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Fütterung und Gesundheit
Wie Ergänzungsfutter die Pferdegesundheit unterstützen kann
Ob nach besonderer Anstrengung oder nach einer längeren Krankheit mit Ruhephase – es gibt verschiedene Gründe, warum Pferde einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen haben können. Deswegen greifen Pferdebesitzer oft auf Ergänzungsfutter zurück. Doch was sind Ergänzungsfuttermittel überhaupt? Wie wirken sie und bei welchen Problemen kann ein Ergänzungsfuttermittel deinem Pferd helfen? Warum ein Ergänzungsfutter sinnvoll sein kann Wenn dein Pferd z.B. ein stumpfes Fell, einen steifen Gang, ein nervöses Gemüt oder brüchige Hufe hat, können dies Anzeichen für einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel sein. Um diesen Mangel deines Pferdes ausgleichen zu können, empfiehlt sich das Zufüttern von Ergänzungsfuttermitteln. Mit einer gezielten Zusammensetzung unterstützt du die Pferdegesundheit – und dein Pferd erhält alle Vitamine und Mineralstoffe, die es braucht. Es ist wichtig, dass du nicht einfach auf gut Glück oder nach Gefühl drauf los fütterst, sondern grundsätzlich Rücksprache mit deinem Tierarzt oder einem Fütterungsexperten hältst. Mit der Zeit wird der Erfolg sichtbar Die Zufütterung von Ergänzungsmitteln ist ein Prozess, der Zeit benötigt. Nach einmaligem Füttern wirst du noch keine direkten Veränderungen an deinem Pferd bemerken. Wenn du aber ein Ergänzungsfutter gemäß Fütterungsempfehlung optimal dosierst und über einen längeren Zeitraum verwendest, wirst du die positiven Ergebnisse an deinem Pferd erkennen können. Die verschiedenen Ergänzungsfutterarten können entweder dauerhaft oder als Kur gefüttert werden. Achte hier auf die Fütterungsempfehlung und die entsprechenden Hinweise auf der Verpackung. Achtung: Manche Ergänzungsfuttersorten können bei nicht sachgemäßer Fütterung oder bei der Kombination von bestimmten Produkten zu Nebenwirkungen oder zur Reduzierung der Wirkung führen. Halte dich daher immer an den Rat eines Experten. Behalte den Überblick in der Vielzahl der Ergänzungsfuttersorten Nun fragst du dich sicherlich, wie du ein Ergänzungsfuttermittel am besten für dein Pferd einsetzen kannst und vor allem, welches Futtermittel für dein Pferd und seine „Problemchen“ geeignet ist?   Im Folgenden beantworten wir Fragen zum Nähstoffmangel, was mögliche Ursachen sind und welche Ergänzungsmittel hierbei unterstützen können. Welche Pferdeergänzungsfutter eignen sich für Fell und Fellwechsel? Genau wie die Haut des Menschen, schützt das Fell des Pferdes vor äußeren Einflüssen, dient zur Regulation der Körpertemperatur und übernimmt als Schutz wichtige Funktionen der Immunabwehr. Das Fell meines Pferdes ist glanzlos und stumpf Wichtige Nährstoffe: Kupfer, Zink, Mangan und Aminosäuren unterstützen den gesunden Fellwuchs deines Pferdes. Außerdem benötigt dein Pferd Biotin, welches ein gesundes Wachstum und den Glanz des Fells fördert. Die Vitamine B6, B7 und B8 unterstützen den Aufbau und den Erhalt von Körperzellen. Kommt es zu einem Mangel dieser Nährstoffe, kann das Fell deines Pferdes stumpf und glanzlos erscheinen. Mögliche Ursachen: Nach einer Krankheit ist der Stoffwechsel deines Pferdes oft ganz durcheinander und braucht wieder seine Zeit, um in Gang zu kommen. Fellprobleme können außerdem auf Stoffwechselerkrankungen in der Leber und den Nieren oder auf Cushing hinweisen. Unsere Empfehlung: Nutze für dein Pferd Ergänzungsfuttermittel, die Biotin als Hauptinhaltsstoff enthalten. Besonders geeignet sind Kombinationen aus Nährstoffen, wie es z.B. beim Pavo BiotinForte der Fall ist. Mein Pferd hat Probleme beim Fellwechsel Wichtige Nährstoffe: Für einen problemlosen und schnellen Fellwechsel benötigen das Immunsystem und der Stoffwechsel deines Pferdes ausreichend Energie sowie die Vitamine A, B, E und C. Mögliche Ursachen: Beim Fellwechsel läuft der Stoffwechsel deines Pferdes regelrecht auf Hochtouren und verbraucht sehr viel Energie. Ältere Pferde neigen häufig zu Problemen mit dem Fellwechsel, aber auch nach Krankheiten oder im Winter fehlen oft die nötigen Nährstoffe für einen reibungslosen Wechsel des Fells.   Unsere Empfehlung: Greife auf Ergänzungsfuttermittel zurück, die ein breites Spektrum an Vitaminen aufweisen. Zu empfehlen ist z.B. Pavo MultiVit15. Dieser komplette Vitaminzusatz enthält außerdem Antioxidantien wie die Vitamine A, E und C. Welche Pferdeergänzungsfutter eignen sich für Gelenke, Sehnen und Muskeln? Die Gelenke und Muskeln deines Pferdes werden bei jeder Bewegung beansprucht. Je mehr Pferde im Training sind, umso höher ist der Anspruch auf ihre Gelenke, Sehnen und Muskeln. Für korrekte Bewegungen ist ein gut funktionierender Bewegungsapparat für alle Pferde essentiell wichtig. Mein Pferd hat einen steifen Gang Wichtige Nährstoffe: Für einen reibungslosen Bewegungsablauf benötigen die Gelenke deines Pferdes die körpereigenen Aminosäuren Glucosamin, Chondroitin oder Hyaluronsäure. Diese Nährstoffe fördern die Produktion der Gelenkflüssigkeit und unterstützen die Gesundheit der Gelenke. Wenn dein Pferd diese Nährstoffe nicht mehr ausreichend selbst produzieren kann, wird die Gelenkgesundheit erheblich beeinträchtigt. Mögliche Ursachen: Dauerhaft hohe Belastungen des Gelenkapparates können zu Versteifungen in den Gelenken führen. Dies ist z.B. bei sportlichen Anstrengungen, Übergewicht oder aber auch bei zu wenig Bewegung der Fall. Im hohen Alter lässt außerdem die körpereigene Synthese der relevanten Nährstoffe nach. Probleme mit Gelenke und Sehnen können manchmal auch erste Anzeichen für chronische Erkrankungen wie Arthrose sein. Halte hierzu am besten Rücksprache mit deinem Tierarzt. Unsere Empfehlung: Ein Kombi-Präparat aus Kollagen mit Glucosamin, Chondroitin und Hyaluronsäure sowie essentiellen Aminosäuren unterstützen ganzheitlich die Funktion der Gelenke deines Pferdes und sind somit am besten geeignet. Kombi-Ergänzungsfuttermittel, wie z.B. Pavo Mobility, kannst du präventiv und bei ersten Anzeichen von Gelenkbeschwerden zufüttern. Mein Pferd leidet an verspannten und übersäuerten Muskeln Wichtige Nährstoffe: Beta-Alanin ist eine nicht-essentielle Aminosäure und ein Teil von Carnosin. Carnosin unterstützt die Pufferkapazität der Muskeln gegen Milchsäure. Zusätzlich sorgt Magnesium für eine geschmeidige Muskelkoordination. Antioxidantien wie Vitamin E und C helfen deinem Pferd, die Abfallstoffe in den Muskeln zu neutralisieren. Mögliche Ursachen: Häufig sind zu hohe Anstrengungen nach langen Ruhephasen die Ursache. Aber auch intensive Trainingstage oder Turniere können Gründe für eine Muskelübersäuerung sein. Unsere Empfehlung: Durch das Zufüttern von Beta-Alanin kann der Körper mehr Carnosin produzieren und so eine Übersäuerung der Muskulatur verzögern. Außerdem solltest du dein Pferd mit ausreichend Magnesium sowie Vitamin E und C versorgen. Für Pferde und Ponys im Ausdauersport, vor und nach großen Anstrengungen sowie bei verspannten und übersäuerten Muskeln empfehlen wir Pavo Eplus mit Magnesium, Vitamin E, C und Selen. Für die Versorgung der Muskulatur von Sportpferden nach einer großen Anstrengung und für Pferde, die zu Kreuzverschlag und Muskelübersäuerung neigen, ist Pavo MuscleCare mit Beta-Alanin, Vitamin E, C und B6 sowie Cholin besonders gut geeignet. Der Muskelaufbau meines Pferdes läuft schleppend Wichtige Nährstoffe: Die Ausbildung junger Pferde sollte nie überstürzt werden, sondern fordert von dir und deinem Pferd viel Zeit und Geduld. Für einen optimalen Muskelaufbau benötigt dein Pferd essenzielle Aminosäuren, Vitamin C und Lecithin. Mögliche Ursachen: Wenn das Training nicht im Einklang mit der Fütterung, bzw. der Nährstoffzufuhr steht, kann es schnell zu Mangelerscheinungen und trägem oder sogar rückläufigem Muskelaufbau kommen. Dies kommt besonders häufig bei jungen Pferden vor, die gerade am Anfang ihrer Ausbildung stehen, oder bei Sportpferden, die nach einer Ruhephase wieder zu schnell ins harte Training genommen werden. Unsere Empfehlung: Das Futterergänzungsmittel Pavo MuscleBuild unterstützt dein Pferd beim schnellen Muskelaufbau. Es enthält essentielle Aminosäuren, Vitamin C und Lecithin. Wichtig ist aber, dass du mit deinem Pferd ausgewogen trainierst und auch neben Futterergänzungsmitteln einen optimalen Ernährungsplan zusammenstellst. Welches Pferdeergänzungsfutter eignet sich für die Hufe? Pferdehufe sind auf das Tragen von schweren Lasten ausgelegt und sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Bewegungsapparates. Außerdem sind sie für den Herz-Blutkreislauf des Pferdes essentiell wichtig. Die Hufe sollten daher stets gut gepflegt werden. Die Hufe meines Pferdes sind spröde und trocken Wichtige Nährstoffe: Starke Pferdehufe benötigen Biotin. Dieser Nährstoff unterstützt die Bildung einer elastischen und starken Hornsubstanz. Weitere elementare Bausteine für die Hufe sind Aminosäuren, Lezithin, Kupfer, Zink, Mangan und Schwefel. Mögliche Ursachen: Besonders im Sommer leidet die Hufqualität. Trockene Luft und staubige Wiesen entziehen den Hufen die Feuchtigkeit und lassen diese brüchig, trocken und rissig werden. Ein zu hoher Abrieb, z.B. bei Pferden ohne Eisen, führen außerdem dazu, dass die Hufe nur mühsam und langsam nachwachsen. Unsere Empfehlung: Neben der äußerlichen Hufpflege kannst du diese auch von innen unterstützen. Achte bei der Wahl deines Ergänzungsfutters sowohl auf einen hohen Biotingehalt als auch auf wesentliche Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Schwefel, wie es z.B. bei Pavo BiotinForte der Fall ist. Welches Ergänzungsfutter ist zur Unterstützung der Psyche geeignet? Ein empfindsames, nervöses, aber auch besonders träges Pferd ist dir bestimmt schon einmal in deinem Reitalltag begegnet. Es ist oft schwer, Pferde mit diesen besonderen Charaktereigenschaften zu „händeln“ oder zu motivieren. Mein Pferd ist sensibel, nervös oder gestresst Wichtige Nährstoffe: Aktive Bestandteile wie Magnesium und L-Tryptophan sind Bausteine für den Neurotransmitter Serotonin und helfen, die Signalweiterleitung im Nervensystem zu verbessern. Dadurch baut sich die Spannung im Körper schneller ab und dein Pferd lässt sich besser kontrollieren.  Mögliche Ursachen: Sensible Pferde weisen oft einen niedrigeren Wert von Serotonin im Blut auf, so dass sie auf stressige Situationen besonders empfindsam reagieren. Vor allem Veränderungen im Alltag deines Pferdes, wie neue Weidekammeraden, Turniere oder ein Stallwechsel, stellen eine große psychische Belastung dar. Unsere Sensibelchen reagieren dann mit Stresssymptomen wie z.B. Durchfall, Magengeschwüre oder Koliken. Sie haben Probleme damit, die innere Ruhe nach einer Veränderung wiederherzustellen. Unsere Empfehlung: Pavo NervControl ist ein Ergänzungsfutter, das speziell für sensible und nervöse Pferde entwickelt wurde. Es enthält wichtige Bestandteile wie Magnesium und L-Tryptophan und hilft deinem Pferd, mit Stresssituationen besser umgehen zu können. Achtung: Bitte die Karenzzeit für Turniere und Wettbewerbe im Auge behalten. Mein Pferd ist träge Wichtige Nährstoffe: Ein aktives Pferd benötigt Vitalität und Energie. Die Vitamine A, D, E, B und C liefern deinem Pferd Vitalität. Die Mineralstoffe Eisen, Kupfer, Zink und Mangan versorgen dein Pferd mit Energie. Mögliche Ursachen & Symptome: Nach einer Krankheit, großen Anstrengungen oder bei alten Pferden kommt es schnell zu Konditionsrückständen. Das Immunsystem sowie das Darmgleichgewicht deines Pferdes sind angeschlagen und der Organismus belastet. Daran erkennst du, dass dein Pferd mehr Energie benötigt. Unsere Empfehlung: Unterstütze das Immunsystem und die Darmgesundheit deines Pferdes mit Präbiotika, Lecithin sowie wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, wie sie z.B. im Pavo HealthBoost enthalten sind. Wenn Pferde extra Vitamine benötigen, ist außerdem die zusätzliche Fütterung eines kompletten Vitaminzusatzes wie Pavo MultiVit 15 empfehlenswert. Welches Pferdeergänzungsfutter eignet sich bei starkem Schwitzen? Im Sommer und bei einem anspruchsvollem Training oder Wettkampf kann dein Pferd schnell ins Schwitzen geraten. Das Schwitzen ist normal und wichtig zur Regulierung der Körpertemperatur. Allerdings gehen hierbei neben Flüssigkeit auch viele Mineralstoffe verloren, die mit der Fütterung wieder aufgefüllt werden müssen. Mein Pferd schwitzt besonders stark, schnell und viel Wichtige Nährstoffe: Der Schweiß deines Pferdes besteht zum größten Teil aus Wasser, aber auch aus Körpersalzen. Zu den Körpersalzen zählen Natrium, Kalium und Chlorid, die auch als Elektrolyte bezeichnet werden. Mögliche Ursachen: Warme Temperaturen oder körperliche Anstrengungen bringen dein Pferd schneller und vermehrt ins Schwitzen. Der Mangel an Elektrolyten im Körper kann dann zu Kreislaufproblemen führen. Außerdem können Flüssigkeiten nicht mehr gut im Körper gehalten werden. Dann schwitzt dein Pferd noch mehr und seine Ausdauer nimmt ab. Unsere Empfehlung: Wenn dein Pferd viel schwitzt, ist das Zufüttern von Elektrolyten sehr empfehlenswert. Mit Pavo E’lyte gleichst du den Verlust der Körpersalze deines Pferdes aus. Dein Pferd kann eine Flüssigkeits- und Elektrolytreserve aufbauen und der Mangel an Körpersalzen tritt weniger schnell auf.     Welches Pferdeergänzungsfutter unterstützt die Darmgesundheit? Der Verdauungstrakt des Pferdes ist komplex und sehr empfindlich. Die Auswahl der richtigen Futtermittel sowie eine langsame Futterumstellung spielen für die Darmflora eine wichtige Rolle und haben einen großen Einfluss auf die gesamte Gesundheit deines Pferdes. Wie unterstütze ich mein Pferd nach Krankheiten wie Immunschwäche oder Durchfall? Wichtige Nährstoffe: Für das Immunsystem und die Darmgesundheit ist eine ausreichende Versorgung mit Antioxidanten wie Vitamin A und C sowie Mineralstoffen wie Kupfer oder Zink wichtig. Zusätzlich können Präbiotika und Lecithin das Darmgleichgewicht unterstützen. Mögliche Ursachen: Die Ursachen für eine Immunschwäche oder Durchfall sind vielschichtig und können verschiedene Gründe haben. Fütterungs- und Haltungsfehler, aber auch andere Erkrankungen können das Immunsystem und die Verdauung deines Pferdes beeinträchtigen. Du solltest in akuten Fällen unbedingt deinen Tierarzt kontaktieren, denn nur sein Fachwissen hilft bei der Genesung. Unsere Empfehlung: Vitamine, Antioxidantien und Präbiotika können die Vitalität deines Pferdes fördern und den Darm wieder ins Gleichgewicht bringen. Pavo HealthBoost versorgt dein Pferd mit wichtigen Nährstoffen, wie z.B. den Vitaminen A, B, C, E und K und den Mineralstoffen Kupfer, Zink und Mangan. Zusätzlich unterstützt es mit Hefekulturen und Lecithin das Immunsystem und das Darmgleichgewicht. Welches Pferdeergänzungsfutter eignet sich für Zucht & Fohlen? Eine korrekte Fütterung ist die Grundlage für eine gesunde Entwicklung. Trächtige und laktierende Stuten benötigen in dieser intensiven Zeit zusätzliche Unterstützung. Fohlen, Jährlinge und junge Pferde im Wachstum sowie Deckhengste benötigen ebenfalls spezifische Nährstoffe. Außerdem benötigen sie von bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen deutlich mehr als andere Pferde, während andere Nährstoffe gerade nicht in zu großer Menge angeboten werden sollten. Ich möchte die Fruchtbarkeit meiner Stute unterstützen Wichtige Nährstoffe: Besonders Vitamin E (auch bekannt als „Fruchtbarkeitsvitamin“) und Beta-Carotin sind 2 wichtige Nährstoffe, die ein fruchtbares Pferd braucht. Fortpflanzungsprobleme können ein großer Indikator für das Fehlen von Vitamin E im Pferdekörper sein.  Mögliche Ursachen: In der Natur nehmen Pferde das Vitamin E durch ölhaltige Grashalme auf. Bei Pferden, die ihr ganzes Leben auf Weiden verbringen, kommt der Vitamin-E-Mangel eher selten vor. Eine einseitige Fütterung mit nur wenig Weidegang birgt das Risiko eines Vitamin-E-Mangels. Stuten können dann z.B. kein rossetypisches Verhalten zeigen. Auch ein vorzeitiges Absterben des Embryos kann auf einen Vitamin-E-Mangel hinweisen. Unsere Empfehlung: Um die Fruchtbarkeit deiner Stute zu unterstützen, empfiehlt sich ein Ergänzungsfutter mit einer hohen Konzentration an Vitamin E und Beta-Carotin wie Pavo Fertile . Es wurde speziell entwickelt, um die Fruchtbarkeit von Stuten zu unterstützen und die Rosse zu fördern. Außerdem hilft Pavo Fertile dabei, das Risiko auf ein frühes Absterben des Embryos zu verringern und unterstützt ein schnelleres Abgehen der Nachgeburt. Ich möchte die Leistung meines Deckhengstes unterstützen Wichtige Nährstoffe: Bei Deckhengsten ist eine gut ausgeprägte und lockere Muskulatur wichtig. Magnesium und Antioxidantien tragen wesentlich zur Geschmeidigkeit der Muskeln bei. Außerdem gilt grundsätzlich Vitamin E als Fruchtbarkeitsvitamin und sollte bei der Fütterung eines Hengstes gerade zur Deckzeit nicht fehlen. Mögliche Ursachen: Ein Mangel an Vitamin E entsteht, wenn der erhöhte Bedarf bei Deckhengsten in der Fütterung nicht beachtet wird. Unsere Empfehlung: Um Deckhengste nach großen Anstrengungen zu unterstützen, empfehlen wir Pavo Eplus mit Magnesium, Vitamin E, C und Selen. Das Fohlen meiner Stute soll sich optimal entwickeln Wichtige Nährstoffe: Fohlen haben einen erhöhten Bedarf an Calcium, Magnesium und Phosphor, den sogenannten Knochenwachstums-Nährstoffen. Mögliche Ursachen: Ein Mangel an den Knochenwachstums-Nährstoffen führt bei Fohlen zu schlechtem Wachstum oder sogar Knochendeformationen. Aber auch ein Überschuss oder ein falsches Verhältnis dieser Nährstoffe zueinander haben negative Folgen: das Fohlen wächst viel zu schnell, so dass sich die Knochen und die Knochenfestigkeit nicht richtig entwickeln können. Unsere Empfehlung: Das Wachstum der Fohlen, Jährlingen und Zweijährigen sollte durch ein spezielles Ergänzungsfutter, wie Pavo Podo®Care gefördert werden. Es unterstützt den Knochenstoffwechsel, wodurch sich das Fohlen optimal entwickeln kann. Das Geheimnis liegt im richtigen Verhältnis zwischen Calcium, Magnesium und Phosphor und in der speziellen Form, in der die Stoffe angeboten werden. Außerdem trägt Pavo Podo®Care zu einem gleichmäßigen Wachstum bei und unterstützt die Durchblutung. Dieses Fohlen-Ergänzungsfutter ist in Pelletform und als Paste erhältlich. Wenn Fohlen noch keine Pellets fressen wollen, kann die Paste ganz einfach einmal täglich mit einer Spritze über das Maul verabreicht werden. Warum solltest du dein Pferd mit Ergänzungsmittel unterstützen? Ergänzungsfuttermittel versorgen dein Pferd mit Nährstoffen und decken seine speziellen Bedürfnisse ab. Hierdurch können Ergänzungsfuttermittel gezielt einsetzt werden. Ergänzungsfuttermittel haben eine hohe Konzentration an Wirkstoffen. Zudem bestehen all unsere Pavo Ergänzungsfuttermittel aus einer Basis von natürlichen Inhaltsstoffen, verzichten auf synthetische Farbstoffe, Konservierungsmittel und sind durch die Granulatform einfach zu dosieren. Aufgrund der Natürlichkeit werden die Produkte auch gut von sonst sehr wählerischen Pferden gefressen. Dann kannst du das Futterergänzungsmittel leichter unter das Grundfuttermittel mischen und die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes unterstützen. Hast du noch Fragen zum Thema Ergänzungsfuttermittel? Unsere Pavo Fütterungsberatung hilft dir gern weiter!
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Fütterung und Gesundheit
Eiweiß im Pferdefutter
Eiweiß wird in der Pferdefütterung als „Rohprotein“, bzw. „Verdauliches Rohprotein“ bezeichnet. Es wird als „Analytische Bestandteile“ und in Zusammenhang mit den Inhaltsstoffen auf den Futtersäcken deklariert. Die Angst vor zu viel Eiweiß in der Fütterung hält sich bei den Pferdebesitzern hartnäckig. Aber eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall. Eiweiß und seine Bausteine, die sogenannten Aminosäuren, sind wichtige Baustoffe für den Körper deines Pferdes. Denn nicht umsonst wird Eiweiß (Protein) als Baustein des Lebens bezeichnet. Proteine sind in Verbindung mit Wasser der Baustoff für alle Arten von Gewebe im Organismus. Im Gegensatz zu Fetten und Kohlenhydraten kann der Körper Proteine nicht speichern. Deshalb müssen in der täglichen Fütterung immer Eiweiße enthalten sein. Eine Fütterung mit zu geringem Proteingehalt kann zu großen gesundheitlichen Problemen bei Pferden führen. Eiweiße ​​werden aus Aminosäuren hergestellt und es gibt zwei Arten: Essentielle Aminosäuren: diese können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen mit der Ernährung zugefüttert werden. Dazu gehören z.B. Lysin, Methionin, Tryptophan, Leucin, Isoleucin, Threoin, Valin, Histidin und Phenylalanin. Nicht-essentielle Aminosäuren: diese können vom Körper selbst hergestellt werden. Wichtig ist vor allem die Eiweißqualität im Pferdefutter. Wenn Experten über eine niedrige Eiweißqualität im Pferdefutter sprechen, dann ist damit ein geringer Gehalt an essentiellen Aminosäuren gemeint. Leinsamen enthalten z.B. einen geringen Gehalt an essentiellen Aminosäuren. Hingegen hat Soja eine hohe Eiweißqualität, da es viele Proteine mit essentiellen Aminosäuren enthält. Achte daher bei der Fütterung deines Pferdes auf ein Futter mit einer hohen Eiweißqualität. Wie viel Eiweiß benötigen Pferde? Grundsätzlich gilt laut wissenschaftlicher Empfehlung: 0,5 bis 1g verdauliches Eiweiß pro Kilogramm Lebendgewicht. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass mit steigendem Lebendgewicht, der Eiweißbedarf sinkt, d.h. in diesem Fall braucht ein 600kg schweres Pferd ca. 300g bis 600g Eiweiß. Globale Richtlinie für Eiweiß bei Pferden Pferdetypen Rohprotein insgesamt (inkl. Raufutter) Pferde, die leichte Arbeit verrichten 5-7% Sportpferde 10-12% Junge Pferde & trächtige laktierende Stuten 10-14% Fohlen & Jährlinge 12-15%   Möchten du mehr über den Eiweißgehalt in deinen Futtermitteln wissen, oder hast du eine Frage zu deinem eigenen Pferd oder deren Stallsituation? Dann kontaktiere die Pavo Fütterungsberatung. Wozu dient Eiweiß aus dem Futter den Pferden? Das im Futter enthaltene Eiweiß mit seinen Aminosäuren ist verantwortlich für alle lebenswichtigen Funktionen sowie für einen gesunden Muskelaufbau. Daher solltest du eine ausreichende Zufuhr besonders von hochwertigem Eiweiß mit der Fütterung für dein Pferd sicherstellen. Die Verdauung von Eiweißen beim Pferd: Eiweiße, bzw. Proteine, werden vom Pferd mit der Nahrung aufgenommen und im Magen durch das eiweißspaltende Enzym „Protease“ wieder in seine einzelnen Bausteine – den Aminosäuren – zerlegt. Die Aufnahme der Aminosäuren in die Blutbahn erfolgt im Dünndarm des Pferdes. Danach gelangen sie in die Leber, wo die Aminosäuren dann in körpereigenes Protein zusammengebaut werden. Entsorgung der Eiweiß-Abfallstoffe: Aminosäuren bestehen neben Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff auch aus Stickstoff. Eben dieser Stickstoff muss nach dem Aufbau von Proteinen aus dem Körper entfernt werden, da er keine weitere Verwendung findet und auch nicht der Energiegewinnung dient. Der Stickstoff wird in Harnsäure und in der Leber in Harnstoff umgewandelt. Dieser wird dann schließlich über die Nieren ausgeschieden. Warum Eiweiß für Pferde so wichtig ist: Pferde benötigen Eiweiß, um ihre Muskulatur aufzubauen, zu wachsen und sich zu entwickeln. Hierbei hängt die Entwicklung des Gewebes von der Eiweißstruktur ab. Des Weiteren gehören auch z.B. Keratine, die Hauptbestandteile in Hufen, Haaren und dem Fell, zu den Proteinen. Ein guter Stoffwechsel und ein gesundes Immunsystem sind nur durch eine ausreichende Eiweißzufuhr möglich. Der Körper deines Pferdes benötigt zudem auch für den Aufbau von z.B. Hormonen, Enzymen und Antikörpern entsprechende Aminosäuren. Um nach einer Verletzung dein Pferd bei der Regeneration der Zellstruktur zu unterstützen, ist ebenfalls ein hoher Eiweißgehalt im Futter empfehlenswert. Eiweiß im Futter dient deinem Pferd somit zur Ausübung folgender Funktionen: Aufbau von Muskel-, Stütz- und Schutzgewebe sowie Enzymen. Für eine gute Leber- und Nierenfunktion. Zur Bildung von Hämoglobin im Blut. Dies ist unter anderem verantwortlich für den Sauerstofftransport im Blut. Für ein gesundes Immunsystem des Körpers, so dass der Entstehung von Immunkrankheiten vorgebeugt, bzw. aktiv entgegengewirkt werden kann. Zur Blutgerinnung. Hierdurch können sich Krusten auf den Wunden bilden, so dass Blutungen gestoppt werden. Diese Krusten sind aus Eiweißen aufgebaut. Welche Pferde haben einen erhöhten Eiweißbedarf? Grundsätzlich sollten natürlich alle Pferde bedarfsgerecht ernährt werden. Aber es gibt auch Pferde, die einen höheren Eiweißbedarf haben: Pferde mit einem besonders dicken und/oder langem Haarkleid (z.B. Tinker, Isländer oder Norweger) benötigen MEHR Eiweiß, denn Haare bestehen hauptsächlich aus Aminosäuren. Wenn dein Pferd unter Hautproblemen wie z.B. Sommerekzem leidet, sollte es möglichst eiweißreich ernährt werden, denn um geschädigte Hautstrukturen wieder reparieren zu können, benötigt der Körper entsprechende Aminosäuren. Bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen (z.B. EMS oder PPID) sollte dein Pferd ebenfalls nicht zu knapp mit Eiweiß versorgt werden. Wenn dein Pferd von einer Hufrehe betroffen ist. Hufrehe gefährdete Pferde sollten zucker- und stärkearm ernährt werden. Die Energie- und Nährstoffquelle sollte somit neben hochwertigen Fetten ebenfalls aus hochwertigen Proteinen bestehen. Außerdem benötigt die „Reparatur“ der geschädigten Hufe eine ausreichende Versorgung essentieller Aminosäuren. Bei zu dicken Pferden solltest du im Rahmen des Diätplans mit einer energiearmen Fütterung jedoch auf ausreichend Eiweiß achten. Enthält das Futter zu wenig Eiweiß, so kann dies zum Abbau der Muskulatur führen. Vermeide jedoch gerade beim Abnehmen deines Pferdes einen Muskelabbau. Pferde, die Muskulatur aufbauen sollen, eine hohe Leistung erbringen müssen oder sich noch im Wachstum befinden, haben einen erhöhten Eiweißbedarf. Hochträchtige und laktierende Stuten haben ebenfalls einen erhöhen Eiweißbedarf. Ältere Pferde leiden vermehrt an Stoffwechselerkrankungen wie PPID (Cushing), was eine zucker- und stärkearme Fütterung zur Folge hat. Aber auch Zahnprobleme oder eine verschlechterte Verdauung können bei älteren Pferden dafür sorgen, dass das Futter nicht mehr ausreichend aufgenommen und verwertet werden kann. Daher ist neben einer gesicherten Energiezufuhr auch eine ausreichende Proteinaufnahme wichtig, um den Senior lange fit und vital zu halten. Schenke deshalb der Fütterung von älteren Pferden besondere Beachtung. Welche zusätzlichen Eiweißquellen kannst du deinem Pferd anbieten? Es ist wichtig, sich die Futterration deines Pferdes einmal genau anzusehen. Dazu gehört: Was und wieviel wird gefüttert? Wie viel Raufutter bekommt dein Pferd und wann wurde das Heu geerntet? Tipp: Lasse dein Heu durch eine individuelle Heuanalyse den Gehalt an dünndarmverdaulichem Eiweiß ermitteln. So kann eine gute und gesunde Versorgung deines Pferdes korrekt berechnet werden. Der Wert zeigt dir dann auch, wie viel Eiweiß tatsächlich noch über ergänzende Futtermittel beigefüttert werden muss. Dies gilt insbesondere für Pferde mit einem erhöhten Proteinbedarf. Pavo bietet vor allem für diese Pferdetypen mit dem Müsli TopSport ein Ergänzungsfuttermittel an, das mit 18% verdaulichem Rohprotein den Muskelaufbau optimal unterstützt. Empfehlenswert ist auch die Beigabe von Sojaschrot. Dieser liefert mit 180g essenziellen Aminosäuren pro Kilogramm besonders viel hochwertiges Protein. Auch Leinsamen, Luzerne und Bierhefe enthalten Eiweißquellen. Welche Konsequenzen hat ein Eiweißüberschuss in der Pferdefütterung? Wenn das aufgenommene Eiweiß nicht als Baustoff verwendet wird, kann Ihr Pferd dies auch in geringem Maße als Energiequelle verwenden. Dies ist jedoch nicht besonders effizient. Ein Eiweißüberschuss muss vom Körper wieder abgebaut werden – hierbei entsteht Harnstoff, welcher ausgeschieden wird. Betroffen sind dann die sogenannten Harnorgane wie Leber und Nieren. Ein Überangebot an Eiweiß sorgt somit zwangsläufig für eine Überbelastung der Leber und Nieren, was wiederum zu Problemen führen kann. Lese hierzu auch unsere Ratgeber „Lebererkrankungen bei Pferden“ und „chronische Nierenerkrankungen bei Pferden“. Zudem ist eine erhöhte Dosis von Eiweiß in der Fütterung nicht gut, weil: das Pferd zu viel trinkt, da der Bedarf nach Flüssigkeit stark ansteigt. der Gehalt von Harnstoff im Blut und im Darm steigt, was Durchfall verursachen kann. der Ammoniakspiegel im Blut ansteigt, was zu Nervosität und Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel führen kann. das Pferd häufiger Wasser lässt. Das freigesetzte Ammoniak kann dann in weniger belüfteten Ställen zu Atembeschwerden führen. Alles in allem ist ein „zu viel“ eine Belastung für den Körper. Das Ziel einer bedarfsgerechten Fütterung sollte eine ausgewogene Balance von Eiweiß im Futter sein, damit die Bedürfnisse deines Pferdes optimal erfüllt werden können. Ist auch ein Eiweißmangel möglich? Pferde können auch einen Eiweißmangel haben, vor allem Pferde, die grundsätzlich einen erhöhten Bedarf haben. Allerdings kommt ein Eiweißmangel in der heutigen Fütterung deutlich seltener vor als ein Eiweißüberschuss in Folge von „Überfütterung“ der Pferde. Lediglich durch eine reine Strohfütterung, wenig bis keinen Weidegang sowie einer Fütterung von zu wenig Heu oder Heu mit niedriger Qualität kann einen Eiweißmangel hervorrufen. Auch zu spät geerntetes oder zu lange gelagertes Heu kann einen niedrigeren Proteingehalt aufweisen. Die größere Gefahr besteht auch darin, Pferde mit einer minderwertigen Eiweißqualität im Futter zu versorgen. Wenn jedoch tatsächlich ein Eiweißmangel vorliegt, so würde dieser zur Verminderung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sowie einem Muskelabbau führen. Bei Jungpferden könnte eine entsprechende Unterversorgung auch zu Wachstumsstörungen führen. Wichtig zu wissen: Ein niedriger Eiweißgehalt im Blut muss keineswegs ein Anzeichen für Eiweißmangel sein. Dies kann auch auf eine mangelhafte körpereigene Eiweißproduktion der Leber hinweisen. Berate dich hier am besten mit deinem Tierarzt. Es ist für jeden Pferdebesitzer eine große Herausforderung, bei der Pferdefütterung zwischen Eiweißmenge und -qualität zu unterscheiden und das Eiweiß dem Alter und der sportlichen Betätigung des Pferdes anzupassen.
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Fütterung und Training
Fütterungstipps von Michael Jung
Michael Jung (geb. am 31. Juli 1982) ist derzeit der erfolgreichste Vielseitigkeitsreiter und Nummer 1 der Weltrangliste! Aber nicht nur im Vielseitigkeitsreiten, sondern auch in den Disziplinen Springreiten und Dressur ist Michael sehr erfolgreich unterwegs und kann mit vielen hohen Auszeichnungen, wie das Goldene Reitabzeichen in Dressur und Springen, glänzen. Damit seine vierbeinigen Sportpartner optimal versorgt sind, füttert Michael Jung seinen Pferden Pavo Pferdefutter. Besonders hervorheben möchte er in seiner Fütterung folgende Sorten: Pavo SportsFit: Dieses Sportmüsli macht die Pferde nicht hitzig und ist für Pferde bestimmt, die Kraft benötigen, aber trotzdem kontrollierbar bleiben müssen. Stärke dient als schnell verfügbare Energie und liefert zusätzliche Power, wobei Vitamin E in Kombination mit Selen für einen schnellen Milchsäureabbau sorgt. Das Öl im SportsFit Müsli dient als langsam verfügbare Energiequelle, die keine Abfallstoffe wie Milchsäuren hervorruft. Es enthält außerdem zusätzliches Magnesium, welches speziell auf den Bedarf von Sportpferde abgestimmt ist. Pavo Perfomance: Dies Sportpellet wurde speziell entwickelt, um Sportpferden ein Maximum an Ausdauer und eine topfitte Ausstrahlung zu verleihen. Besonders Pferde, die Höchstleistungen erbringen müssen (Energy Level High) haben einen erhöhten Energie- und Proteinbedarf. Aufgrund der einzigartigen Zusammensetzung der Sportpellets für Hochleistungen, können (Spitzen-)Sportpferde die Energie für längere Anstrengungen hauptsächlich aus Rohfasern und gesunden Fetten gewinnen, anstatt aus Zucker und stärkehaltigen Quellen, wie z.B. Getreide.  Pavo DailyPlus: Hierbei handelt es sich um ein ausgewogenes Strukturfutter, dass die Kautätigkeit und Speichelproduktion des Pferdes anregt. Pavo SlobberMash: Dies ist ein vollwertiges und vitaminreiches Kraftfutter, das ganz einfach und schnell mit heißem Wasser zubereitet wird. Es kann sofort gefüttert werden. Der hohe Anteil an reinem Leinsamen verleiht dem Fell des Pferdes Glanz. Es enthält viel Kleie und unterstützt dadurch eine gesunde Verdauung. Michael Jung im Interview mit Pavo: das Wichtigste ist eine gute Qualität Für eine gute sportliche Leistung ist ein gesundes Pferd besonders wichtig. Mit entsprechendem Training und gutem Management lässt sich viel erreichen. Ein Teil des Managements ist die optimale Fütterung des Pferdes. Dabei sollte man genau wissen, was der tägliche Bedarf des Sportpartners ist. „Die Balance zwischen den Nährstoffen muss stimmen“, weiß auch Michael Jung. Damit meint er, dass neben der entsprechenden Versorgung mit Energie und Protein auch die Vitamine und Mineralstoffe eine wichtige Rolle spielen. Michael Jung, der bei der Fütterung seit vielen Jahren auf Pavo Pferdefutter vertraut, weiß, dass die Futtersorte bzw. die Futterration dem Turniereinsatz oder auch den Wetterbedingungen entsprechend angepasst werden sollte. Weitere kleine, aber sehr wirkungsvolle Tipps verrät uns der Vielseitigkeitsstar in einem persönlichen Interview: Pavo: Es ist Sommer. 30 Grad Celsius im Schatten, im Stallzelt vielleicht noch etwas wärmer und Sie befinden sich mit Ihren Pferden auf einem wichtigen Turnier. Wie versorgen Sie Ihre Vierbeiner in dieser Situation optimal, was die Fütterung betrifft? Michael Jung: Elektrolyte sind bei hohen Temperaturen natürlich ganz, ganz wichtig! Beim Schwitzen verlieren die Pferde Flüssigkeit und notwendige Körpersalze wie Calcium, Natrium oder Kalium. Durch Elektrolyte gleiche ich den Verlust aus, bevor ein Mangel entstehen kann. Außerdem nehme ich zum Turnier stets mein eigenes Heu mit. Das hat zwei Gründe: Erstens stelle ich auf Turnieren meinen Pferden so viel Raufutter zur Verfügung, wie sie fressen können. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Pferde mehr trinken, wenn sie größere Mengen Heu bekommen. Und zweitens stelle ich so sicher, dass das Futter immer eine gleichbleibend hohe Qualität hat. Denn eine sehr gute Qualität ist das Wichtigste beim Füttern. Pavo: Sie kommen mit Ihren Pferden von einem großen Turnier zurück. Das Wochenende war für alle sehr anstrengend. Vielleicht mussten Sie mit den Pferden sogar (länger) fliegen. Welche Maßnahmen treffen Sie, damit die Pferde Stress abbauen können? Ändern Sie in solchen Situationen etwas am Futter? Michael Jung: Nach der Rückkehr von langen Reisen und anstrengenden Turnieren fahre ich bei meinen Pferden die Futterration etwas runter. Am Tag danach steht schließlich auch nur leichte Arbeit auf dem Programm. Das muss nicht unbedingt Reiten sein, sondern eher Entspannung im Schritt. Keine Bewegung wäre in diesem Fall nicht förderlich. Die Kraftfutterration wird dem Arbeitspensum des Pferdes angepasst. Pavo: Vielseitigkeitspferde müssen konditionell besonders fit sein. Macht sich das auch in der Fütterung bemerkbar? Sprich, werden Sam und Halunke anders gefüttert als Der Dürer oder Sportsman? Michael Jung: Im Prinzip nicht. Meine Springpferde und Vielseitigkeitspferde bekommen grundsätzlich das gleiche Futter. Wenn es auf Höchstbelastungen zugeht, wird die Futterration zwar erhöht, das hat aber nicht unbedingt etwas mit der Disziplin zu tun, sondern hängt vom jeweiligen Pferd ab. Welche Ergänzungsfuttermittel welches Pferd bekommt, wird ganz individuell von Pferd zu Pferd entschieden. Die regelmäßige Überprüfung der Blutwerte hilft da bei der Entscheidung.  
