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Fütterung und Training
Tipps für einen schnellen Muskelaufbau bei Pferden
Fehlt bei Pferden die Bewegung und das Training, werden die Muskeln mit der Zeit schwächer und bauen ab. Stillstand bedeutet Rückschritt. Die Anzahl der Muskeln ist bei Pferden genetisch festgelegt. Muskeln können somit durch ein gutes Training zwar dicker und stärker werden, sich aber nicht vermehren. Das richtige Training für stärkere Muskeln braucht Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen. Eine gesunde Muskulatur kommt nicht über Nacht zustande, sondern ist das Ergebnis eines bedarfsgerechten Trainings und einer gesunden Fütterung mit ausreichend Raufutter. 5 Tipps zum richtigen Training für einen schnellen Muskelaufbau Mit den folgenden 4 Übungen kannst du einen optimalen und abwechslungsreichen Trainingsplan für dein Pferd entwickeln. Achte darauf, dass du dein Pferd nicht überlastest, sondern das Training ausgewogen aufbaust und zwischen den Trainingstagen auch ausreichend Regenerationsphasen integrierst. So vermeidest du Muskelverletzungen oder eine Übersäuerung der Muskulatur. Ein gutes Training beginnt mit einer Aufwärmphase von ca. 10 Minuten. Hierbei bevorzugt im Schritt reiten und dann langsam das Tempo und den Trainingsanspruch erhöhen. Denke auch beim Abreiten an ein angemessenes „Cool-down“ nach einem anstrengenden Training. 1. Dehnung für untrainierte und verspannte Muskeln Pferde mit steifen und verspannten Muskeln müssen erst locker werden, bevor sie überhaupt Muskelmasse aufbauen können. Mit Dehnübungen werden die Muskeln an Vorderbeinen, Schultern und Rumpf gelockert. Stelle dich frontal vor dein Pferd und greife das Karpalgelenk, das sich in der Mitte des Vorderbeines befindet. Richte dich auf und dehne das Pferdebein nach oben und vorne, bis du einen Widerstand fühlst. Für eine optimale Dehnung solltest du diese Position maximal 30 Sekunden halten. Setze danach das Pferdebein langsam und behutsam wieder ab. Auch die Hinterbeinmuskulatur kannst du mit einer Dehnung auflockern. Umfasse dazu einfach das Fesselgelenk und ziehe das Bein vorsichtig und langsam zum Vorderbein. Halte diese Position maximal 30 Sekunden, bevor du das Hinterbein wieder behutsam absetzt. Höre bei dieser Übung auf die Körpersprache deines Pferdes. Wenn dein Pferd das Bein energisch wegzieht, ist diese Position unangenehm und vielleicht sogar schmerzhaft. Dann solltest du die Dehnung beenden. 2. Wechselnde Kopf-Hals-Stellung Das Reiten in einer starren Kopfstellung, besonders in Aufrichtung, ist für dein Pferd sehr anstrengend und auf Dauer auch nicht gesund. Stattdessen ist es wichtig, während des Reitens den Kopf abwechselnd in Aufrichtung und in eine Vorwärts-Abwärts Haltung zu bringen. Du kannst diese Kopf-Hals-Positionen gezielt trainieren, indem du z.B. auf dem Zirkel reitest und nach einer vollendeten Runde die Kopfposition deines Pferdes änderst. Jüngere Pferde und Pferde mit schwächeren Muskeln können die Aufrichtung nicht ganz so lange halten wie besser ausgebildete Pferde. Achte auf dein Pferd – wenn es mit den Zähnen knirscht oder mit dem Schweif schlägt, ist eine Pause angebracht. 