotwasser auf, hast du als Pferdebesitzer nur ein Ziel: Die lästige Flüssigkeit so schnell wie möglich zu stoppen. Bei Kotwasser handelt es sich um keine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom aus verschiedenen Ursachen. Diese Ursachen können sehr vielfältig sein. Wichtige Stellschrauben sind hier vor allem die Haltung und Fütterung deines Pferdes. Gehe daher genau auf Spurensuche, um den Auslöser für Kotwasser bei deinem Pferd herauszufinden. Nur dann kannst du deinem Pferd auch gezielt und langfristig helfen.

Was ist Kotwasser beim Pferd?

Kotwasser beschreibt in erster Linie Flüssigkeit im Darm, die durch Darmbewegung nach außen tritt. Wie diese Flüssigkeit entsteht, lässt sich anhand des Verdauungsprozesses erklären:

Der Magen und Darm deines Pferdes arbeiten wie ein Kreislauf, welcher kontinuierlich mit der Verwertung von Futter beschäftigt ist. Für die Futterverwertung benötigt dein Pferd verschiedene Flüssigkeiten, wie z.B. Speichel, Darmschleim und Gallenflüssigkeit. Diese gelangen gemeinsam mit dem verdauten Futterbrei in den Darm deines Pferdes. Hat dein Pferd ein intaktes Verdauungssystem, werden diese Flüssigkeiten nach der Futterverwertung resorbiert und anschließend für weitere Verdauungsprozesse eingesetzt. Arbeitet jedoch ein Element im Verdauungstrakt nicht optimal, kommt der Magen-Darm-Kreislauf aus dem Gleichgewicht. In diesem Fall kann das freie Wasser im Darm nicht ausreichend gebunden werden und tritt bei Darmbewegung als Kotwasser nach außen. Anders als beim Durchfall wird die Konsistenz der Pferdeäpfel hier nicht zwingend beeinflusst. Bei Kotwasser können diese auch fest oder nur leicht breiig sein. In manchen Fällen tritt Kotwasser auch komplett ohne Pferdeäpfel nach außen. Besonders wenn die Flüssigkeit an den Beinen herunterläuft, können Hautprobleme entstehen, die für dein Pferd sehr unangenehm sind.

Welche Ursachen kann Kotwasser bei deinem Pferd haben? 

Kotwasser kann eine Vielzahl verschiedener Ursachen haben und ist oft Einzeltier abhängig. Jedoch scheinen Robustrassen ein größeres Risiko aufzuweisen als andere Pferderassen. Grundsätzlich kann allerdings jedes Pferd von Kotwasser betroffen sein. Der Verdauungstrakt ist meist nicht die einzige Ursache für Kotwasser bei Pferden. Häufig handelt es sich um ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, welche Kotwasser bei deinem Pferd auslösen.

  1. Fütterung

Eine nicht bedarfsgerechte Fütterung ist eine der Hauptursachen von Kotwasser bei Pferden. Die folgenden Aspekte der Pferdefütterung spielen hierbei eine entscheidende Rolle:

Raufutter und Kraftfutter

Fütterung von Pferden mit Kotwasser

Ein möglicher Auslöser von Kotwasser bei Pferden ist die nicht bedarfsgerechte Fütterung von Rau- und Kraftfutter. Beispielsweise können Raufuttermangel und zu lange Fresspausen Kotwasser begünstigen. Ausreichend Raufutter ist sehr wichtig für die gesunde Darmflora deines Pferdes. Außerdem wirkt Heu im Magen wie eine Art „Puffer“ und verhindert so, dass Magensäure die empfindliche Magenwand angreifen kann. Ist dieser Schutz nicht gegeben, können bei deinem Pferd auch weitere ernsthafte Erkrankungen, wie z.B. Koliken oder Magengeschwüre entstehen.