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Fütterung und Gesundheit
Die 10 wichtigsten Inhaltsstoffe im Ergänzungsfutter für Pferde
Alle essentiellen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollte dein Pferd täglich über sein Futter aufnehmen. Für ein gesundes Pferdeleben sind Vitalstoffe enorm wichtig. Aber es gibt immer wieder Phasen, in denen der Nährstoffbedarf besonders hoch ist und die tägliche Aufnahme über das Grundfutter nicht ausreicht. In diesem Fall kommen dann gesunde und hochwertige Ergänzungsfutter zum Einsatz. Es gibt eine Vielzahl an Ergänzungsfuttermitteln, die deinem Pferd hochwertigen Inhaltsstoffen bestimmte Nährstoffe zuführen und für verschiedene Probleme eine Lösung bieten. Welche Probleme deines Pferdes mit welchem Ergänzungsfutter gelöst werden können, erfährst du im Pavo Ratgeber „Wie Ergänzungsfutter die Pferdegesundheit unterstützen kann“. Inhaltsstoffe, Nährstoffe – Wo liegt der Unterschied? Inhaltsstoff und Nährstoff: das sind 2 Begriffe, die im Sprachgebrauch oft als Synonyme verwendet werden. Das ist zwar nicht wirklich falsch, aber es gibt einen kleinen Unterschied. Inhaltsstoffe bezeichnen in der Regel die gesamte Zusammensetzung eines Produktes. Inhaltsstoffe werden auch als Zutaten bezeichnet. In einem Pferdefutter können beispielsweise Luzerne, Dinkel, Timotheegras, Maiskeimöl und Leinsamen als Inhaltsstoffe enthalten sein. Nährstoffe sind die verschiedenen organischen und anorganischen Bestandteile der Inhaltsstoffe, die zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels benötigt werden. Zu den Nährstoffen zählen die energieliefernden Makronährstoffe „Kohlenhydrate, Fette und Proteine“ und die Mikronährstoffe „Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente“. Viele Nährstoffe können aus anderen Nährstoffen hergestellt werden. Bei diesem Prozess verbraucht der Körper Energie. Andere Nährstoffe müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und zählen somit zu den essentiellen Nährstoffen. Welche Nährstoffe aus den Inhaltsstoffen sind besonders wichtig? Und wie wirken diese unterstützend im Pferdekörper? 1. Aminosäuren für Pferde Aus Aminosäuren werden Proteine bzw. Eiweiße gebildet. Die Aminosäuren werden über die tägliche Nahrung deines Pferdes aufgenommen und bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Zum jetzigen Zeitpunkt sind etwa 20 verschiedene Aminosäuren bekannt. Wie und wo wirken Aminosäuren? Für den Organismus deines Pferdes sind Aminosäuren essentiell. Besonders während der intensiven Muskelaufbauphase spielen die Aminosäuren eine wichtige Rolle. Sie unterstützen den gesunden und kräftigen Aufbau von Muskelgewebe. Aber nicht nur für den Aufbau von Muskelgewebe werden Aminosäuren benötigt. Proteine sind an vielen weiteren, körperlichen Prozessen beim Pferd beteiligt. Eiweiß wird für das Immunsystem, für das Huf- und Haarwachstum, für die Bildung von Botenstoffen im Gehirn und Nervensystem sowie für die Zellgeneration im gesamten Pferdekörper benötigt. Ohne ausreichend Aminosäuren werden zahlreiche Prozesse im Organismus gehemmt. Daher werden Aminosäuren auch als „Bausteine des Lebens“ bezeichnet. Welche Aminosäure-Quellen gibt es? Aminosäuren werden in 2 Gruppen eingeteilt: Die essentiellen Aminosäuren werden vom Körper nicht selbst hergestellt. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Zu den essentiellen Aminosäuren zählen z.B. Lysin, Methionin, Tryptophan, Leucin, Isoleucin, Threoin, Valin, Histidin und Phenylalanin. Die nicht-essentiellen Aminosäuren können vom Körper selbst hergestellt werden. Eine Aufnahme muss nur bedingt über die Nahrung stattfinden. Bei Beschwerden, besonderen Bedürfnissen oder Aufnahmedefiziten sollten diese dennoch zugefüttert werden. Zu den nicht-essentiellen Aminosäuren zählen u.a. (Beta-)Alanin, Glutamin, Arginin und Glycin. Über das tägliche Raufutter nimmt dein Pferd schon einen Großteil der benötigten Aminosäuren auf. Je nach Qualität des Raufutters können Pferde 20 bis 70 % der essentiellen Aminosäuren aus dem täglichen Raufutter verdauen und nutzen. Je besser die Qualität deines Raufutters ist, desto mehr Aminosäuren gehen in den Organismus deines Pferdes über. Raufutter mit minderwertiger Qualität, welches besonders trocken und holzig ist, schließt die Proteine stark in den Stängeln ein. Die Nährstoffe werden dann gar nicht oder nur sehr schwerfällig im Dünndarm zerlegt. Es ist demnach sehr wichtig, auf die Qualität deines Raufutters zu achten. Falls du dir über die Qualität unsicher bist, empfehlen wir dir einen Raufutter Schnelltest. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Aminosäuren Pavo MuscleBuild enthält unter anderem die essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin, die dein Pferd bei einem schnellen Muskelaufbau und bei der Stärkung seiner Muskulatur unterstützen. Pavo MuscleCare ist mit Beta-Alanin angereichert und sorgt für eine optimale Versorgung von steifen oder verspannten Muskeln nach einem anstrengenden Training.   2. Biotin für Pferde Biotin ist auch als Vitamin H bekannt, gehört aber eigentlich zu der Familie der B-Vitamine (Vitamin B7). Es ist ein wasserlösliches Vitamin, welches über die Dickdarmflora in den Organismus übergeht. In der Regel wird Biotin über die tägliche Nahrung aufgenommen. Eine schlechte Qualität des Futters kann jedoch dazu führen, dass dein Pferd zu wenig Biotin über das Futter aufnimmt. Und auch bei Hitze oder während einer trockenen Periode ist es möglich, dass deinem Pferd nicht genügend Biotin zur Verfügung steht. Wie und wo wirkt Biotin? Die Haut, das Fell und die Hufe deines Pferdes bestehen aus Kreatin, ein faseriges Protein. Für einen starken Aufbau von Kreatin wird Biotin benötigt. Der Pferdekörper kann Biotin nur in geringem Maße speichern. Einen Überschuss des Vitamins scheidet der Körper über den Darm aus. Große Auswirkungen hat Biotin auf die Hufe deines Pferdes. Mangelerscheinungen sind daher dort oft als erstes erkennbar. In der Sommerzeit wirken Pferdehufe häufig brüchiger und trocken, da die Hitze den Hufen Flüssigkeit entzieht. Biotin unterstützt den Organismus deines Pferdes bei der Bildung von neuem und elastischem Hufhorn. Biotin wirkt sich darüber hinaus positiv auf das Fellkleid und die Haut aus. Welche Biotin-Quellen gibt es? Ein hochwertiges Grundfutter wie Heu ist das A und O. Denn in der täglichen Ernährung finden sich meist die höchsten Anteile von Biotin. Aber auch Gras oder frisches Obst weisen oft einen hohen Wert an Biotin auf. Achte bei der täglichen Fütterung auf das richtige Verhältnis zwischen Raufutter, Weidegras, Mineralfutter und Kraftfutter. Wenn du dein Pferd überfütterst, wird die Darmflora gestört und die Synthese der Nährstoffe wird eingeschränkt. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Biotin Pavo BiotinForte hat einen besonders hohen Biotin-Anteil und enthält zudem alle elementaren Bausteine für die Hufe wie Aminosäuren, Lecithin, Kupfer, Zink, Mangan und Schwefel. Pavo Vital ist ein schmackhaftes, natürliches Mineralfutter, das zudem getreide- und melassefrei ist. Neben dem Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen enthält es außerdem ein Extra an Biotin und sorgt somit für eine optimale Unterstützung der Huf- und Fellgesundheit. 3. Calcium für Pferde Der Mineralstoff Calcium ist ein essentieller Nährstoff für das gesamte Knochengerüst des Pferdes. Calcium wird auch als Mengenelement bezeichnet, da es in besonders großen Mengen im Organismus vorkommt. Pro Kilogramm Körpergewicht eines Pferdes sind bis zu 50 mg Calcium in den Knochen und im Gewebe vorzufinden. Wie und wo wirkt Calcium? Die größte Menge Calcium befindet sich in den Knochen und Zähnen. Der Mineralstoff sorgt im Skelett für Stabilität und Kraft. Eine kleine Menge an Calcium ist im Gewebe und Blut zu finden. Dort spielt es eine essentielle Rolle bei der Nerven- und Muskelerregbarkeit und stabilisiert die Zellmembranen im gesamten Pferdekörper. Darüber hinaus wird Calcium bei der Zellteilung benötigt. Ein Mangel an Calcium ist bei Fohlen besonders schwerwiegend. Wenn sie bereits in den ersten Wochen nicht genügend Calcium bekommen, wird die Knochenfestigkeit beeinträchtigt und es kann zu Überbeinen, Verbiegungen oder Fehlstellungen der Gliedmaßen kommen. Auch ein Calcium-Mangel bei ausgewachsenen Pferden kann die Knochenstabilität schwächen und einen steifen Gang hervorrufen. Welche Calcium-Quellen gibt es? Eine ausgewogene und bedarfsgerechte Fütterung von hochwertigem Raufutter versorgt dein Pferd mit ausreichend Calcium. Kräuterreiches Heu ist oftmals calciumreich, aber auch Rübenschnitzel verfügen über eine große Menge des Mineralstoffs. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Calcium Pavo Podo®Care unterstützt dein Fohlen in den ersten Lebensmonaten mit vielen essentiellen Baustoffen für einen starken Knochenbau. Neben einem hohen Calcium-Anteil enthält das Ergänzungsfutter auch die Mineralstoffe Phosphor, Magnesium und Vitamin D im richtigen Verhältnis. 4. Glucosamin für Pferde Glucosamin ist ein hochkonzentrierter Aminozucker, der zu den natürlichen Knorpelschutzstoffen gezählt wird. Er ist ein Bestandteil des Bindegewebes, des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit. Wie und wo wirkt Glucosamin? Glucosamin ist der wichtigste Schutzstoff für Knorpel und Gelenke. Dieser wird für eine kräftige Zellstruktur der Gelenke benötigt und sorgt für die Festigkeit des Knorpels. Zusätzlich „schmiert“ es die Gelenke und trägt so zum Erhalt der optimalen Gelenkgesundheit bei. Fehlt das Glucosamin, verschleißen die Gelenke und es kann zu schwerwiegenden Folgen kommen. Welche Glucosamin-Quellen gibt es? Ein gesunder Pferdekörper kann Glucosamin in ausreichender Menge selbst herstellen. Wenn dein Pferd fit ist und an keiner Krankheit leidet, musst du dir zumeist keine Gedanken über Glucosamin machen. Im Alter des Pferdes lässt die Glucosaminproduktion nach, ebenso wird die Produktion während Gelenkkrankheiten oder Entzündungen wie z.B. bei Arthrose beeinträchtigt. Auch ein erhöhter Bedarf, z.B. bei dauerhaft starker Gelenkbeanspruchung im Turniersport, kann dazu führen, dass der Pferdekörper nicht in der Lage ist, selbst ausreichend Glucosamin zu produzieren. In diesen Fällen kann die Zufütterung des Knorpelschutzstoffs sinnvoll sein. Oftmals stammt das Glucosamin in Futterergänzungen aus natürlichen Quellen wie z.B. der Grünlippmuschel. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Glucosamin Pavo Mobility enthält Glucosamin, Chondroitin und Hyaluronsäure, die eine gute Funktion der Gelenke und Produktion der Gelenkflüssigkeit unterstützen. Dieses Ergänzungsfutter kann präventiv bei Sportpferden oder bei Pferden mit Sehnen- und Gelenkproblemen eingesetzt werden. 5. Magnesium für Pferde Wie Calcium ist auch Magnesium ein Mengenelement und somit in besonders großer Quantität im Pferdekörper zu finden. In den Knochen beträgt der Anteil an Magnesium fast 12 %. Darüber hinaus sind Spuren des Mineralstoffes auch in den Muskeln zu finden. Wie und wo wirkt Magnesium? Der Mineralstoff ist an vielen Prozessen des Körpers beteiligt. So kann es für lockere Muskeln sorgen, das Nervensystem sowie die Blutkreisläufe stimulieren, den Skelettaufbau unterstützen und den Widerstand gegen Stress beeinflussen. Nach einem anstrengenden Training sind die Muskeln oft angespannt und dein Pferd hat möglicherweise stark geschwitzt. In dieser Situation ist der Bedarf an Magnesium besonders hoch. In Stresssituationen verbraucht dein Pferd ebenfalls Magnesium. Ein Mangel an Magnesium birgt das Risiko, dass dein Pferd noch anfälliger für Stress ist. Gestresste Pferde sollten unbedingt immer ausreichend Magnesium bekommen. Heranwachsende Fohlen benötigen neben einer ausgewogenen Menge an Calcium auch genügend Magnesium. Achte unbedingt auf das richtige Verhältnis zwischen Calcium und Magnesium. Zu viel Calcium in der täglichen Ration verdrängt das Magnesium, welches dann unbenutzt über den Urin ausgeschieden wird. Welche Magnesium-Quellen gibt es? Die natürliche Quelle für genügend Magnesium ist Heu von sehr guter Qualität. Selten liegt der Magnesiumgehalt im Raufutter über 0,8 g pro Kilogramm. Weitere Futtermittel wie Hafer, Mais, Kleie und Zuckerrübenschnitzel besitzen einen Anteil von über 1 g Magnesium pro Kilogramm. Sollte das tägliche Grundfuttermittel nicht ausreichen, bieten sich entsprechende Ergänzungen an. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Magnesium Pavo Eplus sorgt mit u.a. Magnesium für lockere Muskeln und optimiert die Muskelkoordination. Dein Pferd bewegt sich sichtbar geschmeidiger und kann Anstrengungen leichter aushalten. Pavo E‘lyte versorgt dein Pferd nach starkem Schwitzen mit wichtigen Körpersalzen wie u.a. Magnesium, Natrium und Chlorid. Pavo NervControl ist mit 3 Formen von Magnesium angereichert. Dieses Ergänzungsfutter hilft auf natürliche Weise, die innere Ruhe deines Pferdes wiederherzustellen und zu erhalten. Pavo Podo®Care unterstützt mit 2,3 % Magnesium pro Kilogramm das gesunde Knochenwachstum bei jungen Fohlen. 6. Natrium für Pferde Natrium ist ein Mineralstoff, der viele essentielle Funktionen im Organismus des Pferdes unterstützt. Besonders die Verbindung zwischen Natrium und Chlorid, auch als Salz (Natriumchlorid) bekannt, spielt in der Pferdefütterung eine wichtige Rolle. Wie und wo wirkt Natrium? Natrium zählt neben Chlor und Kalium zu den sogenannten Elektrolyten. Dies sind Körpersalze, die elementare Funktionen im Nervensystem übernehmen und an der Produktion von Enzymen sowie Hormonen beteiligt sind. Natrium ist wesentlich für den Wasserhaushalt im Organismus und für die Verteilung der Körperflüssigkeiten im Blut und Gewebe verantwortlich. Wenn Elektrolyte im Pferdekörper fehlen, können die Muskeln nicht mehr richtig arbeiten. Die Ausdauer und Leistungsfähigkeit deines Pferdes nimmt ab. Große Anstrengungen und Hitze bringen dein Pferd ins Schwitzen. Hierdurch verliert es neben Flüssigkeit und anderen Elektrolyten auch große Mengen an Natrium. Werden diese nicht wieder rechtzeitig aufgefüllt, kann dies zu einem Elektrolytmangel führen. Welche Natrium-Quellen gibt es? Die täglichen Futtermittel wie Raufutter enthalten kaum Salz. Eine natürliche Salzfütterung ist demnach nahezu unmöglich. Allein in Rüben und Melasse sind höhere Natriumvorkommen zu finden. Um dein Pferd dennoch mit genügend Natrium zu versorgen, biete ihm grundsätzlich einen Salzleckstein an. Füttere deinem Pferd bei einem erhöhten Bedarf (z.B. wenn es oft und viel schwitzt) zusätzlich ein natriumreiches Ergänzungsfutter. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Natrium Pavo E'lyte enthält neben Natrium weitere wichtige Körpersalze und unterstützt dein Pferd beim Aufbau einer Flüssigkeits- und Elektrolytreserve. Somit tritt ein Mangel an Körpersalzen weniger schnell auf. Nach der Belastung wird das Flüssigkeits-/Elektrolytgleichwicht zudem schneller wieder ausgeglichen. 7. Selen für Pferde Selen zählt zu den Spurenelementen und wird im Pferdekörper nur in kleinen Mengen benötigt, für die Gesundheit ist es dennoch enorm wichtig. Für den Zellschutz, aber auch für starke Muskeln ist Selen essentiell. Wie und wo wirkt Selen? Das lebenswichtige Spurenelement Selen wird vom Pferdekörper zwar nur im Milligramm-Bereich aufgenommen, beeinflusst aber verschiedene Stoffwechselprozesse im Organismus. Es unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte, ist an der Bildung von Antikörpern und Botenstoffen beteiligt, stimuliert mit weiteren Vitalstoffen die Zellteilung und unterstützt die Fruchtbarkeit. Besonders die antioxidativen Eigenschaften von Selen werden geschätzt. Ein Mangel an Selen zeigt sich durch ein schwaches Abwehrsystem, Leistungsdefiziten und Verspannungen der Muskulatur. Auch Haarbruch, eine steife Hinterhand und Sommerekzem können auf ein Defizit an Selen hinweisen. Welche Selen-Quellen gibt es? Selen wird kaum über das tägliche Raufutter aufgenommen. Daher ist es wichtig, Selen durch ein vollwertiges Mineralfutter oder über Futterergänzungsmittel anzubieten. Beachte aber, dass du deinem Pferd niemals zu viel Selen zufütterst. Eine Überdosierung von mehr als 10 mg Selen pro Tag kann zu einer Vergiftung führen. Solltest du einen Mangel an Selen oder eine Überdosierung feststellen, setze dich unbedingt mit deinem Tierarzt in Verbindung. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Selen Pavo Eplus ist mit 6 mg organischem Selen pro Kilogramm angereichert. Die antioxidativen Eigenschaften des Selens unterstützen in Zusammenarbeit mit weiteren Mineralstoffen und Vitaminen die Neutralisierung freier Radikale in den Muskeln. 8. Vitamin B für Pferde Unter Vitamin B wird eine Gruppe aus 8 wasserlöslichen Vitaminen zusammengefasst. Dazu gehören Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Niacin (B3), Pantothensäure (B5), Pyridoxin (B6), Biotin (B7), Folsäure (B9) und Cobalamin (B12). Diese Vitamine sind an verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Pferdekörper beteiligt. Dein Pferd kann den Vitalstoff nur in geringen Mengen im Organismus speichern. Sorge daher dafür, dass dein Pferd immer mit ausreichend B-Vitaminen über die Fütterung versorgt wird. Wie und wo wirken B-Vitamine? Die 8 B-Vitamine sind an einer Vielzahl von Prozessen im gesamten Organismus beteiligt. So unterstützen verschiedene B-Vitamine den Kohlenhydratstoffwechsel, die Oxidations- und Reduktionsprozesse von Fettsäuren und Aminosäuren im Körper sowie die Herstellung von roten Blutkörperchen. Darüber hinaus sind einige B-Vitamine antioxidativ wirksam und unterstützen somit ein gesundes Abwehr- und Nervensystem. Stress, Nervosität, Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit und ein angeschlagenes Immunsystem können Anzeichen für einen Vitamin-B-Mangel sein. Da diese Mangelerscheinungen aber unspezifisch und darüber hinaus vielfältig sind, empfehlen wir dir ein Gespräch mit deinem Tierarzt. Eine schlechte Heuqualität, eine gestörte Darmflora oder Stress können ein Defizit auslösen. Auch zu viel Kraftfutter kann der Grund für einen Vitamin-B-Mangel sein. Welche Vitamin B Quellen gibt es? Die artgerechte Fütterung von hochwertigem Raufutter versorgt dein Pferd mit den benötigten B-Vitaminen. Ein vollwertiges Mineralfutter enthält ebenfalls alle B-Vitamine. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Vitamin B Pavo HealthBoost ist unter anderem mit den Vitaminen B1, B2, B6 und B12 angereichert. Mit seinem ausgeglichenen Vitamin- und Mineralstoffkomplex aktiviert es die körpereigene Abwehr, verleiht deinem Pferd zusätzliche Energie und unterstützt sein Darmgleichgewicht. Pavo MultiVit15 ist ein vollständiger Vitaminzusatz und enthält auch die Vitamine B1, B2, B6 und B12. Es ist die richtige Unterstützung beim Fellwechsel und für ein gesundes Immunsystem. 9. Vitamin C für Pferde Das wasserlösliche Vitamin C ist auch unter dem Namen „Ascorbinsäure“ bekannt. Pferde können Vitamin C in der Regel selbst herstellen. Das Vitamin ist für ein starkes Immunsystem und für diverse Stoffwechselvorgänge essentiell. Wie und wo wirkt Vitamin C? Vitamin C besitzt eine besonders starke, antioxidative Wirkung. Es unterstützt die normale Funktion des Immunsystems und neutralisiert freie Radikale im Körper. Darüber hinaus fördert Vitamin C Entgiftungsprozesse im Körper und stimuliert die Kollagenbildung für Gelenke, Knorpel, Fell und Hufe. Ein schwerwiegender Mangel kommt selten vor. Durch bestimmte Situationen, z.B. nach Krankheiten, in einer Stresssituation oder während des Fellwechsels kann sich der Vitamin-C-Bedarf deines Pferdes erhöhen. Außerdem lässt die Eigensynthese von Vitamin C im Alter des Pferdes nach. Welche Vitamin-C-Quellen gibt es? Pferde können im Gegensatz zu Menschen das Vitamin C selbst im Körper herstellen, da ein spezielles Enzym die Produktion der Ascorbinsäure anregt. Über das tägliche Futter muss Vitamin C nicht aufgenommen werden, wenn dein Pferd gesund und fit ist. Eine Zufütterung von Vitamin C kann in besonderen Situationen (Krankheiten oder bei alten Pferden) über natürliche Quellen wie Hagebutten, Fenchel oder Karotten erfolgen. Auch spezielle Ergänzungsfuttermittel versorgen dein Pferd mit Vitamin C. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Vitamin C Pavo MultiVit15 ist ein vollständiger Vitaminzusatz und enthält 14.000 mg Vitamin C pro Kilogramm. Darüber hinaus enthält es auch die Antioxidantien Vitamin A und E. 10. Vitamin E für Pferde Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin und gilt als starkes Antioxidans. Der Pferdekörper kann Vitamin E nicht selbst synthetisieren. Es wird über eine ausgewogene und gesunde Fütterung aufgenommen. Wie und wo wirkt Vitamin E? Das starke Antioxidans sorgt dafür, dass Abfallprodukte, wie freie Radikale, in den Zellen und dem Gewebe neutralisiert werden. Besonders während des Trainings ist Vitamin E essentiell, da es durch eine antioxidative Wirkung Muskelschäden oder Muskelübersäuerungen vorbeugen kann. Auch bei weiteren Entzündungen wie z.B. Arthritis wirkt Vitamin E unterstützend. Fehlt Vitamin E im Körper, sind die Zellen nicht mehr ausreichend vor freien Radikalen geschützt. Die Antikörperbildung wird beeinträchtigt und das Immunsystem wird schwächer. Darüber hinaus kann sich ein Vitamin-E-Mangel auf die gesunde Herz- und Skelettmuskulatur auswirken. Ferner ist Vitamin E auch als Fruchtbarkeitsvitamin bekannt. Ein Mangel kann somit zu Fruchtbarkeitsstörungen führen. Welche Vitamin-E-Quellen gibt es? Der tägliche Vitamin-E-Bedarf wird in der Regel aus frischem Gras aufgenommen. Ein täglicher Weidegang reicht für die Versorgung demnach oft aus. Auch in Sonnenblumen-, Weizenkern- und Maiskernöl sind Spuren von Vitamin E zu finden. Öl kann in kleinen Mengen unter das Pferdefutter gemischt werden. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Vitamin E Pavo EPlus ist das Ergänzungsfutter für lockere Muskeln. Durch Vitamin E unterstützt dieses Ergänzungsfutter die gesunde Funktion der Muskeln. Pavo MuscleCare unterstützt den Pferdekörper durch Vitamin E und weiteren Vitalstoffen bei der Neutralisierung von Abfallstoffen in den Muskeln. Pavo Fertile ist mit dem Furchtbarkeitsvitamin E angereichert und unterstützt die Rosse und die Aufnahmefähigkeit deiner Stute. Pavo MultiVit15 bietet deinem Pferd viele zusätzliche Vitamine z.B. während des Fellwechsels. Es enthält einen hohen Anteil des Antioxidans Vitamin E sowie Vitamin A und C.  
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Fütterung und Gesundheit
Pferdefutter im Winter ohne Weidegang
Spätestens mit Herbstbeginn sinkt der Nährstoffgehalt des Grases auf den Pferdeweiden. Grund dafür ist, dass das Gras durch die zunehmende Kälte und Feuchtigkeit wesentlich wasserreicher und rohfaserärmer wird, aber auch weniger Zucker, Eiweiß und Vitamine enthält. Somit bietet die Weide nicht mehr ausreichend Nährstoffe, um dein Pferd im Winter optimal zu versorgen. Deswegen ist es wichtig, dass du dich bereits vor Beginn der kalten Jahreszeit über geeignetes Pferdefutter informierst, damit dein Pferd gesund und gestärkt durch den Winter kommt. Außerdem hat dein Pferd in den Herbst- und Wintermonaten mit verschiedenen Faktoren zu kämpfen, wie z.B. einem erhöhten Energiebedarf, dem Fellwechsel oder diversen Bewegungseinschränkungen, die du mit der richtigen Wahl des Futters positiv unterstützen kannst. Sobald die Außentemperatur sinkt, setzt bei deinem Pferd der Fellwechsel ein. Dabei wird das leichte Sommerfell langsam und stetig durch das dicke und wärmende Winterfell ersetzt. Für diesen Vorgang benötigt dein Pferd viel Energie, denn die Energiereserven und Nährstoffe werden jetzt teilweise für den Fellwechsel gebraucht. Außerdem benötigt dein Pferd aufgrund der kalten Temperaturen vermehrt Energie, um die eigene Körpertemperatur auch bei niedrigen Temperaturen konstant zu halten. Deswegen ist es wichtig, dass dein Pferd bereits zu Beginn der Wintermonate über einen ausreichend gefüllten Energie- und Nährstoffspeicher verfügt, um die Voraussetzung für die Entwicklung eines kräftigen Winterfells zu erfüllen. Gleichzeitig beugst du der Gefahr einer Unterversorgung bei deinem Pferd vor. Üblicherweise verbringt dein Pferd im Winter viel mehr Zeit in Ruhephasen oder im Stall und bewegt sich dadurch auch weniger bzw. kann sich nur eingeschränkt bewegen. Das ist grundsätzlich ok für dein Pferd, da dieses Verhalten in seinem Urinstinkt verankert ist. So wurde bei Wildpferden beobachtet, dass diese sich im Winter viel weniger bewegen, um möglichst viel Energie zu sparen. Trotzdem ist es wichtig, dass dein Pferd im Stall nicht einrostet und trotz Kälte ausreichend bewegt wird. Denn durch die eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit kann es gleichzeitig zu Einschränkungen im Magen-Darm-Trakt deines Pferdes kommen. Zusätzlich trinken die meisten Pferde in der kalten Jahreszeit auch weniger Wasser, was in Kombination mit dem Bewegungsmangel zu Verstopfungskoliken führen kann. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kannst du das richtige Pferdefutter für dein Pferd wählen, damit es eine ausreichende Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen hat, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Achte auf diese Inhaltsstoffe bei der Fütterung im Winter Sowohl im Sommer als auch im Winter solltest du deinem Pferd ausreichend Heu von guter Qualität zur Verfügung zu stellen.  Wie bereits erwähnt, kann es in den kalten Tagen eher zu Problemen im Magen-Darm-Trakt oder sogar zu Koliken kommen. Wenn aber dein Pferd auch im Winter mit hochwertigem Raufutter versorgt ist, dann reduzierst du die Wahrscheinlichkeit von Magen-Darm-Problemen. Die Basis einer guten Pferdefütterung besteht grundsätzlich aus Raufutter ergänzt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Wenn du deinem Pferd ein Mineralfutter fütterst, dann achte dabei auf einen möglichst hohen Vitamingehalt in organischer Form. In Hinblick auf den energiezehrenden Fellwechsel kannst du zusätzlich ein Ergänzungsfutter mit hohem Gehalt an Biotin, Zink und Kupfer wählen. Sollte der Energiebedarf deines Pferdes über eine reine Heufütterung hinausgehen, so bietet sich eine bedarfsgerechte Ergänzung mit einem Kraftfutter an. Auch eine zusätzliche Fütterung von Leinsamen ist förderlich für die Verdauung deines Pferdes und hat außerdem einen positiven Effekt auf die Gesundheit von Hufen und Fell. Kleie unterstützt ebenfalls die Darmaktivitäten deines Pferdes und verringert die Wahrscheinlichkeit von Verstopfungskoliken. 6 Tipps für extreme Kälte 1. Verhindere das Einfrieren des Trinkwassers Das Wichtigste, worauf du bei kaltem Wetter achten musst, ist das Wasser. Sorge dafür, dass dein Pferd immer Wasser zum Trinken hat. Prüfe mindestens zweimal am Tag, ob noch genügend Wasser vorhanden ist und ob die Leitungen oder der Wassertrog nicht eingefroren sind. 2. Ausreichend Raufutter zur Verfügung stellen Pferde halten sich hauptsächlich durch Fressen warm. Stelle also bei kalten Temperaturen sicher, dass dein Pferd genug zu fressen hat und gib ihm extra Raufutter, wenn die Temperatur unter -10⁰C fällt. 3. Einen Unterstand bereitstellen Wenn dein Pferd rund um die Uhr draußen ist, ist ein Unterstand auf der Wiese die perfekte Lösung. Auf diese Weise kann sich dein Pferd aussuchen, wo es stehen möchte. Aber auch Gebäude oder ein Waldrand können deinem Pferd bei schlechtem Wetter Schutz bieten. 4. Decke dein Pferd (zusätzlich) ein Pferde, die geschoren sind oder älter sind, brauchen eher Schutz vor der Kälte als gesunde Pferde mit einem dicken Winterfell. Eine (zusätzliche) Decke kann da helfen. 5. Verwöhne dein Pferd mit einer schönen warmen Mahlzeit Was kann bei kaltem Wetter besser sein als ein schönes warmes Getränk? Wenn du dein Pferd verwöhnen willst, bereite eine schöne Mahlzeit mit warmem Wasser zu. Zum Beispiel Pavo FibreBeet (Mix aus Superfasern aus SpeediBeet und Luzerne), Pavo FibreNuggets (Heucobs) oder Pavo SlobberMash. In den ersten beiden Fällen erhält dein Pferd auch zusätzliche Raufutterfasern; eine Win-Win-Situation! 6. Bieten einen weichen Untergrund im Falle einer Hufrehe Pferde, die Hufrehe haben (oder dazu neigen), sind bei kaltem Wetter besonders empfindlich. Achte also auf eine weiche Oberfläche und achte vor allem auf den Zucker-/Stärkegehalt Im Kraftfutter. Biete zusätzlich zum Kraftfutter ausreichend zuckerarmes Raufutter an, zum Beispiel Pavo SpeediBeet. Die richtige Auswahl des Pferdefutters für den Winter  Es existiert nicht DAS richtige Pferdefutter für die Wintermonate, das du gedankenlos allen Pferden füttern kannst. Jedes Pferd hat seine ganz besonderen Bedürfnisse beim Futter, die es zu beachten gilt. Manche Pferde haben Unverträglichkeiten, die man bei der Futterauswahl berücksichtigen muss. Außerdem sind Pferde kleine Feinschmecker und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Letztendlich weißt du am besten, welche Sorte Pferdefutter für dein Pferd genau richtig ist.  Im Folgenden bieten wir dir eine Übersicht gängiger Pavo Pferdefuttersorten, die den Bedürfnissen eines Pferdes im Winter gerecht werden und erklären dir, was das Besondere an dem jeweiligen Futter ist. Dann kannst du das optimale Winter(ergänzungs)futter für dein Pferd auswählen und es ausreichend mit allen Nährstoffen versorgen, auch wenn kein Weidegang möglich ist. Im Folgenden bieten wir dir eine Übersicht gängiger Pavo Pferdefuttersorten, die den Bedürfnissen eines Pferdes im Winter gerecht werden und erklären dir, was das Besondere an dem jeweiligen Futter ist. Dann kannst du das optimale Winter(ergänzungs)futter für dein Pferd auswählen und es ausreichend mit allen Nährstoffen versorgen, auch wenn kein Weidegang möglich ist.   Pavo SlobberMash Beim Pavo SlobberMash handelt es sich um ein vollwertiges Mashfutter, das reich an Vitaminen und insbesondere reich an Vitamin C ist. Zusätzlich enthält es einen hohen Anteil an Leinsamen sowie Kleie zur Unterstützung des Fellwechsels. Pavo SlobberMash wird mit heißem Wasser zubereitet und ist sofort verzehrfertig, was dein Pferd zum einen von Innen aufwärmt und zum anderen für eine extra Portion Flüssigkeitsaufnahme sorgt. Das warme Mash ist leicht verdaulich und ein abwechslungsreicher Leckerbissen für dein Pferd.     Pavo Care4Life  Das Besondere an Pavo Care4Life sind die 11 verschiedenen Kräuter, u.a. Calendula und Echinacea, welche die Gesundheit deines Pferdes in den Wintermonaten unterstützen und eine gute Alternative zum fehlenden Weidegang bieten. Weitere Informationen zu den Kräutern in Pavo Care4Life findest du hier. Außerdem enthält Pavo Care4Life weitere Vitamine und Mineralstoffe in organischer Form und verzichtet dabei komplett auf Melasse und Hafer!      Pavo Vital Mineralfutter Ein gutes Raufutter bildet die Grundlage jeder Futterration, jedoch enthalten Raufuttersorten alleine nicht ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Das Pavo Vital Mineralfutter bildet hier eine gute Ergänzung, wenn dein Pferd kein oder nur sehr wenig Kraftfutter pro Tag bekommt. Pavo Vital besteht aus 100% natürlichen Zutaten, deckt den Tagesbedarf an Selen und enthält eine extra Portion Biotin, was die Huf- und Fellgesundheit deines Pferdes optimal unterstützt. Außerdem ist der Stärke und Zuckergehalt sehr gering und Pavo Vital Mineralfutter ist frei von Getreide und Melasse.   Pavo BiotinForte Pavo BiotinForte ist ein Ergänzungsfutter mit einer hohen Konzentration an Biotin sowie weiteren Spurenelementen, Mineralien Zink, Kupfer, Lezithin, Schwefel und essentiellen Aminosäuren. Dadurch sorgt Pavo BiotinForte für ein gesundes Haarkleid, unterstützt dein Pferd beim Fellwechsel und bei spröden oder brüchigen Hufen. Pavo HealthBoost Das Ergänzungsfutter Pavo HealthBoost stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte deines Pferdes und unterstützt zusätzlich das Darmgleichgewicht. Außerdem enthält es ebenfalls alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Pavo HealthBoost eignet sich vor allem dann, wenn sich dein Pferd nach Konditionsrückstand erholen soll oder du die Abwehrkräfte deines Pferdes stärken möchtest.     Pavo MultiVit15 Das Ergänzungsfutter Pavo MultiVit 15 enthält ein breites Spektrum an Vitaminen, wie z.B. Vitamin A, E und C, sowie weitere Antioxidantien zur Stärkung des Abwehrsystems und der Vitalität deines Pferdes. Es eignet sich optimal für Pferde, die Probleme mit dem Fellwechsel haben, denn Pavo MultiVit 15 fördert einen schnellen Haarwechsel und ein glänzendes Fell. Solltest du weitere Fragen dazu haben, welche Pavo Futtersorten in den Wintermonaten am besten geeignet sind für dein Pferd oder falls du dir deine Auswahl der Pavo Futtersorte einfach nur von einem Profi bestätigen lassen möchtest, dann kannst du dich mit der Pavo Fütterungsberatung in Verbindung setzen. Wir helfen dir gerne weiter und beantworten dir alle offenen Fragen. Des Weiteren hast du die Möglichkeit, den Pavo Fütterungskompass online zu nutzen, um dir direkt eine Futtermittelempfehlung auswerten zu lassen.
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Fütterung und Gesundheit
Fellprobleme beim Pferd
Das Fell deines Pferdes ist das Spiegelbild seiner Gesundheit: ist das Fell glänzend schön und glatt, geht es auch deinem Pferd gut. Hat dein Pferd ein stumpfes, struppiges oder sogar lockiges Fell, ist dies oft ein Hinweis auf eine Störung im Organismus. Das Fell bedeckt den größten Teil der Haut und ist ein zusätzlicher Schutz für die Haut. Nur wenige Stellen am Pferdekörper besitzen kein oder nur wenig Fell, wie z.B. an den Nüstern. Wie beim Menschen auch, ist die Haut beim Pferd das größte Organ, das vor äußeren Einflüssen und Eindringlingen schützt, die Körpertemperatur des Pferdes reguliert und wichtige Funktionen der Immunabwehr übernimmt. Die Haut des Pferdes ist aus verschiedenen Schichten aufgebaut: die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis) und die Unterhaut (Hypodermis). Die Haarfollikel, aus denen die Haare und somit das gesamte Fell gebildet wird, liegen in der Oberhaut. Jeder Haarfollikel enthält nur ein Haar und befindet sich schräg in der Oberhaut. Der Follikel hat eine eigene Schweißdrüse und ist außerdem mit einem kleinen Muskel verbunden, der sich zusammenziehen kann, wodurch sich das Fell aufstellt. Dies kannst du bei deinem Pferd beobachten, wenn es zum Beispiel kalt ist. Auch das Fell deines Pferdes übernimmt viele wichtige Funktionen und sieht nicht einfach nur hübsch aus:  Es schützt die Haut vor Beschädigungen, Hitze, zu starker Sonneneinstrahlung und besonders vor Kälte. Auch lästigen Eindringlingen wie Stechmücken, Bremsen oder Zecken wird durch das dichte Fell ihr „Blutsauger-Leben“ schwerer gemacht. Außerdem ist das Fell durch das Hautfett, welches durch die Talgdrüsen in der Oberhaut ausgeschieden wird, wasserabstoßend und schützt somit die Haut vor Nässe. Die Haut des Pferdes ist mit zahlreichen Nerven und Drüsen ausgestattet. Das Fell dient hier als eine Art „Sprachrohr“ und fungiert somit zur Kommunikation mit Artgenossen und leitet Reize weiter. Welche Fellprobleme kann es bei Pferden geben Im Idealfall ist das Fell deines gesunden Pferdes glatt und glänzend. Je nachdem wie das Pferd gehalten wird, kann das Fell auch durch Dreck verkrustet, verklebt oder staubig sein. Dies ist bei Offenstallhaltung normal. Während des Fellwechsels kommt es natürlich zu vermehrtem Haarverlust. Hier kannst du dein Pferd mit einer guten Fellpflege unterstützen. Diese beiden Faktoren allein sind somit kein direkter Hinweis auf ein Fellproblem. Kahle, runde Stellen, abgescheuerte Mähnen oder Schweife und krustig-blutige Stellen auf dem Fell können hingegen erste Anzeichen für Fellprobleme sein. Ursachen für Fellprobleme Schlechtsitzende, scheuernde Ausrüstung wie Sattel, Decken oder Gamaschen. Alter des Pferdes: älteren Pferden fällt häufig der Fellwechsel schwerer, so dass sie eine längere Zeit mit dem Fellwechsel beschäftigt sind als junge Pferde. Auch kann der Fellwechsel verzögert stattfinden. Infektion der Haut mit Bakterien (Räude oder Mauke) oder Parasiten. Hautpilze, vor allem in Verbindung mit einer Haltung auf dauerhaft nassen Flächen. Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen oder Cushing (PPID). Nicht ansteckende Hautkrankheiten wie Nesselsucht und Sonnenbrand. Allergien (Kontaktallergien, Insektenallergie oder Sommerekzem) oder Übersensibilität, auf die das Pferd mit einer Fellveränderung reagiert. Auch ein starker Wurmbefall kommt bei einem stumpfen, struppigen und glanzlosen Fell in Frage. Vor allem wenn die Fellprobleme durch Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelöst wurden, ist es wichtig, frühzeitig die Ursache zu finden. Nur dann kann rechtzeitig gegengesteuert und verhindert werden, dass sich auch andere Pferde mit dieser Hautkrankheit anstecken. Für die richtige Diagnose solltest du dein Pferd von einem Tierarzt untersuchen lassen. Erkennungsmerkmale von Fellproblemen Die meisten Fellprobleme haben ein typisches Erscheinungsbild und können leicht zugeordnet werden. Solltest du dir unsicher sein, dann nimm mit deinem Tierarzt oder einem Spezialisten Kontakt auf. Folgende Punkte können dir bei einer ersten Einschätzung helfen: Typische Fellveränderung Mögliche Auslöser Stumpf, glanzlos und struppig wirkendes Fell Hinweis auf einen (Nährstoff)Mangel und somit ggf. auf eine chronische Erkrankung der Niere oder Leber Kahle Stellen im Fell, meist kreisrund Hinweis auf eine Pilzerkrankung Ungewöhnlich langes, gelocktes Fell und Probleme beim Fellwechsel Hinweis auf das Cushing Syndrom (PPID) Krustige, schuppige Fesselbeugen Hinweis auf Mauke oder andere Infektionen durch Bakterien Abgescheuerte Mähne, teilweise mit blutigen, abgescheuerten Hautstellen Hinweis auf ein Sommerekzem Abgescheuerter Schweif Hinweis auf einen Wurmbefall Schuppiges Fell vereinzelt mit kleinen Krusten Hinweis auf Milben Bei welchen Fellproblemen des Pferdes kann die Fütterung helfen?  Die Ernährung spielt natürlich auch beim Erscheinungsbild des Pferdefells eine wichtige Rolle. Manche Fellprobleme können daher mit Hilfe einer Futteroptimierung behoben werden. Probleme mit dem Fellwechsel Zweimal im Jahr ist dein Pferd im Fellwechsel. Im Frühjahr befreit es sich von seinem dicken Winterfell, um sich auf die warmen Monate vorzubereiten. Und ab dem Spätsommer wird das Fell dann wieder dicker, um es als kuscheligen Mantel gegen Kälte und Nässe für die kalten Monate tragen zu können. So bereitet sich der Organismus deines Pferdes im Wechsel auf die nächste Jahreszeit vor. Bei gesunden Pferden dauert der Fellwechsel meistens 4 bis 6 Wochen. Dieser verläuft jedoch nicht immer ganz reibungslos, denn in dieser Zeit arbeitet der Stoffwechsel auf Hochtouren. Wenn dein Pferd schon zum älteren Semester gehört oder ein geschwächtes Immunsystem hat, kann dies den Organismus zusätzlich belasten. Es gilt: Je besser der Stoffwechsel deines Pferdes funktioniert, desto reibungsloser kann es auch durch den Fellwechsel kommen. Unterstütze dein Pferd vor allem in dieser Zeit durch regelmäßiges Putzen und befreie es mit speziellen Bürsten oder Kämmen von seinem juckenden, losen Haarkleid. Schon gewusst? Viel Bewegung und ausreichend Tageslicht regen die Durchblutung sowie den Stoffwechsel an, was sehr förderlich für den Fellwechsel ist. Auch durch eine gezielte Fütterung kannst du dein Pferd in dieser Phase unterstützen. Für den optimalen Fellwechsel sind Energie, Baustoffe für die Haare und zusätzliche Vitamine, vor allem Vitamin E und A, erforderlich. Vitamin A wird meist über das Grundfutter abgedeckt. Aber das fettlösliche Vitamin E kommt hauptsächlich in ölhaltigen Früchten wie Leinsamen, Sonnenblumenkernen und kaltgepressten Ölen vor. Besonders Leinöl und Schwarzkümmelöl enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren und haben eine positive Wirkung auf das Immunsystem sowie den Stoffwechsel. Auch die Spurenelemente Zink, Kupfer und Selen werden für den Fellwechsel benötigt. Diese kannst du deinem Pferd durch den Zusatz von Bierhefe und Kieselgur zur Verfügung stellen. Vermeide Übergewicht bei deinem Pferd – dies kann nicht nur die Ursache von diversen Wohlstandskrankheiten sein, sondern belastet vor allem auch den Stoffwechsel deines Pferdes. Nimmt dein Pferd schnell an Gewicht zu? Dann ist es empfehlenswert, die tägliche Menge Kraftfutter um mindestens ein halbes Kilo zu verringern. Achte gerade bei einer geringen oder fehlenden Kraftfutter-Fütterung auf die Zufuhr von ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Verwende hier ein schmackhaftes, kalorienarmes Ergänzungsfuttermittel, wie z.B. Pavo DailyFit oder auch Pavo Vital. Für Pferde, die zusätzlich Vitamine benötigen, ist eine Ergänzung mit einem Vitaminbooster, wie Pavo MultiVit 15 empfehlenswert. Dieser komplette Vitaminzusatz enthält alle wichtigen Vitamine und Antioxidantien, wie die Vitamine A, E und C. Es unterstützt einen schnellen Fellwechsel und sorgt zudem für ein glänzendes Fell. Fellprobleme durch Allergien oder Übersensibilität Das Immunsystem ist imstande, schädliche Stoffe zu erkennen und zu beseitigen. Wenn das Abwehrsystem gegen Stoffe reagiert, die nicht direkt schädlich sind, ist von einer Allergie die Rede. Es gibt zahlreiche Allergien, wie zum Beispiel: Kontaktallergie: kleine Pickel bis Schwellungen Fliegen- und Insektenallergie: Sommerekzem Hautallergie: verschiedene Arten der Allergie Schleimhautallergie: wässriger Ausfluss aus den Nüstern und den Augen Nahrungsmittelallergie: Pickel Ziehe zur richtigen Diagnose und Behandlung gegen diese Leiden immer deinen Tierarzt zu Rate. Belaste den Stoffwechsel deines Pferdes nicht mit zu viel Kraftfutter. Decke den Hauptbedarf deines Pferdes ausschließlich über Raufutter und Gras. Sollte eine zusätzliche Fütterung mit Kraftfutter erforderlich sein, dann achte je nach Allergie auf Futtersorten mit einem reduzierten Zucker- und Stärkeanteil, die außerdem einen hohen Anteil an verdaulichem Eiweiß besitzen. Hier können wir dir z.B. Pavo Nature´s Best oder Pavo Care4Life empfehlen. Für ein gutes Immunsystem und einen optimalen Abbau von Abfallstoffen ist es wichtig, bei deinem Pferd für eine vollwertige Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zu sorgen. Die Vitamine E und C helfen, die Abfallstoffe abzubauen. Mineralien sind für die Hautbildung notwendig. Unterstütze dein Pferd bei Fell- und Hautproblemen zusätzlich über die Fütterung mit sogenannten „Hautkräutern“. Besonders erwähnenswert sind hier Schwarzkümmelsamen, Mariendistel, Löwenzahn, Salbei und Brennnesselkraut. Die Kräuter können dauerhaft oder als Kur beigefüttert werden.