3. Rückwärtsrichten für Vor- und Hinterhand Das Rückwärtsrichten stärkt neben der Muskulatur auch gleichzeitig die Konzentration von Pferd und Reiter. Beim Rückwärtsrichten geht dein Pferd im Zweiertakt diagonal nach hinten, d.h. dein Pferd hebt zuerst das linke Vorderbein und das rechte Hinterbein und wiederholt dies synchron auf der anderen Diagonalen. Dabei wird ein Impuls von deinen Beinen am Sattelgurt und den Zügeln ausgegeben. Das gesprochene Kommando „Zurück“ hilft deinem Pferd, das Rückwärtsrichten zu lernen. Vergiss nicht das Lob, wenn dein Pferd in die richtige Richtung tritt. Es ist völlig in Ordnung, wenn dein Pferd am Anfang nur zwei oder drei Tritte schafft, denn das Rückwärtsrichten ist anstrengend und benötigt daher Zeit und Geduld. Achtung: Die Übung ist besonders für schwächere und untrainierte Pferde extrem anstrengend. Überanstrenge dein Pferd demnach nicht, wiederhole diese Übung nicht zu oft hintereinander und lege unbedingt regelmäßige Pausen ein. Ist dein Pferd bereits gut trainiert, eignet sich außerdem Rückwärtsrichten an einer leichten Steigung als ideale Übung für eine starke Rückenmuskulatur. Beachte jedoch, dass diese Übung für dein Pferd sehr anstrengend ist. Wiederhole sie daher nur wenige Male hintereinander, um dein Pferd nicht zu überlasten. Schlägt dein Pferd auffällig mit dem Schweif oder sträubt sich gegen den Zügel, ist es dringend Zeit für eine Pause.    4. Cavalettis für einen starken Bauch und kräftige Beine Bei der Stangenarbeit hebt dein Pferd die Beine höher. Dabei wird das Becken abgekippt und der Rücken aufgewölbt. So stärkst du mit ein paar Runden gleich eine ganze Reihe an Muskeln. Die Stangen verteilst du auf dem Boden, entweder in einer geraden Linie oder im Kreis. Lasse je nach Gangart und Größe deines Pferdes genügend Platz zwischen den Stangen. Im Schritt sind zwischen 80 und 90 cm Platz angemessen, im Trab zwischen 120 und 150 cm und im Galopp zwischen 300 und 350 cm. Nutze für ein optimales Training alle Gangarten. Dann liegt es an dir, ob du dein Pferd reiten willst (dabei lastet etwas mehr Gewicht auf dem Pferderücken) oder es an der Longe führen möchtest. Überfordere dein Pferd am Anfang des Trainings nicht zu sehr. Eine Trainingseinheit von 5 bis 10 Minuten reicht vollkommen aus und trainiert die Muskeln bereits ausreichend. Übergänge für einen starken Pferderücken Auch das korrekte Ausführen von Übergängen hat eine positive Wirkung auf den Muskelaufbau im Pferderücken. Reitest du z.B. im Trab, spannt dein Pferd die rechte und die linke Rückenmuskulatur abwechselnd an, während es die Rückenmuskulatur im Galopp auf beiden Seiten gleichzeitig beansprucht. Die unterschiedliche Belastung der Muskeln verleitet dein Pferd dazu, im Rücken loszulassen, wenn ein Übergang geritten wird. Damit diese Übung rückenunterstützend wirkt, ist es jedoch sehr wichtig, dass alle Übergänge sehr flüssig und von der Hinterhand ausgehend geritten werden. Starte daher vor allem in der Lösungsphase zunächst mit einfachen Übergängen vom Schritt in den Trab oder vom Trab in den Galopp und wieder zurück. Ist dein Pferd ausreichend gelöst und alle Übergänge werden sauber ausgeführt, kannst du dich an Tempowechsel vom Schritt in den Galopp oder vom Halten in den Trab probieren. Vermeide unbedingt stockende Übergänge, da diese dem Pferderücken sogar schaden können. Möchtest du zusätzlich die Schubkraft deines Pferdes fördern, eignen sich außerdem Tempounterschiede innerhalb einer Gangart.   4 Tipps zur richtigen Fütterung für einen schnellen Muskelaufbau Neben einem abwechslungsreichen Trainingsplan ist auch eine ausgewogene Ernährung für den Muskelaufbau essentiell. Unsere Tipps können dir dabei helfen, einen optimalen Fütterungsplan für dein Pferd zu erstellen. 1. Biete deinem Pferd genügend Raufutter in guter Qualität an Die Grundlage einer jeden Pferdefütterung ist das Raufutter. Mit qualitativ hochwertigem Heu oder Heuersatz versorgst du dein Pferd täglich mit hochwertigen Rohfasern, die essentiell für eine gesunde Verdauung sind. Schimmelbefall oder Verunreinigungen im Raufutter können dein Pferd gesundheitlich belasten. Wenn du dir über die Qualität des Raufutters unsicher bist, empfiehlt sich ein Raufutter-Schnelltest. 