Eine Studie zeigt außerdem, dass Pferde Wasser im Darm leicht besser aufnehmen können, wenn neben Raufutter auch Kraftfutter gefüttert wird. Laut Meyer und Coenen beschreiben Ergebnisse der Absorptionsrate bei einer Strohfütterung 75% freies Wasser, bei einer Heufütterung 84% freies Wasser und bei einer Mischfütterung 93% freies Wasser. Folglich bedeutet dies, dass der Darm des Pferdes bei einer Mischfütterung freies Wasser am besten absorbieren kann. Dies liegt unter anderem daran, dass Stroh oder auch hartes Heu mit einem hohen Gehalt an Lingin für Pferde oft schlecht zu zerkleinern und somit schwerer verdaulich sind. Lingin ist ein Holzstoff, welcher sehr widerstandsfähig ist und sich zudem nicht leicht abknicken lässt. Er kann im Verdauungstrakt nur in einem geringen Maße abgebaut werden und beeinflusst so den Darm. Kotwasser oder Koliken können dann die Folge sein. Allerdings bedeutet das Ergebnis dieser Studie nicht, dass eine Zufütterung von Kraftfutter bei Kotwasser immer die Lösung ist. Eine bedarfsgerechte Fütterung besteht zu 75 bis 100% aus qualitativ hochwertigem Raufutter. Zudem ist es immer sehr wichtig, den individuellen Energiebedarf deines Pferdes zu beachten, um Übergewicht und mögliche Wohlstandskrankheiten, wie EMS oder Hufrehe zu vermeiden. Demnach ist es nur empfehlenswert, Kraftfutter in die Pferdefütterung aufzunehmen, wenn dein Pferd dieses zum Konditionserhalt auch wirklich benötigt.

Darüber hinaus können auch vergorene Futtermittel, wie z.B. Silage oder verdorbene Produkte, Kotwasser hervorrufen. Bei einer Vergärung von Futtermitteln kommt es zur Bildung biogener Armine. Nimmt dein Pferd diese auf, kann es zu einer Reaktion mit Kotwasser kommen. Die biogenen Armine müssen dann über die Leber deines Pferdes wieder abgebaut werden. Langfristig kann dies zu einer Leberüberlastung führen und so ernsthafte gesundheitliche Folgen hervorrufen. Verzichte daher lieber bei deinem Pferd auf eine Fütterung von stark vergorenen Futtermitteln wie Silage. Auch Heulage, welche oft in der Pferdefütterung eingesetzt wird, kann mit biogenen Arminen belastet sein. Wie stark die Heulage belastet ist, hängt vom individuellen Fermentationsprozess des Herstellers ab. Merkst du, dass dein Pferd nach der Fütterung mit einem neuen Ballen Heulage oder auch Heu mit Kotwasser reagiert, kann dies ein Anzeichen für eine mangelhafte Futterqualität sein. Teste in diesem Fall dein Raufutter auf seine Qualität oder stelle auf eine andere Qualität oder Charge um.

Vitamine & Mineralstoffe

Wird der Nährstoffbedarf deines Pferdes langfristig nicht gedeckt, kann Kotwasser entstehen. Weitere Anzeichen für einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen bei deinem Pferd sind z.B. schlechte Hufe oder mattes Fell. Auch ein Nährstoffüberschuss, beispielsweise durch zu hohe Mengen an Mineralfutter, kann Kotwasser bei deinem Pferd auslösen. Achte daher auf die Fütterungsempfehlung des Herstellers, um den Nährstoffbedarf deines Pferdes optimal decken zu können. Viele Mineralfuttersorten sind hochkonzentriert, weswegen bereits eine geringe Menge pro Tag genügt, um dein Pferd ausreichend mit allen notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Fütterst du hiervon dauerhaft zu viel, riskierst du einen gefährlichen Nährstoffüberschuss bei deinem Pferd.

Futterumstellungen

Der Verdauungstrakt deines Pferdes ist sehr sensibel. Bereits kleinste Veränderungen können den empfindlichen Magen-Darm-Trakt irritieren. Beispielsweise reagieren viele Pferde mit Kotwasser, wenn es im Frühling das erste Mal wieder auf die Weide geht. Das liegt daran, dass dein Pferd für das Verdauen von Gras andere Bakterien benötigt, als für das Verdauen von Heu oder Heulage, welche den Winter über gefüttert werden. Dein Pferd kann diese Bakterien selbst herstellen, benötigt hierfür jedoch ausreichend Zeit. Daher ist eine langsame Futterumstellung äußerst wichtig, um den empfindlichen Verdauungstrakt nicht zu überlasten. Wenn du von einem Kraftfutter zu einem anderen wechselst, gib zunächst das neue Kraftfutter unter das Gewohnte und reduziere dieses dann nach und nach. So kann sich dein Pferd leichter auf das neue Futter einstellen.