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Fütterung und Zucht
Osteochondrose (OC) beim Pferd
Osteochondrose (OC) und Osteochondrose Dissecans (OCD) sind Knochenerkrankungen, die bei Tieren, aber auch bei Menschen auftreten können. Man spricht von OC, wenn winzige Risse im Knorpel des Knochens entstehen. Bei OCD handelt es sich um kleine gelöste Teilchen des verknöcherten Knorpels (Chips). Die Folgen für das Pferd können Schmerzen und Lahmheit sein. Der Kaufpreis eines Pferdes verringert deutlich, wenn es bei der Ankaufuntersuchung OC/OCD aufweist. Osteochondrose (OC) bei Pferden entsteht, wenn Knorpel den Knochen ungünstig umgibt. Durch Mikrofrakturen kann sich ein Knorpel-Knochen-Stück lösen und zur Gelenkmaus/Chip (Dissekat) werden. Nach Ablösen einer Gelenkmaus kann sich diese einklemmen und es kann zur Gelenksperre und plötzlich einsetzenden heftigen Schmerzen kommen. In diesem Stadium spricht man von OCD. OC kommt oft (durchschnittlich 25%) bei Warm- und Vollblütern vor. Oft führt es zu Osteoarthritis, mit dem Resultat, dass die betroffenen Pferde nicht länger schmerzfrei laufen können. Die Leistungsbereitschaft wird nicht immer beeinflusst, aber ein Verlust von Zuchtpotential und Wertminderung der beeinträchtigten Pferde kommt wiederkehrend vor. Ursachen der Osteochondrose Das Knorpelwachstum ist in den ersten Lebensmonaten am stärksten und nimmt bis zum Alter von einem Jahr kontinuierlich ab. Wenn das Fohlen zur Welt kommt, ist nur ein Teil des Skelettes unbeweglich. Es gibt immer noch große knorpelige Abschnitte, die dem Fohlen das Wachsen ermöglichen. Die Verknöcherung des Knorpels ist sehr aktiv, wenn das Fohlen gerade geboren wurde. Das Wachstum des Fohlens endet, wenn die Wachstumsplatten komplett verknöchert sind. Im Alter von 12 bis 15 Monaten werden 90% der Endgröße des Pferdes erreicht, 95% der Knochenlänge der Röhrenknochen und 70% des Endgewichts. Die Ausreifung und das Auswachsen sind von Rasse zu Rasse unterschiedlich. Das moderne (Warmblut-) Pferd ist viel größer als die Urpferde, die vor 65 Millionen Jahren auf der Erde lebten. Es ist relativ früh reif und sein Körper ist schnell ausgewachsen, so dass es bereits in jungen Jahren aktiv Leistung im Sport erbringen kann. Diese veränderten Bedingungen bedeuten für die Pferde ein erhebliches Risiko. Hinzu kommt, dass ein Sportpferd keinen einzigen Fehler in der Beinstellung aufweisen darf, was verdeutlicht, dass eine extra Unterstützung in der Wachstumsphase notwendig ist. Osteochondrose ist eine Jugend- bzw. Wachstumserkrankung, die Spätfolgen nach sich ziehen kann. OC beginnt beim neugeborenen Fohlen und eventuell schon früher. Im Alter von 5 Monaten ist das Vorkommen am höchsten (die meisten Fohlen werden dann noch von der Stute gesäugt) und unterscheidet sich bei verschiedenen Rassen von bis zu 20-25%. Mit steigendem Alter sinkt die Rate der Umgestaltung der extracellulären Matrix vom Knorpel und nach einigen Jahren ist keine dauerhafte Schädigung auf den Röntgenbildern ersichtlich. Genetische Einflüsse, Ernährungsfaktoren, Einflüsse des Bewegungsapparates und das Gebäude des Pferdes können Faktoren sein, die eine wichtige Rolle der Formung des Knorpels um den Knochen und in der Entwicklung von OC spielen. Nicht alle diese Faktoren müssen gleichzeitig auftreten. Ihre relative Wirkung auf eventuelle klinische Anzeichen kann ebenfalls stark variieren. Vorbeugen & Behandeln von Osteochondrose Solange die Wachstumsscheiben der Knochen noch nicht geschlossen sind, können sich Beschädigungen an den Gelenken bei Fohlen noch regenerieren. Sobald diese verschlossen sind, ist der Schaden irreversibel. Die Wachstumsscheiben schließen sich zuerst in den Knochen an den Enden der Gliedmaßen und zum Schluss im Rumpf. Im Alter von 2 Jahren ist dieser Prozess mehr oder weniger vollendet. Es gilt also rechtzeitig zu reagieren, um einer Osteochondrose vorzubeugen. Bei der Entwicklung von Knorpel auf den Knochen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Neben genetischen Veranlagungen, wird die optimale Entwicklung von Knochen vor allem von der Fütterung und der Bewegung beeinflusst. Für eine gute Knochenentwicklung ist die Grundversorgung deines Pferdes, vor allem mit einer adäquaten Zufuhr von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen sowie die ausreichende Versorgung mit Energie nötig. Es gibt einige verlässliche Hinweise auf einen guten Knochenstoffwechsel wie der Gehalt von Knochencalcium und die sogenannten CTx-Werte. Die wichtigsten Nährstoffe, die einen guten Knochenstoffwechsel begünstigen • Mineralien: Calcium, Phosphor, Magnesium • Spurenelemente: Kupfer, Zink, Mangan • Vitamine - Vitamin D, K Die Knochen werden mithilfe von Calcium, Phosphor und Magnesium aufgebaut. Hierbei ist allerdings nicht die Menge, sondern vor allem das richtige Verhältnis zwischen diesen Knochenbaustoffen wichtig. Neugeborene Fohlen werden in den ersten 2 Wochen in der Regel ausreichend über die Muttermilch mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt. Aber bereits ab dem 14. Lebenstag eines Fohlens kann der enorme Bedarf durch die Stutenmilch allein nicht mehr gedeckt werden. Damit dennoch ein optimales Knochenwachstum gewährleistet und einer Osteochondrose bestmöglich vorgebeugt werden kann, ist der Zusatz eines Ergänzungsfutters speziell für Fohlen ab diesem Lebensalter empfehlenswert. Dieser Futterzusatz ist nicht nur in Form kleiner Pellets, sondern auch als Paste erhältlich. Die Paste ist besonders für junge Fohlen geeignet, die (noch) keine Pellets fressen wollen. Vermeide allerdings eine Überversorgung von Zink in Kombination mit Kadmium. Diese können sonst als „Kupferhemmer“ agieren und damit sogar OCD-ähnliche Schädigungen hervorrufen. Oft werden Befunde erst beim ausgewachsenen Pferd entdeckt, wenn sie zu erkennbaren Schäden führen. Meist entstehen sie bereits im Alter zwischen 1,5 und 2 Jahren und können auch in diesem Alter schon auf Röntgenbildern dargestellt werden. Betroffen sind vor allem Sprunggelenk, Fesselgelenk, Kniegelenk und Hufgelenk. Sollte es bei deinem Pferd plötzlich zu einer vermehrten Füllung eines der genannten Gelenke („Galle“) kommen, solltest du das durch einen Tierarzt mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung abklären lassen.  Auch ohne erkennbare Lahmheit des Pferdes kann ein Chip (kleine von Knorpel überzogene Gelenkteile) im Gelenk Ursache einer Schwellung sein. Meist werden diese Chips bei der Ankaufsuntersuchung entdeckt, ohne dass das Pferd im Vorfeld Symptome gezeigt hat. Auffällige Symptome treten meist erst auf, wenn Pferde intensiv z.B. im Renn-, Reit oder Fahrsport genutzt werden. Die Gelenke werden stärker belastet und unterliegen einer permanenten Reizung. Dadurch kommt es zu Gelenksentzündungen und Knorpelschäden. Sinnvoll ist es, ein Pferd ab einem Alter von 2 Jahren auf Chips (OCD) untersuchen zu lassen. Bei vielen Züchtern und Pferdebesitzern ist dies bereits zum Standard geworden. Eine frühzeitige, vorbeugende Operation ist in manchen Fällen sinnvoll, um spätere, gravierende Schäden zu vermeiden. Die Gelenkssplitter (Chips) können mit Hilfe einer Arthroskopie unter Vollnarkose minimalinvasiv entfernt werden. Nach ca. 6 Wochen Ruhe- und Genesungzeit ist das Pferd dann wieder voll einsetzbar.
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Fütterung und Gesundheit
Verdauungstrakt des Pferdes
Der Verdauungsvorgang ist bei Pferden sehr kompliziert und auch sehr empfindlich. Der Magen und der Darm sind ganz fein aufeinander abgestimmt und arbeiten rund um die Uhr ohne Pause. Da der Magen ständig Magensäure produziert – unabhängig davon, ob er gefüllt ist oder nicht – ist eine regelmäßige Füllung des Magens sehr wichtig, um z.B. Magengeschwüren vorzubeugen. Hierdurch wird auch deutlich, wie entscheidend eine bedarfsgerechte Fütterung sowie Haltung zur Pferdegesundheit beitragen kann. Vor allem eine gute und ausreichende Raufütterung ist wichtig, denn entgegen manch anderer Lebewesen ist das Pferd in der Lage, unverdauliche Fasern in seinem Dickdarm mithilfe von Darmbakterien in Energie umzuwandeln. Wusstest du, dass die Verdauung bereits im Maul beginnt? Der Anfang wird mit der Futterauswahl gemacht: Pferde sind sehr wählerisch, wenn es um ihr Futter geht. Mit seinen empfindlichen Lippen tastet das Pferd sein Futter ganz sorgfältig ab und kann somit „fühlen“, ob es fressbar ist oder nicht. Das kennst du sicherlich auch: Du mischt deinem Pferd nur ganz wenig unbeliebtes Mineralfutter oder auch Medikamente unter sein Lieblings-Müsli – und übrigbleibt, und zwar sorgfältig sortiert? Na klar! Der unbeliebte Zusatz. Es ist schon sehr erstaunlich, wie akkurat ein scheinbar so großes, grobes Maul arbeiten kann. Entscheidend ist dann nach der Futteraufnahme der Kau-, bzw. Einspeichelprozess. Durch gutes Kauen wird die Ohrspeicheldrüse zur Speichelproduktion angeregt. Je länger ein Pferd kauen muss, desto mehr wird das Futter eingespeichelt und für den weiteren Verdauungsprozess vorbereitet. Und weiter geht‘s in den Magen: Der vorbereitete Futterbrei gelangt nun in den Magen. Der Pferdemagen umfasst ca. 18 Liter und ist somit relativ klein. Der Grund hierfür liegt in der Entwicklung der Pferde. Die Vorfahren des heutigen Pferdes fraßen über den Tag verteilt kleine Portionen, weswegen ein großer Magen nicht notwendig war. Aus diesem Grund ist es besser, deinem Pferd täglich mehrere kleine Portionen Kraftfutter und Raufutter anzubieten; wenn möglich 3 bis 4 Mal täglich. Versuche außerdem dein Pferd jeden Tag zumindest kurz auf der Weide grasen zu lassen. Der Magen trägt mit seinem sauren Milieu dazu bei, unangenehme Eindringlinge, wie Keime und Bakterien, zu stoppen. Abhängig von der Futterbeschaffenheit verweilt es zwischen 1 bis 5 Stunden im Magen. Nur ein gut eingespeichelter, durchgekauter und klumpenfreier Futterbrei kann mithilfe des Magensaftes ausreichend durchsäuert werden und diesen ohne Gärung verlassen. Die Voraussetzungen für eine gute Dünndarmverdauung sind damit gegeben. Im Dünndarm werden die Nährstoffe aufgespalten und aufgenommen: Der Dünndarm des Pferdes ist ca. 20 Meter lang und umfasst insgesamt ca. 64 Liter Volumen. Der Futterbrei passiert den Dünndarm während des Verdauungsprozesses ca. 1,5 Stunden, was eine relativ hohe Geschwindigkeit darstellt. Damit die Nährstoffe ausreichend verarbeitet und nicht unverdaut in den Dickdarm gelangen, sind zum einen kleine Futterrationen und zum anderen nicht zu zucker- und stärkelastige Futtersorten wichtig. Im Dünndarm werden nun mithilfe von Enzymen aus dem Darmsaft, dem Pankreassaft der Bauspeicheldrüse und dem Gallensaft aus der Leber die im Futterbrei enthaltenen Proteine, Fette und Kohlenhydrate aufgespalten. Die Nährstoffe werden dann über die Dünndarmschleimhaut aufgenommen. Faserreiche Futtersorten, wie Heu, Gras oder Stroh, werden weitgehend unverdaut zum Dickdarm weitergeleitet. Dickdarm – Energiequelle des Pferdes: Der Dickdarm des Pferdes besteht aus dem großen und dem kleinen Kolon und dem Blinddarm. Er hat eine Länge von ca. 8 Metern und umfasst ein Volumen von fast 130 Litern. Im Dickdarm werden nun mithilfe von Mikroorganismen die faserhaltigen Bestandteile aus dem Raufutter in deren verdaulichen Bestandteile Cellulose, Hemicellulose und Pektin aufgeschlossen. Hierbei entstehen neben B-Vitaminen (z.B. Biotin) vor allem hoch verdauliche Fettsäuren (Propion- und Buttersäure), die über die Dickdarmschleimhaut aufgenommen und dem Körper als Energie bereitgestellt werden. Damit die Mikroorganismen überleben und ihre Aufgabe zu 100% erfüllen können, ist ein Mindest-Rohfasergehalt im Futter essentiell. Wenn die Verdauung bei Pferden Probleme macht Der Verdauungstrakt bei Pferden ist äußerst empfindsam und kann somit leicht in seiner Balance gestört werden. Es ist daher wichtig, diese Störungen schnell zu erkennen und zu beheben, um gesundheitlichen Problemen bei deinem Pferd vorzubeugen. 1. Probleme mit dem Pferdemaul Bei Pferden, die scheinbar unter Appetitlosigkeit leiden oder plötzlich stark abmagern, lohnt sich ein kritischer Blick ins Pferdemaul. Nicht selten sind Zahnprobleme oder Entzündungen in der Mundhöhle die Ursache einer schlechten Futterverwertung. Lese dazu auch unseren Beitrag „Pferdefutter bei Zahnproblemen“. Häufige Gebiss-Probleme können sein: Kaubeschwerden: Die Backenzähne des Pferdes nutzen durch die mahlende Kaubewegung allmählich ab. Eine unregelmäßige Abnutzung kann zu scharfen Ecken an den Backenzähnen führen (Haken). Diese scharfen Kanten verursachen kleine Wunden auf der Zunge und auf der Innenseite der Backe, wodurch das Kauen schmerzhaft wird und dein  Pferd weniger gut kaut. Gebiss-Anomalien: Einige Pferde haben einen abweichenden Kieferstand, wie ein Hechtmaul (der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer) oder ein Schweinemaul (der Unterkiefer ist kürzer als der Oberkiefer). Es gibt auch Pferde mit schiefem Gebiss, was oft durch zu viele Zähne (Backenzähne, Milchzähne, die sitzen bleiben) verursacht wird. Hierdurch können Pferde das Futter nicht fein genug mahlen, so dass es nicht optimal verdaut werden kann. 2. Probleme mit der Speiseröhre Die Speiseröhre transportiert die Nahrung aus dem Maul zum Magen. Wenn dein Pferd zu gierig frisst – und dadurch „vergisst“ ausreichend zu kauen – können große Stücke der Nahrung (Möhren, Rübenschnitzel) oder klebende Futterbrocken (halb-trockenes Brot) in der Speiseröhre stecken bleiben, was zu einer schmerzhaften Verstopfung führt. Dieses Problem ist auch bekannt als „Schlund-Verstopfung“. Erste-Hilfe-Maßnahme: Manchmal hilft eine leichte Massage der Speiseröhre, um den Durchfluss wieder in Gang zu bringen. Warte jedoch nicht zu lange damit, deinen Tierarzt einzuschalten, denn je öfter sich ein Pferd verschluckt, desto größer ist die Gefahr, dass Flüssigkeit in die Lungen läuft und eine Lungenentzündung verursacht. 3. Probleme mit dem Magen Wusstest du, dass ca. 60% aller Sportpferde und sogar 90% der Rennpferde Magenbeschwerden haben? Oft werden dieses durch kleine Geschwüre auf der Innenseite der Magenwand verursacht, die durch ein mangelndes Gleichgewicht zwischen Rau- und Kraftfutter, zu große Portionen Kraftfutter und/oder Stress entstehen. Der Pferdemagen bildet ständig Magensäure – egal ob er mit Futterbrei gefüllt ist oder nicht. Bei zu langen Fresspausen werden die konzentrierten Magensäfte unzureichend verdünnt. Dies greift die Magenschleimhaut besonders stark an und kann die Entstehung von Magengeschwüren fördern. Werden Pferde überwiegend mit Kraftfutter und zu wenig Raufutter gefüttert, verbleibt dieses länger im Magen, so dass es zu einer unerwünschten Vergärung der Stärke durch Milchsäurebildner kommen kann. Kommt außerdem hinzu, dass Pferde das Kraftfutter unzureichend vorkauen und einspeicheln, kann der Futterbrei schlechter durchgesäuert werden, so dass Gärungsbakterien länger überleben können. Auch dies kann ein Magengeschwür begünstigen. Auch eine Magenüberfüllung ist eine häufig vorkommende Ursache von Magenbeschwerden, z.B. durch stark quellende Futtermittel. Die Magenüberfüllung ist daran erkennbar, dass dein Pferd zu lange nicht abkotet. Ein gesundes Pferd kotet regelmäßig bis zu 15 Mal pro 24 Stunden. Die Verstopfung geht mit Schmerzen einher, wodurch das Pferd Kolik Erscheinungen zeigt. Auch Mangel an Bewegung kann zu dieser Art von Verstopfung führen. 4. Probleme mit dem Darm Zu viel Stärke und Zucker im Dickdarm: Da die Verweildauer im Dünndarm verhältnismäßig kurz ist, kommt es dort bei einer zucker- und stärkelastigen Fütterung zu einer unzureichenden Verdauung. Die Enzyme haben nicht ausreichend Zeit, die Kohlenhydrate aufzuspalten, so dass ein Teil in den Dickdarm gelangt. Hierdurch wird der Prozess der Dickdarm-Mikroorganismen gestört und es kommt zu Schleimhautreizungen, Koliken und Hufrehe. Auch die Bildung der B-Vitamine sowie die Energiegewinnung werden in Mitleidenschaft gezogen.   Zu viel Eiweiß im Dickdarm: Auch ein stark eiweißreiches Futter kann nicht ausreichend vom Dünndarm verarbeitet werden, so dass ein Eiweißüberschuss im Dickdarm entsteht. Die Darmbakterien müssen dann Eiweiße für die Energiegewinnung nutzen und spalten den nicht verwertbaren Stickstoff in Form von Ammoniak ab. Das Zellgift gelangt dann über die Blutbahn in die Leber, wo es zu Harnstoff umgewandelt und schließlich über die Nieren ausgeschieden werden muss. Eine zu eiweißhaltige Fütterung kann somit auch zu einer Überbelastung von Leber und Nieren führen. Kolik – ein allgemeines Problem des Magen-Darmtraktes beim Pferd Kolik ist ein Sammelbegriff für Bauchschmerzen. Im Verdauungstrakt des Pferdes können an verschiedenen Stellen Verstopfungen, Anhäufungen von Gas oder Verschiebungen auftreten, oft mit einer Kolik als Folge. Eine Kolik wird meistens durch falsche Fütterung, Wurminfektionen oder schlecht gepflegte Zähne verursacht. Andere Ursachen sind Krämpfe, eine Entzündung oder eine Lähmung des Darms. Erste-Hilfe-Maßnahme: Kontaktiere im Falle einer Kolik sofort deinen Tierarzt und beschreibe ausführlich die Symptome, die du bemerkt hast. Bis der Tierarzt eintrifft ist es empfehlenswert, dein Pferd ruhig zu führen, aber es nicht dazu zu zwingen. Wenn sich dein Pferd hinlegen oder wälzen möchte, dann ist dies auch kein Problem. Entferne das Futter und biete deinem Pferd ab und zu etwas Wasser an. Sorge dafür, dass sich dein Pferd nicht verletzt oder durch starkes Schwitzen erkältet. Wie du mit der Fütterung die Verdauung deines Pferdes unterstützt  Gerade bei Pferden, die eine Neigung zu Verdauungsproblemen haben, aber auch bei gesunden Pferden, ist es wichtig, mit einer bedarfsgerechten Fütterung und Haltung die Verdauung deines Pferdes zu fördern. Folgende Tipps können helfen, den Magen-Darm-Trakt deines Pferdes zu unterstützen und somit sein Wohlbefinden zu steigern: Fördere das natürliche Fressverhalten deines Pferdes und vermeide lange Fresspausen (max. 4 Stunden). Lasse die Zähne und die Mundhöhle deines Pferdes regelmäßig durch einen Fachtierarzt prüfen. Sorge für eine ausreichende Raufütterung. Ein Pferd benötigt 1,5 – 2,0% seines Körpergewichts an Raufutter (Trockenmasse). Achte auf eine bedarfsgerechte Kraftfutter-Fütterung, sollte dein Pferd neben Raufutter oder Raufutterersatz zusätzliche Energie benötigen. Das Kraftfutter sollte weder zu zucker- und stärkehaltig noch zu eiweißhaltig sein und an die Bedürfnissen deines Pferdes angepasst sein, z.B. Pavo Nature‘s Best, Pavo SpeediBeet oder Pavo FibreBeet. Vermeide zu große Mengen Kraftfutter pro Mahlzeit. Füttere lieber kleine Portionen mehrmals am Tag. Ideal sind mind. 3-4 Portionen. Unterstütze dein Pferd bei Bedarf mit einem speziellen Ergänzungsfutter, welches eine stabile Darmfunktion fördert. Verwende ausschließlich Rau-, Kraft- und Ergänzungsfutter in einwandfreier Qualität. Gönne deinem Pferd nach der Fütterung eine Pause und verzichte auf eine direkt anschließende Arbeit mit deinem Pferd. Vermeide einen permanenten Stress-Pegel bei deinem Pferd. Pferde brauchen gute Nerven für eine gesunde Verdauung. Vermeide den Kontakt mit Giftstoffen und Giftpflanzen. Auch wenn Pferde sehr sorgfältig bei der Futterauswahl sind, so kann auch das Eine oder Andere einmal durchgehen. Sorge für ausreichend natürliche Bewegung bei deinem Pferd, z.B. durch täglichen Weidegang und/oder Offenstallhaltung. Dies fördert nicht nur die Verdauung, sondern stärkt außerdem das Herz-Kreislaufsystem. Sei sparsam mit der Gabe von Medikamenten, besonders mit Antibiotika. Alle oralen Beigaben müssen den Magen-Darm-Trakt passieren und zerstören dabei auch nützliche Verdauungsbakterien. Auch Parasiten können Verdauungsprobleme verursachen. Lasse den Kot deines Pferdes daher regelmäßig kontrollieren und gebe entsprechende Wurmkuren.​
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Fütterung und Zucht
Fütterung der tragenden Stute
Wenn eine Stute zur Mutter werden soll, ist ein wichtiger Faktor vor allem eine bedarfsgerechte und vollwertige Fütterung. Grundvoraussetzung sollte natürlich ein guter Allgemeinzustand der Zuchtstute sein. Falls deine Stute aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Sport oder als Reitpferd eingesetzt wird, halte auf jeden Fall mit deinem Tierarzt Rücksprache, ob deine Stute dennoch für die Zucht eingesetzt werden kann. Möglicherweise könnten die Probleme deiner Stute vererbbar sein oder die Trächtigkeit sowie Geburt mit weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Stute einhergehen. Vor allem bei älteren, erstgebärdenden Stuten (älter als 16 Jahre) und bei sehr jungen Stuten (unter 3 Jahren) solltest du dir darüber bewusst sein, dass die Zeit der Trächtigkeit, der Geburt und der Laktation sehr viel von einer Stute abverlangen. Wenn dir deine Stute durch die Rosse dann „mitteilt“, dass sie paarungsbereit ist, kann die Besamung durch den Hengst erfolgen. Wenn die Bedeckung erfolgreich war, dann entwickelt sich aus dem befruchteten Ei der Stute innerhalb von ca. 11 Monaten ein Fohlen. Dieses wiegt bei der Geburt ca. 10% seines ausgewachsenen Gewichtes, was bei Großpferdefohlen also ungefähr 60kg beträgt. Die Stute (ca. 600kg) nimmt während der Trächtigkeit bis zur Geburt im Schnitt ca. 160kg zu. Fütterung der Stute vor der Empfängnis Es gibt einige Nährstoffe, die für deine Stute bereits vor der Empfängnis eine wichtige Rolle spielen. Dazu zählt u.a. das Vitamin E, das zur Verbesserung der Fruchtbarkeit der Stute sowie zur Eientwicklung beiträgt und daher im Futter nicht fehlen sollte. Auch Beta-Carotin sorgt im Zusammenspiel mit dem Spurenelement Zink für die Bildung der Fruchtbarkeitshormone und ist förderlich für die embryonale Entwicklung. Von Sommer bis Herbst nimmt die Stute ausreichend Beta-Carotin über frisches Gras und Heu auf. Jedoch kann es in den Wintermonaten zu einem Mangel kommen. Dieser Mangel kann zu verspätetem oder schwachem Rosseverhalten und mangelhafter Folikelbildung bei der Stute führen. In so einem Fall bietet sich die Fütterung von fruchtbarkeitsförderndem Ergänzungsfutter, z.B. Pavo Fertile, an: Dieses spezielle Zusatzfutter für Zuchtstuten fördert die Rosse der Stute und versorgt sie mit einer zusätzlichen Portion an Vitamin E, Beta-Carotin und weiteren Spurenelementen. Mit der optimalen Versorgung können so die Aussichten auf eine Trächtigkeit verbessert werden. Für Stuten, die unter Zyklusstörungen leiden, haben sich auch Kräutermischungen mit Mönchspfeffer bewährt. Die Fütterung einer entsprechenden Kräutermischung über einen Zeitraum von ca. 3 Wochen ist meist ausreichend, um den Zyklus der Stute wieder zu stabilisieren. Niederträchtige Phase (4. bis 7. Trächtigkeitsmonat) In der frühen Phase der Trächtigkeit ändert sich der Energiebedarf einer Stute kaum. Neben dem Weidegang sollte sie qualitativ hochwertiges Heu und ein gutes Mineralfutter bekommen. Damit ist sie während dieser Phase bereits optimal versorgt. Normalerweise nimmt deine Stute in dieser Phase ausreichend Vitamin E und Beta Carotin über das Gras auf. Dennoch kann eine zusätzliche Fütterung von Beta Carotin sinnvoll sein, weil gerade dieses Vitamin die Bildung vom Hormon Progesteron fördert und dadurch das Überleben des Embryos in der frühen Phase der Trächtigkeit unterstützt. Bezüglich des täglichen Bedarfs an Calcium, Phosphor und Magnesium gelten folgende Richtwerte: der Calciumbedarf liegt bei 27g, der Phosphorbedarf bei 15g und der Magnesiumbedarf bei 11g. Lass deine tragende Stute am besten regelmäßig von deinem Tierarzt untersuchen, so dass ein Mangel oder erhöhter Bedarf rechtzeitig erkannt werden kann. Hochträchtige Phase (9. bis 11. Trächtigkeitsmonat) Ab dem 9. Trächtigkeitsmonat beginnt die „heiße Phase“ und die Fütterung deiner Stute wird etwas aufwändiger. Der Energiebedarf steigt auf das 1,25- bis 1,4-fache des Erhaltungsbedarfs an. Achte aber bei der Fütterung darauf, dass die Energieversorgung nicht den tatsächlichen Bedarf deiner Stute übersteigt. Das Fohlen könnte dann zu schnell wachsen, was wiederum nicht gut für die Qualität des Knochenwachstums ist. Aber auch der Stoffwechsel deiner Stute wird mit einer „Überfütterung“ nur unnötig belastet. Für hochträchtige und auch später für laktierende Stuten ist ein hochwertiges Zuchtfutter empfehlenswert, welches alle wichtigen Nährstoffe im richtigen Verhältnis und eine sehr gute Eiweißqualität (reich an essentiellen Aminosäuren) besitzt. Durch die Eiweißmenge und Eiweißqualität wird der Hormonhaushalt der Stute positiv beeinflusst. Neben einer Verbesserung der Fruchtbarkeit sind die essentiellen Aminosäuren in den letzten 3 Monaten der Trächtigkeit für die Entwicklung des Fohlens verantwortlich. Während der Laktation sorgt hochwertiges Eiweiß zudem für eine ausreichende Milchproduktion. Auch der Bedarf an Mineralstoffen, die für den Knochenaufbau des Fohlens verantwortlich sind, nimmt zu. Die Richtwerte für den Calciumbedarf liegen jetzt bei ca. 39g, für den Phosphorbedarf bei 26g und der Magnesiumbedarf liegt bei 13g. Der tatsächliche Bedarf deiner tragenden Stute hängt davon ab, wie die Gewichtsentwicklung in dieser späten Phase der Trächtigkeit ist. In diesen letzten 3 Monaten der Trächtigkeit werden die „echte“ Gewichtszunahme des Fohlens bestimmt. Für eine gute Entwicklung von Knorpel, Sehnen und Bänder des heranwachsenden Fohlens sorgen die Spurenelemente Zink, Selen und Kupfer. Kurz vor dem Abfohlen Um die Stute vor frühzeitigen Wehen zu schützen, sollte eine ausreichende Versorgung mit Magnesium und Selen sichergestellt sein. Bei einer anstrengenden Geburt wird der Magnesiumbedarf ebenfalls zusätzlich erhöht, so dass der Stute die verfügbaren Magnesiumreserven abverlangt werden. Zudem kann ein Mangel die Gefahr erhöhen, dass der Abgang der Nachgeburt ausbleibt. Eine gute Ablösung der Plazenta wird zudem durch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E unterstützt. Rob Krabbenborg, Ernährungswissenschaftler bei Pavo zum Pavo Podo Konzept “Pferdehalter und Züchter müssen darauf vertrauen können, dass sie das Beste vom Besten geben, wenn sie Pavo füttern. Daran arbeiten wir kontinuierlich”, so Rob Krabbenborg. Er ist Ernährungswissenschaftler bei Pavo und davon überzeugt, dass die Forschung im Bereich der Fütterung immense Vorteile bringt. Deswegen investiert Pavo kontinuierlich in die Forschung und passt die Rezepturen der Produkte immer wieder neu an. Gerade der Fütterung von tragenden Stuten sollte man noch mehr Bedeutung schenken. Hier wächst unsere Zukunft heran. Pavo hat daher eine aktuelle Untersuchung in Bezug auf die Fütterung von tragenden und laktierenden Stuten gemacht. Anlass dazu war das Raufutter-Monitoring. Schon seit Jahren untersucht Pavo Raufutterproben aus dem ganzen Land. “Das Futter für Pferde besteht zu einem Großteil aus Raufutter. Die Daten über die jeweiligen Anteile benötigen wir, um zu erfahren, was wir mit unseren Kraftfuttersorten ergänzen müssen. Denn welche Inhaltsstoffe soll man wählen, wenn man nicht genau weiß, was in dem Hauptbestandteil des Pferdefutters enthalten ist?” Krabbenborg kann hier ganz klar eine Tendenz beobachten: “Eine besorgniserregende Tendenz würde ich sogar sagen. Der Eiweißgehalt im Raufutter sinkt immer weiter. Es wird immer weniger gedüngt. Pferde erhalten „Natur Heu“, oft aus Ländern, wo die Weiden nicht gedüngt werden. Das qualitativ bessere Raufutter wandert zu den Kühen und was übrig bleibt bekommen die Pferde. Dabei spielt auch Geld eine Rolle. Auf LKWs kommt billiges Heu aus fernen Ländern. Was dort zu welchen Anteilen enthalten ist, fragt sich kaum einer. Aber es gibt einen Grund dafür, dass es so billig ist. Es enthält beinahe nichts Verwertbares.” Gras ist ideal, aber Züchter wissen, wie wichtig qualitativ hochwertiges Raufutter gerade für tragende und laktierende Stuten ist. Krabbenborg: “Die Grundlage für ein gesundes Fohlen wird in den letzten 3 Monaten der Trächtigkeit und in den ersten beiden Monaten nach der Geburt geschaffen. Gras enthält die idealen Nährstoffe für Stuten, aber die meisten Stuten können erst ab April wieder auf die Weide. Davor erhalten sie Raufutter.” Pavo hat schon viele wissenschaftliche Untersuchungen in Bezug auf das ideale Zuchtfutter in Auftrag gegeben. Das führte zu dem Pavo Podo-Konzept. Die Ergebnisse einer ausführlichen Studie über die Vorbeugung von OC/OCD (Osteochondrose/Osteochondrose dissecans) sorgten für die Anpassung dieses Konzepts und für die Entwicklung eines Futters, mit dem nachweislich bessere Resultate erzielt wurden. Es wurden weitere Untersuchungen durchgeführt in Bezug auf das Kraftfutter für tragende und laktierende Stuten. Krabbenborg: “Wir haben zuerst geschaut, was im Gras an Proteinen, Fettsäuren und Vitaminen enthalten ist. Gras ist das ideale Futter für Stuten und daher für uns der Ausgangspunkt. Unsere Frage lautete also, wie können wir unsere Stutenpellets optimal an die Raufutterfütterung anpassen.” Grasproben ergaben, dass die Inhaltsstoffe auf niederländischen Weiden gut sind. Die Qualität war mit dem vergleichbar, was Rinder erhalten. Aber im Bereich Heu und Silage sah das ganz anders aus. “Das brachte uns in eine Zwickmühle. Denn es bedeutete, dass wir für die Sommerperiode ein anderes Kraftfutter herstellen mussten, als für die Winterperiode.” Und da bei Pavo Qualität an erster Stelle steht, entschied man sich eine Testreihe in sechs großen Zuchtbetrieben durchzuführen. Die Ergebnisse waren verblüffend. Bert Poppelaars, einer der teilnehmenden Züchter, ist sehr begeistert. “Unseren Fohlen ging es phantastisch, nachdem wir den tragenden Stuten das neue Futter gegeben hatten. Es gab keinerlei gesundheitliche Probleme, die Fohlen haben trockene Gelenke und wachsen ganz gut. Dabei ist auch die Kondition der Stuten hervorragend geblieben. Das ist für uns auch genauso wichtig, denn die Stuten dürfen nicht zu sehr unter der Trächtigkeit und Laktation leiden.” Am Ende der Untersuchung hat Rob Krabbenborg folgendes Fazit aus der Studie gezogen: “Wir werden künftig in dem Zeitraum, wo hauptsächlich Raufutter verabreicht wird, unser Stutenfutter mit Proteinen, Fettsäuren und Vitaminen anreichern. Dies wird im Zeitraum von Dezember-Mai sein. Allerdings kann es pro Jahr - je nach Witterungsbedingungen - variieren. Der Preis des Stutenfutters wird nicht verändert. Wir investieren in Qualität, damit Züchter darauf vertrauen können, dass sie mit unserem Futter ihre Stute optimal versorgen. Ganz unabhängig von der Jahreszeit.” Rob Krabbenborg ist sich sicher, dass ist noch nicht das Ende, denn sein Wunsch ist es, dass wir alle zusammen versuchen die Gesundheit unserer Fohlen weiterhin zu verbessern. Hat eine Stute auch Anrecht auf „Mutterschutz“? Klingt etwas komisch, macht aber gerade in den ersten 30 Tagen nach der Besamung tatsächlich Sinn. Hier sollte die Stute ruhig ein wenig geschont werden, denn die Gefahr einer Fruchtresorption ist in dieser Zeit hoch. Gestalte diese Zeit für deine Stute so angenehm wie möglich und vermeide Stress sowie zusätzliche Belastungen. Danach ist die erste schwierige Phase überstanden und die Stute kann und sollte wieder regelmäßig bewegt werden. Ist es deine Stute gewohnt unter dem Sattel zu gehen, so kann sie ruhig bis zum Ende der Trächtigkeit geritten werden. Vermeide hierbei jedoch hohes Springen, schwere Dressuren oder besonders lange Geländeritte. Auch während des letzten Drittels der Trächtigkeit ist nichts gegen einen großzügigen Weidegang einzuwenden. Durch eine gute Bewegung kann dem Abbau der Kondition und der Muskeln entgegen gewirkt werden und der Stoffwechsel wird auf Trab gehalten. Die Bewegung während der Trächtigkeit ist gut für die Mutter und das Ungeborene. Das Fohlen kann sich dank der anhaltenden Bewegung der Stute gut entwickeln. Das Risiko einer Kolik wird durch Bewegung ebenso verhindert, wie der Verdauungstrakt stimuliert wird. Auch wenn die Stute durch einen geschwächten Kreislauf an angelaufenen Beinen leidet, fördert Bewegung die Blutzirkulation. Worauf sollte bei einer trächtigen Stute zusätzlich geachtet werden? Während der Trächtigkeit nimmt deine Stute natürlich an Gewicht zu. Auch ihre Bewegungen werden etwas träger und enge Wendungen fallen ihr schwer. Hierbei ist es wichtig, dass du dies im Stall und auf der Weide berücksichtigst. Räume eventuelle Engstellen bereits im Vorfeld aus und sorge so für einen reibungslosen Ablauf. Wichtig ist für die meisten Stuten ein trockener und dick eingestreuter Stall, eine ausgewogene Ernährung (angepasst an den Trächtigkeitsverlauf), viel Tageslicht, frische Luft und eine ausreichende tägliche Bewegung. In den letzten Monaten vor der Geburt kann man häufig beobachten, dass das Bedürfnis der Stute nach Ruhe ansteigt und sie sich an einen ruhigen Ort zurückzieht. Gerade jetzt ist die Vermeidung von Stress und Unruhe besonders wichtig. Absolut selbstverständlich sollte die gute und gründliche Pflege der Stute sein. Durch das regelmäßige Putzen können Veränderungen oder Verletzungen sofort erkannt und behandelt werden, was gerade in der Phase der Trächtigkeit äußerst wichtig ist. Auch eine gute Stall- und Weidepflege gehören zum guten Ton eines angehenden Züchters. Biete deiner Stute auch nach der Geburt ausreichend Bewegung, damit sich die Gebärmutter auf natürliche Weise reinigen und regenerieren kann.