2. Auch Kraftfutter ist für den Muskelaufbau geeignet Wenn du mit deinem Pferd trainierst und Muskeln aufbaust, erhöht sich der Nährstoffbedarf. Dieser kann dann oftmals mit Raufutter allein nicht mehr gedeckt werden. Über das Kraftfutter bekommt dein Pferd zusätzlich Energie und Nährstoffe, die es für das Training benötigt. Mit einer ausgewogenen Ration unterstützt du den Muskelaufbau deines Pferdes. Wichtig ist: nicht zu viel Kraftfutter füttern, denn ein Pferdemagen ist nicht für große Mengen geeignet. Passe die Kraftfutterzufuhr an das Körpergewicht deines Pferdes, dem Energiebedarf und der täglichen Leistung im Training an.Achte bei der Wahl deines Kraftfutters auch immer auf die enthaltene Energiequelle. Muss dein Pferd beispielsweise ausdauernde Aufgaben bewältigen, eignet sich besonders gut Öl als Energieträger, da es eine langsamer freiwerdende Energiequelle ist. Zucker und Stärke hingegen empfehlen sich als Energiequelle, wenn dein Pferd schnell verfügbare Energie benötigt, wie z.B. beim Rennsport. 3. Die Muskulatur deines Pferdes benötigt ausreichend Eiweiß Der wichtigste Nährstoff für den Muskelaufbau ist Eiweiß, denn das ist der „Baustoff“ der Muskeln. Eiweiße bestehen aus nicht-essenziellen (kann der Körper selbst herstellen) und/oder essenziellen (kann der Körper nicht selbst herstellen) Aminosäuren. Auch Raufutter-, bzw. Raufutterersatzprodukte können eine gute Eiweißquelle bieten. Hat z.B. die Raufutteranalyse ergeben, dass der Eiweißgehalt deines Heus sehr niedrig ist, kannst du dein Pferd so auf natürliche Weise zusätzlich unterstützen: Pavo FibreBeet z.B. ist eine Mischung aus wertvollen Fasern aus entzuckerten Rübenschnitzeln, Luzerne und Soja. Es versorgt dein Pferd mit essentiellen Eiweißen und bringt es in einen guten Konditionszustand. Achte jedoch darauf, die Eiweißzufuhr auf die individuellen Bedürfnisse deines Pferdes anzupassen, um einen Überschuss zu vermeiden. Erfahre mehr zum Thema Eiweiß in unserem Ratgeber „Eiweiß im Pferdefutter“ Ein besonders guter Eiweiß-Lieferant in Form von Kraftfutter ist Hafer. Zwar ist der Gehalt des Eiweißes in einem Haferkorn mit 9 bis 11% durchschnittlich, dafür ist das enthaltene Eiweiß aber hochwertiger und der Anteil an essenziellen Aminosäuren ist im Vergleich zu anderen Getreidearten besonders hoch. Hafer liefert deinem Pferd schnell verfügbare Energie für das Training. Dein Pferd hat einen erhöhten Eiweiß- und Energiebedarf, benötigt aber eine langsam freisetzende Energie, damit es nicht zu heiß oder explosiv wird? Dann wähle ein Kraftfutterzusatz auf Basis von Reiskleie. Die Stärke aus Reiskleie wird allmählich verdaut, so dass die Glukosefreisetzung gleichmäßig über einen längeren Zeitraum erfolgt. Ein weiterer Vorteil von Reiskleie ist der natürlich hohe Ölanteil als zusätzliche gute Energiequelle. 4. Erfülle spezielle Bedürfnisse beim Muskelaufbau mit Ergänzungsfutter Bei einem ausgewogenen Training benötigt dein Pferd essenzielle Aminosäuren. Außerdem hat es einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Diese Vitalstoffe unterstützen dein Pferd beim Muskelaufbau oder wirken als Antioxidantien, die Abfallstoffe in den Muskeln neutralisieren. Pavo MuscleBuild enthält essenzielle Aminosäuren, Vitamin C sowie Lecithin und wurde speziell für Pferde entwickelt, die sich in der Muskelaufbauphase befinden. 