  1. Haltung

Neben der Fütterung kann auch die Pferdehaltung den empfindlichen Verdauungstrakt beeinflussen und Kotwasser hervorrufen. Beachte hierzu folgende Punkte:   

Paddock und Weide

Kotwasser durch Sand

Das Paddock und die Weide deines Pferdes sind ein wichtiger Lebensraum. Die Weide dient darüber hinaus als wertvolle Nahrungsquelle. Jedoch können auf deiner Pferdeweide auch ungeahnte Gefahren lauern. Vor allem Giftpflanzen können sich hier ungewollt vermehren. Nimmt dein Pferd diese auf, kann Kotwasser auf ein erstes Vergiftungssymptom hindeuten.  

Hältst du dein Pferd auf einem Sandpaddock, kann es hier zur ungewollten Sandaufnahme kommen. Manche Pferde beginnen aus Langeweile damit, Sand zu fressen, beispielsweise, wenn ihnen nicht genug Raufutter zur Verfügung steht. In manchen Fällen nehmen sie den Sand aber auch ungewollt auf, z.B. wenn das Raufutter direkt vom sandigen Boden aus gefüttert wird. Auch kurz abgegraste Weiden können der Grund für eine ungewollte Sandaufnahme bei deinem Pferd sein. Die Aufnahme von Sand ist für Pferde jedoch sehr gefährlich, da der Dickdarm diesen nicht verdauen kann und er so auf der Darmschleimhaut zurückbleibt. Kotwasser, Durchfall und ernsthafte Verstopfungskoliken können die Folge sein.

Stress und psychische Belastungen

Pferde, die häufig sehr gestresst oder panisch sind, leiden vermehrt unter Kotwasser. Wird dein Pferd durch Training, Turniere oder ungewohnte Situationen mental zu sehr belastet, begünstigt dies die Entstehung von Kotwasser – es schlägt ihnen buchstäblich „auf den Magen“. Die meisten Pferde empfinden zudem lange Hängerfahrten als großen Stressfaktor, worauf sie häufig mit Kotwasser reagieren. Auch eine niedrige Rangordnung in der Herde kann Stress verursachen. Weitere Anzeichen für ein gestresstes Pferd sind: Zähneknirschen, häufiges Schweifschlagen, häufiges Wiehern, Appetitmangel, vermehrtes Gähnen sowie ein rast- und ruheloses Verhalten.

Bewegungsmangel

Bewegungsmangel ist eine weitere mögliche Ursache für Kotwasser. Die Darmwand deines Pferdes speichert Flüssigkeit, um ein Gleichmaß im Organismus herzustellen. Kommt dein Pferd allerdings nicht richtig in Bewegung, bleibt dieses Wasser ungenutzt und wird als Kotwasser hinausbefördert. Eine 2009 durchgeführte Studie belegt, dass besonders im Winter der Mangel an Bewegung eine große Rolle für Kotwasser bei Pferden spielen kann.

  1. Allgemeiner gesundheitlicher Zustand

Weitere mögliche Auslöser für Kotwasser bei deinem Pferd lassen sich auf den allgemeinen gesundheitlichen Zustand zurückführen:

ZähneKotwasser durch schlechte Zähne

Schlechte Zähne sind eine der häufigsten Ursachen für Kotwasser bei Pferden. Die Kautätigkeit deines Pferdes kann beispielsweise durch Entzündungen, Haken oder eine altersbedingt schlechte Zahnsubstanz beeinflusst werden. Ist dein Pferd nicht in der Lage, sein Futter ausreichend zu kauen, ist die Vorbereitung des Futters im Pferdemaul nicht vollständig. Es gelangen große Futterstücke in den empfindlichen Verdauungstrakt, und es kann nicht ausreichend erforderlicher Speichel gebildet werden. Durch die geringe Speichelbildung sinkt der pH-Wert im Pferdemagen, was dazu führt, dass die Magenschleimhaut angegriffen werden kann. Diese Problematik bei der Futterverwertung kann sich folglich in Kotwasser äußern.

Parasiten

Leidet dein Pferd unter Parasiten, wie z.B. einem Wurmbefall, kann dies ein möglicher Auslöser für Kotwasser sein. Eine regelmäßige Parasitenkontrolle und Entwurmung sind hier entscheidend, um diese Ursache auszuschließen zu können. 