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Fütterung und Zucht
Fohlen auf Körung oder Auktion vorbereiten
Wenn dein Fohlen nach 11 Monaten das Licht der Welt erblickt, ist das nicht nur für die Stute ein aufregender Moment. Als neuer, stolzer Besitzer eines Fohlens stehst auch du jetzt vor neuen, spannenden Herausforderungen. Hast du dir vielleicht schon überlegt, was du später mit dem Fohlen machen möchtest? Möchtest du es behalten? Soll es später in der Zucht eingesetzt werden? Oder soll es verkauft werden, z.B. bei einer Fohlen-Auktion? Ist dein Fohlen ein Hengst, den du später auf der Körung vorstellen möchtest? Dir stehen zunächst noch alle Türen offen. Wichtig ist, dass du dir bereits im Vorfeld Gedanken machst, welchen Weg dein Fohlen gehen soll. Damit fängt die optimale Vorbereitung schon an. Körnung und Auktion Viele Fohlen werden für eine Auktion und/oder Körung vorbereitet. Klären wir zunächst einmal die Unterschiede zwischen den beiden Begriffen. Körung Auf der Körung werden junge sowie ausgebildete Hengste, die zur Zucht eingesetzt werden sollen, nach sehr konkreten Richtlinien vorgestellt, beurteilt und ausgezeichnet. Dabei werden die Hengste nach den festgelegten Rassemerkmalen der Zuchtverbände sowie in ihren Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp, Schwung der Gangarten, Sprungtechnik sowie dem Körperbau, der Feststellung der Gesundheit und Zuchtfähigkeit bewertet. Im Anschluss erfolgt eine Auszeichnung, die auch mit einem Qualitätsmerkmal gleichzusetzen ist. Ist dein Hengst gekört, kann er an der Hengstleistungsprüfung teilnehmen und in das Hengstbuch eingetragen werden. Bei einer Körung ist eine gute Vorbereitung das A und O, da die Ergebnisse der Beurteilung den Wert deines Fohlens beeinflussen. Für Züchter, die ihr Fohlen verkaufen möchten, ist das natürlich sehr wichtig. Wenn die Körentscheidung „vorläufig nicht gekört“ lautet, kannst du deinen jungen Hengst bis zur nächsten Körung weiter ausbilden und es noch einmal versuchen. „Nicht gekörte“ Hengste dürfen kein zweites Mal teilnehmen. Wichtig: Bei einer Körung gelten gewisse Mindestaltersgrenzen. Diese unterscheiden sich je nach Zuchtverband. Die meisten Verbände lassen Junghengste ab 2 Jahren zur Körung zu. Auktion Eine Auktion ist ein sehr dynamischer Pferdekauf, wo du dein junges Fohlen (oder auch ein ausgewachsenes Pferd) präsentieren kannst. Interessenten können die große Auswahl an Pferden jeglicher Rasse, jeglichen Geschlecht und aus jeglicher Altersklasse begutachten und für sie bieten. Anders als bei einem „normalen“ Pferdekauf, wo du vielleicht dein Pferd im Internet für einen festen Preis anbietest, wird bei einer Auktion ein Mindest-Startpreis festgesetzt. Während der Vorstellung deines Fohlens treibt der Auktionsleiter den Preis nach oben. Käufer können dann in vorher festgelegten Beträgen höher bieten, bis kein neues Angebot mehr gemacht wird. Das Spannende: wie sich der Preis entwickelt, ist vorher nicht absehbar. Auszeichnungen, wie z.B. ein gekörter Hengst, können den Preis aber positive beeinflussen. Pferdeauktionen sind sehr professionell organisiert und durchgeplant. Dein Fohlen oder Pferd wird im Vorfeld klinisch untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in einem Gutachten festgehalten, welches Interessenten auf der Auktion einsehen können. Neben der Präsentation deines Fohlens während der Auktion gibt es also auch immer noch ein paar „Hintergrundinformationen“ für potentielle Käufer. Viele verschiedene Pferdezuchtverbände organisieren Auktionen in ganz Deutschland. Einige Ausbildungsställe oder private Pferdeställe organisieren auch private Auktionen, die aber genau so professionell organisiert sind, wie die Auktionen der großen Zuchtverbände. Wenn du dich für eine Auktion interessierst, solltest du im Vorfeld recherchieren, welche Richtlinien zu beachten sind. Diese können sich je nach Veranstaltung unterscheiden. Wichtig: An Auktionen können Züchter mit ausgebildeten Pferden oder Fohlen teilnehmen. Im Spätsommer und Herbst finden oft Fohlenauktionen mit den Jungpferden aus dem aktuellen Jahrgang statt. Diese werden mit der Mutterstute gemeinsam vorgestellt, um den Stress auf der Veranstaltung für Stute und Fohlen möglichst gering zu halten. Eine konkrete Altersgrenze nach unten ist nicht genau definiert. In den Regelwerken der jeweiligen Veranstalter findest du die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Auktion. 8 Tipps zur Vorbereitung deines Fohlens auf die Körung und Auktion  Damit die Körung erfolgreich wird oder du dein Fohlen mit einem guten Preis bei einer Auktion verkaufen kannst, ist eine sehr gute Vorbereitung ganz wichtig.    1.   Geduld und Zeit sind essentiell „Das perfekte Pferd“ oder „der perfekte Zuchthengst“ – nicht selten ist so ein Satz die Motivation bei der Zucht. Diese hohen Ziele sind löblich, können aber auch großen Druck auf dich und ganz besonders auf dein junges Fohlen ausüben. Zu viel Druck löst nur Stress aus. Ermögliche deinem Fohlen nach der Geburt eine artgerechte und gesunde „Kindheit“, die nicht schon von Beginn an durch stressige Trainingseinheiten geprägt ist. Wähle stattdessen altersgerechte Übungen für dein Fohlen, damit die Vorbereitung auch gelingt. Darüber hinaus wird dein Pferd nicht über Nacht perfekt. Nimm dir daher auch die Zeit, um mit deinem jungen Pferd zu trainieren.     2.    Definiere deine Ziele Bevor es überhaupt mit der konkreten Vorbereitung losgeht, solltest du dir über deine Motivation Gedanken machen. Frage dich z.B. warum du deinen jungen Hengst kören möchtest. Ist deine Motivation die Zucht und Zuchterhaltung? Möchtest du den Wert durch eine Auszeichnung steigern und deinen Hengst nach der Körung verkaufen? Oder handelt es sich um eine „Liebhaberkörung“ als ganz persönlichen Ansporn? Auch bei der Auktion stehen verschiedene Motivationen im Mittelpunkt. Ist die Zucht dein Herzensprojekt und möchtest du für die Erhaltung einer bestimmten Rasse sorgen? Oder ist dir das Finanzielle wichtig? Wenn du dir klare Ziele definierst, kannst du super auf ein konkretes Ergebnis hinarbeiten, auf das du später stolz sein kannst.   3.    Informiere dich über die Voraussetzung bei einer Körung oder einer Auktion Jeder Zuchtverband und jeder Auktionsveranstalter haben verschiedene Richtlinien definiert. Einige Punkte sind einheitlich, andere hingegen unterscheiden sich je nach Verband und Veranstalter. Überprüfe z.B. welche Dokumente du mitbringen musst, welche Voraussetzungen bei der Körung wichtig sind oder wie eine Auktion genau abläuft. Natürlich solltest du auch mögliche Gebühren recherchieren. Informiere dich genau im Vorfeld und frage bei Unklarheiten nach, damit dein Pferd an der Körung oder Auktion teilnehmen kann. 4.    Die richtige Haltung Wenn du deine Ziele definiert hast und du das Formelle geklärt hast, geht es an die konkrete Vorbereitung, die Hand in Hand mit der Aufzucht des Fohlens zusammenhängt. Bei der Fohlenaufzucht ist die richtige Haltung natürlich immer essentiell. Gerade wenn dein Ziel eine Körung bzw. eine Auktion ist, können schon kleine Veränderungen Berge versetzen. Ein junges Fohlen benötigt viel Auslauf, damit es sich austoben und gut entwickeln kann.Eine große, gut gepflegte Weide ist dabei das Beste für dein Fohlen. Auch ist es wichtig, dass es viel Zeit mit seiner Mutter und idealerweise mit anderen Fohlen verbringen kann. Eliminiere darüber hinaus mögliche Gefahrenquellen auf der Weide. Halte die Weide instand und prüfe diese regelmäßig auf Giftpflanzen. Vergiss dabei nicht den Check von Zäunen und Ställen. Entferne Giftpflanzen von der Weide und vermeide offene, spitze Nägel. Werden die Nächte kälter, ist es empfehlenswert, Stute und Fohlen über Nacht im Stall zu halten. Sorge für eine saubere und warme Einstreu. Damit reduzierst du das Risiko, dass kalte Nächte die Gesundheit von Mutter und Fohlen belasten und z.B. Husten auslösen. 5.    Die optimale Fütterung Gerade die Fütterung von Fohlen und Jungpferden ist entscheidend für eine gute Entwicklung. Eine optimale Fütterung sorgt für ein gesundes und gleichmäßiges Knochenwachstum und fördert die Entwicklung des Stoffwechsels sowie des Immunsystems. Denke hierbei nicht nur an die Versorgung des Fohlens nach der Geburt, sondern auch an die Fütterung deiner Stute während der Trächtigkeit und Laktation mit einem hochwertigen Zuchtfutter (Stufe 1 der Fohlenfütterung). Gewöhne dein Fohlen bereits ab der 4./5. Lebenswoche an Pavo Podo®Start. Die kleinen Pellets sind reich an essentiellen Aminosäuren, Vitaminen und Eiweißen. Erhöhe die Futtermenge schrittweise auf etwa 1 kg pro Tag. Wenn dein Fohlen weniger als 1 Kilo frisst, ist eine Ergänzung mit speziellem Fohlenmineralfutter, wie Pavo Podo®Care oder Pavo Podo®Care Liquid, empfehlenswert, um dein Fohlen mit allen wichtigen Nährstoffen für ein gesundes Knochenwachstum zu versorgen (Stufe 2 der Fohlenfütterung). Tipp: Wenn dein Fohlen sein Kraftfutter gut frisst, kannst du zusätzlich eine kleine Handvoll (ca. 50 g) Pavo MultiVit15 unter sein Futter mischen. Diese Ergänzung enthält die 15 wichtigsten Vitamine für Pferde und sorgt für das gewisse Extra an Fellglanz und Vitalität. Ab dem 6. Monat findet in der Regel die Trennung von Mutter und Fohlen statt. Stelle deinen Absetzer dann auf Pavo Podo®Grow um. Der Nährstoffbedarf dieses Kraftfutters ist optimal auf die Entwicklung von Jungpferden bis zum 3. Lebensjahr abgestimmt (Stufe 3 der Fohlenfütterung). Möchtest du mehr wissen über die optimale Fütterung von jungen Fohlen und Absetzern? Dann erfahre mehr in unserem ausführlichen Ratgeber „Fütterung von Fohlen und Absetzern“. 6.    Die Entwurmung Junge Fohlen sind besonders häufig vom sogenannten Spulwurm betroffen. Die Larven des Wurmes werden unbemerkt über das Futter aufgenommen und können sowohl in die Lunge wandern als auch den Darm belasten und sich dort einnisten. In der Lunge lösen die Larven starken Husten und Nasenausfluss aus, im Darm Durchfall oder Verstopfungen. Begleitende Symptome wie Lustlosigkeit, Fieber, Fellprobleme oder Koliken treten bei betroffenen Fohlen mit Würmern häufig auf.  Eine optimaler Entwurmungsplan ist daher ganz wichtig. Informiere dich am besten bei deinem Tierarzt, der dir genaue Empfehlungen und Tipps geben kann. Tipp von Linda van den Wollenberg, Internistin für Pferde beim Gesundheitsdienst für Tiere (Gezondheidsdienst voor Dieren GD): „Fohlen sind nicht so resistent gegen Wurminfektionen. Deswegen ist es ratsam, Fohlen im ersten Lebensjahr regelmäßig zu entwurmen. Eine Untersuchung der Pferdeäpfel, die bei ausgewachsenen Pferden üblich ist, ist dabei nicht notwendig. Darüber hinaus ist es wichtig, dass kleine Fohlen im „sensiblen“ Alter auf sauberem Land weiden. Das heißt, dass Fohlen am besten auf Weiden stehen, die gemäht sind oder seit längerer Zeit nicht für Pferde genutzt wurden. Tägliches Abäppeln der Weiden ist ebenfalls empfehlenswert. Würmer wie Strongyliden (einschließlich des roten Blutwurms) und Bandwürmer treten besonders häufig auf ungepflegten Weiden auf. Spulwurminfektionen sind auch im Stall zu finden, daher ist eine gute Stallhygiene ebenfalls essentiell.“ GD hat einen groben Zeitplan für die optimalen Entwurmungskuren erstellt. Aber Achtung – der Plan ist keine garantierte Richtlinie, denn je nach Entwicklung deines Fohlens kann sich der Plan unterscheiden. Besprich den richtigen Entwurmungsplan immer direkt mit deinem Tierarzt. Alter des Fohlens Würmer Wirkstoff Wurmkur 3 Monate Spulwurm Pyrantel / Fenbendazol 5 bis 6 Monate (vor dem Absetzen) Spulwurm & Strongyliden Auswahl Wirkstoff auf Basis der Mistuntersuchung ca. 9 Monate (Ende September) Strongyliden + evtl. Bandwurm Ivermectin, Praziquantel 12 Monate (vor der Weidesaison) Strongyliden Ivermectin, Moxidectin Tipp: Hat dein Fohlen bereits eine Wurminfektion überstanden, gesundheitlich ist es aber noch etwas schwach? Dann unterstütze das junge Fohlen 2 bis 3 Wochen mit etwa 100 g Pavo HealthBoost täglich. 7.    Die Fellpflege Nicht erst, wenn der große Tag der Körung oder Auktion bevorsteht sollte die Fellpflege auf dem Programm stehen. Achte darauf, dass sowohl bei der Stute als auch dem Fohlen das Fell immer schön glänzt, die Hufe gut aussehen und Mähne und Schweif gepflegt sind. Aber natürlich gibst du dir am Tag der Auktion oder Körung noch mal richtig viel Mühe, damit dein Fohlen noch schöner glänzt als es sowieso immer tut – und alle sehen: du hast das schönste Fohlen! Eine eingeflochtene Mähne ist bei Körungen und je nach Alter der Vorstellung deines Pferdes auch bei Auktionen eine Voraussetzung. 8.    Üben, üben, üben Übung macht den Meister und eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Das ist hier auch nicht anders. Simuliere viele neue, ungewohnte Situationen, damit dein Fohlen bei der Körung bzw. bei der Auktion möglichst relaxed ist.  Beginne Zuhause und übe auf der Wiese. Klappen Zuhause die Übungen sehr gut, weite deinen Radius aus und übe an fremden Stellen, vielleicht auch mit „Publikum“, bestehend aus deinen Stallfreunden. Nutze eine benachbarte Reithalle oder einen Stall in deiner Umgebung, wenn es möglich ist. Lebt dein Fohlen mit anderen Fohlen und Pferden zusammen, wird Trennungsangst sicherlich ein großes Thema sein. Gewöhne es daher daran, auch mal länger von seinen Freunden getrennt zu sein. Der Transport ist ein weiterer Knackpunkt. Der Pferdeanhänger ist für einige Fohlen ein großes, gruseliges Etwas. Aber mit einer guten und spielerischen Gewöhnung ist auch der Anhänger nicht mehr so schlimm. Du kannst dein Fohlen z.B. für ein paar Minuten in den Anhänger stellen. Sobald dein Fohlen seine Angst davor verloren hat und ruhig steht, wage den nächsten Schritt, indem du den Motor deines Wagens anstellst und später auch eine Runde mit Anhänger fährst. Bis der Transport für kleine Pferde Routine wird, dauert es seine Zeit. Aber mit viel Geduld lernt dein Fohlen, dass von einem Anhänger keine Gefahr ausgeht.  Viel Erfolg bei deiner anstehenden Körung oder Auktion!
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Fütterung und Gesundheit
Immunsystem des Pferdes
Regelmäßig kommen Pferde mit Fremdkörpern wie Krankheitserregern oder Bakterien in Kontakt. Das Immunsystem stellt dabei eine natürliche Schutz- und Abwehrfunktion dar. Je stärker die Immunabwehr ist, desto niedriger ist das Risiko, dass dein Pferd an z.B. Mauke oder Husten erkrankt. Es ist daher sehr wichtig, ein schwächelndes Immunsystem schnell zu erkennen und dieses mit den richtigen Maßnahmen zu stärken. Welche Aufgaben übernimmt das Immunsystem? Ein intaktes und starkes Immunsystem übernimmt eine Barrierefunktion und schützt den Körper vor Eindringlingen wie Bakterien, Viren, Pilzen, Parasiten und Verunreinigungen. Ein intaktes Abwehrsystem wird damit aber schnell fertig. Darüber hinaus schützt eine besonders leistungsfähige Abwehr den Pferdekörper sogar vor eigenen, fehlerhaften Zellen, die Krankheiten und Infektionen auslösen können. Das Immunsystem von Pferden ist ein sehr komplexes System, bestehend aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen. Sie arbeiten alle im Einklang miteinander und schützen so den Pferdekörper. Zu den wichtigsten Schutzmechanismen gehören z.B. das Fell des Pferdes und die Haut, die das Eindringen von Fremdkörpern verhindern oder zumindest erschweren. Auch die Körperflüssigkeiten tragen dazu bei, dass unerwünschte Eindringlinge abgewehrt und/oder unschädlich gemacht werden. Hierzu gehören beispielsweise die Tränen, welche Fremdkörper aus den Augen spülen, der Speichel, welcher den oberen Teil des Verdauungstrakts des Pferdes schützen und auch die Magensäure, deren saurer pH-Wert von kaum einem Eindringling vertragen wird. Ganz essentiell wichtig ist auch die Darmflora. Dort sind körpereigene Bakterien und Pilze angesiedelt, die bei einem intakten Immunsystem eine starke Abwehr gegenüber fremden Organismen bilden. Über die Darmwand wird der größte Teil der Nährstoffe aufgenommen und gleichzeitig schädliche sowie krankmachende Substanzen abgewehrt. Bei einer stress- oder fütterungsbedingten Störung der Darmflora erhöht sich die „Durchlassrate“ für Viren, Bakterien und Pilze. Oftmals kann eine Schwächung des Immunsystems auf eine Störung des Verdauungstrakts und der Darmflora zurückgeführt werden. Der Darm beinhaltet etwa 70 bis 80 % aller Zellen, die im Körper die sogenannten Antikörper, auch Lymphozyten genannt, produzieren. Diese Immunabwehrzellen sind in den Blutbahnen des Körpers aktiv, erkennen Eindringlinge schnell und greifen diese an. Bereits neutralisierte Bakterien und Viren werden dann in einem Verzeichnis gespeichert. Hierdurch hat das Immunsystem deines Pferdes die Möglichkeit, bei einer ähnlichen Erkrankung die Viren und Bakterien schnell zu erkennen und rasch zu eliminieren. Wenn in einem Blutbild des Pferdes die Anzahl der Lymphozyten höher ist als üblich, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Körperabwehr auf Hochtouren läuft. Zu wenig Lymphozyten weisen möglicherweise auf die Hormonstörung PPID hin. Direkt nach der Geburt eines Fohlens sind noch keine Antikörper vorhanden und das Immunsystem ist anfällig. Antikörper nimmt das Fohlen erst über die erste Muttermilch, das sogenannte Colostrum (auch Biestmilch genannt) auf. Im Laufe eines Pferdelebens wird die Immunabwehr stärker und lernt bei der Bekämpfung von Krankheiten stetig dazu. Nur im Alter wird der Stoffwechsel wieder langsamer und das Immunsystem schwächer. Das Immunsystem deines Pferdes stärken Ein gesundes Pferd benötigt ein leistungsfähiges Immunsystem. Du kannst das Abwehrsystem deines Pferdes auf verschiedene Weise stärken und unterstützen. Die Basis bilden eine ausgewogene Fütterung und eine artgerechte, stressfreie Haltung. Fütterung Die richtige Fütterung hat einen sehr großen Einfluss auf das Immunsystem deines Pferdes. Vitamine und Mineralstoffe werden über den Darm aufgenommen, die das gesamte Abwehrsystem deines Pferdes stärken. Beachte die folgenden Tipps, um das Immunsystem deines Pferdes durch eine gesunde Fütterung zu unterstützen. 1. Füttere ausreichend und nur hochwertiges Raufutter Die Grundlage der Pferdefütterung ist genügend Raufutter von guter Qualität. Ein hochwertiges Grundfutter ohne Staub- oder Schimmelpilzbelastung, dafür aber mit vielen Nährstoffen, stärkt das Immunsystem des Pferdes erheblich. Die Ballaststoffe aus dem Raufutter dienen den gesunden Bakterien im Darm als Nahrung. Du kannst die Qualität des Raufutters mit einer entsprechenden Analyse bestimmen. Sollte dein Raufutter eine schlechte Qualität besitzen, gibt es entsprechende Raufutterersatzprodukte, die dein Pferd mit Nährstoffen und Ballaststoffen versorgen, wenn das „normale“ Raufutter nicht ausreicht. 2. Versorge dein Pferd mit ausreichend Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen Die Immunabwehr deines Pferdes kannst du mit Vitalstoffen sehr gut unterstützen. Der Mineralstoff Zink und das Vitamin C helfen beim internen Zellschutz. In jedem Fall sollte dein Pferd neben guten Raufutter auch immer ein vollwertiges Mineralfuttermittel erhalten, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Im Winter oder wenn dein Pferd ein angeschlagenes Immunsystem hat und schnell krank wird, kannst du es durch ein geeignetes Ergänzungsfuttermittel zusätzlich unterstützen. Pavo HealthBoost enthält Hefekulturen und Lecithin und unterstützt die körpereigene Abwehr sowie das Darmgleichgewicht. Pavo MultiVit15 ist ein kompletter Vitaminzusatz und enthält ein breites Spektrum an Vitaminen und Antioxidantien, wie die Vitamine A, E und C. 3. Nutze Kräuter zur Stabilisierung des Immunsystems Auch in der Natur findest du viele Helfer für das Immunsystem deines Pferdes. Heilkräuter enthalten viele wertvolle Pflanzenstoffe, die sich positiv auf den Organismus deines Pferdes auswirken. Pflanzen wie Echinacea oder Löwenzahn haben eine immunstärkende Wirkung und können ganz einfach unter das reguläre Futter gemischt werden. In unserem Ratgeber „Gesunde Heilkräuter und Pflanzen für Pferde“ kannst du nachlesen, welche Kräuter die Gesundheit und die Immunabwehr deines Pferdes unterstützen. Haltung Eine artgerechte Haltung beeinflusst das Immunsystem. Schon kleine Veränderungen machen sich schnell bemerkbar. Mit den folgenden Tipps kannst du die Haltung positiv verändern und so das Abwehrsystem deines Pferdes unterstützen. 1. Sorge für so wenig Stress wie möglich Pferde sind sensible Tiere. Stress spüren sie sehr schnell, was sich häufig auch auf die Gesundheit auswirkt. Wenn ein Pferd gestresst ist, gerät oft der Darm in Aufruhr und es kann zu einer Störung der Darmflora kommen. Damit dein Pferd darunter nicht leidet, solltest du Stress im Alltag minimieren. Stallwechsel und lange Transporte wirken sich schnell negativ auf die Immunabwehr aus, eine stabile Herdensituation hingegen gibt deinem Pferd Sicherheit und minimiert seinen Stress. Darüber hinaus verdient dein Pferd nach einem intensiven Training eine längere Erholungsphase. Denn auch unangemessene Überanstrengungen können zu körperlichem Stress, wie z.B. einer Übersäuerung der Muskeln, führen. 2. Biete deinem Pferd genügend Bewegung & frische Luft Ein langer Aufenthalt in der Box hat oftmals einen negativen Einfluss auf das Immunsystem des Pferdes. Stehende und stickige Luft belasten die Atemwege des Pferdes erheblich. Passe die allgemeinen Haltungsbedingungen an, wenn dein Pferd eine schwächelnde Immunabwehr aufweist oder oft hustet. Eine staubfreie Umgebung durch hochwertige Einstreu ist ganz wichtig. Zusätzlich werden bei wenig Bewegung verschiedene Prozesse im Körper nicht angekurbelt und das Immunsystem kann nicht richtig „arbeiten“. Das Austoben auf der Wiese und genügend frische Luft sind Balsam für die Seele – und unterstützen zusätzlich die körpereigene Abwehr deines Pferdes. 3. Nach dem Training oder bei extremen Witterungen dein Pferd nicht auskühlen lassen Während eines anstrengenden Trainings fangen die meisten Pferde an zu schwitzen. Achte darauf, dass dein Pferd nach dem Training beim Abreiten in Bewegung bleibt und decke es danach ein, sollte es noch nicht trocken sein. Vor allem bei extremen Wetterbedingungen ist ein schnelles Eindecken nach dem Training wichtig, so dass dein Pferd nicht auskühlt und sich erkältet. Bei empfindlichen Pferden ist es eine Überlegung wert, diese bei langanhaltender Kälte oder Regen auch dauerhaft einzudecken. Wenn du merkst, dass dein Pferd oft krank ist und die Immunabwehr nicht wirklich wieder in Gang kommt, dann ziehe hier auf jeden Fall deinen Tierarzt zu Rate. Bedenke, dass vor allem Krankheiten des Immunsystems schnell einen chronischen Verlauf annehmen können, den es unbedingt gilt zu vermeiden. Woran du ein geschwächtes Immunsystem an deinem Pferd erkennst Es kommt gar nicht selten vor, dass sonst fitte Pferde plötzlich Anzeichen eines geschwächten Immunsystems zeigen. Wiederholte Krankheiten und ungewöhnlich lange Heilungsphasen von Verletzungen können auf eine schwache Körperabwehr hinweisen. Dann arbeiten die Antikörper nicht richtig und können die Eindringlinge im Pferdekörper nicht vollständig neutralisieren. Besonders Hautkrankheiten wie Sommerekzeme oder Hautpilze zeugen von einem schwachen Abwehrsystem, vor allem durch die permanent geschädigte Hautschutzbarriere. Besonders bekannt für ein anfälliges Immunsystem sind Hustenerkrankungen oder Durchfall. Dann gibt es noch zwei Besonderheiten: Junge Fohlen haben ein sehr schwaches Immunsystem. Die ersten Antikörper nimmt ein Fohlen erst über das Colostrum der Mutterstute auf. Deswegen ist es wichtig, das Immunsystem von jungen Pferden zu schützen, es keinen extremen Wetterbedingungen auszusetzen und Krankheiten zu vermeiden, bzw. schnell zu behandeln. Auch ältere Pferde haben ein schwächeres Immunsystem, denn der gesamte Stoffwechsel läuft nicht mehr so rund wie in jungen Jahren. Alte Pferde sind oftmals nicht nur anfälliger für Krankheiten, sondern haben mit dem Krankheitsverlauf dann auch noch länger zu kämpfen. Daher ist eine besondere Fürsorge für die Senioren nicht übertrieben, sondern absolut gerechtfertigt, um ihnen auch einen langen und schönen Lebensabend bereiten zu können. Warum könnte das Immunsystem deines Pferdes geschwächt sein? Es sind oft die äußeren Einflüsse, welche die Immunabwehr deines Pferdes negativ beeinflussen. Zu diesen Faktoren zählen u.a.: Stress z.B. durch einen Stallwechsel oder nach einer Operation. Extreme Wetterbedingungen wie z.B. Kälte, Dauerregen und Wind. Überforderung und körperliche Überbelastung nach anstrengenden Trainingseinheiten. Fehlerhafte Fütterung, zu wenig Raufutter und Nährstoffmangel. (Unentdeckte) Krankheiten oder Infektionen, die den Organismus des Pferdes belasten. Eine gestörte Darmflora. Schlechte Haltungsbedingungen, wie z.B. starke Staubbelastung, Schimmel oder zu wenig frische Luft. Selten ist es ein einziger Faktor, der das Immunsystem deines Pferdes schwächt. Betrachte die Situation deines Pferdes ganzheitlich und überlege dir, welche äußeren Einflüsse in den letzten Wochen und Monaten auf dein Pferd wirkten und wie du die Situation verbessern kannst. Hast du Fragen zur optimalen Fütterung und Haltung bei einer geschwächten Körperabwehr? Dann kontaktiere unsere Pavo Fütterungsberatung. Wir helfen dir gern weiter.
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Fütterung und Gesundheit
Islandpferde - das Rasseportrait der besonderen Gangpferde
Der Inselstaat Island hoch im Norden ist bekannt für endlose Landschaften, Vulkane, Geysire und für eine ganz besondere Pferderasse: den Islandpferden. Seit Jahrhunderten ist das Islandpferd auf der Insel beheimatet, aber auch in Deutschland und ganz Europa gilt das kleine Pferd als ein beliebtes, gutmütiges und robustes Gangpferd für die ganze Familie. Die Rasse ist einzigartig und stellt daher auch ganz besondere Ansprüche an seine Fütterung und Haltung. Die Geschichte des Islandpferdes Die Geschichte der Islandpferde ist fast schon sagenumwoben und mystisch, denn die ersten Pferde wurden zwischen 800 und 900 nach Christus von den nordischen Wikingern auf die Insel gebracht. Es wird davon ausgegangen, dass die Vorfahren der Islandpferde die sogenannten „Celtic Ponys“ aus England, Schottland und Irland sind, die sich auf Island fortpflanzten. Die Pferde wurden von den Wikingern für die Feldarbeit und zur Fortbewegung durch die holprigen und hügeligen Landschaften der Insel eingesetzt. So entwickelten sich die Islandpferde zu der Rasse, die sie heute sind. Auf Island geht es oft rauer von statten, starker Wind und Regen von allen Seiten ist dabei nicht unüblich. Die Islandpferde konnten sich aber schnell an dieses robuste Klima gewöhnen. Sie gelten als zähe und sind sehr widerstandsfähige Robustpferderasse. Schnee, Regen und Wind macht den Pferden mit dem dicken Fell und ihrer üppigen Mähne kaum etwas aus. Die Islandpferde entwickelten sich auf der Insel vollkommen unabhängig von der Zucht auf dem europäischen Festland. Bis heute gilt daher immer noch ein Importverbot von Pferden nach Island. Wenn ein Islandpferd die Insel verlässt, darf es dorthin nicht mehr zurückkehren. Nur sogenannte „reingezogene Pferde“ werden heute als Islandpferde anerkannt. Reinrassig ist ein Isländer also nur, wenn seine Vorfahren bis auf Island zurückverfolgt werden können. Dies ermöglicht somit auch die Reinzucht von Islandpferden in anderen Ländern, wie z.B. Deutschland. Nach Deutschland gelangten die Islandpferde erst nach dem zweiten Weltkrieg. Hier wurden die Pferde schnell zu einer der populärsten Rassen, die für das Freizeitreiten stehen. Die kleinen Pferde mit einem Stockmaß von 130 bis 150 cm sind durch ihre Farb- und Mustervarianten (etwa 400 verschiedene Varianten gibt es) besonders beliebt. Sie sind sehr gutmütige und genügsame Pferde, so dass sie auch für Reitanfänger und Kinder geeignet sind. Durch ihren muskulösen sowie robusten Körperbau und einem Durchschnittsgewicht von 300 bis 500 kg können auch erwachsene Reiter mühelos getragen werden. Islandpferde sind Spätentwickler und erst mit 7 Jahren vollständig ausgewachsen. Anders als z.B. Warmblutpferde, die schon mit 3 Jahren ihre Ausbildung beginnen, werden Isländer erst mit 4 oder 5 Jahren eingeritten. Dafür zählen die Islandpferde zu einer sehr langlebigen Pferderasse. Es ist nicht selten, dass ein Isländer weit über 30 Jahre alt wird und entsprechend seinem Gesundheitszustand auch sehr lange ohne Probleme geritten werden kann. Dein Isländer begleitet dich also einen Großteil deines Lebens und du kannst mit ihm eine lange und schöne Zeit erleben. Der besondere Gang der Isländer: der Tölt Islandpferde gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Gangpferden. Neben den üblichen Gangarten Schritt, Trab und Galopp beherrschen fast alle Isländer den sogenannten Tölt, einen sehr bequemen Gang im Viertakt. Vergleichbar ist dieser Gang mit dem Schritt, allerdings tragen nur 1 oder 2 Beine das Pferd während der Schrittfolge und das Vorderbein wird hoch angehoben. Diese Gangart ist genetisch veranlagt und kann mit einem erfahrenen Reiter trainiert und perfektioniert werden. Sogar Gangpferdeturniere und Prüfungen gibt es in diesem Bereich. Der Pass – ein weiterer besonderer Gang der Isländer Der Pass oder Rennpass ist sehr spektakulär und wird im schnellen Renntempo geritten. Gut ausgebildete Islandpferde können im Pass sogar ein Tempo von 45 km/h erreichen. Der Pass zeichnet sich durch eine gut sichtbare Schwebephase aus. Das heißt, dass in dieser Phase kein Huf den Boden berührt. Es ergibt sich ein Zweitakt und die Beinpaare der gleichen Seite berühren fast synchron den Boden. Genau wie der Tölt ist der Pass ein sehr erschütterungsfreier Gang und eine beliebte Disziplin während Gangpferdeprüfungen oder Turnieren. Das Futterangebot der Isländer auf Island und in Deutschland im Vergleich Das Leben sowie die Fütterung der Islandpferde auf der Insel und auf dem europäischen Festland sind grundverschieden. Auf Island ist das Futterangebot mit seinen wenigen Grünflächen eher karg, in Deutschland sind die Weiden hingegen sehr reichhaltig. Nicht selten setzen die Isländer hier schon im Sommer zu viel Speck an, den sie auch über die Wintermonate nicht mehr loswerden. In der folgenden Tabelle geben wir dir einen Überblick zum Futterangebot auf Island und in Deutschland.    Island Deutschland Weide Auf Island gibt es wenige „echte“ Grünflächen und oft ist das Gras karg sowie nährstoffarm. Dafür knabbern Islandpferde gerne Moos, Flechten und Kräuter, mit denen sie alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufnehmen.   Freilebende Islandpferde auf Island sind bis zu 16 Stunden mit der Futtersuche beschäftigt und scharren im Winter ihr Futter auf Weideflächen unter einer dichten Schneedecke frei.   Weideflächen zeichnen sich in Deutschland durch eine große und reichhaltige Grasfläche aus, die voller Eiweiße und Fruktan ist. Karge Weiden mit spärlichem Grasbewuchs sind in Deutschland ebenfalls zu finden. Dieser Weidetyp ist für leichtfüttrige Pferde mit einem niedrigeren Energiebedarf optimal.   Die Frühlings- und Sommermonate ist die typische „Weidezeit“ für Pferde in Deutschland. Aber auch im Herbst und Winter stellen einige Pferdebesitzer ihre robusten Pferde auf die Weide. Üblicherweise ist das Nährstoffangebot auf den Winterweiden karger als in den Sommermonaten.   Raufutter Bei Bedarf füttern Pferdebesitzer im Winter und auch in den Sommermonaten auf Island Raufutter hinzu, um das Gewicht der Pferde zu erhalten. Dieses Raufutter besteht oftmals aus trockenem und energiearmem Heu oder Stroh.   Raufutter ist bei uns die Grundlage der Pferdefütterung. Etwa 70% bis 100% der täglichen Fütterung besteht aus strukturreichem und natürlichem Raufutter. Die bekanntesten Raufuttersorten in Deutschland sind Gras, Heu und Heulage.   Die Qualität des Raufutters ist in Deutschland je nach Region und Art des Futters unterschiedlich. Daher wird dies auch häufig mit Raufutterersatzprodukten ergänzt.   Kraftfutter Auf Island bekommen die Pferde selten bis nie Kraftfutter neben dem Grundfuttermittel. Nur manche Sportpferde bekommen während der Ausbildung ein Kraftfutter, welches einen niedrigen Energie- und Eiweißwert, dafür aber einen hohen Mineralstoffwert aufweist. Pferde mit großem Bewegungsdrang oder Sportpferde bekommen in Deutschland energie- und eiweißreiches Kraftfutter aus Getreide oder Müsli.   Handelsübliche Kraftfuttersorten mit viel Energie und Eiweiß belasten allerdings den Organismus und sind für Isländer nicht geeignet. Daher sollte bei Bedarf das Futter mit einem Kraftfutter für Islandpferde ergänzt werden.   Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente Aufgrund der rauen Wetterbindungen auf Island benötigen Isländer ein starkes Immunsystem. Daher ist der Bedarf an immunstärkenden Nährstoffen wie Zink, Kupfer, Selen, Schwefel und Biotin bei Islandpferden erhöht. Biotin wirkt sich darüber hinaus auch auf den Haut-, Horn- und Fellstoffwechsel aus.   Ihren Bedarf an Nährstoffe nehmen Isländer durch ihr Grundfutter auf. Besonders die isländischen Flechten, Kräuter und Moose sind sehr nährstoffreich.     Über das Raufutter und Weidegras nehmen Pferde bereits Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente auf. Der tägliche Bedarf kann aber mit unserem wenig artenreichen Raufutter allein nicht gedeckt werden, so dass die Ergänzung mit einem vollwertigen Mineralfutter wichtig ist.   Sollte ein besonderer Nährstoffbedarf bestehen, ist die zusätzliche Fütterung eines speziellen Ergänzungsfuttermittels empfehlenswert.     Fressen Isländer wirklich Fisch? Ja, aber nur in den harten Wintermonaten auf Island. Wenn die Nahrungssuche auf den Weideflächen schwerer wird und die dicke Schneedecke Flechten, Moos und Gras verdeckt, gehen viele Herden auf die Futtersuche am Meer und an den Flüssen. Einige Pferdebesitzer auf Island füttern ihren Pferden dann auch aktiv Fisch zu. Islandpferde fressen Dorsch und Hering, um ihren Bedarf an Nährstoffen auch im Winter zu decken. In der Pferdewelt ist dieses Verhalten einzigartig, da Pferde in der Regel reine Pflanzenfresser sind. Der Fisch stammt oft aus Fischabfällen der einheimischen Fischer, welche in Fässern oder Tonnen auf den Weiden der Isländer angeboten werden. Aufgrund der effizienteren Fischverarbeitung bleibt weniger Abfall übrig. Die Islandpferde gleichen daher dieses Defizit durch die Aufnahme von angeschwemmten Seetang aus, welcher an den Stränden angeschwemmt wird. Typische Erkrankungen von Islandpferden in Deutschland Islandpferde sind sehr robuste Pferde, die an raue Wetterbedingungen gewöhnt sind. Wind, Regen und Schnee machen deinem Isländer nichts aus. Er kann daher in Deutschland das ganze Jahr im Freien gehalten werden, solange du ihm eine gute Unterstellmöglichkeit bietest. Aufgrund ihrer Isolation auf der Insel gibt es nur wenige Krankheiten, die sich in der Zuchtgeschichte der Pferde zeigen. Die Einfuhr von Pferden nach Island ist streng verboten. Dadurch sind typische Pferdekrankheiten auf der Insel kaum bekannt. Eine Einfuhr von Pferden aus dem europäischen Festland wäre fatal und könnte den Bestand der Islandpferde stark gefährden, zumal die Isländer auf Island Tierärzte nur flüchtig kennen und gegen typische Krankheiten oder Influenzaviren nicht geimpft werden. Importierte Islandpferde werden in Deutschland regelmäßig mit verschiedenen Krankheiten konfrontiert. Das Immunsystem behauptet sich zwar gegen schlechte Wetterbedingungen, aber eine Abwehrform gegen Viren und Bakterien ist bei Isländern weniger ausgeprägt. Zu den häufigsten Krankheiten, an denen Isländer leiden, zählen u.a. typische Pferdekrankheiten wie Sommerekzem und Hufrehe, die auf Island nicht bekannt sind. Auch sogenannte Wohlstandskrankheiten, wie EMS, entwickeln sich bei Isländern nur auf dem europäischen Festland. EMS – Das Equine Metabolische Syndrom bei Islandpferden Definition EMS wird auch als Equines Metabolisches Syndrom bezeichnet und ist eine typische Wohlstandskrankheit. Diese Krankheit betrifft das endokrine System des Pferdes, also die Hormondrüse. Die Pferde leiden dabei zumeist an Übergewicht und Fettdepots am Mähnenkamm, über den Augen und an der Kruppe. Ursachen und Auslöser Ursache ist häufig eine viel zu energiereiche Fütterung ohne entsprechende körperliche Aktivität, so dass es zu einem erheblichen Energieüberschuss im Organismus des Pferdes kommt und der Stoffwechsel entgleist. Isländer leiden bei falschen Fütterungsbedingungen öfter unter EMS, da sie in ihrer Heimat ausschließlich karges und energiearmes Futter gewöhnt sind. In Deutschland aber weisen die Weiden und Futtermittel eher einen hohen Anteil an Energie auf. Besonders Kraftfutter ist davon betroffen, aber auch Raufutter mit ungünstiger Zusammensetzung kann zu viel Energie und Eiweiß enthalten. Empfehlungen Durch eine langsame Futterumstellung, die besser auf die Bedürfnisse von Isländern abgestimmt ist, mehr Bewegung mit einer ausgewogenen Gewichtsreduktion kann das EMS langfristig gut therapiert werden. Achte dabei auf energie- und eiweißarme Futtermittel. Dies betrifft sowohl das tägliche Raufutter als auch das Mineralfutter und Kraftfutter. Wenn du dir über die Qualität und den Energiegehalt deines Raufutters unsicher bist, kannst du auch einen Raufutter-Schnelltest durchführen. Hufrehe bei Islandpferden Definition Hufrehe ist eine Erkrankung der Hufe. Hierbei entzündet sich die Huflederhaut zwischen Hufbein und Hornkapsel. Ein fühliger Gang, Lahmheit und warme Hufe können die ersten Symptome dieser Entzündung sein. Ursachen und Auslöser Die Ursachen der Hufrehe sind vielfältig. Bei Islandpferden wird aber angenommen, dass fehlerhafte Fütterungsbedingungen die Erkrankung auslösen. Der Körper der Isländer ist große Mengen an Zucker sowie Stärke nicht gewöhnt und eine Überfütterung belastet den Organismus des Pferdes so stark, dass es zu Stoffwechselstörungen und Hufrehe kommen kann. Empfehlungen Beuge Hufrehe bei Islandpferden vor, in dem du die Fütterung an den tatsächlichen Erhaltungsbedarf anpasst. Dieser ist bei Islandpferden in der Regel recht gering. Dazu eignet sich eine ausgewogene Fütterung von hochwertigem Raufutter und wenig bis kein Kraftfutter. Achte bei einer reinen Raufütterung auch auf den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ergänze daher das Raufutter mit einem Mineralfutter. Hufrehe sollte jedoch umgehend von einem Tierarzt untersucht und behandelt werden. Sommerekzem bei Islandpferden Definition Das Sommerekzem ist eine allergische und juckende Hautkrankheit. Wenn dein Pferd an einem Sommerekzem leidet, scheuert und schubbert es sich stark. Überall scheint es zu jucken und zu kratzen. Dieses Verhalten kann zu schweren Hautverletzungen und entzündbaren Wunden führen. Ursachen und Auslöser Ein Sommerekzem wird von Insektenstichen ausgelöst. Während eines Stichs sondert die weibliche Stechmücke ein Sekret mit Eiweißbausteinen ab. Auf dieses Sekret reagieren sensible Pferde mit starken, allergischen Reaktionen. Dass vor allem Islandpferde an dieser Hautkrankheit leiden,  liegt an ihrer historischen Herkunft: Durch die rauen Wetterbedingungen auf Island verirren sich kaum Stechmücken oder andere stechende Insekten auf die Insel, von Sommerekzemen sind auf Island also kaum Pferde betroffen. Auch eine eiweiß- und zuckerhaltige Fütterung kann das Sommerekzem bei Islandpferden begünstigen, da eine Überfütterung auch das Immunsystem überbelastet. Darüber hinaus wird angenommen, dass ein fehlerhaftes Weidemanagement oder Reaktionen auf Impfungen das Sommerekzem bei Islandpferden auslösen. In den ersten Generationen der Isländer auf dem europäischen Festland galt das Sommerekzem als eine Krankheit, die besonders viele Pferde betraf. Heute hat sich diese Situation normalisiert. Die Veranlagung für ein Sommerekzem kann weitervererbt werden. Empfehlungen Mit Ekzemerdecken und einem kühlen, dunklem Unterstand bietest du deinen Islandpferden bereits einen guten Schutz vor Insekten. Es ist essentiell, den Juckreiz bei einem Sommerekzem mit speziellen Pflegemitteln zu lindern. Lass dich auch einmal von deinem Tierarzt zur optimalen Behandlung für dein Pferd beraten. Ekzemer-Pferde besitzen einen erhöhten Bedarf an Zink, Kupfer und Selen. COPD/Husten bei Islandpferden Definition Die chronisch-obstruktive Bronchitis wird oft als COPD (Chronic-Obstructive Pulmonary Disease) abgekürzt. COPD ist eine langwierige Erkrankung der Atemwege des Pferdes mit starkem Husten und Schleimbildung in den Bronchien. Dabei wird die natürliche Reinigungsfähigkeit der Lunge gestört. Die vermehrte Schleimbildung kann im Laufe der Krankheit die Atemwege verengen und verstopfen. Ursachen und Auslöser COPD entsteht durch eine unbehandelte Bronchitis, die sich in den Atemwegen und Schleimhäuten festsetzt. Auch Staub, Fremdkörper und Allergene können die Lungen belasten und eine Bronchitis auslösen. Die Fremdkörper belasten die empfindlichen Lungen der Islandpferde, die auf Island frische Luft und wenig Staubbildung gewöhnt sind. Empfehlungen Wenn dein Islandpferd an einer Hustenerkrankung leidet, ist eine schnelle und konstante Behandlung durch einen Tierarzt essentiell. Mit einem qualitativ hochwertigen und staubfreien Raufutter kannst du die Staubbelastung bereits im Vorfeld eindämmen und das Risiko von Husten und Bronchitis verringern. Auch bei einer Offenstallhaltung ist die Staubbelastung durch die Einstreu und Heu geringer. Spat bei Islandpferden Definition Spat wird auch Knochenspat genannt und ist eine Form der Arthrose. Diese entzündliche Krankheit betrifft die Sprunggelenke der Hinterhand des Pferdes und führt zu einer Knorpelrückbildung. Dies lässt die Gelenke degenerativ verschleißen. Im Laufe eines unbehandelten Spats können die Gelenke versteifen und die Bewegungsfreiheit wird stark eingeschränkt. Ursachen und Auslöser Islandpferde erkranken häufiger an Spat. Dies liegt an einer angeborenen Fehlstellung der Hintergliedmaße, die einige Islandpferde haben. Ein Islandpferd mit einer Fehlstellung entwickelt aber nicht zwingend Spat. Empfehlungen Pferde, die an Spat erkranken, können nicht mehr geheilt werden. Ein Tierarzt muss Spat unbedingt untersuchen und therapieren. Mit einer ausgewogenen Fütterung ohne Übergewicht und ausreichend Bewegung kannst du trotz Spat noch viel Freude an deinem Islandpferd haben. EOTRH bei Islandpferden Definition EOTRH ist die Abkürzung von Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis und bezeichnet eine schmerzhafte Zahnkrankheit der Schneide- und Hakenzähne. Erste Anzeichen dieser Krankheit sind Probleme beim Fressen, starkes Abnehmen und eine deutliche Zahnsteinbildung an den Schneidezähnen. Wenn die Krankheit weiter fortschreitet, wirken die Zähne durch das Zurückweichen des Zahnfleisches extrem lang und stehen im steilem Winkel zueinander. In der Regel sind Pferde ab dem 15. Lebensjahr von EOTRH betroffen. Ursachen und Auslöser Durch die Reinzucht der Islandpferde wird angenommen, dass diese Krankheit erblich bedingt ist. Auch die Knochenhärte von Robustpferderassen wird als mögliche Ursache genannt. Lange und harte Zähne wirken auf den gesamten Kiefer starken Druck aus und sollen so die Erkrankung auslösen. Bis heute ist diese Erkrankung noch recht unerforscht und die genauen Ursachen sind ungeklärt. Empfehlungen Durch ein regelmäßiges Prüfen und eventuelles Kürzen der Schneidezähne durch einen fachkundigen Tierarzt kann EOTRH vorgebeugt werden. Darüber hinaus bekommen Pferde mit Zahnproblemen spezielles Futter, das auch mit einer eingeschränkten Kaufunktion aufgenommen werden kann. Eingeweichtes (Rau-)Futter ist für Pferde mit Zahnproblemen besonders empfehlenswert.