3 typische Muskelprobleme während einer intensiven Muskelaufbauphase Wenn dein Pferd mit dem Training beginnt, sind die Muskeln anfälliger für Muskelprobleme als bei einem Pferd, das schon länger trainiert wird. Es können verschiedene Muskelprobleme auftreten, die alle eine unterschiedliche Schwere besitzen. Zu den drei typischen Muskelproblemen während einer intensiven Muskelaufbauphase zählen die Muskelverspannung, die Muskelübersäuerung und der Kreuzverschlag. Muskelverspannung Bei sehr starken Belastungen während des Muskeltrainings kann dein Pferd schnell unter Muskelverspannungen leiden. Besonders dann, wenn dein Pferd keine Ruhephase hatte, ist das Risiko einer Verspannung groß. Muskelverspannungen sind durch eine Verhärtung der Muskulatur und durch Bewegungsunlust zu erkennen. Wenn dein Pferd an einer Verspannung leidet, wirkt es steif. Durch die Verspannung eines Muskels werden zudem weitere Muskelprobleme ausgelöst. Der beschädigte Muskel ist nicht mehr aktiv, weswegen die Arbeit von anderen Muskeln übernommen werden muss, die schlussendlich auch überlasten können. Damit dein Pferd auch in Zukunft Spaß an einem intensiven Muskeltraining hat, ist es wichtig, die Verspannung zu lockern. Viel Ruhe, langsame Bewegungen und Wärme, wie z.B. unter einem Solarium, sind gute Ansatzpunkte, um die Verspannung zu lösen. Füttere deinem Pferd vor und an Trainings- und Turniertagen ein Ergänzungsfutter, das einen hohen Anteil an Antioxidantien und Magnesium hat. Antioxidantien helfen deinem Pferd, die Abfallstoffe in den Muskeln zu neutralisieren. Magnesium optimiert die Muskelkoordination. Dein Pferd wird sich sichtbar geschmeidiger bewegen und kann Anstrengungen besser aushalten. Muskelübersäuerung Ein weiteres Muskelproblem bei Pferden ist die Übersäuerung. Hier kommt es zu einer Anhäufung von Abfallstoffen in den Muskeln. Durch eine zu starke, körperliche Anstrengung wird dieser Prozess angekurbelt und der Pferdekörper kann die sauren Abfallstoffe schwerer neutralisieren. Die Muskeln fangen an zu „brennen“ und dein Pferd hat Schmerzen. Möglicherweise verweigert dein Pferd auch weitere Übungen und möchte sich gar nicht mehr bewegen. Wenn die Muskelübersäuerung unbehandelt bleibt, können die Muskeln irreversibel geschädigt werden. Ein Ergänzungsfutter, wie Pavo MuscleCare, unterstützt eine gute Muskelversorgung und hilft, die Abfallstoffe, wie z.B. Milchsäure, schneller abzutransportieren. Dadurch wird die Muskulatur wieder locker.   Kreuzverschlag Wenn dein Pferd unter Kreuzverschlag leidet, zerfallen die Muskelzellen. Diese Muskelerkrankung zeigt sich in den Muskelketten des Rückens und der Kruppenregion. Die Muskelketten geben Wärme ab und sind deutlich verhärtet oder geschwollen. Zusätzlich kann dein Pferd stärker Schwitzen als üblich und die Muskeln zittern. Dein Pferd hat bei einem Kreuzverschlag starke Schmerzen und verweigert möglicherweise komplett die Bewegung. Häufig entsteht der Kreuzverschlag nach schwerwiegenden Trainings- oder Fütterungsfehlern. Wenn dein Pferd übermäßig belastet wird und keine Regenerationsphasen bekommt, sind die Muskeln ständig in Arbeit. Sie verspannen immer stärker, bis dies zum Kreuzverschlag führt. Beim Verdacht auf einen Kreuzverschlag solltest du sofort deinen Tierarzt verständigen. Decke dein Pferd bis zum Eintreffen des Tierarztes gut ein und vermeide unnötige Bewegungen. Eine Behandlung nimmt mehrere Tage oder Wochen in Anspruch. In dieser Zeit musst du dein Pferd unbedingt schonen und es nicht überanstrengen. Hast du weitere Fragen zur optimalen Fütterung für einen gesunden Muskelaufbau oder wünscht du eine individuelle Beratung? Dann setze dich mit unserer Pavo Fütterungsberatung in Verbindung!​
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Fütterung und Training
Energie im Futter für Sportpferde