Medikamente

Medikamente können die Darmflora deines Pferdes irritieren und so Kotwasser hervorrufen. Leidet dein Pferd häufig während der Verabreichung bestimmter Medikamente unter Kotwasser? Dann besprich dies am besten mit deinem Tierarzt, damit der Behandlungsplan angepasst werden kann.

Herz, Leber und Niere

Auch sehr ernstzunehmende Krankheiten, wie z.B. eine Herzschwäche, können zu Kotwasser führen. Leidet dein Pferd unter einem schwachen Herz, kann sich die Dickdarmwand verdicken, so dass die Aufnahme von Nährstoffen und freiem Wasser im Darm nicht mehr optimal möglich ist.

Zudem können auch Leberprobleme und Nierenprobleme Kotwasser bei deinem Pferd hervorrufen. Eine nicht artgerechte Fütterung, verschiedene Zusätze oder Medikamente können die Leber deines Pferdes überlasten und ihre Entgiftungsfunktion stören. Aufgenommene Gifte werden dann über den Darm ausgeschieden, welcher dadurch überreizt und überfordert wird. Auch bei einer Nierenschwäche landen vermehrt Giftstoffe im Darm deines Pferdes. Darmentzündungen, Durchfall und Kotwasser können entstehen.

Wie kannst du Kotwasser bei deinem Pferd stoppen? 

Ein gesunder Verdauungstrakt ist in erster Linie abhängig von artgerechter Pferdehaltung und Fütterung. Hat dein Pferd Kotwasser, dann hinterfrage dein Management anhand folgender Punkte:

  1. Erhält dein Pferd ausreichend Raufutter in hochwertiger Qualität?

Für eine gesunde Verdauung benötigt dein Pferd mindestens 1,5% seines Körpergewichts an Trockenmasse aus Raufutter pro Tag. Heu enthält ca. 80-90% Trockenmasse, Heulage ca. 60-70%. Wiegt dein Pferd also 600 kg, benötigt es ca. 9 kg Trockenmasse aus Raufutter pro Tag. Bei einem Trockenmassegehalt von 88% benötigt dein Pferd demnach 10,2 kg Heu am Tag. Bei einem niedrigeren Trockenmassegehalt steigt gleichzeitig auch die erforderliche Raufuttermenge. Dazu sollten die Fresspausen bei deinem Pferd nie länger als 3-4 Stunden sein. Enthält dein Pferd aufgrund seines niedrigen Rangs in der Herde nicht ausreichend Raufutter, dann richte am besten mehrere alternative Futterstellen, z.B. mit Hilfe von Heunetzen, ein. Bist du dir unsicher über die Qualität deines Raufutters, kannst du einfach einen Raufutterschnelltest durchführen. Hat der Raufutterschnelltest ergeben, dass dein Raufutter von mäßiger Qualität ist, kannst du die Raufutterration durch sinnvolle Produkte, wie Heucobs oder zuckerreduzierte Rübenschnitzel, ergänzen. Grundsätzlich benötigen alle Pferde Raufutter in einer sehr guten Qualität, welches zudem keine Spuren von Schimmel, Keimen oder Staub enthält. Hast du ein magenempfindliches Pferd, solltest du diesem Faktor jedoch besondere Aufmerksamkeit schenken.

  1. Bekommt dein Pferd ein Mineralfutter und erhält dadurch alle nötigen Nährstoffe?

Bekommt dein Pferd kein oder weniger als 1,5 kg Kraftfutter pro Tag? Dann ist die Zugabe eines Mineralfutters erforderlich, um es mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Achte dabei jedoch immer auf die Fütterungsempfehlung, um sowohl ein Defizit als auch einen Überschuss an Nährstoffen zu vermeiden.

  1. Erhält dein Pferd ausreichend frisches Trinkwasser?

Frisches Trinkwasser bei KotwasserWerden die Tränken deines Pferdes regelmäßig gesäubert? Oder ist das Trinkwasser vielleicht verunreinigt? Um die Gesundheit deines Pferdes optimal zu unterstützen, ist ausreichend frisches Trinkwasser sehr wichtig. Hierzu zählt auch die Hygiene der Tränken auf dem Paddock, der Pferdeweide und in der Box.

 

 

 

  1. ​​Wirkt dein Pferd oft gestresst oder ist häufig stressigen Situationen ausgesetzt?