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Fütterung und Zucht
Stute wird nicht tragend
Wenn du dich dafür entscheidest, ein Fohlen aus deiner Stute zu ziehen, hast du eine sehr verantwortungsvolle und spannende Zeit vor dir. Aber bis ein süßes Fohlen das Licht der Welt erblickt, gibt es für dich und deine Stute noch jede Menge zu tun. Informiere dich daher umfangreich über die Bedürfnisse deiner Stute, damit sie auch tragend werden kann. Dazu gehören zum Beispiel, dass du den richtigen Zeitpunkt der Rosse erwischst, die Fütterung sowie die Nährstoffzufuhr optimierst und den passenden Herzkönig, also Hengst, für deine Stute auswählst. Mache dir auch Gedanken darüber, ob deine Stute künstlich besamt werden soll oder dir ein Natursprung lieber ist. Was aber, wenn es trotz sorgfältiger Vorbereitung und Planung mit der Zucht nicht klappen will? Es gibt tatsächlich verschiedene Faktoren, die mit verantwortlich sind, ob eine Stute tragend werden kann oder nicht. Hier heißt es: Ursachenforschung betreiben und die optimalen Umstände für deine Stute schaffen – den Rest regelt dann die Natur selbst. Warum die Stute nicht tragend wird – mögliche Ursachen Die Trächtigkeit einer Stute ist fast schon mit einem Sechser im Lotto zu vergleichen. Anders als bei anderen Säugetieren, die oftmals in 90% der Fälle trächtig werden, liegt die Trächtigkeitsrate bei Pferden nämlich „nur“ zwischen 60 und 65%. Daher ist es gar nicht so unüblich, wenn deine Stute nicht direkt beim ersten Versuch tragend wird. Natürlich ist es frustrierend, wenn es trotz guter Vorbereitungen und nach mehrmaligen Deckversuchen immer noch nicht klappt. Aber dann heißt es: nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern den Ursachen auf den Grund gehen. Im Grunde lassen sich die möglichen Ursachen in 3 Kategorien einteilen: 1. Probleme mit der Stute Will deine Stute partout nicht trächtig werden? Dann mache bei ihr den Anfang und gehe hier auf Problemsuche. Alter der Stute Üblicherweise sind Stuten ab den 18. Lebensmonat bereits geschlechtsreif. Eine Zucht in so einem jungen Stadium ist aber absolut nicht empfehlenswert, denn die ersten Jahre benötigt deine Stute für ihre eigene körperliche und charakterliche Entwicklung. Somit hat sie mit sich und ihrem Erwachsenwerden schon genug zu tun und kann sich nicht auch noch um einen weiteren Jungspund kümmern. Je nach Rasse der Stute erreicht sie daher ihre tatsächliche „Zuchtreife“ durchschnittlich erst mit mindestens 3 Jahren. Umgekehrt sollte deine Stute aber auch nicht zu alt sein, wenn sie ihr erstes Fohlen bekommen soll. Mit steigendem Alter lassen nämlich nicht nur die Fruchtbarkeit und die Rosse nach, sondern es steigt auch das Risiko, dass während der Trächtigkeit und der Geburt Probleme auftauchen. Was aber das genaue Höchstalter einer Stute für eine Trächtigkeit ist, ist schwer zu sagen. Diese Frage kann dir am besten dein Tierarzt beantworten, der dein Pferd aus medizinischer Sicht sehr gut kennt. Er wird dir eine Empfehlung geben können, ob deine Stute im höheren Alter noch bereit für ein Fohlen ist oder nicht. Erkrankungen der Gebärmutter Kommt es zu Entzündungen, Krankheiten oder Zysten in der Gebärmutter oder ist diese aus diversen weiteren Gründen verunreinigt, wird das Sperma des Hengstes nicht aufgenommen oder gelangt nicht in die Eizelle der Stute. Erkrankungen der Gebärmutter sind vielfältig. Uteruszysten können ab dem 15. Lebensjahr der Stute auftreten. Diese können die Fruchtbarkeit der Stute beeinträchtigen oder verhindern, bereiten der Stute in der Regel aber keine Schmerzen. Darüber hinaus kann sich die Schleimhaut der Gebärmutter durch Viren oder Fremdkörper entzünden. Entzündungen, Infektionen oder Verunreinigungen müssen vor einer Besamung von einem Tierarzt behandelt werden. Erst wenn deine Stute gesund ist, kann sie auch ein gesundes Fohlen austragen. 2. Probleme in der Fütterung und den Haltungsbedingungen Ist deine Stute gesund und fruchtbar, wird aber dennoch nicht tragend, können auch in der Fütterung und/oder Haltung mögliche Ursachen gefunden werden. Nährstoffbedarf Um die Rosse sowie die Fruchtbarkeit einer Stute positiv zu unterstützen, ist eine ausreichende Zufuhr an bestimmten Nährstoffen essentiell. Dazu gehören z.B. Vitamin E, Vitamin C, Vitamin B11 (Folsäure), beta-Carotin (β-Carotin) sowie die Spurenelemente Kupfer, Zink und Mangan. Diese Vitalstoffe im richtigen Verhältnis kombiniert fördern den Zyklus und unterstützen eine gesunde Eizellentwicklung. Stress Andauernde, stressige Situationen können deine Stute körperlich und mental stark belasten, so dass sie sich nicht sicher fühlt und sich somit auch nicht auf einen neuen Lebensabschnitt einlassen kann. Der Stress kann vielfältig sein – vielleicht belastet eine noch nicht festgestellte Krankheit deine Stute oder sie hat sich noch nicht an den veränderten Hormonhaushalt in der Rosse gewöhnt. Reflektiere auch einmal deine eigene Körpersprache gegenüber deiner Stute:  bist du vielleicht selbst gestresst, weil deine Stute nicht tragend wird? Oder nerven dich ganz andere Situationen? Bedenke, dass dein Pferd immer auch der Spiegel deiner Seele ist. Bereits feinste Signale können von deinem Pferd wahrgenommen werden und möglicherweise Stress oder Unwohlsein hervorrufen. Wichtig ist, dass du für deine Stute eine gelassene und routinierte Atmosphäre schaffst, in der sie sich auch sicher und wohlfühlen kann. Behalte auch im Hinterkopf, dass vor allem der Anfang einer Trächtigkeit Stress auslösen kann. Besonders für eine junge Stute ist es alles andere als ein normaler Alltag, wenn sich ihr Körper plötzlich verändert und ein zweites Leben in ihr heranwächst. Damit es hier nicht zu Problemen oder gar einer Fehlgeburt kommt, sind auch hier Ruhe und Routine essentiell. Fehlerhaftes Zuchtmanagement Planung ist während der Zucht das A und O. Eine Besamung „auf gut Glück“ verspricht keinen Erfolg. Die Zuchtsaison beginnt in der Regel im März und reicht bis in den frühen Herbst hinein, der optimale Befruchtungszeitraum ist zwischen April und Juni. Mit den Vorbereitungen kannst du schon viel früher beginnen und dich nach einem geeigneten Deckhengst umsehen sowie den Rosse-Zyklus und das Rosse-Verhalten deiner Stute studieren. Viele Stuten sind während der Rosse empfindlicher, nervöser, gereizter oder zickiger – typische „Mädchenprobleme“ eben. Auch drängen sich einige Stuten in dieser Zeit sogar den Wallachen stark auf. Dies ist dann ein typisches Anzeichen dafür, dass die Stute bereit für die Deckung ist. 3. Probleme mit dem Hengst Mit deiner Stute ist medizinisch nun alles in Ordnung, du hast für sie optimale Fütterungs- und Haltungsbedingungen geschaffen – und trotzdem wird sie nicht tragend? Dann richte deinen Blick doch jetzt mal auf den Herzkönig: liegt die Ursache vielleicht beim ausgewählten Hengst oder seinem Sperma? Kompatibilität Hengst und Stute Auch in der Welt der Pferde ist es möglich, dass Stute und Hengst nicht miteinander harmonieren und er das Herz deiner Pferdedame einfach nicht erobern kann. Da hilft kein Zwang, denn Stute und Hengst müssen „wollen“ und sich aufeinander einlassen können. Wenn die beiden Pferde nicht kompatibel sind, kann es sein, dass die Stute gar nicht erst tragend wird. Vielleicht kannst du es zu einem späteren Zeitpunkt oder bei der nächsten Rosse noch einmal versuchen. Wird deine Stute trotz allem nicht trächtig, ist der Deckhengst vielleicht einfach die falsche Wahl. Du hast aber auch noch die Möglichkeit, deine Stute künstlich besamen zu lassen. Unfruchtbarer Hengst Auch Hengste können ihre Problemchen haben. Gut ausgewählte Deckhengste sind in der Regel fruchtbar und wurden bereits vor der Zuchtsaison gründlich untersucht. Und dennoch ist es möglich, dass der Hengst die Ursache einer fehlenden Trächtigkeit ist. Mit dem Alter wird die Spermienanzahl niedriger. Darüber hinaus belastet eine lange Decksaison, häufige Transporte oder auch ständig wechselnde und neue Situationen die Psyche des Hengstes. Zudem kann eine fehlerhafte Fütterung des Hengstes die Spermienanzahl mindern. Qualität des Spermas Bei einer künstlichen Besamung wird Versand- bzw. Tiefgefriersperma genutzt. Diese Art der künstlichen Befruchtung wird in der Pferdewelt häufig durchgeführt, da du einen besseren Einfluss auf den Zeitpunkt der Besamung hast. Dein Tierarzt kann so den passenden Zeitpunkt der Besamung optimal zur Rosse bestimmen. Aber eine künstliche Besamung verspricht auch nicht immer Erfolg. Es ist möglich, dass die Qualität des Spermas allgemein niedrig ist oder dass bei Tiefgefriersperma die Kühlkette unterbrochen wurde. Dies vermindert die Anzahl der Spermien und so auch gleichzeitig die Chance, dass ein Spermium die Eizelle der Stute befruchtet. Es ist daher essentiell, dass das genutzte Sperma von der Abnahme bis zum Einsetzen „frisch“ bleibt. Worauf du in der Fütterung und Haltung einer Problemstute achten solltest Wenn deine Stute aufgrund der oben genannten Gründe nicht oder nur sehr schwer tragend wird, gilt sie als „Problemstute“. Das muss aber noch nicht das Ende deines Züchtertraums sein, denn zu den meisten Problemen gibt es auch eine Lösung. Hier ein paar Tipps, wie du die Situation deiner Stute zusätzlich optimieren kannst: Tipps zur Fütterung Wie in so vielen Dingen ist auch bei der Zucht die Fütterung ein ganz wichtiger Bestandteil. Zuchtstuten benötigen eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen, die den Zyklus fördern und die Eizellenentwicklung optimal unterstützen. Gehört deine Stute zu den „Problemstuten“ empfiehlt sich eine Fütterung von einem zyklusfördernden Ergänzungsfutter wie z.B. Pavo Fertile. Das Ergänzungsfutter ist mit Nährstoffen angereichert, die insbesondere Stuten unterstützen, die kein oder nur ein schwaches rossetypisches Verhalten zeigen. Der hohe Gehalt an Vitamin E, Vitamin C und dem „Fruchtbarkeitsvitamin“ B11 (Folsäure) ist optimal auf die Bedürfnisse der Stute angepasst. Für einen angeregten Stoffwechsel vor und während der Befruchtung sorgen beta-Carotin (β-Carotin) sowie die Spurenelementen Kupfer, Zink und Mangan. Mit der Fütterung von Pavo Fertile kannst du etwa 3 Wochen vor dem erwarteten Rossetermin beginnen. Um deine Stute optimal zu unterstützen, empfehlen wir eine Fütterung von bis zu 30 Tage nach dem Deckdatum. Tipps zur Haltung Neben einer ausgewogenen und optimalen Fütterung bestimmen auch die Haltungsbedingungen im Stall und auf der Weide das Wohlbefinden deiner Stute. Schon ein paar kleine Veränderungen können dazu beitragen, für deine Stute eine angenehmere und stressfreiere Umgebung zu schaffen. Und wenn sich die Pferdedame wohlfühlt, klappt‘s bestimmt auch mit dem Nachwuchs. Sorge für einen routinierten, ruhigen und stressfreien Tagesablauf. Lass auch du dich nicht stressen und vermeide negative Emotionen, sollte es bei den ersten Deckanläufen noch nicht mit der Trächtigkeit klappen. Gehe besonders behutsam und geduldig mit sensiblen, nervösen und unsicheren Stuten um. Sie benötigen einfach mehr Zeit, um sich an diese neue Situation zu gewöhnen. Sorge für einen ausgeglichenen Herdenverband und trenne deine Stute auf keinen Fall von ihrer Herde. Auch wenn sie trächtig ist oder werden soll, braucht sie immer noch den Kontakt zu ihren Artgenossen und das ganz besondere Herdengefühl, in dem sie sich wohlfühlt. Sorge für ausreichend und angemessene Bewegung – lange Weidezeiten schaffen Zufriedenheit. Die Arbeit im Sattel oder vom Boden sorgt für Abwechslung und hält deine Stute mental und körperlich fit. Stall- und Wiesenhygiene sind das A und O und sollten niemals vernachlässigt werden. Weitere Tipps Setze zur Zucht nur eine reife und charakterstarke Stute ein. Erfahrungsgemäß sind diese Stuten von Natur aus sehr gute Mütter, weisen ihren Fohlen den rechten Weg und erklären ihnen die Welt, wie sie uns gefällt. Du überlegst, ob deine Stute zur Zucht geeignet ist? Bevor du konkreter in die Planung gehst, ist eine Beurteilung der Zuchttauglichkeit empfehlenswert. Dein Tierarzt wird deine Stute untersuchen, die Krankheitsgeschichte beurteilen und dir einige Tipps für die kommende Zuchtsaison geben. Sollte deine Stute trotz Optimierung der Fütterungs- und Haltungsbedingungen immer noch nicht trächtig werden, lasse sie erneut von deinem Tierarzt untersuchen. Vielleicht ist deine Stute in der Zwischenzeit doch erkrankt oder hat zu viel Stress. Gemeinsam mit deinem Tierarzt erstellst du dann einen Aktionsplan für die kommenden Wochen. Hilft alles nichts, gönne deiner Stute unbedingt eine Pause. Manchmal soll es eben nicht sein. Versuche es dann einfach nächstes Jahr in Absprache mit deinem Tierarzt noch einmal. Hat die Bedeckung bei dir geklappt? Herzlichen Glückwunsch! Nutze jetzt die 11 spannenden Monate Trächtigkeit, um dich und deine Stute vorzubereiten. In unserem Ratgeber „Fütterung der tragenden Stute“ kannst du dich ausführlich zur Fütterung und Haltung einer tragenden Stute informieren. Zum Ende der Trächtigkeit beginnt für dich und deine Stute die heiße Phase. Auch hier ist eine optimale Vorbereitung auf das Abfohlen essentiell, damit das Fohlen einen perfekten Start ins Leben bekommt. Und dann folgt die schöne Zeit, in der aus einem süßen Fohlen, ein aufgewecktes Kerlchen und später ein stattliches Pferd wird!
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Fütterung und Gesundheit
Glucosamine - wenn Gelenke und Sehnen bei Pferden Probleme machen
Immer wieder kann es passieren, dass unsere tierischen Wegbegleiter an Gelenkbeschwerden leiden – empfindliche Gelenke, sportliche Belastung oder ein hohes Alter sind nur einige mögliche Gründe für Probleme mit Sehnen und Gelenken beim Pferd. Gelenkbeschwerden vermindern die Lebensqualität und bedeuten großen Stress für das Tier. Falls dein Pferd unter Problemen mit seinen Gelenken oder sogar unter Arthrose leidet, hilft oft nur ein Besuch beim Tierarzt und eine entsprechende Therapie. Jedoch kannst du bereits mit natürlichen Stoffen wie den Glucosaminen möglichen Gelenkschmerzen vorbeugen und die Gelenkgesundheit deines Pferdes unterstützen. Mehr Lebensqualität durch gesunde Gelenke Die Gelenke im Körper verbinden die Knochen miteinander und schaffen Beweglichkeit. Der Knorpel übernimmt dabei die Rolle des Schutzpolsters und Stoßdämpfers. Nur allein durch die dünne Knorpelschicht reiben die Knochen nicht aneinander und sind vor Abnutzung geschützt. Der Gelenkknorpel besitzt zusätzlich eine wasserspeichernde Eigenschaft und ist elastisch. Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren entstehen die Gelenkschmerzen durch den Verschleiß des Knorpels oder durch die vollkommene Abnutzung des Gelenkes. Wenn der Gelenkknorpel abgenutzt ist oder ganz fehlt, wird der Verschleiß der Gelenke weiter vorangetrieben. Bewegungsunfähigkeit, steife und schmerzende Gliedmaßen sind die Folge. In einem guten und gesunden Bewegungsapparat spielt neben dem Knorpel auch die Gelenkflüssigkeit eine elementare Rolle. Die Gelenke im Körper sind auf andauernde Bewegung ausgelegt. Deswegen wird die Gelenkflüssigkeit auch als Gelenkschmiere bezeichnet, da sie den reibungslosen Bewegungsablauf garantiert. Bei fehlender Bewegung wird die Gelenkflüssigkeit dick und zähflüssig. Die Abnutzung der Gelenke und Knochen wird so durch eine ungesunde Gelenkflüssigkeit gefördert. Ein zufriedenes Pferd gibt es nur mit gesunden Gelenken, denn so hat das Pferd beim Ausritt oder beim Herumtollen auf der Weide keine Schmerzen und fühlt sich wohl. Die richtige Haltung und ein gesundes Maß an Bewegung beugen einem Verschleiß der Gelenke vor. Aber auch mit der richtigen Fütterung kannst du die Gesunderhaltung von Knorpel und Gelenkflüssigkeit unterstützen. Ein gesundes Gelenk benötigt ausreichende Zufuhr an essentiellen Nährstoffen wie Wasser Eiweiße und Eiweiß-Zucker-Verbindungen. In der Natur finden sich besondere Stoffe, die Gelenkbeschwerden vorbeugen. Diese Stoffe fasst man unter dem Begriff „Glykosaminoglykane“ zusammen. Die Glykosaminoglykane werden auch als „GAGs“ bezeichnet und stellen die wichtigsten Substanzen in der Gelenkflüssigkeit dar. Bekannt als Knorpelschutzstoffe wirken sie gesundheitsfördernd und unterstützend auf den Heilungsprozess. Aber Achtung: Diese Stoffe können Gelenkschmerzen niemals vollkommen heilen. Bei andauernden Problemen bei deinem Pferd solltest du dich immer mit deinem Tierarzt beraten. Dennoch sind die GAGs bekannte und sehr nützliche Helfer, wenn es Probleme mit den Gelenken deines Pferdes gibt. Sie stellen das Gleichgewicht des Gelenkstoffwechsels wieder her und sorgen so für eine permanente Geschmeidigkeit in den Gelenken. Die natürlichen Glykosaminoglykane Zu den natürlichen Knorpelschutzstoffen zählen Hyaluronsäure, Methylsulfonylmethan (kurz: MSM), Chondroitin und Glucosamin. Die Hyaluronsäure bildet die Basis der Gelenkflüssigkeit und sorgt für eine gleitende Konsistenz. Am bekanntesten ist die Behandlung mit einer Injektion in das betroffene Gelenk. Mittlerweile gibt es aber auch wasserlösliche Hyaluronsäure als Pulver, das mit Wasser angemischt wird. Nach der Vermengung mit Wasser erinnert die Konsistenz an Gel und wird einfach unter das Futter deines Pferdes gemischt. Der körpereigene Schwefelstoff Methylsulfonylmethan unterstützt die Bildung der GAGs und aktiviert Vitalstoffe im Körper. Schwefel findet sich unter anderem auch im Weidegras und kann schnell über den Dünndarm des Pferdes aufgenommen werden. Es ist aber Vorsicht geboten: zu viel Schwefel kann Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall hervorrufen. Daher ist es empfehlenswert, dein Pferd langsam an die Fütterung mit MSM zu gewöhnen.  Das Chondroitinsulfat ist ein wichtiger Nährstoff für den Knorpelaufbau. Der Gelenknährstoff ist eine natürliche Zuckerverbindung, die der Körper produziert und für ein gesundes Gelenk benötigt. Neben dem Chondroitin zählt das Glucosamin zum wichtigsten Nährstoff für die Knorpelbildung. Das Glucosamin kommt – ebenso wie das Chondroitin – in der Gelenkflüssigkeit, dem Bindegewebe und dem Knorpel vor und wird vom Körper selbst produziert. Durch ein fortgeschrittenes Alter, dauerhaft hohe Belastung oder intensive, sportliche Anstrengung kann die Produktion beeinträchtigt werden. Dem Körper fehlt dann der wichtige Nährstoff, wodurch die Gelenkgesundheit leidet. Glucosamin als wichtiger Nährstoff für gesunde Pferdegelenke  Der Nährstoff Glucosamin ist ein natürlicher Baustein, dem viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben wird. Was ist Glucosamin eigentlich? Der Wirkstoff Glucosamin ist ein Vitalstoff, der für die Herstellung von verschiedenen Schichten im Gelenk benötigt wird. Auch bekannt als Knorpelschutzstoff handelt es sich bei Glucosamin um einen natürlichen Aminozucker. Das Glucosamin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellstruktur in den Knorpelzellen und sorgt für die Festigkeit und Elastizität des Knorpels. Die Glucosamine binden große Mengen an Wasser und sorgen für ein geschmeidiges Gelenk. Als wichtigster Grundbaustoff der Knorpelschicht trägt Glucosamin zum Erhalt der Gelenkgesundheit bei und gewährleistet die Knorpelerneuerung im Körper. Woher kommt das Glucosamin? In natürlicher Form kommt Glucosamin im Bindegewebe, im Knorpel und in der Gelenkflüssigkeit von Mensch und Tier vor. Der Nährstoff wird für die Produktion von körpereigenen Glykosaminoglykanen benötigt. Wenn der Körper aufgrund des Alters oder durch eine hohe Belastung nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Glucosamin selbst zu produzieren, kann man auf entsprechende Präparate zurückgreifen. Für diese Präparate werden Meeres- und Krustentiere wie Garnelen, Krebse oder Muscheln verarbeitet. Deren Chitin-Panzer stellt eine natürliche Quelle von Glucosamin dar. Welche Eigenschaften besitzt das Glucosamin? Dem Glucosamin werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften zugeschrieben. Es ist der wichtigste Stoff für die Gelenkgesundheit des Pferdes und fördert durch die vielen Nährstoffe den Wiederaufbau geschädigter Gelenke. Der optimale Einsatz von Glucosamin mindert auch die Gefahr einer fortschreitenden Knorpelschädigung. Der Einsatz von Glucosamin bei Pferden  Bei Beschwerden mit den Gelenken deines Pferdes ist eine Futterergänzung mit Glucosamin empfehlenswert, weil die beschriebenen Eigenschaften dabei helfen können, die Gelenkschmerzen zu lindern und die Knorpelerneuerung anzukurbeln. So kann ein Zufüttern von Glucosamin nicht nur bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose helfen, sondern auch bei stark arbeitenden Pferden, alten Pferden oder Pferden mit einer Gelenksempfindlichkeit. Ferner ist zu beachten, dass Verbesserungen der Gelenkgesundheit nicht sofort erkennbar sind, sondern der Prozess eine längere Zeit benötigt. Oft tritt eine sichtliche Verbesserung erst nach Wochen oder Monaten ein. Die Verbesserung der Gelenkgesundheit ist ein langsamer Prozess, bei dem du und dein Pferd viel Geduld benötigen. Besonders bei Sportpferden, die einer dauerhaft hohen Belastung ausgesetzt sind, ist eine Ergänzung mit Glucosamin sinnvoll. Der Nährstoff unterstützt die Regeneration der Gelenke, Sehnen, Knorpel und Bänder. Beachte, dass eine zu hohe Dosierung deinem Pferd schaden kann und du daher im Zweifelsfall immer zuerst mit deinem Tierarzt Rücksprache halten solltest. Da Glucosamine aus natürlichen und tierischen Stoffen hergestellt werden, besitzen die Präparate einen starken und charakteristischen Geruch. Bei wählerischen Pferden kann es passieren, dass das Glucosamin-Pulver oder –Granulat nicht gut angenommen wird. Tipp: Vermeng das Pulver oder Granulat gut mit dem Kraftfutter und gib eventuell einen Schuss Öl dazu, damit es besser gebunden und von deinem Pferd nicht aussortiert werden kann. Hierdurch wird auch der typische Geruch abgemildert. Besonders geeignet sind auch auf Gelenke und Mobilität abgestimmte Ergänzungsfutterfertigmischungen, wie z.B. Pavo Mobility. Dies enthält die wichtigsten Gelenksubstanzen wie Glucosamin, Hyaluronsäure, Chondroitin und MSM (Schwefel) im richtigen Verhältnis. Pavo Mobility wurde speziell für bewegliche Gelenke entwickelt und kann als Kur oder zur präventiven Dauerfütterung angewendet werden. Der Nährstoff Glucosamin unterstützt die Regenerierung der Gelenke. Allerdings solltest du dich nicht vollkommen auf Glucosamine verlassen. Die kontinuierliche Bewegung und eine bedarfsgerechte, kräuterreiche Fütterung deines Pferdes sind für die Gelenkgesundheit genauso wichtig.​
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Fütterung und Training
Ausreiten mit Pferd – Fit durch die Ausritt Saison
Wenn es draußen grün wird und die Temperaturen langsam ansteigen, gibt es für uns Pferdebesitzer kein Halten mehr, denn: Die Ausritt Saison startet! Jedoch kann besonders der erste Ausritt der neuen Saison zu einer echten Herausforderung werden. Eine anhaltende Nervosität und fehlende Kondition können beim vermeintlich schönen Ausritt schnell zu Problemen führen. Mit einer optimalen Vorbereitung kannst du dem jedoch einfach vorbeugen und die schöne Ausritt Saison in vollen Zügen genießen.     Dein Pferd auf die Ausritt Saison vorbereiten  Kondition Ist es im Winter und Herbst draußen ungemütlich, kalt und windig, zieht es viele Pferdebesitzer in die Halle oder auf den Reitplatz. Das Training in der Halle hält dein Pferd in der kälteren Jahreszeit fit und sorgt für die Erhaltung einer gewissen Grundkondition. Allerdings fällt das Training in der Halle oder auf dem Platz oft kürzer und weniger intensiv aus, als ein ausgiebiger Ausritt in freier Natur. Damit dein Pferd in den Frühlings- und Sommermonaten nun wieder in der Lage ist, Ausritte über mehrere Stunden problemlos zu meisten, ist es sehr wichtig, seine Kondition langsam zu steigern. Starte für dein wenig trainiertes Pferd beispielsweise mit einem einstündigen Ausritt, welcher hauptsächlich aus Schritt, ein paar Trabphasen und ein wenig Galopp besteht. Beim nächsten Ausritt kannst du dann die trab- und galoppintensiven Einheiten etwas steigern und auch die Gesamtzeit des Ausritts leicht erhöhen, z.B. um 15 Minuten. So erreichst du eine stetige Konditionssteigerung bei deinem Pferd, ohne es gleich zu überfordern. Beachte hierbei auch, dass jedes Pferd über einen individuellen Konditionszustand verfügt. Wurde dein Pferd den Winter über z.B. sehr intensiv trainiert, kannst du euren ersten Ausritt natürlich so gestalten, wie es für euer aktuelles Trainingsprogramm angemessen ist. Gelassenheit Dein Pferd ist oft sehr nervös oder es ist eurer erster gemeinsamer Ausritt der Saison? Dann trainiere mit deinem Pferd vor allem seine Gelassenheit und arbeite an der Desensibilisierung. Starte z.B. mit Gelassenheitstraining auf dem Platz oder in der Reithalle, bevor es das erste Mal nach Draußen geht.  Gewöhne dein Pferd hierbei an Gegenstände, die euch durchaus auch im Gelände begegnen könnten, wie z.B. wehende Planen, Hütchen oder Schilder. Für eure Sicherheit ist es zudem ratsam, dein Pferd vor dem ersten Ausritt mit dem Straßenverkehr bekannt zu machen. Starte dafür beispielsweise mit einem Spaziergang an einer wenig befahrenen Straße. Achte dabei genau darauf, wie sich dein Pferd verhält und beruhige es, wenn es sehr gestresst erscheint. Klappt das in diesem Rahmen gut, könnt ihr das Training an einer häufiger befahrenen Straße fortsetzen. Auch Traktoren und LKW sollten deinem Pferd für einen gelungenen Ausritt bekannt sein und ihm keine großen Sorgen bereiten. Gut zu wissen: Ausgeglichene Pferde tendieren dazu, im Gelände weniger schreckhaft und guckig zu sein, als Pferde, die nicht ausreichend beschäftigt werden. Ein ausgeglichenes Pferd erreichst du in erster Linie durch regelmäßiges und abwechslungsreiches Training. Für ein zufriedenes Pferdeleben dürfen jedoch auch die Bodenarbeit, der Kontakt zu Artgenossen und ausreichend freie Bewegung auf Weide und Paddock nicht zu kurz kommen.   Hält die Nervosität deines Pferdes trotz abwechslungsreichem Training und Desensibilisierung weiter an, empfehlen sich nervenberuhigende Ergänzungsfuttermittel. Diese helfen deinem Pferd auf natürliche Weise, Spannungen abzubauen und innere Gelassenheit wiederherzustellen.    Ausrüstung Damit dein Pferd alle Ausritte problemlos meistern kann, benötigt es die passende Ausrüstung.  Hierzu zählen vor allem ein gut sitzender Sattel und passendes Zaumzeug. Denk immer daran, das Nachgurten nicht zu vergessen, um im Gelände nicht plötzlich eine böse Überraschung zu erleben.  Zudem ist während der Saison ein Schutz gegen Insekten, wie Fliegen und Bremsen, empfehlenswert, damit du und dein Pferd den Ausritt in vollen Zügen genießen könnt. Hierzu eignen sich spezielle Insektensprays für Pferde, Fliegenmasken oder auch Fliegenausreitdecken.  Außerdem zu betrachten ist die Huf- und Hornqualität deines Pferdes, bevor es auf lange Ausritte geht. Im Gelände begegnen euch unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, welche die Hufe deines Pferdes anders strapazieren als der weiche Sand auf dem Platz oder in der Halle. Besprich dich hier am besten mit deinem Hufschmied, um herauszufinden, ob dein Barhufer eventuell doch Hufschuhe oder sogar Hufeisen benötigt. Achte auch darauf, dass alle Eisen gut sitzen, falls dein Pferd bereits beschlagen ist. Für deinen Hufschmied ist sicherlich auch interessant, auf welchen Untergründen ihr oft unterwegs seid, z.B. Asphalt, Schotter, Waldboden oder Feldwegen. Dann kann er besser entscheiden, welche Hufausrüstung für dein Pferd am besten geeignet ist. Sind die Hufe deines Pferdes außerdem sehr brüchig und rissig, dann unterstütze die Huf- und Hornqualität am besten mit passenden Ergänzungsfuttermitteln mit Biotin. Nimm bei langen Ausritten, die vor allem über steinige Wege gehen, zudem einen Hufauskratzer mit, um dein Pferd zwischendurch von den lästigen Steinen unter den Hufen befreien zu können. Manche Gemeinden verfügen zudem über eine sogenannte Kennzeichnungspflicht für Pferde. Hier wird eine Art „Nummernschild“ benötigt, welches dein Pferd bei einem Ausritt sichtbar tragen muss. Informiere dich vorab bei deiner Gemeinde über die Regelung zur Kennzeichnungspflicht, um mögliche Konsequenzen zu vermeiden.   Weitere Anhaltspunkte für gelungene Ausritte mit deinem Pferd Sicherheit Pferdebesitzer lieben das Ausreiten, dennoch ist es der Ausflug im Freien nicht ganz ungefährlich: Viele Pferde gehen im Gelände motivierter und energischer voran als in der Halle oder auf dem Platz. Zudem gibt es keine Begrenzungen, die ein plötzlich durchgehendes Pferd stoppen könnten. Um möglichen Unfällen und Verletzungen vorzubeugen, ist es demnach sehr wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, die euren Ausritt sicherer gestalten.     Reiterausrüstung Nicht nur die Ausgeglichenheit deines Pferdes ist ein wichtiger Punkt für die Sicherheit im Gelände - auch du als Reiter solltest bereits über einen sicheren Sitz im Sattel verfügen und dich halten können, falls es doch einmal etwas wilder zugeht. Fühlst du dich eher noch unsicher im Sattel, lasse dich im Gelände lieber erst einmal führen und genieße so einen entspannten Ausritt. Ein gut sitzender Helm ist jedoch ein Muss bei jedem Ausritt, ganz gleich, ob du geführt wirst oder allein reitest. Auch eine Schutzweste kann dich bei einem Sturz möglicherweise vor ernsteren Folgen bewahren.   Reite nicht allein Pferde sind Herdentiere und fühlen sich meist wohler, wenn sie gemeinsam mit anderen Pferden auf einen Ausritt gehen. Viele Pferde laufen dann entspannter, was auch dir als Reiter sicherlich ein besseres Gefühl im Gelände gibt. Außerdem macht das Reiten mit Freunden Spaß und du hast gleich einen Helfer vor Ort, falls es im Gelände doch einmal zu einem Sturz oder einer Verletzung kommen sollte.    Nimm dein Handy mit Auch wenn du die Zeit in der Natur ohne jegliche Störung genießen möchtest und dich bereits sehr sicher im Gelände fühlst, nimm für mögliche Notfälle bitte immer dein Handy mit. Nur so kannst du Hilfe rufen, falls dir oder deinem Pferd doch unerwartet etwas zustößt. Zusätzlich können Tracking Apps hilfreich sein, um deinen aktuellen Standort direkt an ein Helferteam weiterzuleiten. Schalte dein Handy ganz einfach stumm, um nicht von eingehenden Anrufen oder Nachrichten gestört zu werden. So kannst du die Zeit in der Natur voll und ganz genießen, bleibst für Notfälle aber trotzdem vorbereitet. Reitwege & Tageszeit Auf welchen Wegen darf überhaupt geritten werden und zu welcher Tageszeit eignet sich ein Ausritt am besten? Auch diese Fragen gilt es einmal zu beantworten, bevor du mit deinem Pferd in die Ausritt Saison startest. Reite wenn möglich auf gekennzeichneten Reitwegen Auf welchen Wegen du mit deinem Pferd reiten darfst, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In manchen Bundesländern ist es erlaubt, auf allen Wegen zu reiten, die nicht über ein explizites Reitverbot verfügen. In anderen Bundesländern darf man jedoch nur auf Wegen reiten, die auch als Reitweg gekennzeichnet sind. Informiere dich hier am besten vorab, welche Regelungen in deinem Bundesland gelten. Grundsätzlich solltest du mit deinem Pferd jedoch auf keinem Untergrund reiten, an dem es mit seinen Hufen Schaden anrichten könnte. Hierzu zählen z.B. bepflanzte Felder oder landwirtschaftlich genutzte Wiesen. Falls doch einmal ein Schaden entsteht, melde diesen sofort, um größeren Ärger zu vermeiden. Stoppelfelder gelten hier als einzige Ausnahme. Diese eignen sich meist sehr gut zum Reiten und sind wohlbekannt als beliebte Galoppstrecke.   Zu vermeiden sind außerdem gekennzeichnete Radwege, um z.B. keinen Fahrrädern und E-Bikes in die Quere zu kommen. Tempo der Bodenbeschaffenheit und der Sicht anpassen Ein voller Galopp im Gelände ist sehr verlockend und oft das Highlight eines jeden Ausritts. Jedoch ist es für eure Sicherheit sehr wichtig, nicht einfach unüberlegt durchs Gelände zu galoppieren. Passe dein Tempo immer der Bodenbeschaffenheit an, um ernsthafte Verletzungen an Bändern und Sehnen vorzubeugen. Gerade bei rutschigen oder unebenen Böden ist besondere Vorsicht geboten. Auch wenn die Sicht eingeschränkt ist, z.B. aufgrund einer Kurve, Dämmerung, usw., ist es ratsam, das Tempo zu zügeln. Du weißt nie, was sich hinter der Kurve verbirgt und ob dein Pferd sich möglicherweise davor erschrecken könnte. Reite im Idealfall bei Tageslicht  Generell kannst du solange draußen reiten, wie die Sicht es erlaubt. An heißen Tagen kann es durchaus sinnvoll sein, früh morgens oder später am Abend auszureiten, wenn die Temperaturen etwas kühler sind. Beachte jedoch, dass viele Pferde in der Dunkelheit ängstlicher werden und vermehrt auf Geräusche und Bewegungen reagieren. Zudem ist es in der Dämmerung und in der Dunkelheit sehr wichtig, dass du und dein Pferd trotz eingeschränkter Sicht gut von anderen Menschen gesehen werden könnt. Nur so können Autofahrer abbremsen und Unfälle vermieden werden. Um auf euch aufmerksam zu machen, eignen sich beispielsweise Warnwesten, Kopflampen, reflektierende Decken und reflektierende Streifen. Das Reiten am Waldrand oder sogar im Wald ist bei Dämmerung und in der Nacht jedoch zu vermeiden. Hierbei könntet ihr das Wild aufscheuchen oder sogar einen Jäger bei der Jagd stören.     Besondere Ausritte mit deinem Pferd Neben gewöhnlichen Ausritten in der Heimat gibt es natürlich auch noch einige besondere Ausritte, die du gemeinsam mit deinem Pferd erleben kannst. 2 Beispiele hierfür sind Wanderritte und Tagesausflüge. Wanderritte Ein Wanderritt besteht in der Regel aus mehreren Etappen. Die Reitzeit variiert hier von 3 bis hin zu 9 Stunden und ist abhängig von deiner Reiterfahrung und der Kondition deines Pferdes. Damit dein Pferd in der Lage ist, alle Etappen gut zu meistern, ist es zuerst einmal wichtig, an seiner Kondition zu arbeiten. Ist dein Pferd konditionell bereits auf einem guten Level, kannst du es auf einen Wanderritt vorbereiten, indem du z.B. 2 Stunden ausreitest, 2 Stunden Pause machst und danach noch einmal 2 Stunden ausreitest. Halte bei noch untrainierten Pferden die Ausrittzeit zu Beginn gering und steigere diese langsam. Auch die Intensität der Ausritte sollte nur nach und nach gesteigert werden. Beginne zunächst überwiegend im Schritt mit etwas Trab und ein wenig Galopp. Merkst du, dass dein Pferd sich an die langen Strecken gewöhnt hat, kannst du die Intensität langsam steigern. Ob zu Hause oder in fremder Umgebung, schaue dir die Route eures Wanderritts vorab genau an und lege fest, wo du mit deinem Pferd Pausen einlegen kannst, in denen es Wasser trinken und evtl. etwas Raufutter fressen kann. Planst du mehrtägige Wanderritte, ist es zudem natürlich wichtig, dass du dich vorab um eine Übernachtungsmöglichkeit für dich und dein Pferd kümmerst. Ausreichend Verpflegung für Pferd und Reiter ist hierbei nicht zu vergessen. Möchtest du deinen Wanderritt nicht auf eigene Faust planen, kannst du dich ganz einfach an einen Veranstalter für Reittouren wenden und eine geführte Tour buchen. Dies hat zusätzlich den Vorteil, dass du auf dem gesamten Auslug von erfahrenen Wanderreitern begleitet wirst, die dir bei möglichen Unsicherheiten zur Seite stehen. In einer geführten Gruppe kannst du dann die schöne Natur um dich herum genießen und eine neue Umgebung erkunden. Tagesausflüge Rauf auf den Hänger und ab zum Strand! Ein Tagesausflug mit Strandritt gehört für viele  Pferdebesitzer zu einem der obersten Punkte auf ihrer Bucket List. Planst du einen Ausflug zum Strand, informiere dich vorab, an welchen Stränden das Reiten erlaubt ist. Gerade zur Hochsaison im Sommer verbieten viele Strände das Reiten an bestimmten Abschnitten oder zu bestimmten Tageszeiten. In manchen Fällen ist außerdem eine Reitplakette für den Ausflug zum Strand notwendig. Beachte zudem unbedingt die Gezeiten und halte dich überwiegend an der Wasserkante und am Strand auf, um dich und dein Pferd nicht in Gefahr zu bringen. Besonders in der Gruppe macht ein Ausritt am Strand viel Spaß und bietet eine schöne Abwechslung für dich und dein Pferd. Darüber hinaus wirkt sich die Seeluft positiv auf die Atemwege von Pferd und Reiter aus.   Um dein Pferd auf euren Strandritt vorzubereiten, kannst du es vorab an Flüssen oder Seen an das Wasser gewöhnen. Auch Gelassenheitstraining mit strandüblichen Gegenständen, wie z.B. wehenden Fahnen, Drachen und Wasserbällen ist empfehlenswert, damit dein Pferd bei eurem Ausflug nicht in Panik gerät. Weitere Ziele für einen Tagesausflug mit deinem Pferd können auch große Wald- oder Wiesengebiete sein. Sowohl bei einem Wanderritt in der Ferne als auch bei einem Tagesausflug ist das Verladen mit einem Pferdeanhänger erforderlich. Gerade an heißen Tagen kann sich dieser jedoch stark aufheizen. Fahre daher an warmen Tagen bereits früh morgens los und kehre erst später am Abend wieder zurück, um dein Pferd vor den heißen Temperaturen im Pferdeanhänger zu schützen. Bei langen Fahrten ist es außerdem sinnvoll, zwischendurch eine größere Pause einzulegen, dein Pferd ein paar Meter zu führen und ihm Wasser anzubieten.   Die Versorgung deines Pferdes beim Ausritt  Während eines anstrengenden Wanderritts oder eines Tagesausflugs benötigt dein Pferd natürlich eine entsprechende Versorgung, um fit zu bleiben. Beachte daher folgende Punkte für die Versorgung deines Pferdes: Reitpause Wann es Zeit für die erste Pause auf eurem Ausritt ist, ist ganz von der individuellen Kondition deines Pferdes abhängig. Merkst du, dass dein Pferd stark schwitzt und erschöpft ist, ist es definitiv Zeit für eine Rast! Viele Reiterhöfe, die Tagestouren anbieten, empfehlen nach ca. 50 Minuten Reiten eine Pause von etwa 10 Minuten einzulegen. Nach maximal 4 Stunden ist dann eine längere Pause von 1-2 Stunden erforderlich. Lege nach 2-3 Stunden eine längere Pause oder beende sogar den Ausritt für diesen Tag, wenn dein Pferd nicht gewohnt ist, 4 Stunden am Stück zu laufen. Um dir bei einem langen Ausritt die Beine zu vertreten und deinem Pferd für ein paar Minuten das Reitergewicht zu nehmen, kannst du auch zwischendurch absteigen und dein Pferd ein paar Meter zu Fuß begleiten. Wasser Planst du einen längeren Ausritt, ist es in jedem Fall notwendig, ausreichend Pausen einzulegen, in denen dein Pferd Wasser trinken kann. Mache bei trainierten Pferden spätestens nach 4 Stunden eine Pause, in der auch Wasser angeboten wird. Für Pferde, die konditionell auf einem niedrigeren Level sind, ist es sinnvoll, bereits nach 2 Stunden eine Pause zu machen und Wasser anzubieten. Dein Pferd ist stark geschwitzt und wirkt erschöpft? In diesem Fall benötigt es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch Wasser. Am besten zügelst du das Tempo und steuerst sofort die nächste Wasserstelle auf eurer Route an. Raufutter Lange Fresspausen ohne ausreichend Raufutter können den Verdauungstrakt deines Pferdes belasten. Generell gilt, dass ein Pferd nie länger als 3-4 Stunden ohne Zugang zu Raufutter sein sollte, um die Magen-Darm-Gesundheit nicht zu gefährden. Raufutter ist sehr wichtig für dein Pferd, da dieses wie eine Art „Puffer“ im Magen wirkt. Es verhindert, dass die Magensäure, welche kontinuierlich produziert wird, die empfindliche Magenwand deines Pferdes angreift. Erhält dein Pferd nicht ausreichend hochwertiges Raufutter, können demnach ernsthafte Erkrankungen, wie z.B. Koliken oder sogar Magengeschwüre entstehen.   Planst du also einen Ausritt, der eine Dauer von 4 Stunden überschreitet, ist es wichtig, dass dein Pferd während eurer Rast auch Raufutter erhält. Hierfür kannst du dein Pferd grasen lassen oder, falls du an einem Hof rast machst, mit Heu oder Heulage versorgen.   Die Fütterung deines Pferdes in reitintensiven Phasen anpassen Wird dein Pferd vermehrt trainiert, steigt gleichzeitig auch sein Energiebedarf. Eine Fütterung, die einzig aus Raufutter und Mineralfutter besteht reicht dann eventuell nicht mehr aus, um seinen erhöhten Bedarf zu decken. In diesem Fall kannst du die Ration deines Pferdes durch ein Kraftfutter ergänzen, welches seinem Verbrauch optimal entspricht. Der Pavo Energy Level Plan hilft dir dabei, das richtige Kraftfutter für den Energiebedarf deines Pferdes zu finden. Achte hierbei einfach auf die Anzahl der Sterne auf den jeweiligen Futtersäcken. Futtersorten mit Energy Level Low (1 Stern) verfügen über wenig zusätzliche Energie, Energy Level Medium (2 Sterne) über mäßig zusätzliche Energie und Energy Level High (3 Sterne) über viel zusätzliche Energie. Zudem ist es besonders wichtig, die Menge des Kraftfutters an die Trainingsintensität des jeweiligen Tages anzupassen. Am Tag eines anstrengenden (Tages-)Ausritts, kann etwas mehr Kraftfutter gegeben werden, um dein Pferd mit einer extra Portion Energie zu versorgen. Am Tag nach dem intensiven Ausritt ist es dann jedoch sehr wichtig, die Menge des Kraftfutters wieder zu reduzieren und nur leichte Arbeit zu verrichten. Andernfalls besteht die Gefahr auf einen ernsten Kreuzverschlag bei deinem Pferd. Bei einem sehr dünnen Pferd kann außerdem die Zufütterung von eiweißreichen Raufutterersatzprodukten sinnvoll sein, um es auf gesunde Weise an Gewicht zulegen zu lassen.   Ist dein Pferd eher zu dick, weil es bereits durch den Weidegang im Sommer genügend Energie erhält, dann reduziere dementsprechend die Kraftfutterration. Fütterst du weniger als 1,5 kg Kraftfutter pro Tag, ist die Ergänzung eines Mineralfutters erforderlich, um dein Pferd mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen zu versorgen.