Grundsätzlich steigt mit den Leistungsanforderungen an dein Pferd auch sein Energiebedarf. Auch wenn der Trend immer mehr dahin geht, Pferde so naturbelassen wie möglich zu füttern, so kann der hohe Anspruch an die körperlichen Anforderungen nicht mehr allein durch Raufutter gedeckt werden. Daher spielen vor allem bei Sportpferden andere Energielieferanten, wie Kraftfutter und Ergänzungsfuttermittel, eine immer größere Rolle. Wichtig ist hierbei zu wissen, welchen Einfluss diese auf den Energiehaushalt des Pferdes nehmen. Eine bedarfsgerechte Fütterung ist nach wie vor das A und O einer gesunden Fütterung. Welchen Energiebedarf hat ein Sportpferd? Der Energiebedarf ergibt sich aus der Arbeitsintensität (Basis oder intensiver Turnier- und Rennsport), der Sportart (Ausdauer oder Sprint), der Rasse (Vollblut oder Robustpony), dem Alter (Junior oder Senior) sowie dem Gesundheitszustand. Relevant sind neben den Aspekten des Pferdes auch die Haltungsbedingungen: bekommt dein Pferd täglichen Weidegang, wird es ausschließlich in der Box gehalten oder im Offenstall? Auch dies nimmt Einfluss auf den Energiebedarf des Pferdes. Grundsätzlich wird der Energiebedarf bei Pferden in Megajoule (MJ) pro Tag angegeben. Laut GfE (Gesellschaft für Ernährungsphysiologie) wird für ein 600kg schweres Warmblutpferd in Boxenhaltung 63 MJ angesetzt. Wird dein Pferd stark in seiner Leistung gefordert, so kann sich dieser Energiebedarf um bis zu 50% erhöhen. Allerdings ersetzen keine Zahlen und Tabellen das Auge des Pferdebesitzers. Jedes Pferd ist individuell – genauso wie seine Bedürfnisse. Dies gilt es auch stets in der Fütterung und Haltung zu beachten. So sorgst du nicht nur für eine körperliche, sondern auch für eine seelische Ausgeglichenheit deines Pferdes. Welche Nährstoffe sollte ein Sportpferd mit dem Futter aufnehmen?  In den letzten Jahren hat sich in der Zucht von Sportpferden sehr viel verändert. Dressurpferde haben ein überragendes Gangwerk und eine unglaubliche Rittigkeit. Springpferde besitzen eine grenzenlose Springbegabung, und Rennpferde können explosionsartige Sprints auf längeren Distanzen hinlegen. Solche Disziplinen erfordern einen sehr hohen Energiebedarf, der durch eine naturbelassene Fütterung kaum mehr zu decken ist. Dennoch solltest du beachten, dass der Magen-Darm-Trakt von Pferden nicht grenzenlos mit Nährstoffen gefüllt werden kann. Ist die Energieaufnahme höher als der Energiebedarf, kann dies langfristig zu nicht unerheblichen Problemen wie z.B. Koliken oder Hufrehe führen. Raufutter ist und bleibt die gesunde Grundfütterung Eine ausreichende Fütterung mit Raufutter ist für jedes Pferd essentiell wichtig. Spare daher niemals an Heu, Stroh und Gras für dein Pferd – egal ob Freizeit- oder Sportpferd. Trotz des erhöhten Energiebedarfs bei Sportpferden und dem relativ kleinen Magen-Füllvolumens ist eine Heuration von weniger als 1,5kg pro 100kg Körpergewicht nicht empfehlenswert. Durch eine ausreichende Raufütterung wird die Kautätigkeit und somit die Speichelproduktion angeregt, die einer gesunden Verdauung und der Vorbeugung von Magengeschwüren dient. Des Weiteren baut dein Pferd mittels einer langen Kautätigkeit Stress ab und ist länger beschäftigt, so dass das Risiko auf die Entwicklung von Verhaltensstörungen wie Weben oder Koppen reduziert wird. Kraftfutter als sinnvolle Ergänzung zum Grundfutter Mit steigender Leistungsanforderung steigt auch der Energiebedarf deines Pferdes, welcher dann nicht mehr ausschließlich über Raufutter gedeckt werden kann. Zum Leistungserhalt und zur Leistungssteigerung kann eine Zufütterung von Kraftfutter in diesem Fall sinnvoll sein. Je nach Sportart sind die Ansprüche an das Kraftfutter jedoch unterschiedlich. Der