Ist dein Pferd oft durch Turniere, Training oder Hängerfahrten im Stress? Oder verträgt es sich nicht mit den anderen Pferden in seiner Herde? Sorge dann bei deinem Pferd im Alltag für mehr Ruhe und trenne es von den Pferden, mit denen es sich nicht versteht. Die Herde sollte immer ausgewogen sein. Hilfreiche Ergänzungsfuttermittel können außerdem dazu beitragen, die innere Ruhe bei nervösen Pferden wiederherzustellen.

  1. Ist dein Pferd ausreichend in Bewegung?

Bewegst du dein Pferd regelmäßig? Oder bewegt es sich vielleicht nur selten auf dem Paddock oder hat nicht genügend Auslauf? In diesem Fall ist es möglich, dass der Verdauungstrakt nicht ausreichend in Schwung kommt. In freier Wildbahn legen Pferde ca. 15-16 Schrittstunden pro Tag zurück. In der heutigen Pferdehaltung ist dies jedoch nicht immer möglich. Nichtsdestotrotz hat dein Pferd täglich einen mehrstündigen Bedarf an Bewegung. Das absolute Minimum liegt hier bei 2 Stunden Bewegung pro Tag. Dazu zählen auch die freie Bewegung auf der Weide oder dem Paddock. Laut FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung – nach ihrer internationalen Bezeichnung Fédération Equestre Nationale) sollte der Auslauf für 2 Pferde dabei mindestens 150 m² groß sein. Pro weiteres Pferd werden zusätzlich mindestens 40 m² Fläche benötigt. Den Bewegungsbedarf deines Pferdes kannst du außerdem durch Zeit in der Führmaschine, beim Reiten oder Spazierengehen decken. Halte dabei die reinen Stehzeiten in der Box so kurz wie möglich.

  1. Wie sieht die Weide- und Paddocksituation aus?

Wachsen auf deiner Weide zahlreiche Pflanzen, die du nicht kennst? Frisst dein Pferd Futter von sandigem Boden? Sind Weide und Paddock vielleicht sogar verdreckt? Für die Gesundheit deines Pferdes ist es sehr wichtig, Weide und Paddock frei von Giftpflanzen halten. Diese können unter anderem Kotwasser und andere Vergiftungserscheinungen auslösen. Füttere Heu außerdem nicht direkt vom sandigen Boden, sondern in einer Heuraufe oder Heunetzen, damit der Verdauungstrakt deines Pferdes nicht durch Sand belastet werden kann. Hat dein Pferd Sand im Darm, kann außerdem die Fütterung von Flohsamenschalen bei der Ausscheidung des Sandes helfen.

  1. Ist dein Pferd gesundheitlich in einem guten Zustand?

Bleibt das Kotwasser trotz der Eliminierung zahlreicher Auslöser bestehen, dann ziehe unbedingt deinen Tierarzt zu Rate. Besonders die Kaufähigkeit der Zähne, ein möglicher Parasitenbefall und Belastungen von Herz, Leber und Niere sollten dann genauer untersucht werden.

Unterstütze bei Kotwasser, Durchfall und einem Bakterienungleichgewicht die Sanierung und Stabilisierung der Darmfunktion deines Pferd mit einem speziell darauf abgestimmten Ergänzungsfuttermittel.

Durch die Optimierung der Fütterungs- und Haltungsbedingungen kannst du Kotwasser bei deinem Pferd langfristig stoppen.   

 Kotwasser bei deinem Pferd vorbeugen 

Lass Kotwasser bei deinem Pferd am besten gar nicht erst entstehen und beuge daher der Entstehung durch eine artgerechte Pferdefütterung und Pferdehaltung vor. Hierzu zählen:

  • Ausreichend qualitativ hochwertiges Raufutter
  • Bedarfsgerechte Kraftfuttergabe
  • Futterwechsel so gering wie möglich halten
  • Schwer verdauliches Futter vermeiden  
  • Optimale Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen
  • Optimale Haltungsbedingungen auf Weide und Paddock (Giftpflanzen, Futterplätze)
  • Frisches Trinkwasser
  • Ausreichend Bewegung
  • Vermeidung von Stress
  • Regelmäßiger Check auf Parasiten
  • Unterstützung der Entgiftungsorgane, z.B. durch Kräuter

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