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Fütterung und Gesundheit
Rohstoffe im Pferdefutter
Hast du dir eigentlich schon einmal diese Frage gestellt: „Warum füttere ich dieses Futter für mein Pferd?“ Hintergrund ist, dass jeder Pferdebesitzer sich sehr kritisch damit beschäftigen sollte, was das Pferd täglich zu fressen bekommt und woraus sich dieses Futter zusammensetzt. Dieses Wissen ist wichtig, um den Bedürfnissen deines Pferdes gerecht zu werden und für eine bedarfsgerechte Fütterung zu sorgen. Die Basis einer jeden Pferdefütterung sollte qualitativ hochwertiges Raufutter und ein Mineralfutter bilden. Sollte dein Pferd darüber hinaus noch einen Bedarf haben, kann die zusätzliche Fütterung eines Kraftfutters sinnvoll sein. Aber Kraftfutter ist nicht gleich Kraftfutter. Auch die Pferdefutter Hersteller haben sich auf die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Pferde eingestellt, so dass das Angebot an Futtersorten riesig ist. Bei der Auswahl des richtigen Futters für dein Pferd solltest du folgende Anforderungen im Vorfeld klären: benötigt dein Pferd überhaupt zusätzlich ein Kraftfutter? Welche Ziele sollen mit dem Futter erreicht werden? Welchen Bedarf hat dein Pferd? Welche Rohstoffe sollen im Pferdefutter enthalten, bzw. nicht enthalten sein? Sind bei deinem Pferd gesundheitliche Probleme bekannt, die bei der Fütterung berücksichtigt werden müssen? Leider wissen viele Pferdebesitzer viel zu wenig über die Zusammensetzung des Kraftfutters. Dabei ist gerade diese und damit die Auswahl des richtigen Futters für dein Pferd entscheidend für seine Gesundheit und seine Leistungsbereitschaft. Du hast Fragen zur Zusammensetzung oder wünscht dir eine Futterberatung für dein Pferd? Dann nehme mit der Pavo Fütterungsberatung Kontakt auf. Wie werden die Rohstoffe in der Zutatenliste aufgeführt? Wie bei Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr werden auch die Zutaten im Pferdefutter in der Reihenfolge gelistet, wie sie mengenmäßig enthalten sind. Der erstgenannte Inhaltsstoff ist demnach mit dem größten Anteil enthalten und die letzten Inhaltsstoffe am geringsten. Alle Futtermittelhersteller sind verpflichtet, die Rohstoffnamen in abnehmender Reihenfolge auf der Verpackung oder dem Etikett aufzuführen. Wie wird Kraftfutter für Pferde definiert? Kraftfutter ist eine Mischung aus verschiedenen Inhaltsstoffen, die zusammen eine komplette Ergänzung zum Raufutter bilden. Kraftfutter (in Form von Pellets oder Müslis) werden in der Regel extra Vitamine und Mineralien zugefügt, so dass dieses unter Berücksichtigung der Fütterungsempfehlung eine vollwertige Mahlzeit für dein Pferd ergibt. Die verschiedenen Pferdefuttermittel unterscheiden sich nicht nur in der Zusammensetzung, sondern auch in der Verdaulichkeit und somit dem Nährwert. Welche Rohstoffe werden im Pferdefutter verwendet? Kraftfutter (Pellets oder Müslis) wird aus mehreren Rohstoffen zusammengesetzt. Als Energielieferant wird Getreide wie Hafer, Gerste, Weizen und Mais verwendet. Im Müsli findest du auch viele bearbeitete Varianten von Getreide wie gequetschter Hafer, gequetschte und gepuffte Gerste, Weizen oder Mais. Für extra Eiweiß werden meistens erhitzte Sojabohnen, Sojaschrot oder Erbsen verwendet. Als Ballaststoffquelle eignen sich Sojahüllen, getrocknetes Gras oder Luzerne sehr gut. So gut wie alle zusammengesetzten Kraftfuttersorten enthalten Vitamine und Mineralien. Im Müsli werden diese oft in Form von kleinen Körnern zugefügt. In günstigeren Futtersorten für Pferde finden Sie auch häufig andere Rohstoffe wie Rapsschrot, Maiskleber und Palmenkernsplitter. Als Energiequelle werden oftmals günstigere und weniger schmackhafte Rohstoffe wie Tapioka (stärkereich) und Kokosschrot (fettreich) verwendet. Manchmal werden ebenfalls Rübenschnitzel und Stroh verwendet. Rübenschnitzel sind schmackhaft und nahrhaft, sollten aber grundsätzlich eingeweicht gefüttert werden, um Darmprobleme zu verhindern. Getreide im Pferdefutter „Ein schwer arbeitendes Pferd verdient den Hafer“ ist ein Ausdruck, der vielen bekannt sein wird. Seit jeher wurden Pferde mit dieser Getreidesorte zugefüttert. Hafer und auch anderes Getreide enthält viel Zucker und Stärke. Diese kann von Pferden in schnell verfügbare Energie umgewandelt werden. Die Verdaulichkeit der Stärke ist abhängig von der Getreidesorte. Vermeide eine Überfütterung von zucker- und stärkereichen Futtersorten, denn die Verdauungskapazitäten dieser Nährstoffe sind bei Pferden begrenzt. Erfahre mehr dazu in unserem Ratgeber „Was bewirkt Zucker beim Pferd?“. Einige Getreidesorten müssen zur optimalen Verdauung zuerst einer Hitzebehandlung unterzogen werden, bevor sie vom Pferd gut verwertet werden können. Dieser Prozess ist vergleichbar mit dem Kochen von Speisen z.B. dem Kochen von Kartoffeln. Ein Prozess, der von uns Menschen fast täglich angewandt wird. Durch das Kochen können wir die Stärke aus den Kartoffeln besser verdauen, was im rohen Zustand nicht möglich ist. Gleiches gilt auch für das Getreide im Pferdefutter: Um eine bessere Stärkeverdauung zu erzielen, werden viele Getreidesorten gequetscht, gekocht, gewalzt oder expandiert (gepufft). Ein gutes Beispiel ist Mais: Nach dem Expandieren wird aus dem Mais natürliches Popcorn und die Stärkeverdaulichkeit wird dadurch für das Pferd erheblich verbessert. Getreide wird von den meisten Pferden gern gefressen. Es ist nahrhaft, aber leider auch sehr einseitig. Eine Ration mit ausschließlich Getreide als Pferdefutter ist daher nicht empfehlenswert. Getreide enthält viel Energie, aber auch wenig Vitamine und Mineralien. Hinzukommt, dass einige wichtige Mineralien im Getreide in einem ungeeigneten Verhältnis enthalten sind. Das ideale Calcium-Phosphor Verhältnis für ein Pferd beträgt 2:1. In Getreide ist es aber 1:2. Daher sollte eine reine Getreidefütterung grundsätzlich mit extra Vitaminen und Mineralien (Calcium) ergänzt werden. Der Gesamt-Eiweißgehalt der meisten Getreidesorten ist in Ordnung (8-12%). Allerdings ist die Eiweiß-Zusammensetzung nicht ideal, d.h. der Anteil an essentiellen Aminosäuren ist eher gering. Aufgrund des niedrigen Gehalts an Baustoffen (Eiweiß und Mineralien) ist eine reine Getreidefütterung vor allem für aufwachsende Pferde nicht geeignet. Erfahren Sie mehr zum „Eiweißgehalt im Pferdefutter“ in unserem Ratgeber. Hafer Hafer ist bereits seit Generationen als das ,,Pferdegetreide‘‘ bekannt. Pferde fressen den Hafer gern. Neben viel Stärke und etwas Zucker, besitzt Hafer einen soliden Rohfaseranteil (Bast). Aufgrund dieses großen Bastes ist der Energiewert von Hafer niedriger als von anderen Getreidesorten, denn aus Rohfasern kann ein Pferd weniger Energie gewinnen als aus Stärke. Traditionell bekommen Pferde gequetschten Hafer, wobei die Hülse um den Hafer aufgebrochen wird. Dadurch können die Verdauungssäfte einfacher an die Stärke im Haferkorn gelangen. Tipp: Wenn Ihr Pferd zu schnell und zu gierig frisst, dann vermische den Hafer mit einer Hand voll Luzerne- und/oder Strohhäckseln. Dein Pferd wird dadurch länger kauen, was der Verdauung zu Gute kommt. Gerste Gerste wird im Pferdefutter immer häufiger gebraucht, weil sie viel Energie enthält. Der Bast ist dünner und der Stärkegehalt höher als bei Hafer. Die Stärke von Gerste ist im Vergleich zu Hafer weniger gut verdaulich für Pferde. Daher wird Gerste meistens in eingeweichter, flockiger oder gepuffter Form gefüttert. Weizen Weizen ist viel einseitiger als Hafer oder Gerste. Weizen besitzt nämlich einen sehr dünnen Bast und besteht hauptsächlich aus Stärke. Hierdurch ist der Energiewert hoch, aber es sind kaum Ballaststoffe enthalten. In Kombination mit anderen Getreidesorten können Pferde sehr gut mit Weizen gefüttert werden. Von einer reinen Weizenfütterung ist abzuraten: Weizen ist zu einseitig. Dinkel Dinkel ist eine sehr alte Getreidesorte. Im Gegensatz zu den heutigen Gewächsen wie Weizen, Gerste und Mais, wurde Dinkel nie kultiviert. Es ist also ein sehr ursprüngliches Gewächs. Der ungepellte Dinkel fällt durch seinen hübsch geformten Bast auf. Dieser enthält wertvolle Ballaststoffe, welche die Darmfunktion stimulieren. Der Kern des Dinkels ähnelt dem Weizenkorn stark und kann vom Pferd sehr gut verwertet werden. Mais Mais hat einen ähnlichen Nährwert wie Weizen. Die Qualität der Stärke ist allerdings deutlich anders: Maisstärke wird viel langsamer verdaut als Stärke aus anderem Getreide. Daher sollte das Füttern von ganzen Maiskörnern vermieden werden. In gequetschter oder gepuffter Form (natürliches Popcorn) ist Mais wiederum sehr gut verdaulich. Getreidenebenprodukte im Pferdefutter Weizenkleie Weizenkleie sind Hülsen vom Weizenkorn, die übrigbleiben, nachdem die Stärke zum größten Teil aus dem Korn geholt wurde. Die Stärke wird vor allem in der Lebensmittelindustrie gebraucht und die Weizenkleie vor allem in der Pferdefütterung. Weizenkleie enthält mehr Eiweiß als Getreide (16%), aber die Qualität dieses Eiweißes ist mäßig. Der Stärkegehalt ist niedrig und der Ballaststoffgehalt hoch, wodurch Weizenkleie für Pferde ungefährlich ist. Weizenkleie enthält, genau wie Getreide, wenig Mineralien und das Calcium-Phosphor Verhältnis ist ungünstig. Weizenkleie hat eine abführende Wirkung. Wenn dein Pferd an Durchfall leidet, sollte die Fütterung von Weizenkleie unbedingt vermieden werden. Weizengrießkleie Weizengrießkleie hat einen ähnlichen Nährwert wie Weizenkleie, mit dem Unterschied, dass Weizengrießkleie etwas mehr Eiweiß enthält. Weizengrießkleie wird gern von Pferden gefressen und im Pferdefutter genutzt. Weizenkleber Weizenkleber entsteht bei der Stärkegewinnung aus Weizen. Der Kleber ist eiweißreich und kann darum bei manchen Menschen eine Unverträglichkeit (Glutenintoleranz) verursachen. Bei Pferden ist dies nicht der Fall. Weizenkleber ist aufgrund seines bitteren Geschmacks im Pferdefutter nicht sehr beliebt. Haferflockenabfallmehl Auch Haferflockenmehl besteht aus einem Rest, der bei der Stärkegewinnung aus Haferflocken entsteht. Das Abfallmehl besteht hauptsächlich aus dem Bast des Hafers. Dieser Bast ist schwer verdaulich und liefert dem Pferd wenig Energie. Haferflocken sind ein günstiger Rohstoff und werden darum oft für energiearme Pferdefuttersorten verwendet. Haferflockenabfallmehl riecht muffig und ist vergleichbar mit dem Geruch von nassen Zeitungen. Es wird von Pferden daher nicht immer gern gefressen. Leinsamen Leinsamen enthalten viel Öl (30%) und sorgen für ein schönes, glänzendes Fell deines Pferdes. Leinsamen sollten niemals unbehandelt gefüttert werden, da diese im Rohzustand giftige Stoffe enthalten. Durch Hitzebehandlungen (oder durch Kochen) werden diese Stoffe aufgespalten und sind anschließend vollständig unschädlich. Sobald nach dem Abkühlen ein graues Gelee auf den Leinsamen entsteht, kannst du diesen perfekt füttern. Vermische die Leinsamen mit ein bisschen nasser Kleie oder Kraftfutter. Die Fütterung von Leinsamen eignet sich besonders als natürlicher Magenschutz, z.B. bei Pferden mit Magengeschwüren. Sojabohnen Sojabohnen enthalten viel Eiweiß und sehr gesundes Öl. Für Menschen gilt, dass Sojabohnen gut als Fleischersatz dienen können. Achte in der Pferdefütterung darauf, Sojabohnen nicht unbehandelt zu füttern, denn sie enthalten auch einige schädliche Stoffe. Nach der Erhitzung sind diese Stoffe vollständig unschädlich. Darum werden meistens dampferhitzte oder gepuffte Sojabohnen im Pferdefutter verarbeitet. Pflanzliche Öle im Pferdefutter Pflanzliche Öle werden aus Getreide oder Samen gewonnen. Bekannte Öle, die an Pferde gefüttert werden, sind Leinöl, Speiseöl und Sojaöl. Pferde können alle Öle gut verdauen. Sie liefern Energie und verhelfen zu einem prächtig glänzenden Fell. Wenn ein Kraftfutter kein zugefügtes Öl enthält, können Sie Ihrem Pferd täglich bis zu max. 300ml täglich zufüttern. Um Magen-Darmprobleme zu vermeiden, sollten Sie auf die Beigabe größerer Mengen verzichten. Leinöl Leinöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren und ist sehr gesund. Es ist aber gleichzeitig auch nur begrenzt haltbar. Speiseöl Speiseöl ist eine Mischung aus unterschiedlichen Ölen und kann dementsprechend pro Marke in seiner Zusammensetzung verschieden sein. Sojaöl Dieses Öl ist sehr schmackhaft und stellt weniger Anforderungen an die Aufbewahrung als Leinöl. Sonnenblumenöl Sonnenblumenöl ist recht hitzestabil und stellt ebenfalls geringe Anforderungen an die Aufbewahrung. Sonstige Nebenprodukte im Pferdefutter Auch für die Nebenprodukte von ölhaltigen Samen gilt, dass ein oder mehrere Teile aus dem ursprünglichen Samen stammen. Aus den ölhaltigen Samen werden z.B. Leinöl, Palmöl, Kokosöl und Sojaöl gewonnen. Diese Öle sind in unserer Ernährung vor allem wegen ihres hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure und Linolensäure bekannt. Die Überbleibsel mit spezifischen Merkmalen werden in der Pferdefütterung verwendet. Kokosschrot und Palmenkerne können Theobromin enthalten. Dies gehört zu den verbotenen Dopingstoffen nach dem Reglement der FEI. Leinmehl Leinmehl ist ein Restprodukt aus der Leinölgewinnung. Es enthält viele Ballaststoffe und Eiweiße und wenig Öl. Leinsamen ist bei Pferdehaltern beliebt, aber auch teuer. Auf Verpackungen und in Prospekten wird oft angegeben, dass ein Nahrungsprodukt Leinöl oder sogar Leinsamen enthält. Schaue hier noch einmal genauer nach: In vielen Fällen werden nämlich nicht Leinsamen, sondern das Leinmehl verarbeitet. Dieses Leinmehl enthält zwar viele Eiweiße, aber nur wenig Öl. Kokosschrot Kokosschrot ist ein Restprodukt aus der Kokosölgewinnung. Es enthält viele, teils schwer verdauliche Ballaststoffe. Aufgrund des angebrannten Geruchs finden Pferde diesen Rohstoff nicht besonders schmackhaft. Kokosschrot kann Spuren von Dopingmitteln enthalten (Theobromin). Wenn du laut des Reglements der FEI an einem Turnier teilnehmen möchtest, solltest du diesen Rohstoff unbedingt vermeiden. Palmenkerne Auch für Palmenkerne gilt, dass wenn du laut des Reglements der FEI an einem Turnier teilnehmen möchtest, darf  dein Pferd dieses Nebenprodukt nicht gefressen haben. Dieser Rohstoff kommt in den Produkten von Pavo nicht vor. Sojaschrot Sojaschrot ist ein Restprodukt aus der Sojaölgewinnung. Es ist hervorragend als Eiweißquelle im Pferdefutter geeignet. Eiweißreiche Rohstoffe riechen nicht besonders schmackhaft, werden aber trotzdem gut von Pferden gefressen. Sojahüllen Wenn neben dem Öl auch noch das Eiweiß (Schrot) aus der Sojabohne gewonnen wurde, dann bleibt nur noch die Hülle über. Diese heißen dann „Sojahüllen“. Sojahüllen sind eiweiß- und fettarm, aber ballaststoffreich. Diese Ballaststoffe werden vom Pferd sehr gut verdaut. Sojahüllen sind so gut wie geruchsneutral und werden gut von Pferden gefressen. Wintermöhre Wintermöhren stellen einen wahren Leckerbissen für dein Pferd dar. Sie enthalten vor allem viel Wasser. Dein Pferd wird also von ein paar Möhren am Tag nicht dick. Neben viel Wasser und ein bisschen Zucker, enthalten Möhren natürliche Provitamine A (Betakarotin). Futterrübe Auch Futterrüben enthalten viel Wasser. Sorge dafür, dass die Rüben frei von Sand sind, bevor diese gefüttert werden. Tapioka und Maniok Tapioka und Maniok sind zwei verschiedene Namen für dieselbe Rübe. Tapioka ist reich an Stärke und wird in der menschlichen Ernährung viel für Produkte wie Krabbenbrot verwendet. Pferde schätzen den von Natur aus bitteren Geschmack nicht. Tapioka wird gelegentlich für Pferdefutter verwendet, um den Herstellungspreis zu senken, da Tapioka ein relativ günstiger Rohstoff ist. Kartoffel Kartoffeln wurden früher Arbeitspferden zugefüttert. Einige Pferde reagieren aber allergisch auf Kartoffeln und bekommen Probleme an den Beinen (Kartoffelekzem). Eine Fütterung von rohen Kartoffeln ist nicht empfehlenswert. Melasse Dieser Rohstoff sieht aus wie Sirup. Melasse ist ein Restprodukt der Zuckergewinnung für menschliche Nahrungsmittelprodukte. Melasse wird so gut wie für alle Sorten Kraftfutter gebraucht. Melasse ist ein Geschmacksverstärker, weil sie viel Zucker enthält und ist außerdem ein perfektes Mittel, um feste Pellets zu pressen. Der Zuckergehalt kann von 1 bis 7% variieren. Pferde lieben sie! Rübenschnitzel Rübenschnitzel sind ein Restprodukt aus der Zuckergewinnung. Sie bestehen hauptsächlich aus Ballaststoffen. Diese Ballaststoffe können Pferde sehr gut verdauen und ähneln darum den Sojahüllen. Leider dehnen sich trockene Rübenschnitzelpellets in Wasser sehr stark aus. Bis zu 6 Mal ihres eigenen Volumens! In trockener Form sind Rübenschnitzel daher gefährlich für Pferde. Die Schnitzel müssen immer erst eingeweicht werden (1 Teil Rübenschnitzel mit 4-6 Teilen Wasser), bevor sie an Pferde gefüttert werden. So vermeidest du Darmverstopfungen. Aus einzelnen Rohstoffen entstehen ganze Pferdefuttersorten Bei Pavo gelangt nur die allerbeste Rohstoff-Qualität in die Futtermittel. Von der Anlieferung bis zur Endkontrolle wird stets die Qualität der Pferdefuttermittel überprüft und sichergestellt, damit das Futter für dein Pferd besonders schmackhaft und gesund ist. Pavo weiß, dass sich Pferdebesitzer viele Gedanken darüber machen, wie sie ihr Pferd optimal versorgen können. Denn die richtige Fütterung ist für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit deines Pferdes entscheidend. Ganz gleich, ob dich dein Pferd als Freizeit- oder Sportpartner begleitet oder in der Zucht eingesetzt wird, jedes Pferd hat individuelle Bedürfnisse. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, steckt Pavo viel Energie in die Entwicklung neuer Produkte. Besonders im Fokus steht dabei das Raufutter und seine optimale Ergänzung. Durch die intensive Zusammenarbeit mit renommierten Forschungseinrichtungen und Pferdehaltern kann Pavo dir so ein auf dein Pferd angepasstes Futter mit der optimalen Rohstoff-Zusammensetzung anbieten. Welches Futter für dein Pferd geeignet ist, erfährst du in der Anwendungsübersicht oder mithilfe der Pavo Fütterungsberatung.​
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Fütterung und Gesundheit
Bewegungsapparat des Pferdes
Ein gesunder Bewegungsapparat ist essentiell für das allgemeine Wohlbefinden deines Pferdes und ermöglicht ihm ein schmerzfreies Fortbewegen. Verschiedene Faktoren, wie z.B. Training und Fütterung, können den Bewegungsapparat des Pferdes beeinflussen. Ein falsch belasteter Bewegungsapparat kann unter anderem zu Krankheiten wie Arthrose, Hufrollenentzündung oder Schale führen. Um also sicherzugehen, dass sich dein Pferd weiterhin gesund fortbewegen kann, ist es für dich als Pferdebesitzer erst einmal sehr wichtig zu verstehen, wie der Bewegungsapparat deines Pferdes aufgebaut ist und wie du ihn im täglichen Umgang beeinflussen kannst. Wie ist der Bewegungsapparat des Pferdes aufgebaut?  Der Bewegungsapparat deines Pferdes setzt sich aus einem aktiven und einem passiven Teil zusammen. Zum aktiven Teil gehören die Skelettmuskulatur, welche für die aktiven Bewegungen zuständig ist und die Sehnen. Zum passiven Teil des Bewegungsapparats zählen das Skelett und die Bänder. Der Körper des Pferdes wird durch den aktiven und den passiven Teil zusammengehalten und ermöglicht, dass es sich fortbewegen kann. Störungen im Bewegungsablauf zeigen sich häufig durch Lahmen oder eine unrunde Gangart. Besonders der starke Rückenmuskel und ein kräftiges Nackenband sind sehr wichtig für lockere Bewegungen, eine aktive Hinterhand und genügend Spannung im Pferderücken. Verkrampft beispielsweise der Rückenmuskel deines Pferdes, sind lockere Bewegungen beinahe nicht möglich. Auch wenn dein Pferd beim Reiten vermehrt ins Hohlkreuz gerät, ist Vorsicht geboten. Der Rückenmuskel wird dann extra gefordert, um die Hohlkreuzbewegungen deines Pferdes zu kompensieren. Dies kann auf Dauer zu schmerzhaften Rückenverspannungen führen. Im Idealfall sollte sich der Rücken deines Pferdes beim Reiten aufwölben und schwingen, sodass auch die Hinterhand aktiv werden kann. Dadurch können Nacken- und Rückenmuskel effizienter arbeiten, was dazu führt, dass dein Pferd das Reitergewicht leichter tragen kann. Die Wirbelsäule des Pferdes formt zusammen mit dem Rückenmuskel eine brückenartige Konstruktion mit einer Länge von knapp 3 Metern bei einem Großpferd. Sie besteht aus 7 Halswirbeln, 18 Brustwirbeln, 5-7 Lendenwirbeln, 5 Kreuzwirbeln und 15-21 Schweifwirbeln. Die Wirbelsäule hat die wichtige Aufgabe das empfindliche Rückenmark deines Pferdes zu schützen und die Kraft der Hinterhand in die Vorhand zu übertragen. Auch die Bauchmuskeln sind von großer Wichtigkeit für einen gesunden Bewegungsablauf, da sie den breiten Rücken deines Pferdes stützen und einen Teil seines großen Knochengerüsts tragen. Die Bauchmuskulatur dient somit also als Stütze für das Brückengerüst aus Wirbelsäule und Rückenmuskel. Die Halswirbelsäule deines Pferdes besteht aus einer S-Form, wodurch es seines Hals verlängern, verkürzen und balancieren kann. Je nachdem wie du dein Pferd sattelst oder wie du auf deinem Pferd sitzt, verändert sich sein Körperschwerpunkt, welchen es dann unter anderem mit seinem Hals ausbalanciert. Gelenke Auch eine gute Gelenkfunktion ist unerlässlich für einen gesunden Bewegungsablauf des Pferdes. Ein Gelenk ist die Verbindung aus einem oder mehrerer Knochen. Besonders die Beingelenke deines Pferdes haben essentielle Aufgaben, wie z.B. das Beugen und Strecken. Zusätzlich tragen Gelenke das Gewicht des Pferdekörpers und die Belastungen, die durch Bewegungen entstehen. Bei einer Überbelastung oder Fehlbelastung der Gelenke kann es beispielsweise zu ernstzunehmenden Krankheiten kommen. Besonders Übergewicht ist schädlich für die Gelenke deines Pferdes, da sie durch die zusätzliche Last extra gefordert werden. Sehnen & Bänder Die Sehnen und Bänder deines Pferdes setzen sich aus mehreren Faserbündeln zusammen. Sehnen verbinden Muskeln mit Knochen, während Bänder Knochen mit Knochen oder Knochen mit Sehnen verbinden. Im Gegensatz zu Muskeln ermüden weder die Sehnen, noch die Bänder deines Pferdes nach großer Anstrengung. Besonders starke Sehnen sind wichtig für einen gesunden Bewegungsablauf, da sie für die Beweglichkeit der Gelenke zuständig sind. Die Sehnen deines Pferdes sind prinzipiell sehr reißfest. Allerdings können Sehnen, Sehnenfasern oder Bänder bei einer sehr starken Überbelastung reißen. Aufgrund der größeren Arbeitsintensität sind gerade Sportpferde anfällig für Schäden an Sehnen und Bändern. Um die Sehnen zu schonen und die Dehnbarkeit zu trainieren, kannst du dein Pferd z.B. auf unterschiedlichen Untergründen bewegen. Achte hier allerdings darauf, dass du die Gangarten deines Pferdes an die Bodenverhältnisse anpasst. Auch bei rutschigen oder zu tiefen Untergründen solltest du als Pferdebesitzer stets vorsichtig sein und das Tempo entsprechend zügeln. Auch starke Muskeln dienen als Prävention vor Verletzungen an Sehnen und Bändern. Eine angeschwollene Sehne hingegen gilt immer als Warnsignal und sollte ernst genommen werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Schwellung zu kühlen und deinem Pferd Ruhe zu gönnen, um einen ernsten Sehnenschaden zu vermeiden. Auch eine Begutachtung durch deinen Tierarzt ist hier sehr wichtig und beugt bleibenden Verletzungen vor. Muskeln Dein Pferd hat ca. 250 verschiedene Muskeln, welche durch Sehnenfasern mit dem Knochen verbunden sind und durch das Nervensystem gesteuert werden. So gut wie jede Körperbewegung deines Pferdes benötigt mehrere Muskeln. Kräftige Muskeln sind besonders wichtig, da sie den Bewegungsapparat deines Pferdes stützen und stabilisieren. Die Muskulatur deines Pferdes besteht aus mehreren Muskelfasern. Die Muskelfasern unterscheiden sich in 2 verschiedene Typen: Muskelfasern für ausdauernde Aufgaben und Muskelfasern für Aufgaben, die Kraft erfordern. Je nach Art von Training kann die Leistungsfähigkeit bestimmter Muskelfasern zunehmen. Trainierst du beispielsweise Ausdauer, werden auch hauptsächlich die Muskelfasern für ausdauernde Aufgaben gestärkt. Bei einer starken Überbelastung der Muskeln besteht allerdings die Gefahr auf einen Muskelfaserriss. Um die Muskeln nicht zu überlasten, ist besonders ein gutes Aufwärmprogramm essentiell. Muskelarbeit erzeugt Wärme, was dazu führt, dass die Muskeln besser durchblutet werden und somit auch leistungsfähiger sind. Beim Reiten ist daher gerade die Lösungsphase sehr wichtig für einen gut vorbereiteten Muskel. Auch Vorwärts-Abwärts reiten ist stets eine gute Basis, um alle Muskelgruppen deines Pferdes zu trainieren. Pferde, die über empfindliche Sehnen und Gelenke im Bereich der Vorderhand verfügen, sollten allerdings nicht zu lange in einer extremen Vorwärts-Abwärts Haltung geritten werden, da sonst die Vorderhand überlastet werden kann. Wie der Bewegungsapparat des Pferdes beansprucht wird Der Bewegungsapparat deines Pferdes wird durch unterschiedliche Aufgaben auf verschiedene Weise beansprucht. Weißt du, wie die Bewegungsabläufe deines Pferdes seinen Bewegungsapparat beeinflussen, kannst du ernstzunehmenden Krankheiten wie z.B. Arthrose, Spat oder Schale vorbeugen. Die Grundgangarten Die 3 Grundgangarten fordern den Bewegungsablauf deines Pferdes auf ganz unterschiedliche Weise. Der Schritt wird als langsamste der 3 Grundgarten häufig unterschätzt und oft nur zum Warmreiten am langen Zügel oder als kurzzeitige Pause ausgeführt. Dabei ist gerade das Schrittreiten unbedingt notwendig für einen guten Bewegungsapparat. Schrittreiten hilft beispielsweise bei der Bildung von Gelenkflüssigkeit und beugt so Verletzungen und Gelenkschäden vor. Besonders eine ausreichende Aufwärmphase und gut durchgeführte Schritteinheiten sind daher unumgänglich, für einen gesunden Bewegungsapparat. Auch wenn du dein Pferd longierst, ist eine entsprechende Aufwärmphase im Schritt sehr wichtig für den Gesundheitszustand seiner Gelenke. Es empfiehlt sich also dein Pferd mindestens 10 Minuten im Schritt aufzuwärmen, bevor du in eine schnellere Gangart wechselst. Der Trab gilt als das beliebteste Arbeitstempo vieler Reiter und macht häufig den Großteil einer Reitstunde aus. Für dein Pferd ist der Trab allerdings oft anstrengender als das Schrittreiten oder das Galoppieren. Hier müssen sich die Muskeln auf der linken und rechten Rückenhälfte abwechselnd anstrengen, während die Muskeln im Galopp nahezu gleichzeitig kontrahieren. Die unterschiedliche Muskelbeanspruchung zwischen Trab und Galopp fordert dein Pferd dazu auf, im Rücken loszulassen, wenn ein Übergang geritten wird. Zusätzlich trainieren Übergänge die Kruppen- und die Bauchmuskeln deines Pferdes. Sind diese stark genug, kann dein Pferd seinen Rücken aufwölben und den Reiter gesund tragen. Besonders fließende Übergänge von der Hinterhand ausgehend unterstützen hier den Rücken. Stockende Übergänge hingehen sind eher rückenschädlich. Befindest du dich also gerade in der Lösungsphase oder beschäftigst dich mit einem frisch eingerittenen Pferd, solltest du dich zunächst nur auf einfache Tempoübergänge, wie z.B. vom Schritt in den Trab und wieder zurück, konzentrieren. Gelingen die einfachen Tempoübergänge gut, kannst du dich an größere Übergänge wie z.B. vom Schritt in den Galopp wagen. Das Reiten von sauberen Übergängen zwischen den Grundgangarten sorgt für einen runden Pferderücken, trainiert die Bauchmuskulatur und stärkt außerdem die Muskulatur der Hinterhand. Rückwärtsrichten Das Rückwärtsrichten ist eine beliebte Disziplin in Reitschulen und wird auch oft als „Gehorsamkeitsübung“ bezeichnet. Beim Rückwärtsrichten wird das Pferd dazu verleitet, sein Becken zu kippen. Muss dein Pferd sein Becken kippen, werden die Muskeln, die entlang der Wirbelsäule laufen, gedehnt. Dadurch wird die Stabilität des Rückens gestärkt und eine Haltung im Hohlkreuz vermieden. Ist das Pferd aktiv in der Hinterhand, aber kippt sein Becken nicht, bildet sich ein Hängerücken, welcher den Reiter nicht mehr gesund tragen kann. Daher empfiehlt es sich, bereits in der frühen Ausbildung darauf zu achten, dass dein Pferd nicht nur aktiv in der Hinterhand ist, sondern auch in seiner Beckenbewegung. Die positiven Auswirkungen des Rückwärtsrichtens werden zusätzlich verstärkt, wenn du dein Pferd bergauf rückwärtsrichtest. Da die Hinterhand nun höher steht, wird deinem Pferd eine sehr hohe Körperbeherrschung abverlangt. Hierdurch wölbt das Pferd seinen Rücken und entlastet den Nacken- und Rückenmuskel. Bergauf reiten Das Bergauf reiten wird von vielen Pferden als sehr anstrengend empfunden – und das aus gutem Grund! Besonders die Hinterhand und die Bauchmuskulatur deines Pferdes werden bei dieser Übung sehr gefordert. Ähnlich wie beim Rückwärtsrichten wird das Pferd hier dazu gebracht den Rücken zu wölben. Diese Übung ist daher besonders empfehlenswert für verspannte Pferde, die sich nur schwer im Rücken lösen können. Kann dein Pferd den Rücken rund machen, entlastet es damit seine Nacken- und Rückenmuskulatur. Cavaletti Arbeit Die Arbeit mit Cavalettis gymnastiziert dein Pferd und kräftigt seine Muskeln. Durch das aktivere Anheben der Beine beim Gang über die Cavalettis wird die Hinterhand aktiviert. Außerdem muss dein Pferd nun deutlich höher abfußen als gewöhnlich. Hierfür benötigt es eine hohe Konzentration, was wiederum dazu führt, dass seine Fußarbeit kontrollierter ausgeführt wird. Das Pferd wird also gleichzeitig zum Mitdenken angeregt. Zudem fördert die aktivere Hinterhand das Mitschwingen des Rückens und fordert dein Pferd dazu auf, in einer Dehnungshaltung zu laufen. So trainierst du Anlehnung und Losgelassenheit und bringst dein Pferd gleichzeitig dazu, seine gesamte Rückenlinie aufzuwölben. Hindernisse Das Hinzufügen von Hindernissen in deine Reitstunde bringt Abwechslung und hilft, den Pferderücken zu lockern. Gerade, wenn verschiedene Disziplinen hintereinander ausgeführt werden, wie z.B. Vorwärts-Abwärts reiten und das Überqueren von Hindernissen, entsteht ein Wechsel aus Muskelanspannung und Muskelentspannung. Das führt dazu, dass die Muskeln deines Pferdes besser durchblutet werden und Abfallstoffe nun leichter abtransportiert werden können. Dieser Prozess hat einen deutlich positiveren Einfluss auf den Muskelaufbau deines Pferdes als ein Reiten in kontinuierlicher Spannung. Daher ist es unabhängig von der Disziplin wichtig, dein Pferd zwischen einzelnen Lektionen immer wieder in Dehnungshaltung zu reiten. Gut zu wissen: Pferde, die nicht aktiv im Springtraining sind, sollten nicht zu hoch und nicht zu viel springen. Besonders die Brustwirbelsäule kann bei hohen Sprüngen sehr beansprucht werden. Außerdem wird das Vorderbein, welches nach einem Sprung zuerst auf dem Boden aufkommt besonders stark belastet. Kräftige Gelenke, Muskeln und Sehnen sind also ein unerlässlicher Faktor fürs Springreiten und sollten durch ein entsprechendes Training gefördert werden. Was beeinflusst den Bewegungsapparat deines Pferdes?  Training In erster Linie beeinflusst natürlich die Art und Weise, wie du dein Pferd trainierst seinen Bewegungsapparat. Besonders die Reitweise und die Regelmäßigkeit des Trainings sind ausschlaggebend für den Muskelaufbau deines Pferdes. Trainierst du dein Pferd nicht mehr aktiv, weil es sich zum Beispiel bereits im Ruhestand befindet, solltest du es trotzdem vor allem im Schritt bewegen, da so die Bildung der wichtigen Gelenkflüssigkeit gefördert wird. Besonders bei alten Pferden, deren Gelenke schon viel erlebt haben, ist dies essentiell, um das Risiko auf Arthrose gering zu halten. Außerdem kann auch der Boden auf deinem Reitplatz oder in deiner Reithalle einen Einfluss auf den Bewegungsapparat deines Pferdes haben. Ein Reitplatzboden sollte generell nicht zu tief und nicht zu hart sein, da dies die Gelenke und die Sehnen deines Pferdes belasten kann. Außerdem sollte der Boden natürlich nicht zu matschig und nass sein, da dein Pferd sonst wegrutschen und sich verletzen könnte. Ein idealer Reitplatz Boden sollte federnd aber dennoch trittsicher sein, um die Gelenke deines Pferdes zu schonen. Pferdefütterung Auch die Pferdefütterung hat einen großen Einfluss auf den Bewegungsapparat deines Pferdes. Die Wahl des Pferdefutters beeinflusst in erster Linie den Säure-Basen-Haushalt deines Pferdes. Dieser hat wiederum einen Einfluss auf die Muskel- und die Gewebsstruktur sowie den Stoffwechsel deines Pferdes. Um den Säure-Basen-Haushalt deines Pferdes ausgeglichen zu halten, ist es sehr wichtig, auf eine artgerechte Pferdefütterung mit ausreichend Raufutter zu achten. Außerdem sollte die Kraftfutterration einmal kritisch betrachtet werden, da besonders ein Überschuss von Zucker und Stärke zur Übersäuerung des Pferdeorganismus führen kann. Auch ein ausgeglichenes Calcium-Phosphor-Verhältnis im Futter ist sehr wichtig für die Gesunderhaltung deines Pferdes. Der Pferdekörper kann das Verhältnis von Calcium zu Phosphor selbst nicht ausgleichen, weswegen es umso wichtiger ist, dass es in der richtigen Menge im Futter vorhanden ist. Sollte dein Pferd dauerhaft ein falsches Verhältnis zu sich nehmen, kann dies einen negativen Einfluss auf die Mineralisierung der Knochen und die Kontraktionsfähigkeit der Muskeln zeigen. Achte bei der Wahl deines Pferdefutters daher immer auf ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von ca. 2:1 oder ergänze die jeweilige Komponente durch ein Ergänzungsfutter. Darüber hinaus hat auch das Gewicht deines Pferdes einen erheblichen Einfluss auf seinen Bewegungsapparat. Übergewicht belastet die Gelenke und sollte für einen gesunden Bewegungsablauf vermieden werden. Außerdem wird so auch das Risiko auf Wohlstandskrankheiten wie Hufrehe, EMS, oder Cushing minimiert. Bei akuten Störungen des Bewegungsapparats kannst du dein Pferd zusätzlich mit bestimmten Ergänzungsfuttermittel unterstützen. Empfehlenswert sind hier beispielsweise Produkte zur Versorgung beanspruchter Muskeln, zum Muskelaufbau oder zur Bildung von Gelenkflüssigkeit bei Arthrose. Genetische Vorbelastung Verschiedene Pferderassen unterscheiden sich im Aufbau ihrer Muskulatur und im Bindegewebe. Aus diesem Grund verfügen manche Pferderassen auch über besondere Gangarten, wie der Tölt bei Islandpferden oder anatomische Ausgeprägtheiten, wie der kräftige Hals eines P.R.E. oder typische Krankheitsbilder. Auch die Tragfähigkeit bzw. die Belastbarkeit kann sich selbst bei Pferden derselben Größe stark nach ihrer Anatomie unterschieden. Zum Beispiel verfügt ein kräftiger Kaltblüter in den meisten Fällen über eine viel höhere Tragfähigkeit als ein zierlicher Vollblüter. Einzelne Muskelfasern können hier natürlich durch ein angepasstes Training gestärkt werden, um beispielsweise die Belastbarkeit zu erhöhen. Allerdings bleibt die genetische Vorbelastung immer gegeben, weswegen ein robuster Kaltblüter nicht als Rennpferd eingesetzt wird und ein Islandpferd keine hohen Springparcoure bewältigt.   Wenn der Bewegungsapparat Probleme bereitet  Komplikationen im Bewegungsapparat zeigen sich meist durch Lahmem und sind für dein Pferd sehr unangenehm und schmerzhaft. Zahlreiche Krankheiten können die Ursache sein, wenn der Bewegungsapparat deines Pferdes Probleme bereitet: Arthrose Arthrose ist gerade bei älteren Pferden eine gefürchtete Krankheit und wird häufig auch als „Verschleißkrankheit“ bezeichnet. Leidet dein Pferd unter Arthrose, produziert sein Körper nicht mehr genügend Gelenkschmiere. Dadurch wird der Gelenkknorpel des Pferdes abgenutzt, was im späten Stadium der Arthrose dazu führt, dass befallene Knochen direkt aufeinander reiben. Diese Reibung verschleißt dann die betroffenen Knochen und ist zudem sehr schmerzhaft für dein Pferd. Bei Pferden mit Arthrose ist die Fütterung eines Ergänzungsfuttermittels sinnvoll, welches den Gelenkknorpel und die Bildung der Gelenkflüssigkeit unterstützt. Wichtige Nährstoffe für die Versorgung von Gelenken und Knorpel bei Pferden mit Arthrose sind zum Beispiel Kollagen, Glucosamin, Chondroitin, Hyaluronsäure und MSM. Spat Spat ist eine Form von Arthrose, bei der ein oder beide Sprunggelenke betroffen sind. Es handelt sich hierbei um eine chronische Erkrankung, die deinem Pferd mal mehr und mal weniger zu schaffen macht. Spat äußert sich häufig durch Lahmheit und ein dickes, heißes Sprunggelenk. Das Sprunggelenk deines Pferdes dient prinzipiell dazu, den Druck, der durch Belastung entsteht abzufangen. Wird das Sprunggelenk deines Pferdes nun aber stark überbelastet, kann es vermehrt zu Stauchungen und Belastung der Gelenkbänder kommen. Diese Belastung begünstigt die Entwicklung von Spat, weswegen häufig Sportpferde, ältere Pferde oder Pferde mit schmalen Sprunggelenken betroffen sind. Auch Übergewicht erhöht das Risiko auf Spat, da so die Sprunggelenke zusätzlich belastet werden. Zudem fördert ein unausgeglichenes Calcium-Phosphor-Verhältnis im Futter die Bildung von Spat. Nimmt dein Pferd durch sein Futter große Mengen an Phosphor, aber zu wenig Calcium zu sich, wird der Knochen nicht ausreichend mineralisiert. Dies fördert dann die Bildung von Spat. Daher empfiehlt es sich, immer auf ein ausgeglichenes Calcium-Phosphor-Verhältnis von ca. 2:1 im Pferdefutter zu achten. Schale Auch Schale ist eine Form der Arthrose. Man spricht hier von einer chronischen Entzündung, bei der es zu Knochenzubildungen am unteren Pferdebein kommt. Schale äußert sich oft durch Lahmheit oder einer schmerzhaften, heißen Schwellung. Ursachen für Schale sind meist eine dauerhafte Fehlstellung oder Überbelastung. Eine zu starke Belastung der Pferdebeine können die Knochenhaut stark reizen. Als Folge dessen bildet sich neues Knochengewebe, welches oftmals in die Gelenkspalte des Pferdes hineinragt. Dort entsteht dann eine starke Reibung, die den Knorpel beschädigt und deinem Pferd Schmerzen bereitet. Eine sichere Diagnose von Schale erhältst du allerdings nur mit Hilfe von Röntgenbildern. Um Schale zu behandeln, werden vielen Pferden schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente verordnet. Eine Ruhephase von ca. 4 Wochen ist hier oft unumgänglich. Die Behandlungsdauer von Schale kann je nach Krankheitszustand variieren und sollte immer in Absprache mit deinem Tierarzt erfolgen. Hufrollenentzündung Die Hufrolle des Pferdes besteht aus dem Strahlbein, dem Hufrollenschleimbeutel und der tiefen Beugesehne. Entzünden sich ein oder mehrere Bereiche der Hufrolle, spricht man von einer Hufrollenentzündung. Diese Entzündung ist sehr schmerzhaft für dein Pferd und zeigt sich meist durch flache, kurze Bewegungen, welche auch dem Bewegungsapparat deines Pferdes auf Dauer schaden können. Mögliche Ursachen einer Hufrollentzündung sind zu kurze Hufe, eine Überlastung der Vorderhand und wenig Auslauf. Es gibt viele unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten der Hufrollenentzündung, die immer individuell entschieden werden sollte. Zum Beispiel kannst du dein Pferd orthopädisch beschlagen lassen oder es mit durchblutungsfördernden und entzündungshemmenden Ergänzungsfuttermitteln unterstützen.