Pferdesport besteht aus vielen verschiedenen Disziplinen und bei jeder Disziplin werden verschiedene Eigenschaften von einem Pferd verlangt. In der Dressur muss das Pferd viel Geduld und eine gute Ausdauer haben. Im Gegensatz dazu benötigt das Pferd im Rennsport mit vielen Sprints besonders explosive Energie. Eiweiß im Pferdefutter Pferde im Leistungssport haben einen erhöhten Eiweißbedarf, da hier vor allem der Muskelaufbau und die Muskelregeneration im Vordergrund stehen. Dabei ist allerdings nicht der Gesamt-Eiweißgehalt im Futter entscheidend, sondern vielmehr die Eiweißzusammensetzung und konkret der Gehalt an essentiellen Aminosäuren. Die Toppings Pavo TopSport und die getreidefreie Variante Pavo RiceBran sind zum Beispiel besonders reich an essentiellen Aminosäuren und somit bestens für Sportpferde geeignet. Eine nicht bedarfsgerechte Eiweißfütterung sollte allerdings vermieden werden, da diese sowohl die Leber als auch die Nieren langfristig schädigen kann. Du möchtest mehr über den Eiweißbedarf von Pferden erfahren? In unseren Ratgeber „Eiweiß im Pferdefutter“ erhältst du weitere Informationen. Zucker und Stärke im Pferdefutter Vor allem Pferde, von denen eine schnelle und explosive Leistung verlangt wird, wie es z.B. bei Rennpferden der Fall ist, ist eine schnell verfügbare Energie wichtig. Diese wird vor allem durch Zucker und Stärke geliefert. Da zuckerreiche Futtersorten zudem sehr schmackhaft sind, eignen sich diese auch für Pferde, die schlecht fressen. Besonders empfehlenswert ist hier das Power Performance Müsli Pavo Triple P. Achte jedoch bei einer Zufütterung von zucker- und stärkehaltigen Futtermitteln darauf, dass die Verdauungskapazitäten bei Pferden begrenzt sind. Gelangen zu viel unverdaute Zucker- und Stärke-Anteile in den Dickdarm, führt dies zu einer Störung der empfindlichen Darmflora. Erfahre mehr zu diesem Thema in unserem Ratgeber „Was bewirkt Zucker beim Pferd?“. Fette und Öle im Pferdefutter Um den Energieanteil im Futter um bis zu 10% erhöhen zu können, eignet sich die Zufütterung von Ölen. Die Fett-Verdauung im Dünndarm ist für Pferde nicht belastend, hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und regt die Insulinproduktion nicht an. Allerdings empfehlen sich ausschließlich hochwertige Öle für die Pferdefütterung. Leinöl hat z.B. einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Aber auch Sonnenblumen- oder Maiskeimöl sind für Pferde sehr gut geeignet. Um die Vielfältigkeit beizubehalten, füttere diese Öle am besten im Wechsel. Neben der separaten Beigabe von Ölen gibt es auch Futtersorten, die bereits einen besonders hohen Anteil an essentiellen Ölen haben. Diese Futtermittel eignen sich besonders für Pferde im Ausdauersport, Bei der Zufütterung von Öl ist es sehr wichtig, dass du eine Gesamtölmenge von 500ml pro Tag nicht überschreitest. Werden regelmäßig höhere Mengen gefüttert, könnte dies den Darm und die Leber zu sehr belasten. Tipp: Grundsätzlich das Kraftfutter in mindestens 3-4 Portionen aufteilen. Eine vorangestellte Raufütterung ist ebenfalls empfehlenswert. Wie erkennst du das richtige Kraftfutter? Damit dein Pferd Höchstleistungen erbringen kann, sollte sein Energiebedarf optimal durch sein Futter gedeckt werden. Zu wenig Energie im Futter kann z.B. dazu führen, dass dein Pferd an Gewicht verliert und zu wenig Kraft hat, um schwere Aufgaben zu bewältigen. Zu viel Energie hingegen kann zu Übergewicht führen und Wohlstandskrankheiten begünstigen. Daher ist es wichtig, dass du die Energiewerte des Kraftfutters mit dem Bedarf deines Pferdes abgleichst, um diesen auch bedarfsgerecht decken zu können. Hierbei unterstützt dich der Pavo Energy Level Plan. Dieser Plan besteht aus 3 unterschiedlichen Energy Leveln: 1.    