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Fütterung und Gesundheit
Konditionssteigerung beim Pferd
Die Kondition eines Pferdes ist das Verhältnis zwischen Muskeln und Fett im Hinblick auf die allgemeine Aufgewecktheit, Verhaltensnormalität und Ausdauer. Die Kondition kann durch die richtige Ernährung und ein auf dein Pferd ausgerichtetes Training gesteigert werden. Dafür benötigst du vor allem Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen. Viele gehen davon aus, dass ein Pferd von Natur aus ein starkes, muskulöses und ausdauerndes Tier ist. Dabei wird die Kondition vor allem durch Ernährung und Bewegung beeinflusst. Vor allem nach einer längeren Trainingspause wird ganz deutlich, wie schnell auch bei Pferden die hart antrainierte Kondition wieder abschwächt. Gründe für längere Trainingspausen können sein, dass nach der Turniersaison und über den Winter das Sportpferd eine Ruhepause bekommt oder aber auch wegen Krankheit. Ein Konditionsabfall bedeutet, dass dein Pferd schneller aus der Puste kommt und es auch weniger Leistung erbringen kann, als du es eigentlich von ihm gewohnt bist. Wenn du die Kondition deines Pferdes steigern möchtest, dann gibt es zwei Stellschrauben, an denen du drehen kannst: die richtige Ernährung in Kombination mit einem auf dein Pferd ausgerichtetes Training. Bei der Konditionssteigerung geht es nicht immer nur um Sportpferde. Jedes Pferd, egal ob Freizeit- oder Sportpferd, benötigt für jede Disziplin eine entsprechende Grundkondition, die dann je nach Leistungsniveau gesteigert wird. Wenn dein Pferd z.B. monatelang nur auf der Weide gestanden hat und auch sonst ein relativ entspanntes Pferdedasein genießen darf, ist es nicht angemessen, es ohne Training direkt in einen 4-Stunden-Ausritt mitzunehmen. Gleiches gilt für ein Sportpferd, welches z.B. ohne Trainingsaufbau nach einer Krankheitsphase direkt wieder auf S-Klasse-Turnierniveau in der Dressur geritten wird. Eine rapide Leistungssteigerung ohne entsprechende Kondition ist für dein Pferd nicht gesund und fördert das Risiko einer Übersäuerung der Muskulatur. Achte daher grundsätzlich sowohl auf eine bedarfsgerechte Fütterung als auch auf ein auf dein Pferd abgestimmtes Trainingsprogramm. Respektiere die natürlichen Grenzen deines Pferdes: zum einen ist nicht jedes Pferd für jede Disziplin geeignet und zum anderen ist die Kondition nicht unendlich ausschöpfbar. Außerdem können auch Pferde hin und wieder einmal „schlechte Tage“ haben. Zudem spiegeln sich Krankheiten und natürlich das steigende Alter in der Leistungskurve wieder. Steigerung der Kondition durch das richtige Pferdefutter Viele Pferdebesitzer denken, dass durch eine gesteigerte Energieaufnahme auch die Kondition automatisch gesteigert werden kann. Aber so einfach ist es leider nicht. Wenn lediglich der Fett- oder Kohlenhydratanteil einer Futterration erhöht wird, steigt zwar der Energieanteil, es kann aber zu einem Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch kommen. Die Folge können Fettablagerungen sein. Es kommt also auf das richtige Nährstoffverhältnis, die Eigenschaften deines Pferdes und dem Energieverbrauch an. Die Fütterung des Pferdes zur Steigerung seiner Kondition ist eine komplexe Angelegenheit, und es gibt einige Faktoren, die berücksichtigt werden müssen: Energieaufnahme Energieverbrauch Proteine zum Muskelaufbau Kohlenhydrataufnahme Fettaufnahme Mineralien Spurenelemente Vitamine Damit die Kondition gesteigert werden kann, müssen Nährstoffe im ausgeglichenen Verhältnis zugeführt werden. Mit dem richtigen Trainingsplan können die Nährstoffe vom Pferd dann auch ideal genutzt werden: Aminosäuren bilden die Grundlage für Proteine, die maßgeblich am Muskelaufbau beteiligt sind, Kohlenhydrate dienen der schnellverfügbaren Energie und die Fette werden eingelagert und als langsam verfügbare Energie wieder freigesetzt. Hierdurch hat dein Pferd einen ausgeglichenen Energiehaushalt, um sein biochemisches System aufrechtzuerhalten. Du möchtest mehr darüber erfahren, welche Energiequellen vor allem Sportpferde benötigen? Dann lese dazu auch unseren Beitrag „Energie im Futter für Sportpferde“. Gerade beim Thema „Konditionssteigerung“ oder auch „Konditionserhalt“ ist es wichtig, genau über den Verdauungstrakt von Pferden informiert zu sein, so dass du weißt, wie Pferde welche Nährstoffe nutzen können. Das Geheimnis einer gesunden Ernährung ist nämlich in erster Linie eine gute Raufütterung. Aus natürlichen raufaserreichen Futtermitteln kann dein Pferd am besten Energie ziehen, um seine Kondition optimal durch die Ernährung zu verbessern. Die Basis einer guten Raufütterung bildet Heu in ausreichender Menge und Qualität. Sollte eine ausreichende natürliche Raufütterung durch Heu, Gras und Stroh nicht möglich sein oder dein Pferd diese aufgrund schlechter Zähne nicht mehr richtig fressen kann, so kann die Raufütterung auch teilweise durch entsprechende Futtermittelsorten ersetzt werden. Neben Heucobs eignen sich auch rohfaserreiche Zuckerrübenschnitzel, idealerweise in entzuckerter Form, wie z.B. Pavo SpeediBeet oder Pavo FibreBeet. Sie enthalten keine Stärke, nur 5% Zucker, aber dafür viele gesunde Ballaststoffe. Die Zuckerrübenschnitzelflocken werden eingeweicht verfüttert und sind für dein Pferd eine hervorragende Quelle langsam freiwerdender Energie. Auch getreidefreie, strukturreiche Kräutermischungen, wie z.B. Pavo Care4Life, sind bestens zur Ergänzung einer nicht ausreichenden Raufütterung geeignet. Die Raufasern sorgen für eine verbesserte Nährstoffverfügbarkeit im Dünndarm und einer damit erhöhten Aufnahme von Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Mineralstoffen und Vitaminen. Dies ist wichtig für einen guten Konditionsaufbau. Zusätzlich wird die Fermentierung und Nährstoffverfügbarkeit im Enddarm aufgrund erhöhter mikrobieller Tätigkeit verbessert. Solltest du unsicher bei der Fütterung deines Pferdes sein oder möchtest erfahren, welche Fütterung für dein Pferd ideal ist, dann kontaktiere die Pavo Fütterungsberatung.  Grundlagen für einen Trainingsplan zur Konditionssteigerung Bevor du mit einem Trainingsplan startest, solltest du den IST Trainingsstand deines Pferdes untersuchen. Wie ist die aktuelle Kondition und Verfassung deines Pferdes? Falls sich die Kondition verschlechtert hat, welche Gründe liegen vor? War dein Pferd krank oder hatte es eine längere Trainingspause? Wie alt ist dein Pferd? Was sind deine Trainingsziele? Und wie realistisch ist die Umsetzung dieser Ziele mit deinem Pferd? Eine Konditionssteigerung geht grundsätzlich einher mit einem Fitness- und Muskeltraining. Gerade beim Reiten ist eine gut ausgebildete Rückenmuskulatur wichtig, damit dein Pferd dich auch gut und gern tragen kann. Wichtig zu wissen: Von Natur aus ist der Körper und somit der Rücken des Pferdes nicht dafür ausgelegt, einen Reiter zu tragen. Wenn die Rückenmuskulatur zu schwach ist, kann ein Pferd schnell unter Verspannungen und Schmerzen leiden. Daher ist ein langsames und effizientes Rückentraining entscheidend für den weiteren Trainings- und Erfolgsverlauf. Starte immer langsam und schonend mit dem Training, wenn dein Pferd aus einer längeren Pause zurückkommt oder du mit dem Training deines Pferdes für eine neue Disziplin beginnst. Tipp: Starte dein  Training doch mit einem abwechslungsreichen Bodenarbeitsprogramm, um die Grundfitness und die Grundmuskulatur deines Pferdes aufzubauen. Hierdurch kann dein Pferd optimal auf die reiterliche Beanspruchung vorbereitet werden. Außerdem stärkt eine gute Bodenarbeit die Kommunikation und somit die Bindung zwischen Mensch und Pferd.   Training und Haltung: Auch die Haltungsbedingungen können die Kondition deines Pferdes beeinflussen. Wird dein Pferd in Offenstallhaltung mit täglich ausreichendem Weidegang gehalten, so wird es automatisch schon eine bessere Grundkondition haben als Pferde in reiner Boxenhaltung. Die Begründung ist ganz einfach: Pferde beschäftigen sich von Natur aus bis zu 16 Stunden täglich mit der Nahrungsaufnahme. Hierbei sind sie ständig in Bewegung und legen somit auch auf der Weide täglich mehrere Kilometer zurück.   Training und Pferdetyp: Die Disziplin sollte zum Typen, bzw. zur Rasse deines Pferdes passen. Ein Traber wird sich daher immer schwerer tun, eine gesetzte Galopp-Passage zu zeigen als ein typisch Dressur gezogenes Pferd. Ebenso wird ein Galopper niemals der Champion im Trabrennsport werden können. Achte bei der Arbeit mit deinem Pferd auch darauf, ob es überhaupt Freude an dem hat, was du von ihm abverlangst. Auch die Psyche trägt dazu bei, ob sich ein Pferd zur Konditions- und Leistungssteigerung motivieren lässt oder nicht. Verlange nicht zu viel auf einmal von deinem Pferd und vermeide negative Motivation. Ein Zeichen dafür, dass es deinem Pferd gerade zu viel wird, können Zähneknirschen, Kopfschlagen, Zungenspielen und der Verlust des Vorwärtsdranges sein. Hier solltest du die Trainingszeit für die nächste Einheit ggf. reduzieren, eine kurze Pause einlegen oder einfach mal eine Spaßstunde einlegen, damit dein Pferd sich sowohl körperlich als auch mental wieder regenerieren kann.   Training und Alter: Das Alter spielt eine wichtige Rolle für das Training. Generell sollten junge Pferde unter 3 Jahren sich auf der Koppel austoben dürfen statt diszipliniert in der Reithalle arbeiten zu müssen. Ein zu früher Trainingsbeginn kann sowohl für die Psyche als auch für den Bewegungsapparat des Pferdes negativ sein. Ebenso solltest du ein älteres Pferd nicht mehr überfordern. Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich der Stoffwechsel und die Leistungsfähigkeit sinkt. Vor allem der Nährstoffbedarf verändert sich mit dem Alter der Pferde. Passe daher die Fütterung deines älter werdenden Pferdes rechtzeitig an, um den Konditionserhalt zu sichern. Erfahre mehr dazu in unserem Ratgeber „Alte Pferde richtig füttern“. Training und Krankheiten: Krankheiten können ebenfalls die Kondition beeinflussen und sind ein beschränkender Faktor für deinen Trainingsplan. Leidet dein Pferd z.B. unter Asthma oder Arthrose, sollten die Trainingseinheiten kürzer sein und die Steigerung langsamer erfolgen. Verlange nicht zu viel von einem kranken Pferd, denn es wird nie dieselbe hohe Leistungsgrenze wie ein gesundes Pferd erreichen. Ein gesundes Pferd sollte folgende Trainingsstunde gut durchhalten: 30 Minuten Schritt, 20 Minuten Trab und 10 Minuten Galopp. Wichtig ist der Wechsel zwischen Belastung und Erholung (Intervalltraining). Die Belastungsphase in einem Training sollte ca. 10  Minuten nicht übersteigen. So lange dauert auch eine Spring- und Dressurprüfung. Mache zwischen den Trainingseinheiten regelmäßige Pausen, so können sich die Muskeln deines Pferdes wieder entspannen. Folgende Tipps können wertvoll für dein Training sein: Abwechslungsreicher Trainingsplan: Erstelle für dich und dein Pferd einen Trainingsplan. Dies kann helfen, den Überblick zu behalten. Du musst dir nicht vor jeder Einheit überlegen, wie du heute mit deinem Pferd trainieren möchtest. Bringe ruhig Abwechslung in deinen Plan. So bleibt das Training für dich und dein Pferd attraktiver und verschiedene Fähigkeiten des Pferdes werden trainiert.    Sattellage kontrollieren: Durch die Steigerung der Kondition erhöht sich die Muskelmasse und die Körperformen des Pferdes verändern sich. Durch die Veränderungen ist es wahrscheinlich, dass der Sattel nicht mehr korrekt sitzt. Lasse daher den Sattel regelmäßig von einem Fachmann überprüfen. Massagen für die Muskeln: Muskeln müssen sich nach einem anstrengenden Training wieder entspannen. Hierdurch werden sie optimal durchblutet, was den Muskelaufbau begünstigt. Massagen können zur Entspannung der Muskeln beitragen und sind eine zusätzliche Belohnung für dein Pferd. Alternative Trainingseinheiten: Wer viel trainiert, der darf sich auch mal eine Auszeit gönnen. Plane daher ruhig regemäßig Alternativen wie Ausritte zum See oder im Wald ein. Dies schafft Abwechslung und steigert die Bindung zwischen dir und deinem Pferd.
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Fütterung und Zucht
Fütterung von Hengsten während der Decksaison
Wenn ein Pferd als Vater ausgesucht wird und als Deckhengst seinen „Mann“ stehen muss, so ist dies etwas ganz Besonderes. Es werden an ihn dann auch besondere Forderungen und Ansprüche gestellt. Ein Deckhengst wird aufgrund seiner guten Vererbungsqualität die kommenden Generationen wesentlich mitbestimmen. Ein Deckhengst muss sich ständig unter Beweis stellen und kann sich nicht auf die Beurteilung der Kommission beim Körverfahren ausruhen. Wenn der Hengst im Frühjahr täglich „abgesamt“ wird und außerdem noch im Training steht, so ist dies für ihn eine zusätzliche körperliche und psychische Belastung. Wenn die Leistungsanforderung steigt, so steigt auch der Energiebedarf des Hengstes. Meist kann dieser Bedarf dann nicht mehr ausschließlich über das Raufutter abgedeckt werden, da gerade der Bedarf an stressrelevanten Nährstoffen steigt. Diese Nährstoffe sollten in der Fütterung von Deckhengsten nicht fehlen Hengste haben speziell in der Decksaison einen höheren Energie- und Eiweißbedarf als sonst. Dies gilt insbesondere, wenn die Pferde zusätzliche noch im Reitsport eingesetzt werden. Da die Basis einer guten Fütterung aus Raufutter besteht, empfiehlt es sich hierbei in jedem Fall regelmäßige Raufutteranalysen vorzunehmen, um die Qualität und den Nährstoffgehalt genau bestimmen zu können. Diese Analysenwerte dienen der Grundlage zur Bestimmung, ob dein Hengst neben Mineralstoffen noch ein Zusatzfutter benötigt oder bereits über das Raufutter ausreichend versorgt wird. Raufutter Einige Heusorten verfügen nicht über eine ausreichende Qualität, die Deckhengste oder auch Zuchtstuten benötigen. Der Anteil an verdaulichem Rohprotein sollte speziell im Heu für Deckhengste bei mindestens 60g verdaulichem Rohprotein pro kg Trockenmasse liegen. Unsere Ergebnisse aus regelmäßig durchgeführten Raufutteranalysen haben jedoch gezeigt, dass viele Heuproben diesen Anteil nicht erreichen. In 30% der Fälle ist der Wert nicht ausreichend. Die Ursachen hierfür sind z.B., dass die Heuwiesen immer weniger gedüngt und das Heu immer später gemäht wird. Aber gerade das „naturbelasse“ Heu enthält weniger Nährstoffe, die vor allem für Hengste in der Decksaison wichtig sind. Eine gute Qualität des Raufutters und die Zufütterung eines bedarfsgerechten Kraftfutters sind also unerlässlich, um eine optimale Versorgung der Deckhengste zu gewährleisten. Eine gesunde Grundfütterung bietet außerdem die Basis für eine gesunde Darmflora. So wird die Bildung körpereigener B-Vitamine sichergestellt. Durch die B-Vitamine, Folsäure, Vitamin B6 und B12 erhöht sich auch die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien. Eiweiß Gerade auch dem Eiweißgehalt im Raufutter sollte besondere Beachtung geschenkt werden. Bei einem Deckhengst solltest du eine ausreichende Proteinzufuhr sicherstellen und zusätzlich zum Heu ein Kraftfutter mit einem erhöhten Eiweißgehalt (min. 16%) füttern. Das Eiweiß, bzw. die essentiellen Aminosäuren, ist verantwortlich für alle lebenswichtigen Funktionen und einen gesunden Muskelaufbau. Pavo TopSport ist ein Müsli, dass als Ergänzungsfuttermittel mit 18% verdaulichem Rohprotein eine gute Eiweißzufuhr gewährleistet und somit einen Hengst in der Decksaison ideal unterstützt. Vitamine und Mineralstoffe Die Versorgung eines Zuchthengstes mit Mineralstoffen und Vitaminen unterscheidet sich durchaus zu der von anderen Pferden. Denn gerade zur Erhaltung der Spermaqualität, solltest du bei der Fütterung eines Mineralfutters auf hochwertige, natürliche Produkte achten, die eine gute Bioverfügbarkeit und eine optimale Versorgung mit Spurenelementen sicherstellen. Große Calciummengen hingegen können die Resorption der Spurenelemente hemmen und sich so kontraproduktiv auf die Samenqualität auswirken. Achte daher darauf, dass die Fütterung keinen Überschuss an Calcium enthält. Eine wichtige Rolle in der Fütterung eines Deckhengstes spielen auch die stress- und muskelrelevanten Nährstoffe. Du solltest hier auf eine ausreichende Versorgung mit Magnesium achten. Für die Leistungsfähigkeit und Muskulatur deines Pferdes ist Magnesium unverzichtbar. Häufig wird dieser Mineralstoff als Power-, Muskel- oder auch Anti-Stress-Mineral bezeichnet. Grundsätzlich sprechen wir beim Samen, ebenso wie bei Eiern und Milch, von einem tierischen Leistungsprodukt. Nachgewiesenermaßen ist die Höhe der Versorgung mit Spurenelementen ausschlaggebend für den Gehalt eben dieser im Produkt. Sprich, die Lebensfähigkeit der Samen hängt von einer ausreichenden Nährstoffzufuhr ab. Dies auch, damit der Samen als eigenständige Zelle eine gute Lebensfähigkeit hat. Der Zinkgehalt im Sperma ist besonders hoch und sorgt für die Lebensfähigkeit der Spermien. Öl in der Fütterung Für die Samenbildung benötigen Deckhengste außerdem essentielle Fettsäuren. Diese liefern z.B. Sonnenblumenkerne, Leinsaat oder Maiskeime. Die Öle sind besonders reich an ungesättigten Fettsäuren. Diese haben die Aufgabe, mit ausreichend vorhandener Zinkversorgung, Prostaglandin E1 zu bilden. Bei Prostaglandinen handelt es ich um hormonähnliche Stoffe mit vielfältigen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Diese beeinflussen das Verhalten, regulieren die Entzündungssubstanzen im Körper des Pferdes, erweitern die Gefäße und sorgen für ein stabiles Immunsystem. Der Nervenstoffwechsel und der gesamte Fortpflanzungszyklus werden durch Vorhandensein dieser Prostaglandine positiv beeinflusst. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. in Leinöl enthalten, sorgen für eine gute Grundlage beim Aufbau der Zellmembran und somit auch für gesunde und strapazierfähige Spermien. Erfahrene Hengste, die in Ruhe abgesamt werden, verlieren hierbei nicht unbedingt viel an Gewicht und benötigen somit auch keine zusätzliche Energie. Junge, unerfahrene Hengste sind zu Beginn ihrer Karriere allerdings oft noch sehr aufgeregt und ihre Hormone spielen verrückt. Diese Aufregung kostet den Jungspunden viel Kraft und Energie, wodurch sie leicht abmagern und in den Flanken einfallen können. Öle sind dann eine sehr gute Energiequelle und Sorgen für schönen Glanz im Fell. Anfang Oktober 2014 gab es auf der EWEN 2014 in Leipzig einen interessanten Vortrag über die Fütterung von Hengsten (Rodriques et al, Proceedings of the 7th Equine Workshop on Equine Nutrition 2014). Die Forscher interessierten sich vor allem für den Einfluss der Ernährung auf die Qualität des Spermas. In einer Untersuchung mit 10 Hengsten wurde überprüft, ob sich das Hinzufügen von 150ml Leinöl zu der Tagesration positiv auf die Qualität des Spermas auswirkt. Die Forscher fanden heraus, dass nach dem Auftauen des Spermas, die Spermaqualität der Hengste, denen Leinöl mit ihrer Tagesration verabreicht wurde, erheblich besser war. Der positive Effekt wird vor allem den Omega-3-Fettsäuren zugeschrieben, die einen wichtigen Beitrag zur Flexibilität der Spermamembran leisten. Antioxidanten / Beta-Carotin Wer seinem Pferd Öle füttert, sollte auch auf eine gute Versorgung mit Antioxidanten (Vitamin E, C, Selen und sekundäre Pflanzenstoffe) achten. Denn Öle oxidieren leicht im Stoffwechsel bei ihrem Umbau und dabei können Peroxide entstehen, die mit antioxidativen Wirkstoffen abgefangen werden sollten. Grundsätzlich gilt Vitamin E als Fruchtbarkeitsvitamin und sollte bei der Fütterung eines Hengstes gerade zur Deckungszeit nicht fehlen. In natürlicher Form kommt dies überwiegend in Weizenkeimen vor. Ein Mangel an Vitamin E kann zu Unfruchtbarkeit führen. Die Zufütterung von Antioxidanten bewirkt zusätzlich eine Leistungssteigerung und Stabilisierung der Gesundheit des Hengstes. Wichtig für die Spermabildung und dessen Qualität ist auch die Versorgung des Hengstes mit Beta-Carotin. Dies kommt in frischem Grünfutter ausreichend vor. Wenn ein Deckhengst jedoch nicht die Möglichkeit hat auf einer Koppel zu grasen, so sollte frisches Grünfutter und auch Möhren zu gefüttert werden, um die Versorgung mit Beta-Carotin ausreichend zu decken. Welche Faktoren haben Einfluss auf die Spermienqualität? Fortpflanzung ein Wunderwerk der Natur Wenn ein junger Hengst gekört ist, hat er die Aufgabe Samen für die Zucht zu liefern. Beim Samenerguss produziert ein Hengst rund 6 Mio. Spermien. Die Spermiogenese dauert ca. 50 Tage und ist ein hormonell gesteuerter Stoffwechselvorgang in den Keimzellen des Hengstes. Damit nun ein neues Lebewesen entstehen kann, muss sich der Chromosomensatz im Zellkern des Hengstes mit dem Zellkern des Eies der Stute verbinden. Aus dem doppelten Chromosomensatz entsteht dann der Fötus und später das Fohlen. Auch ein Hengst kennt Frühlingsgefühle und so ist die Fortpflanzungsbereitschaft, gemessen am Gehalt des Geschlechtshormons Testosteron, im Mai am höchsten und in den Monaten Oktober, Dezember und Januar eher gering. Bei eventuellen sexuellen Reizungen sind hier jedoch Schwankungen möglich. Mit guter Fütterung erfolgreich in der Zucht Wer als Pferdehalter mit Hengsten und deren Fortpflanzung einen Großteil seines Lebensunterhaltes verdienen möchte, der sollte besonders auf eine ausgewogene Fütterung seiner Hengste achten. Gutes Futter = Gutes Sperma = Gute Fortpflanzung Ist der Deckhengst mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, so liefert er mit seinem Samen den Grundstein für ein gesundes kraftvolles Fohlen. Wenn du noch Fragen hast, wie du deinen Hengst speziell in der Decksaison mit allem Wichtigen vorsorgen kannst, so steht dir die Pavo Fütterungsberatung gern beratend zur Seite. Alles in allem gilt aber wie so häufig, den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren, nämlich den auf dein Pferd. Überprüfe seinen tatsächlichen Bedarf an Futter und Haltungsansprüchen und versuche, diesen bestmöglich gerecht zu werden. Wenn dann noch eine gute Atmosphäre herrscht, klappt es auch mit dem Nachwuchs.
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Fütterung und Gesundheit
Mögliche Formen der Pferdehaltung
Pferde sind von Natur aus Herdentiere mit einem großen Bedürfnis an sozialen Kontakten. Außerdem haben sie einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang. Dies haben sie noch von ihren Vorfahren übernommen, die in freier Natur ständig auf der Suche nach Futter und Wasser waren und sich hierbei bis zu 16 Stunden am Tag fortbewegten. Ausreichende Bewegung und der Kontakt zu Artgenossen sind daher auch heute noch besonders wichtig für eine artgerechte Pferdehaltung. Die größten Unterschiede liegen heutzutage vor allem in der Boxen- und Offenstallhaltung. Beide Haltungsformen zeigen verschiedene Vor- und Nachteile. Auch unterschiedliche Abwandlungen oder Kombinationen sind möglich. Informiere dich ausreichend zu den Unterstellmöglichkeiten für dein Pferd, so dass du entscheiden kannst, welche Haltungsform den individuellen Bedürfnissen deines Pferdes am besten gerecht werden und natürlich auch zu deinen Ansprüchen passt. Boxen- vs Offenstallhaltung  Boxenhaltung Boxenhaltung bedeutet, wie der Name schon sagt, dass dein Pferd für eine bestimmte Zeit des Tages in einer geschlossenen Pferdebox gehalten wird. Eine Pferdebox ist durchschnittlich mind. 3,50 m x 3,50 m groß und sollte deinem Pferd genug Freiraum bieten, sich entspannt hinzulegen, umzudrehen und ein paar Schritte zu gehen. Je nach Weide-, Paddock-, und Reitzeiten kann der Zeitraum, den dein Pferd in der Box verbringt, täglich variieren. Viele Pferdebesitzer lassen ihre Pferde auch den ganzen Tag über auf dem Paddock oder auf der Weide und holen sie nur über Nacht in den Stall. Im Herbst und Winter hat das zum Beispiel den Vorteil, dass dein Pferd trocken und geschützt stehen kann, wenn das Wetter draußen sehr ungemütlich ist und die Außenanlage aufgrund der Witterung sehr matschig ist. Allerdings ist die Boxenhaltung bei vielen Pferdebesitzern umstritten, da das Pferd seinem ständigen Bewegungsdrang nicht effizient genug nachgehen kann. Trotzdem gibt es einige Gründe, die für eine Haltung in der Box sprechen. 1. Verminderung des Verletzungsrisikos Pferde mit einem hohen Temperament, die dazu neigen ständig wild über die Wiesen zu tollen, können durch eine begrenzte Haltung in der Box ihr Verletzungsrisiko minimieren. Auch dein Sportpferd, welches am Wochenende ein wichtiges Turnier bestreiten soll, hat ein geringeres Verletzungsrisiko in seiner Box. Das bedeutet natürlich nicht, dass temperamentvolle Pferde und Turnierpferde ausschließlich in der Box gehalten werden sollen. Ausreichend Bewegung an der frischen Luft ist essentiell für die Gesunderhaltung und die Ausgeglichenheit eines jeden Pferdes. Dennoch können begrenzte Weide- und Paddockzeiten sowie kleinere Auslaufflächen dazu beitragen, dein Pferd zu schonen, wenn es sein Temperament nicht selbst zügeln kann. 2. Einfache Abmessung individueller Futterrationen Pferde stehen in einer Box in der Regel allein, so dass du einen genaueren Einblick darüber hast, wie viel Heu und Kraftfutter dein Pferd tatsächlich frisst, was bei einer Herdenhaltung schwieriger nachvollziehbar ist. Dies kann dein Management vereinfachen, wenn du z.B. ein dickes Pferd hast, das kontrolliert abnehmen soll. Auch für rangniedrige Pferde kann eine Fütterung in der Box vorteilhafter, bzw. stressfreier sein, da sie hier nicht von ranghöheren Pferden verdrängt werden können, sondern ihre Mahlzeit ganz in Ruhe und vollständig aufnehmen können. 3. Mangelhaftes Sozialverhalten Manche Pferde sind schwieriger im Kontakt mit anderen Pferden oder Menschen als andere und können eine echte Verletzungsgefahr darstellen. Diese Pferde werden häufig in der Box gehalten, um sich und andere nicht ernsthaft zu gefährden. Natürlich – und vor allem – brauchen aber auch diese Pferde genügend Auslauf und Beschäftigung an der frischen Luft, um ausgeglichener zu werden. Bekommen sie nicht genügend Abwechslung, könnte sich ihr Verhalten sogar verschlimmern. Ist es gar nicht möglich, dein Pferd zusammen mit anderen Pferden auf das Paddock oder die Weide zu stellen, ist es dennoch empfehlenswert, es mit einem sicheren Zaun dazwischen in die Nähe anderer Pferde zu stellen. So kann dein Pferd seine Artgenossen sehen und trotzdem ein gewisser Teil der Herde sein, ohne dass jemand verletzt wird. Grundsätzlich sollte kein Pferd den ganzen Tag über ausschließlich in einer Box gehalten werden. Jedes Pferd benötigt neben ausreichend frischem Wasser und einer faserreichen Fütterung eben auch täglichen Auslauf und soziale Kontakte für ein artgerechtes und rundum zufriedenes Pferdeleben. Eine reine Boxenhaltung ohne ausreichende Bewegung kann schnell zu Langeweile und unerwünschtem Verhalten, wie Koppen und Weben, führen. Daher ist es für dein Pferd in Boxenhaltung besonders wichtig, dass du Abwechslung in seinen Alltag integrierst. Salzlecksteine, Spielzeuge für die Pferdebox und ausreichende Paddock- und/oder Weidezeiten sorgen hier für ein ausgeglichenes Pferd. Auch du als Pferdebesitzer profitierst von einem ausgeglichenen Pferd, da es so umgänglicher in der täglichen Arbeit wird. Weitere Formen der Boxenhaltung  Neben den klassischen Pferdeboxen gibt es heute auch weitere Formen der Boxenhaltung. Viele moderne Reitställe verfügen zum Beispiel über ein individuelles Paddock angrenzend an jede Pferdebox. Diese ermöglichen den Pferden einen beliebigen Ausgang und gleichzeitig einen trockenen Rückzugsort. Die meist kleinen Außenbereiche sind allerdings kein Ersatz für ein großes Paddock oder eine weitläufige Weide, die dein Pferd benötigt, um sich ausreichend und in seiner natürlichen Form bewegen zu können. Paddock-Boxen sind allerdings ideal, sollte eine Offenstallhaltung für dich und dein Pferd keine Option sein. Offenstallhaltung Im Gegensatz zur Boxenhaltung leben Pferde in einer Offenstallhaltung prinzipiell die ganze Zeit draußen. Durch einen großen, überdachten Stall haben sie dann die Möglichkeit, sich nach Bedarf zurückzuziehen und sich vor Wind und Wetter zu schützen. Eine Haltung im Offenstall hat vor allem den Vorteil, dass sich dein Pferd nach eigenem Ermessen frei bewegen kann – ganz seines natürlichen Ursprungs. Dadurch wird zum Beispiel Langeweile vorgebeugt. In einer klassischen Offenstallhaltung leben Pferde in der Regel als Herde zusammen. Dies hat den Vorteil, dass Pferde in ihrem Sozialverhalten sowie ihrer Aufmerksamkeit gegenüber ihrer Umgebung gestärkt werden. Außerdem animieren sich Pferde gegenseitig zum Spielen oder zum Laufen, weswegen eine Offenstallhaltung besonders gut für leichtfüttrige und übergewichtige Pferde geeignet ist. Im Winter oder bei kälteren Temperaturen können Pferde, die viel Energie zur Warmerhaltung ihres Körpers benötigen, mit einer Decke unterstützt werden. So kannst du vorbeugen, dass beispielsweise alte Pferde im Winter abbauen. Ein großer Nachteil der Offenstallhaltung ist allerdings, dass rangniedrige Pferde es häufig schwer haben, genügend Raufutter aufzunehmen und zur Ruhe zu kommen, sollte der Platz für die Anzahl der Pferde pro Herde nicht groß genug oder nicht ausreichend Futter- und Wasserstellen vorhanden sein. Sie werden dann von ranghöheren Pferden verscheucht und fressen dadurch meist unter Stress. Solltest du dieses Verhalten bei deinen Pferden beobachten, dann sorge unbedingt für mehr Futter- und Ruhestellen in deinem Offenstall. Hierzu kannst du zum Beispiel mehrere Heunetze an unterschiedlichen Stellen platzieren. Wird dein rangniedriges Pferd dann von einem Futterplatz vertrieben, hat es immer noch die Möglichkeit zu einem anderen zu wechseln und dort die Nährstoffe aufzunehmen, die es benötigt. Weitere Formen der Offenstallhaltung  Neben der klassischen Offenstallhaltung gibt es mittlerweile noch weitere Abwandlungen, die das Leben deines Pferdes noch artgerechter gestalten sollen. 2 beliebte Formen des Offenstalls sind hier der Paddock Trail und der Aktiv- bzw. Bewegungsstall. Paddock Trail Das Konzept des Paddock Trails oder auch „Paddock Paradise“ genannt, kommt ursprünglich vom amerikanischen Hufschmied Jamie Jackson. Er beobachtete jahrelang Wildpferde und war besonders angetan von ihrer beinahe perfekten Hufgesundheit. Sein Konzept Paddock Paradise besteht einfach gesagt aus einem Paddock, das eine Wanderroute für Pferde darstellt. Diese Wanderroute ist in Form eines Kreises aufgebaut und schafft verschiedene Bewegungsanreize, die dein Pferd zum Laufen animieren. Die Hauptbewegungsanreize, die dein Pferd auf diesem Weg erhält, sind verschiedene Futterstationen. In geringen Abständen werden beispielsweise Heuraufen, Heunetze und Futterkrippen angebracht, die dein Pferd nacheinander abläuft. Da Pferde von Natur aus sehr neugierige Tiere sind, werden sie nicht die ganze Zeit ruhig an nur einer Futterstelle stehen bleiben, sondern auch die anderen naheliegenden Stationen erkunden. Das hat den Vorteil, dass dein Pferd vergleichsweise kleinere Portionen zu sich nimmt und sich zwischen den einzelnen Fresseinheiten mehr bewegt, was das natürliche Fressverhalten unterstützt. Wasserstellen hingegen werden oft weiter auseinander platziert und liegen somit nicht direkt an den Futterstationen. Dies bringt dein Pferd dazu, weitere Strecken zurückzulegen und motiviert es hin- und herzulaufen. Oft werden auch Hindernisse, Spielsachen und Abkürzungen auf dem Paddock platziert, um den Trail noch interessanter für dein Pferd zu gestalten. Durch die vielen Stationen im Paddock Trail wird die Langeweile deines Pferdes minimiert und Verhaltensstörungen wie Koppen oder Weben vorgebeugt. Lebt dein Pferd in einer Herde und kann den Paddock Trail zusammen mit seinen Artgenossen ablaufen, fühlt es sich sogar noch wohler und ausgelassener. Als Hufschmied betonte Jackson außerdem noch, wie wichtig der richtige Paddockboden für die Hufgesundheit der Pferde sei. Im Idealfall solle der Paddock Trail aus verschiedenen Untergründen wie Sand, Kies, Beton, etc. bestehen, um die Hufbeschaffenheit eines Pferdes zu verbessern. Aktivstall Der größte Unterschied zwischen Aktivstall und Paddock Trail sind die moderneren, automatisierten Fütterungsprozesse. Pferde, die in einem Aktivstall leben, können sich hier mit Hilfe eines Chips, der beispielsweise als Fußband getragen wird, portionsweise ihr Futter abholen. Dies hat den großen Vorteil, dass man die Ration für jedes Pferd genau bestimmen kann. So können beispielsweise auch verschiedene Kraftfuttersorten in unterschiedlicher Menge gefüttert werden, was bei einer klassischen Krippenfütterung nicht so leicht umzusetzen wäre. Durch die automatisierte Fütterung kannst du deinem Pferd täglich auch mehrere kleine Portionen füttern. So unterstützt du das natürliche Fressverhalten und senkst gleichzeitig das Risiko auf eine fütterungsbedingte Kolik. Für dich als Pferdebesitzer hat dieser automatische Fütterungsprozess den großen Vorteil, dass du dein Pferd nun nicht mehrmals täglich selbst füttern musst, sondern es genügt, die einzelnen Futterautomaten aufzufüllen. Außerdem kannst du durch diesen automatischen Prozess genau nachverfolgen, welches Pferd wann und wie viel am Tag gefressen hat. Hierdurch lässt sich auch erkennen, welche Pferde vielleicht noch Probleme bei der Verwendung des Futterchips haben. Diese Pferde können dann individuell trainiert und gefördert werden. Auch für rangniedrige Pferde, die sonst Probleme haben, einen Platz an der Heuraufe zu ergattern, sind die vielen verschiedenen Futterplätze ideal, um in Ruhe fressen zu können. Genau wie der Paddock Trail bietet auch ein Aktivstall verschiedene Bewegungsanreize mit Fress-, Spiel-, Wasser-, und Liegestationen. So wird dein Pferd optimal beschäftigt und erhält zusätzliche Bewegung an der frischen Luft. Bewegungsställe werden mittlerweile mehr und mehr in größeren Reitbetrieben eingeführt, da sie ein artgerechtes Pferdeleben unterstützen. Allerdings ist die Installation eines Aktivstalls auch sehr kostspielig, weshalb sie nicht für jeden Pferdebesitzer in Frage kommen. Der Paddock Trail und auch der Aktivstall zeigen jedoch einen Nachteil gegenüber der gewöhnlichen Offenstallhaltung: Da die Fläche, auf der die Pferde sich im Paddock Trail und im Aktivstall aufhalten, für gewöhnlich viel größer ist als beim Offenstall, muss nun auch eine größere Fläche bewirtschaftet werden. Daher solltest du dir vor der Anschaffung eines Paddock Trails oder eines Aktivstalls Gedanken darübermachen, wie du diesen am besten pflegen und sauber halten kannst. Eine gepflegte Umgebung ist sehr wichtig für das Wohlbefinden deines Pferdes und sollte nicht vernachlässigt werden.   Der Einfluss auf die saisonale Weidehaltung  Auch wenn dein Pferd in einem klassischen Offenstall, Paddock Trail oder Aktivstall gehalten wird, sollte es natürlich seinen Bedürfnissen gerecht angeweidet werden. Dein Pferd sollte am Anfang der Weidesaison auf keinen Fall zu viel frisches Gras auf einmal bekommen, da dies seinen Verdauungstrakt durcheiner bringen könnte und so das Risiko für Koliken ansteigt. Idealerweise liegt dein Paddock Trail oder dein Bewegungsstall direkt neben einer Pferdeweide. Dadurch kannst du den Zugang zur Weide ganz einfach durch Zäune, Tore, etc. regeln. Je nachdem, wie viel frisches Gras dein Pferd verträgt, kannst du den Zugang zur Weide täglich zeitlich begrenzen. Grenzt deine Pferdeweide nicht an dein Paddock, kannst du dein Pferd wie gehabt für eine bestimmte Zeit auf die Weide bringen. Achte in beiden Fällen allerdings darauf, die Fütterung deines Pferdes auf den aktuellen Weidegang anzupassen. Viele Pferde benötigen in dieser Zeit weniger Kraftfutter, da sie durch das frische Gras bereits mehr Energie aufnehmen. Grundsätzlich gehört – egal ob Boxenhaltung, klassischer Offenstall, Paddock Trail oder Aktivstall – zu einer artgerechten Pferdehaltung: Ausreichend Bewegung an der frischen Luft Genügend Tageslicht Kontakte zu anderen Pferden Ausreichend frisches Wasser Eine individuelle Fütterung mit ausreichend Raufutter Eine gepflegte Umgebung (Box, Offenstall, Paddock, Weide)
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Fütterung und Gesundheit
Grundbedürfnisse eines Pferdes
„Warum verhält sich mein Pferd so, wie es sich gerade verhält?“ Diese Frage hat sich bestimmt schon jeder Pferdebesitzer das eine oder andere Mal gefragt. Pferde sind nicht grundlos aggressiv, ängstlich oder respektlos. Hinter jedem Verhalten steckt eine Motivation, bzw. ein Bedürfnis, das erfüllt werden möchte. Werden die Grundbedürfnisse deines Pferdes auf artgerechte Weise erfüllt, so wird dieses in der Regel auch mit einem akzeptablen Verhalten erwidert. Werden die Bedürfnisse langfristig nicht erfüllt, kann sich dies in negativem Verhalten, wie z.B. Wegrennen, Treten, Beißen oder Bocken, widerspiegeln. Hier ist es besonders wichtig, nach der Ursache zu suchen: Was steckt hinter dem Verhalten deines Pferdes? Wodurch wird es ausgelöst? Und wie kannst du dieses Verhalten deines Pferdes positiv beeinflussen? Ein zielgerichtetes Verhalten wird beim Pferd durch bestimmte Reize ausgelöst. Sind diese Ziele erreicht, wird das Verhalten beendet. Daher ist es wichtig, ein positives Verhalten langfristig zu erhalten, zu bestärken und die entsprechenden Reize auszulösen. Teamwork zwischen Mensch und Pferd lebt davon, dass du dich für dein Pferd und seine Umgebung interessierst, es verstehst und seine Bedürfnisse ernst nehmen möchtest. Lasse dein Pferd „Pferd“ sein, dann ist es eine Leichtigkeit zu erkennen, welche Grundbedürfnisse du bei deinem Pferd stillen musst. Welche Grundbedürfnisse hat denn nun ein Pferd? Die Grundbedürfnisse von Pferden können in zwei Kategorien eingeteilt werden: haltungsrelevante Grundbedürfnisse und emotionale Grundbedürfnisse. Beide Kategorien sind allerdings sehr eng mit einander verknüpft, so dass z.B. aus den Haltungsbedingungen das Verhalten Ihres Pferdes resultiert. Haltungsrelevante Grundbedürfnisse Artgerechte Ernährung mit einer ausgewogenen Fütterung Pferde sind Pflanzen- und Dauerfresser. In der freien Natur verbringen sie daher täglich mehr als 16 Stunden mit fressen. Typisch hierbei ist, dass sich Pferde beim Grasen langsam, aber stetig vorwärts bewegen. Um dem natürlichen Fressverhalten von Pferden gerecht zu werden, benötigt es ein abwechslungsreiches und vor allem rohfaserreiches Nahrungsangebot. Je mehr Kaubewegungen ein Pferd pro Mahlzeit tätigen muss und je länger es mit Fressen beschäftigt ist, desto mehr wird dieses wichtige Grundbedürfnis der Nahrungsaufnahme gestillt. Vermeiden Sie daher lange Fresspausen. Eine ausgewogene Fütterung sollte in erster Linie aus Raufutter bestehen. Ein Pferd benötigt 1,5-2,0% seines Körpergewichts an Raufutter (Trockenmasse). Also benötigt ein 600kg schweres Pferd 9-12kg Raufutter (Trockenmasse). Heu hat einen Trockenmassegehalt von 85%, so dass Ihr Pferd 12-14kg Heu pro Tag benötigt, wenn es kein Gras bekommt. Bei Weidegang ändert sich die Berechnung entsprechend. Mit einer raufaserhaltigen Fütterung gewährleistest du eine lange Kautätigkeit und eine Grundzufriedenheit deines Pferdes. Energiebedarf des Pferdes decken ​Bei der Berechnung des Energiebedarfs deines Pferdes sind die Arbeitsmenge und die Haltungsbedingungen ausschlaggebend. Sportpferde und Zuchtpferde (Stuten mit Fohlen) benötigen oft ergänzend Energie und/oder Eiweiß in Form von Kraftfutter. Ein Freizeitpferd kann prima mit einer Ernährung basierend auf gutem Raufutter und einigen zusätzlichen Mineralien und Vitaminen, z.B. aus speziellen Briketts, auskommen. Nicht nur als Raufutterersatz, sondern auch als zusätzlicher Energielieferant, eignet sich auch die Fütterung von Heucobs. Pavo FibreNuggets Heucobs können sowohl trocken als auch eingeweicht gefüttert werden und sind zudem reich an Ballaststoffen, natürlichen Vitaminen und Spurenelementen. Sollte dein Freizeitpferd darüber hinaus noch Kraftfutter als zusätzlichen Energielieferanten benötigen, ist ein rohfaserhaltiges Futter, wie z.B. Pavo Nature´s Best oder Pavo Care4Life empfehlenswert. Der Energiebedarf von Sportpferden liegt - abhängig von der Intensität der Arbeit - zwischen 102,3 MJ und 158,5 MJ (Energiewert Pferd) pro Tag. Eine Heu-Futterwert-Untersuchung zeigt, dass Heu-Mengen durchschnittlich pro Kilogramm 6,80 MJ (8,8 MJ pro kg Trockenmasse) enthalten. Möchtest du also den Energiebedarf von 102,3 MJ pro Tag decken, musst du 15kg Heu an dein Pferd verfüttern. Die Deckung eines höheren Energiebedarfs rein über Heu ist in der Regel nicht umsetzbar, so dass Sportpferde dann im Allgemeinen zusätzlich ein Kraftfutter, wie das Pavo AllSports oder das Pavo SportsFit, zur Deckung des höheren Bedarfs benötigen. Eiweißgehalt im Futter ​Eiweiß ist ein essentieller Baustein für den Körper. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Regeneration von Gewebe und beim Muskelaufbau. Der gesamte Eiweißgehalt im Raufutter muss für Pferde mit normaler Arbeit mindestens 60g pro kg Trockenmasse betragen. Bei Zuchtstuten und Sportpferden sollte der Eiweißgehalt vorzugsweise sogar bei über 100g pro kg Trockenmasse liegen. Zuckergehalt im Futter ​Die größte Zuckermenge nehmen Pferde an einem Tag über Gras oder Heu auf. Durchschnittlich befindet sich in Heu 100g Zucker pro kg Trockenmasse. Anders ausgedrückt: 10% der Trockenmasse im Heu besteht aus Zucker. Wenn dein Pferd 10kg Trockenmasse Heu aufnimmt (entspricht ungefähr 11,5kg Heu), verzehrt es 1kg Zucker. Steht dein Pferd ganztägig auf der Weide, nimmt es mindestens 2kg Zucker/Tag auf. Artgerechte Haltung und Bewegung für dein Pferd Pferde sind Bewegungstiere. In der freien Natur erfolgt beim Pferd die Futteraufnahme durch langsame Fortbewegung. Somit bewegt es sich am Tag mindestens 16 Stunden voran. Nicht nur die Psyche, sondern auch die körperlichen Gegebenheiten, wie das Herz-Kreislaufsystem des Pferdes, sind auf dieses Grundbedürfnis der Bewegung ausgelegt. Fehlt deinem Pferd die Bewegung, kann dies zu Erkrankungen des Bewegungsapparats, Überfettung sowie Verhaltensstörungen führen. Achte bei der Stallhaltung darauf, dass dein Pferd ausreichend Weidegang genießen kann, die Box groß genug sowie Tageslicht durchflutet ist und vor allem ein gutes Luftklima für gesunde Atemwege hat. Für die Tiefschlafphase legen sich Pferde gern ausgetreckt hin. Einerseits ist also genügend Platz wichtig, andererseits muss sich ein Pferd auch ausreichend sicher in seinem Zuhause fühlen, um sich hinlegen und schlafen zu können. Biete deinem Pferd auch genügend Platz, damit es seine eigene „Raumeinteilung“ vornehmen kann. Pferde teilen ihren Platz gern in verschiedene Bereiche ein: an einer Stelle wird geschlafen, an der anderen gefressen. Dann gibt es noch Bereiche zum Wälzen oder aber auch zum Äppeln. Emotionale Grundbedürfnisse Soziale Kontakte Pferde sind Herdentiere. Sie benötigen Kontakte, um sich ein ausgeprägtes positives Sozialverhalten aneignen zu können. In einer sicheren Umgebung mit einer ausgeglichenen Herde kann sich dein Pferd ideal entspannen und die nötige Ruhe finden. Sicherheit Der Aspekt „Sicherheit“ spielt für Pferde eine große Rolle und ist neben der Nahrungsaufnahme eines der wichtigsten Grundbedürfnisse. Außer dem Bedürfnis des sozialen Kontakts, benötigt dein Pferd die Herde auch zu seiner Sicherheit. Denn wie heißt es immer so schön? Nur gemeinsam ist man stark! Biete deinem Pferd und seiner Herde außerdem eine sichere Umgebung. Pferde sollten nicht das Gefühl haben, ständig aufpassen zu müssen oder sogar in Gefahr zu sein. Dies führt nur zu einem erheblichen Stresspotential. Aber auch du als Besitzer spielst eine ganz entscheidende Rolle beim Sicherheitsgefühl deines Pferdes. Gerade Pferde sind unglaublich sensibel und feinfühlig. Sie brauchen Vertrauen, um sich sicher zu fühlen. Strahlst du Ruhe, Selbstverständlichkeit und Klarheit aus, so überträgt sich dies unmittelbar auf dein Pferd. Schaffe Vertrauen und biete deinem Pferd eine konsequente Führung. Gute Führungskompetenzen zeichnen sich unter anderem durch eine gute Wahrnehmungsfähigkeit, Kontrolle der eigenen Emotionen, vorausschauendes und umsichtiges Denken, Entscheidungsfreudigkeit, Timing, Durchsetzungsfähigkeit kombiniert mit Fairness und die Wertschätzung des Pferdes aus. Abwechslung Auch Pferde möchten gefördert werden und dazulernen. Bei Unterforderung entstehen sonst Langeweile, Frust oder Aggressionen. Hierbei geht es nicht darum, dass du dein Pferd rund um die Uhr bespaßen musst, aber es liegt natürlich als Besitzer in deiner Verantwortung, deinem Pferd das entsprechende Umfeld zu schaffen, in dem es verschiedene Möglichkeiten hat. Komme auch mal Weg vom ständig disziplinierten Training und unternehme mit deinem Pferd zur Abwechslung mal was Schönes, z.B. ein entspannter Ausritt durch den Wald oder ein Spiele-Parcours. Dies schafft Leichtigkeit und Freude auf beiden Seiten und sorgt für neue Motivation bei der Arbeit. Was für ein Bedürfnistyp ist dein Pferd? Bei jedem Pferd sind die Grundbedürfnisse anders ausgeprägt. Daher ist es wichtig, Pferde nicht zu pauschalisieren, sondern sich individuell auf ihre Bedürfnisse einzustellen. Achte darauf, wie dein Pferd auf Veränderungen reagiert. Ist es unsicher, ängstlich, interessiert, aggressiv oder neutral? Achte darauf, wir dein Pferd auf Fremde reagiert. Lässt es sich von Fremden anfassen, ist es freundlich, aufdringlich oder sogar distanzlos? Achte darauf, ob sich dein Pferd gut von Artgenossen trennen kann. Konzentriert es sich dann auf dich, ist es unsicher, abgelenkt oder lässt es sich sogar gar nicht ohne andere Pferde arbeiten? Achte darauf, was bei deinem Pferd typische Verhaltensmuster sind. Lässt sich dein Pferd schwer motivieren, ist es nervös, hat es vor allem Angst, ist es stur oder faul? Achte darauf, an welchen Orten sich dein Pferd am liebsten aufhält. Steht es mit der Herde zusammen oder immer abseits, steht es lieber in der Sonne, im Regen oder in Futterplatznähe? Achte darauf, wir dein Pferd auf dich reagiert. Ist es ein Spiegelbild d einer Seele, so dass es nur ruhig und konzentriert ist, wenn du es auch bist? Achte darauf, was die Lieblingsbeschäftigung deines Pferdes ist. Wird es lieber geritten oder liegt ihm die Bodenarbeit mehr, ruht es sich gern aus oder denkt es nur an Fressen? Achte darauf, was dein Pferd gar nicht mag. Wird es nicht gern angefasst oder geputzt, ist dein Pferd schnell gelangweilt oder ist in einer großen Herde gestresst? Achte darauf, wer von euch die „Zügel in der Hand“ hat. Hört dein Pferd dir zu, ist es willig, respektvoll und gehorsam? Was schätzt du besonders an deinem Pferd? Nutze genau diese Stärken und fördere diese. Dein Pferd wird dadurch positiv bestärkt und kann sich so im Rahmen seiner individuellen Grundbedürfnisse entfalten.
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Fütterung und Gesundheit
Der Energiebedarf von Pferden 
Der Energiebedarf deines Pferdes ist abhängig von individuellen Faktoren wie Training, Alter und Gewicht. Um seinen Grundbedarf und den Bedarf bei leichter Arbeit zu decken, ist in der Regel bereits eine gesunde Basisfütterung mit hochwertigem Raufutter ausreichend. Steigt jedoch der Energiebedarf deines Pferdes, z.B. durch Training, kann es nötig sein, die Basisfütterung mit einem geeigneten Kraftfutter zu ergänzen. Achte hierbei darauf, ein Kraftfutter zu wählen, welches dem genauen Energiebedarf deines Pferdes entspricht. Ein unpassender Energiewert im Futter kann bei deinem Pferd nicht nur zu Unwohlsein und Leistungsverlust führen, sondern auch das Risiko auf ernstzunehmende Krankheiten wie Hufrehe, EMS und Diabetes erhöhen. Aber woher weißt du, ob dein Pferd neben Raufutter auch noch ein Kraftfutter benötigt und falls ja, welches Kraftfutter das richtige ist? Indem du den genauen Energiebedarf deines Pferdes kennst. Denn erst dann kannst du die Fütterung bedarfsgerecht anpassen. Den Energiebedarf deines Pferdes bestimmen  Jedes Pferd hat einen unterschiedlichen Energiebedarf. Während Sportpferde schwere Arbeit verrichten und deutlich mehr Energie benötigen, genügt Freizeitpferden  oftmals ein leichtes Kraftfutter zur Konditionserhaltung. Damit du den Energiebedarf deines Pferdes ganz einfach mit dem passenden Futtermittel decken kannst, wurde der Pavo Energy Level Plan entwickelt. Dieser Plan bezieht sich auf das Trainingsprogramm deines Pferdes bei mindestens 3-4 Trainingseinheiten pro Woche und durchschnittlich 30-60 Minuten Training. Das Energy Level deines Pferdes lässt sich in 4 einfachen Schritten bestimmen:    1. Miss eine Woche lang, wie viele Minuten du dein Pferd jeweils im Schritt reitest, trabst und galoppierst. 2. Addiere die einzelnen Werte und teile sie anschließend durch 7 Tage, um die durchschnittliche tägliche Arbeit zu erhalten. 3. Rechne die durchschnittliche tägliche Arbeit mit Hilfe der gesamten von Minuten in Prozentzahlen um. 4.Wähle dein Energy Level. Energy Level Low (1 Stern) Das niedrigste Energy Level bildet das Energy Level Low. Zu Energy Level Low zählen meist Freizeitpferde, die nur leichte Arbeit verrichten. Ein möglicher Trainingsplan auf diesem Level könnte wie folgt aussehen: Ø 53 Minuten Training pro Tag 25  Min Schritt 25  Min Trab 3  Min Galopp   ca. 47,2% ca. 47,2% ca. 5,7%   4-mal pro Woche Training, davon durchschnittlich 15 Minuten Warm- und Trockenreiten, 10 Minuten Schritt, 25 Minuten Traben und 3 Minuten Galopp pro Tag. Für Pferde, die auf Energy Level Low trainieren, ist eine Fütterung mit ausreichend hochwertigem Raufutter, einem energiearmen Kraftfutter und Mineralfutter empfehlenswert. Das Energy Level der Pavo Futtersorten erkennst du ganz einfach anhand der Anzahl der Sterne auf den einzelnen Futtersäcken. Pavo Kraftfuttersorten mit Energy Level Low verfügen z.B. über einen Stern auf den entsprechenden Futtersäcken. Eine höhere Anzahl an Sternen auf den Pavo Futtersäcken bedeutet keineswegs einen Unterschied in der Qualität des Futters, sondern lediglich einen Anstieg des Energiewerts. Die Energiewerte der Futtersorten basieren auf den internationalen Energierichtlinien der NRC und CVB. Du trainierst mit deinem Pferd deutlich weniger als in Energy Level 1 angegeben und es besteht zudem kein erhöhter Nährstoffbedarf, z.B. aufgrund von Trächtigkeit oder zunehmendem Alter? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Pferd zusätzlich gar kein Kraftfutter benötigt. In diesem Fall ist es ausreichend, es mit ausreichend Raufutter und einem guten Mineralfutter zu versorgen, um seinen Energiebedarf zu decken. Energy Level Medium (2 Sterne) Das zweite Energy Level wird bezeichnet als Energy Level Medium. Hierzu zählen vor allem Pferde, die mittelschwere Arbeit verrichten. Ein wöchentliches Trainingsprogramm auf Energy Level Medium könnte demzufolge so aussehen: Ø 60 Minuten Training pro Tag 14 Min Schritt 34 Min Trab 12 Min Galopp ca. 23,3% ca. 56,7% ca. 20% 4-mal pro Woche Training, davon durchschnittlich 14 Minuten Schritt, 34 Minuten Trab und 12 Minuten Galopp pro Tag. Auch die Basis der Fütterung von Pferden auf Energy Level Medium sollte immer aus hochwertigem Raufutter bestehen. Zudem benötigen sie die Zugabe eines energiereicheren Kraftfutters, um ihren erhöhten Bedarf an Energy zu decken. Pavo Futtersorten mit Energy Level Medium erkennst du an 2 abgebildeten Sternen auf den jeweiligen Futtersäcken.   Energy Level High (3 Sterne) Das höchste Energy Level bildet das Energy Level High. Pferde, die auf Energy Level High trainieren, zählen zu den echten Spitzensportlern. Ein Wochentrainingsplan auf diesem Niveau könnte beispielswiese so aufgestellt sein: Ø 60 Minuten Training pro Tag 14 Min Schritt 23 Min Trab 23 Min Galopp ca. 23,3% ca. 38,3% ca. 38,3% 5-mal pro Woche Training, davon durchschnittlich 14 Minuten Schritt, 23 Minuten Trab und 23 Minuten Galopp pro Tag. Pferde, die auf Energy Level High arbeiten, haben den höchsten Bedarf an Energie. Aber auch hier bildet hochwertiges Raufutter immer die Fütterungsgrundlage. Zudem benötigen diese Hochleistungssportler ein sehr energiereiches Kraftfutter, welches ihren erhöhten Bedarf deckt und sie bei anstrengendsten Leistungen optimal unterstützt. Bist du auf der Suche nach einem Pferdefutter mit Energy Level High? Dann eignen sich Pavo Kraftfuttersorten mit 3 Sternen auf dem jeweiligen Futtersack.    Die Folgen einer nicht bedarfsgerechten Energiezufuhr  Der Energiebedarf eines Pferdes ist sehr individuell. Daher sollte auch die Energiezufuhr deines Pferdes individuell betrachtet werden. Führst du deinem Pferd einen Energiewert zu, welcher nicht seinen Bedürfnissen entspricht, kann dies ernsthafte Folgen haben.    Szenario 1: Dein Pferd erhält zu wenig Energie Erhält dein Pferd durch die Fütterung weniger Energie, als es eigentlich benötigt, entsteht ein Defizit. Dieses Energiedefizit führt dann dazu, dass dein Pferd zu wenig Nährstoffe erhält und an Gewicht verliert. Bleibt dieses Energiedefizit konstant, wird dein Pferd immer dünner, bis es irgendwann ein ernsthaftes Untergewicht erreicht. Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Pferd aufgrund der geringen Energie- und Nährstoffzufuhr im Training nicht mehr ausreichend belastbar ist. Dies kann sich beispielsweise in Schwäche oder Abgeschlagenheit äußern. Gerade für Pferde auf Energy Level 2 und 3 ist ein zu niedriger Energiewert unbedingt zu vermeiden, damit sie ihre Aufgaben im Training optimal bewältigen können. Versorge dein Pferd daher immer mit ausreichend hochwertigem Raufutter und passe sein Kraftfutter stets an seinen Energiebedarf an.   Szenario 2: Dein Pferd erhält zu viel Energie Versorgst du dein Pferd mit mehr Energie als es verbraucht, entsteht ein Überschuss. Dieser Energieüberschuss führt in erster Linie dazu, dass dein Pferd an Gewicht zulegt. Je nachdem, wie hoch dieser Energieüberschuss ist, entsteht ein leichtes bis starkes Übergewicht bei deinem Pferd. Diese extra Kilos belasten die Gelenke sowie Knochen deines Pferdes und erschweren es ihm, sich fortzubewegen. Außerdem begünstigt Übergewicht die Entstehung ernsthafter Erkrankungen wie Hufrehe, EMS oder Diabetes. Gerade Pferde, die zu Energy Level 1 gehören, enthalten oft durch die zusätzliche Fütterung eines Kraftfutters mehr Energie, als sie eigentlich benötigen. Daher ist es sehr wichtig, das Training deines Pferdes kritisch zu beurteilen und abzuwägen, ob dein Pferd überhaupt ein Kraftfutter benötigt und wenn ja, welches das richtige Kraftfutter in eurer Situation ist. Hier hilft dir der Pavo Energy Level Plan, das richtige Kraftfutter für dein Pferd zu finden. Die Menge des Kraftfutters ist dann abhängig von Trainingsintensität, Trainingshäufigkeit, Gewicht und Qualität des Raufutters. Beachte hierzu gerne die Fütterungsempfehlung der jeweiligen Futtermittel. Fütterungstipp für optimale Leistungen ,,Stimme das Kraftfutter deines Pferdes individuell auf seinen Energiebedarf ab, um es optimal zu unterstützen und gesundheitliche Risiken zu minimieren." Dr. Patricia Sitzenstock Welche Rohstoffe im Pferdefutter beeinflussen den Energiegehalt? Unterschiedliche Rohstoffe im Pferdefutter liefern verschieden hohe Energiewerte. Futtermittel mit einem hohen Energiewert verfügen beispielsweise meist über mehr Zucker und Stärke, die zudem schnell verfügbare Energie liefern. Darüber hinaus gibt es weitere Rohstoffe, die einen großen Einfluss auf den Energiewert eines Kraftfutters haben. Rohstoffe mit hohem Energiegehalt   Getreide Getreide ist nach wie vor ein wichtiger Energielieferant im Pferdefutter mit einem hohen Stärkeanteil. Die energiereichsten Getreidesorten sind Gerste, Mais und Hafer. Gerste liefert deinem Pferd ca. 11,9 MJ Energie pro Kilogramm, Mais ca. 12,8 MJ/Kg und Hafer ca. 10,5 MJ/Kg. Demnach sind Gerste und Mais die größten Energielieferanten für dein Pferd. Allerdings sind beide Sorten in unbehandelter Form sehr schwer verdaulich für Pferde. Werden diese unbehandelt verfüttert, können sie zu Verdauungsproblemen, wie z.B. Koliken führen und langfristig sogar die Entstehung von Krankheiten, wie Hufrehe begünstigen. Aus diesem Grund werden Gerste und Mais aufgeschlossen, bevor sie ins Kraftfutter gelangen. Mögliche Formen das Aufschließens sind beispielsweise das hydrothermische Behandeln, bei dem die Körner zu Flocken weiterverarbeitet werden, oder das Puffen. Anders als Gerste und Mais, ist Hafer auch in seiner naturbelassenen Form eine bekömmliche Getreidesorte, die deinem Pferd schnell verfügbare Energie liefert. Bei (älteren) Pferden mit Zahnproblemen empfiehlt sich eine Fütterung von gequetschtem Hafer. Enthält ein Futtermittel folglich also große Mengen an Hafer, Mais und/oder Gerste (in gepuffter oder geflockter Form), verfügt es auch über einen hohen Energiewert. Diese eignen sich dann besonders für Sportpferde, die mittlere bis schwere Arbeit verrichten. Freizeitpferde hingegen können ihren Energiebedarf meist auch mit einer getreidefreien Fütterung decken.   Öle Auch Öle, wie z.B. Leinsamenöl oder Sojaöl sind gute Energielieferanten für Pferde. Öl wird häufig als „saubere Energiequelle“ bezeichnet, da es keine Abfallstoffe wie beispielsweise Milchsäure hervorruft. Daher ist Öl vor allem im Sportpferdefutter ein wichtiger Zusatz, der besonders bei ausdauernden Sportarten sehr beliebt ist. Als schöner Nebeneffekt sorgt Öl im Futter außerdem für ein glänzendes Pferdefell.   Sojabohnen Soja wird im Pferdefutter meist in geschroteter oder gepuffter Form verwendet. Unbehandelt dürfen Sojabohnen aufgrund ihrer Toxine nicht an Pferde verfüttert werden. Soja ist in erster Linie eine hochwertige Eiweißquelle, von der vor allem Sportpferde profitieren. Aufgrund der höheren Muskelbelastung benötigen Pferde im Spitzensport mehr Eiweiß, weswegen häufig größere Mengen an Soja in Futtermitteln für Sportpferde verwendet werden. Auch bei einer Fütterung von Eiweiß ist es empfehlenswert, dein Pferd so bedarfsgerecht wie möglich zu füttern, da ein Eiweißüberschuss die Leber und die Nieren belasten kann.   Rohstoffe mit niedrigem Energiegehalt  Kräuter Kräuter haben einen niedrigen Gehalt an Energie, da sie sehr zucker- und stärkearm sind. Dafür fördern sie die Gesundheit deines Pferdes auf ganz natürliche Weise und schmecken ihm zudem sehr gut. Beliebte Kräuter im Pferdefutter sind z.B. Fenchel, Rosmarin und Salbei. Getrocknete Kräuter werden oftmals im Futter für Freizeitpferde verwendet, da sie die Kautätigkeit steigern und so eine gesunde Verdauung fördern. Kräuter eignen sich allerdings nicht nur für Freizeitpferde – auch Sportpferde können von der natürlichen Wirkung gesunder Kräuter und Heilpflanzen profitieren. Luzerne Luzerne ist generell sehr zucker- und stärkearm, verfügt jedoch über einen hohen Eiweißgehalt. In Futtersorten für Freizeitpferde kommt sie dadurch hauptsächlich zur Steigerung der Kautätigkeit zum Einsatz. Als alleiniges Futtermittel eignet sich Luzerne aufgrund des hohen Eiweißgehalts für Freizeitpferde nicht. Möchtest du jedoch die Fresszeit deines Pferdes verlängern, eignen sich hier besonders Luzernemischungen, die mit weiteren Raufuttersorten angereichert sind. Für Sportpferde mit hohem Eiweißbedarf eignet sich eine Fütterung mit Luzerne sehr gut, um beispielsweise ihren Konditionszustand zu sichern.   Wie wir Menschen es aus unserer Ernährung kennen, gilt auch im Pferdefutter: Die Menge ist entscheidend! Enthält dein Pferdefutter beispielsweise eine kleine Menge Getreide, bedeutet dies nicht gleich, dass es Unmengen an Energie liefert und für dein Freizeitpferd nicht in Frage kommt. Viele Pferde fressen sehr gern Getreide und freuen sich über diesen kleinen Leckerbissen im Futter. Bist du dir über den genauen Energiewert einer Futtersorte unsicher? Dann kannst du dich ganz einfach am Pavo Energy Level orientieren, um das passende Futter für dein Pferd zu finden. Gern helfen dir auch unsere Pavo Fütterungsexperten persönlich weiter.
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Fütterung und Gesundheit
Wie gesund sind Pferdeleckerlis
Sicherlich belohnt jeder sein Pferd hin und wieder mit schmackhaften Pferdeleckerlis – die einen mehr, die anderen weniger. Leckerlis sind in kaum einem Pferdestall mehr wegzudenken. Wir belohnen damit unsere Pferde nach einer guten Leistung oder einem anstrengenden Training. Leckerlis können auch unterstützend eingesetzt werden, um Pferden etwas beizubringen. Die Auswahl dabei ist groß. Aber wie gesund sind die kleinen Snacks mit Kräuter-, Obst- oder Gemüsegeschmack überhaupt? Worauf solltest du bei dem Kauf von Pferdeleckerlis achten? Und wie und wann fütterst du Leckerlis am besten? Was sind Pferdeleckerlis? Kleine, handliche Snacks, die dir gut in der Hand liegen und die du deinem Pferd zwischendurch in kleinen Mengen füttern kannst – das sind Pferdeleckerlis, die eigentlich in keinem Stall fehlen. Anders als das tägliche Raufutter, spezielles Kraftfutter oder unterstützendes Ergänzungsfutter, geht es bei Leckerlis nicht darum, dein Pferd mit essentiellen Nährstoffen zu versorgen. Dennoch solltest du bei der Auswahl der Leckerchen wählerisch sein und beim Kauf auf gesunde Zutaten achten. Dein Pferd muss dabei sicherlich nicht auf Geschmack verzichten, denn vor allem natürliche Leckerlis haben die besten Eigenschaften und sind ideal für Pferde. Warum werden Pferdeleckerlis angeboten? Pferdeleckerlis werden in der Regel als Belohnung angeboten, z.B. nach einem erfolgreichen Training oder Wettkampf, wenn dein Pferd eine komplizierte Aufgabe gekonnt gemeistert hat. Oder zur Unterstützung bei der Bodenarbeit, wenn dein Pferd etwas Neues lernen soll. Es gibt viele Situationen, in denen du vielleicht auch gern deinem Pferd in Form von einem leckeren Snack deine Wertschätzung zeigen möchtest. Werden Pferdeleckerlis geschickt eingesetzt, verbindet dein Pferd die Aufgabe auch mit etwas Positivem, so dass euch beiden in Zukunft die Aufgabe viel einfacher von der Hand geht. Ein Leckerli ist daher ein starker Anreiz während einem Training. Tipp: Sollte dein Pferd beim Aufsteigen unruhig sein, so bringe ihm doch bei, dass es ein Leckerli von dir bekommt, sobald du im Sattel sitzt und es geduldig stehen bleibt. Achte hier vor allem auf richtiges Timing! Welche Pferdeleckerlis gibt es? Die Auswahl an Pferdeleckerlis in Form und Geschmack ist wirklich groß. So ist für jeden Geschmack etwas dabei, und manchmal hast du auch die große Qual der Wahl. Es gibt Leckerlis mit fruchtigem Obst, schmackhafte Gemüsesnacks oder Leckerlies mit gesunden Kräutern und Pflanzen. Was mag dein Pferd am liebsten? Probiere dich am besten durch die verschiedenen Geschmackrichtungen und lass dein Pferd herausfinden, welche Leckerlis ihm am besten schmecken! Worauf solltest du beim Kauf von Pferdeleckerlis achten? Auch wenn sie nur zwischendurch zur Belohnung gegeben werden, sollten Pferdeleckerlis dennoch – oder gerade deshalb – auch gesund sein. Das ist aber nicht immer der Fall. Auf manche Leckerlis stürzen sich Pferde so gerne, weil sie sehr zucker- und getreidehaltig sind. Eine ausgewogene Versorgung mit Zucker und Stärke in der Gesamt-Tagesration (inkl. Leckerlis!) ist zwar in Ordnung, kommt es aber zu einem Überschuss an Zucker, wird der Organismus des Pferdes stark belastet – schlechte Zähne, Übergewicht, Hufrehe, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen können die Folge sein. Der Zuckerwürfel, der Pferden früher gern als Snack angeboten wurde, ist daher schon längst veraltet. Achte beim Kauf von Pferdeleckerlis daher bereits im Vorfeld auf die Zutaten. Diese sollten in erster Linie so natürlich und gesund wie möglich sein. Hierdurch sind in der Regel sowohl der Zucker- als auch der Stärkegehalt automatisch niedrig. Darüber hinaus ist es wichtig, dass den Leckerlis keine künstlichen Farb- oder Aromastoffe zugesetzt wurden, denn auch diese können die Gesundheit deines Pferdes beeinträchtigen, wenn sie regelmäßig gefüttert werden. Wie viele Pferdeleckerlis sind (noch) gesund? Hier gilt eine wichtige Richtlinie: Die Mischung und Menge macht’s! Pferdeleckerlis ersetzen niemals eine bedarfsgerechte Fütterung. Diese sollte in erster Linie aus hochwertigem Raufutter und Mineralfutter bestehen. Bei einem erhöhten Bedarf wird diese Fütterung noch mit einem zu deinem Pferd passenden Kraftfutter ergänzt. Sieh Pferdeleckerlis daher wirklich nur als Besonderheit an, die du deinem Pferd in geringen Mengen und nur zur Belohnung, bzw. als Trainingshilfe, fütterst. Wie viele Pferdeleckerlis du deinem Pferd pro Tag maximal füttern solltest, kannst du den Hersteller-Empfehlungen auf der Verpackung entnehmen. Je nach Größe und Art der Pferdeleckerlis kann es sein, dass du eine ganze Handvoll füttern oder aber nur 5 bis 10 Snacks anbieten solltest. Wo kann ich gesunde Pferdeleckerlis kaufen? Überall da, wo du Pferdefutter kaufen kannst, gibt es sicherlich auch Leckerlis für dein Pferd. Kennst du denn schon die gesunden Pferdeleckerlis „Healthy Treats“ von Pavo? Unsere Pavo Healthy Treats sind gesunde und sehr schmackhafte Leckerlis für dein Pferd, die aus 100% natürlichen Zutaten hergestellt werden. Sie sind getreidefrei und enthalten KEINE künstlichen Zusatzstoffe. Auch der Zucker- sowie Stärkegehalt ist besonders niedrig, so dass sie zudem für zuckerempfindliche Pferde geeignet sind. Pavo Healthy Treats werden in den 5 Geschmackrichtungen angeboten: Apfel, Karotte, Brennnessel, Leinsamen und Rote Beete. Die Healthy Treats sind handlich und die ideale Belohnung vor, während und nach dem Training. Pferdeleckerlis: Kaufen oder selber machen? Nicht nur bei den Geschmacksrichtungen hast du die Qual der Wahl, sondern du kannst dich auch zwischen gekauften Leckerlis oder selbstgemachten Snacks entscheiden. Gekaufte Leckerlis sind günstig in der Anschaffung, ideal verpackt und schnell zur Hand. Auch ist die Konsistenz dieser Pferdeleckerlis meistens ausreichend fest, so dass du diese einfach in deine Reittasche packen kannst, ohne dass sie zerbröseln. Auch ist die Auswahl im Handel riesig - es gibt Leckerlis in fast jeder Geschmacksrichtung. So findet eigentlich jeder Reiter für sein Pferd das Richtige. Verliere bei der großen Auswahl aber nicht den Überblick und nimm dir ausreichend Zeit, die Zutatenliste der Leckerlis zu prüfen: Nicht jedes Pferdeleckerli ist nämlich auch wirklich gesund. Es gibt einige Snacks, die viel Zucker und Getreide sowie Aromastoffe und Geschmacksverstärker enthalten. Kaufe für dein Pferd am besten nur natürliche Pferdeleckerlis, die deinem Pferd dafür umso mehr schmecken und auch gar nicht teurer sind als andere Leckerlis. Wenn du dir die Zeit nehmen möchtest und Freude am Backen hast, kannst du die Pferdeleckerlis auch selber machen. Das ist ein ganz besonderes Erlebnis und kann dir viel Spaß bereiten. Selbstgemachte Pferdeleckerlis bieten dir natürlich den Vorteil, dass du dir die Zutaten alle selbst aussuchen kannst. Die selbstgemachten Snacks sind somit immer individuell. Verwende auch hier ausschließlich gesunde und natürliche Zutaten, die für Pferde geeignet sind. Probiere einfach das eine oder andere Rezept aus und finde heraus, welche deiner Backkünste deinem Pferd am besten schmecken. Beachte, dass selbstgemachte Pferdeleckerlis oft nicht so lange haltbar sind wie die gekauften Snacks. Daher ist es empfehlenswert, nur kleine Mengen Leckerlis zu backen und vor dem Füttern die Qualität noch einmal zu prüfen. Selbstgemachte Pferdeleckerlis sind sehr zeitaufwendig und können, je nach Auswahl der Zutaten, auch schnell teuer werden. Aber natürlich ist es ein tolles Erlebnis, wenn du dein Pferd hin und wieder einmal mit etwas Selbstgemachten verwöhnen kannst, oder? Ein Basisrezept für Pferdeleckerlis zum Selbermachen Wir stellen dir hier unser Lieblings-Rezept für leckere, gesunde Pferdeleckerlis zum Selbermachen vor. Je nach Bedarf kannst du das Rezept natürlich noch verfeinern und Zutaten wie Äpfel, Karotten, Müsli oder Haferflocken hinzufügen. Zutaten: 150 g Leinsamen 30 g Sesamsamen 100 g Sonnenblumenkerne ½ Teelöffel Salz ½ Teelöffel getrocknete Kräuter nach Wahl 200 ml Wasser Zubereitung: Gib die Leinsamen, Sesamsamen und Sonnenblumenkerne in eine Schüssel und vermenge diese mit dem Salz und den Kräutern. Füge das Wasser hinzu und rühre die Masse kräftig durch. Lasse die Masse für ca. 20 Minuten ruhen. Heize den Backofen auf 180°C vor. Verteile die Masse gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Tipp: Lege ein zusätzliches Blatt Backpapier auf die Masse und rolle diese mit einem Nudelholz gleichmäßig aus (etwa 0,5 cm dick). Entferne das extra Backpapier vor dem Backen. Backe die Masse für ca. 20 Minuten im Backofen. Hole das Backblech danach aus dem Ofen und schneide die fertige Masse in schöne Formen. Tipp: Nutze zum Schneiden einen Pizzaroller. Drehe die Leckerlis nun um und backe die Kekse noch einmal für ca. 10 Minuten, so dass auch die Unterseite kross wird. Lass die Leckerlis zum Schluss auf dem Backblech ausreichend abkühlen. Fertig sind die selbstgemachten Leckerlis für dein Pferd. Viel Spaß beim Belohnen!
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Fütterung und Gesundheit
Pferdefutter bei Mauke
Die Mauke wird oft auch als Fesselekzem bezeichnet und gehört zu den ekzemartigen Erkrankungen. Alle Pferderassen können davon betroffen sein, aber häufiger tritt Mauke bei Pferderassen mit Fesselbehang oder Pferden deren Füße nicht pigmentiert (mit weißem Abzeichen) sind auf. Meist zeigen Pferde die ersten Symptome für ein Fesselekzem im Frühjahr und Herbst, wenn der Fellwechsel bevorsteht. Was können die Auslöser für eine Mauke sein, wie kann man sein Pferd davor schützen und welche Rolle spielt die richtige Futterwahl?  Was ist Mauke und wie kann sie ausgelöst werden? Mauke kann durch innere und äußere Faktoren verursacht werden, beginnt in den meisten Fällen ganz plötzlich und hält sich dann sehr hartnäckig. Zu Beginn kommt es in und um die Fesselbeuge zur Bildung von Bläschen und Knötchen, die sich dann zu blutigem Schorf entwickeln. Als Raspe wird eine Form der Mauke bezeichnet, die sich an der Innenseite der Karpal- und Tarsalgelenke nach oben zieht. Im Anfangsstadium sind nur die obersten Hautschichten betroffen und die gerötete Haut kann mit eitrigen Krusten bedeckt sein. Wenn sich die Krankheit weiter ausbreitet, werden auch die Krusten größer und können tiefere Hautschichten angreifen. Wenn das Pferd sich bewegt, kann es bei Belastung immer wieder dazu kommen, dass die Krusten aufreißen und bluten, was zu tiefen Furchen führen kann. Mauke kann auch chronisch werden und ohne medizinische Behandlung zu Lahmheit führen. Von Schwielen- oder Warzenmauke spricht man, wenn die Mauke im Zuge einer zu geringen Versorgung die obersten Hautschichten komplett zerstört und sich dadurch Schwielen oder Warzen bilden. Wird die Mauke nicht behandelt, dann werden die obersten Schichten der Pferdehaut komplett zerstört und es bildet sich durch den ständigen Entzündungsreiz Granulationsgewebe. Ursachen für Mauke Ursachen für Mauke können äußerliche Faktoren sein wie z.B. Parasiten, Bakterien, Pilze in Kombination mit u.a. Feuchtigkeit, Schmutz und Sonnenlicht. Aber auch innere Faktoren – wie Stress oder die Ernährung, können die Ursache sein.   Parasiten & Pilze Heutzutage treten Hautparasiten, Pilze und Bakterien bei Pferden wesentlich seltener auf als dies früher der Fall war, weil die Hygieneverhältnisse besser sind, die Ställe eine geringere Besatzdichte aufweisen und sich die Qualität des Futters verbessert hat. Im Optimalfall ist die Haut des Pferdes gegen diese „Eindringlinge“ geschützt. Wenn das Immunsystem des Pferdes aber geschwächt ist, können die Parasiten (wie z.B. Milben, Haarlinge, Zecken usw.), Bakterien und Pilze die Haut angreifen. Meist wird bei Pferden mit Mauke ein zusätzlicher Befall mit Hautmilben diagnostiziert. Zwar sind Parasiten und Pilze meist nicht der Hauptauslöser für Mauke, jedoch steht ihnen quasi die Tür zum Blutkreislauf des Pferdes offen, wenn die Fesseln der Pferde bereits offene Wunden und Krusten aufweisen. Zu empfehlen ist dann auf jeden Fall eine Behandlung gegen Repellentien, damit die Ausbreitung eingedämmt werden kann. Feuchtigkeit, Schutz und Sonnenlicht/Wärme sind dann in Kombination mit Parasiten, Pilzen und Bakterien nicht förderlich, weil diese ein schnelleres Ausbreiten ermöglichen. Es bleibt zu erwähnen, dass Matsch und Feuchtigkeit ein gesundes Pferd nicht negativ beeinflussen und mangelnde Hygiene nicht als alleiniger Auslöser für Mauke gesehen werden kann. Stress & Psychische Belastungen Die Haut zeigt nach außen wie es dem Pferd im Inneren geht. Das ist auch bei uns Menschen oft nicht anders. Stresssituationen oder belastende Veränderungen können sich in unserer Haut wiederspiegeln. So kann z.B. ein Stallwechsel, lange Fahrtzeiten zu Turnieren oder eine neue Pferdegruppe eine solch stressige Situation für ein Pferd darstellen. Meist kommt zur belastenden Situation auch noch eine Herausforderung für das Immunsystem hinzu, weil andere Standorte auch ein anderes keimbedingtes Umfeld darstellen. Durch die geänderte Grundsituation können Pferde oft nicht so schnell ihre Immunantwort anpassen und reagieren über die Haut. Ernährung des Pferdes Nahrung ist streng gesehen keine direkte Ursache von Mauke bei Pferden, sie ist aber ein wichtiger Faktor. Im Allgemeinen werden Hautprobleme innerlich aufgrund eines geschwächten Immunsystems verursacht. Ein geschwächtes Immunsystem steht im Zusammenhang mit der Balance der Darmflora. Man kann die Haut auch als eine Verlängerung des Darms betrachten. Die Ernährung ist eine der wichtigsten Grundbedürfnisse für die Gesundheit des Pferdes, auch im Betracht auf die Hautkrankheit Mauke. Welches Pferdefutter ist geeignet bei Mauke? Damit Du einen ausgewogenen, individuellen Fütterungsplan für dein Pferd erstellen kannst, solltest Du die Bedürfnisse deines Pferdes analysieren und die bisherige Versorgung überprüfen. Pferde mit Mauke sollten nicht zu viel Kraftfutter erhalten und die Weidezeit sollte optimiert werden, damit Stärke- und Proteinaufnahme kontrolliert werden können. Generell ist es besser nicht zu viele verschiedene Futtersorten zu füttern, damit die Darmflora deines Pferdes mehr Ruhe bekommt. Die Bakterien im Dick- und Blinddarm vertragen große Mengen Zucker nicht gut. Du kannst ab und zu eine Möhre oder Zuckerrübe zur Belohnung geben, aber von großen Mengen zuckerhaltigem Futter ist abzuraten. Pavo Nature’s Best und Pavo SpeediBeet enthalten wenig Zucker und Stärke. Pferde lieben es, sich den ganzen Tag mit Fressen zu beschäftigen. Zu lange Fresspausen stressen dein Pferd und können außerdem sein Immunsystem belasten. Sorge daher dafür, dass sich dein Pferd viele Stunden am Tag mit dem Fressen von Raufutter beschäftigen kann. Steht dein Pferd lange im Stall oder bist du mit ihm oft mit dem Anhänger unterwegs? Dann eignen sich Raufuttersnacks als Ergänzung zum täglichen Raufutter. Pavo HayChunks sind kleine, gepresste Wiesenheu-Rollen, die dein Pferd über einen längeren Zeitraum beschäftigen und es gleichzeitig mit Raufutter versorgen.  Es ist sinnvoll eine Sorte Kraftfutter beizubehalten. Hier macht es keinen Unterschied ob Du Pellets oder Müsli fütterst. Vor allem das Kraftfutter/Raufutter-Verhältnis spielt eine Rolle. Für eine gesunde Darmflora deines Pferdes ist es wichtig, dass Du täglich 7 – 8 kg Raufutter oder die entsprechende Menge Raufutterersatz fütterst. Gerne kannst Du uns für eine Futterberatung kontaktieren. Tipps zur Vorbeugung von Mauke  Stärke, Zucker & Eiweiß Zufuhr überprüfen ​Grundsätzlich sollte die Energiemenge überprüft werden, die dem Pferd durch das Futter zugeführt wird. Oft ist vielen Pferdehaltern nicht bewusst wie viel Zucker in einer Futterration steckt. Ausschlaggebend ist hier auch die Weidezeit, da Gras viel Zucker/Stärke enthält. Dein Pferd sollte grundsätzlich so viel Energie zu sich nehmen, wie es individuell benötigt. Versorgung mit Spurenelementen  Spurenelemente und Vitamine sind wichtig für das Immunsystem und können eine ausgewogene Ernährung ergänzen. Die Grundversorgung in Verbindung mit einem Mineralfutter und einem Öl, welches reich an Omega-3 ist, ist sehr wichtig. Öle können das Hautbild verbessern  Kaltgepresste Öle z.B. Leinsamenöl stellen eine Versorgung mit Vitamin A und E sicher und können das Hautnivau verbessern. Infektionen vermeiden  Durch offene Hautstellen ist das Risiko einer Infektion bei einer Maukeerkrangung grundsätzlich erhöht. Pferde können ab und zu mit einer Waschung aus Kernseife, die alkalisch und dadurch entzündungswidrig ist, gereinigt werden. Krusten sollten nicht entfernt werden, da so zusätzlich offene Wunden entstehen können. Hartnäckige Mauke behandeln  Bei schweren Fällen kann es sinnvoll sein, Zusatzpräparate einzusetzen, um den Immustoffwechsel, vor allem der Haut und Leber, zu unterstützen. Schwerpunktmäßig wird dieser auf die Verbesserung des Entgiftungs- und Hautstoffwechsels hinarbeiten. Nimm hierzu Kontakt zu einem erfahrenen Ernährungsberater oder Therapeuten auf.
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