Energy Level Low  2.    Energy Level Medium  3.    Energy Level High  Leicht arbeitende Freizeitpferde zählen meist zum Energy Level Low:  Energy Level Low = Minimum 3-4 Trainingseinheiten pro Woche, durchschnittlich 30-60 Minuten Training täglich, davon 48% Schritt, 48% Trab und 4% Galopp.  Leicht arbeitende Freizeitpferde zählen meist zum Energy Level Low:   Energy Level Low = Minimum 3-4 Trainingseinheiten pro Woche, durchschnittlich 30-60 Minuten Training täglich, davon 48% Schritt, 48% Trab und 4% Galopp.   Energy Level Medium = Minimum 3-4 Trainingseinheiten pro Woche, durchschnittlich 30-60 Minuten Training täglich, davon 23% Schritt, 57% Trab und 20% Galopp/Springen.     Energy Level High = Minimum 3-4 Trainingseinheiten pro Woche, durchschnittlich 30-60 Minuten Training täglich, davon 23% Schritt, 39% Trab und 38% Galopp/Springen.    Um das Energy Level deines Sportpferdes zu bestimmen, kannst du einfach eine Woche lang jeden Tag messen, wie viel du dein Pferd im Schritt reitest, trabst und galoppierst. Diese Werte teilst du anschließend durch 7, um die durchschnittliche Arbeit pro Tag zu erhalten. Diese Minuten rechnest du dann in Prozentzahlen um und gleichst sie anschließend mit den vorgegebenen Werten der Pavo Energy Level ab. Die passenden Pavo Futtersorten für dein Sportpferd erkennst du dann anhand der Sternenanzahl auf den einzelnen Futtersäcken: 1 Stern steht für Energy Level Low, 2 Sterne repräsentieren das Energy Level Medium und 3 Sterne das Energy Level High. Hast du z.B. gemessen, dass dein Pferd auf Energy Level High trainiert, eignen sich Pavo Futtersorten mit 3 abgebildeten Sternen auf dem Futtersack. Die Energiewerte der Futtermittel basieren auf den internationalen Richtlinien der NRC und CVB. Welche Muskelgruppen beim Pferd benötigen welche Energiequellen?  Im Pferdesport wird anhand der Nährstoffzusammensetzung entsprechend von schnell verfügbarer Energie (Kohlenhydrate) und langsam freiwerdender Energie (Fette) gesprochen. Die Energiequellen Zucker und Stärke haben folgenden Eigenschaften: Durch Entfernung von Wasser ist Stärke nichts anderes als eine große zusammenhängende Menge von Zuckermolekülen. Zucker sind einfache Moleküle, die leicht zu trennen sind. Einzelne Zuckermoleküle sind für den Muskel dadurch schnell verfügbar. Bei der Verbrennung von Glucose werden jedoch verschiedene Abfallstoffe freigesetzt, die wieder neutralisiert werden müssen. Die Energiequellen Öl und Fett haben folgende Eigenschaften: Öle und Fette werden durch Fettsäuren getrennt. Im Vergleich zum Zucker ist ein höherer Aufwand nötig, um die einzelnen Fette von den Fettsäuren zu trennen. Deswegen ist ein längerer Zeitraum notwendig, bis die Energie für den Muskel verfügbar ist. Fettsäuren liefern dem Muskel 3x so viel Energie wie Zucker. Bei der Verbrennung von Fettsäuren werden keine Abfallstoffe freigesetzt. Fette sind dadurch eine schonende und gesunde Energiequelle. Die Bedeutung dieser Energiequellen lässt sich anhand der verschiedenen Muskulaturen vom Pferd ganz einfach darstellen. Ein Pferd besitzt 3 verschiedene Muskelgruppen: Typ I Typ IIa Typ IIb Die Typ I Muskulatur: Diese Muskeln werden besonders durch Ausdauerleistungen, wie z.B. im Dressursport, beansprucht und weisen folgende Merkmale auf: Ziehen sich langsam zusammen. Benötigen viel Sauerstoff. Sind ständig unter Belastung. Verbrennen vor allem Fettsäuren. Sind von Fettgewebe, zur Unterstützung des schnellen und einfachen Transports von Fett als Energiequelle für die Muskeln, umgeben. Sportpferde, die ausdauernde Aufgaben leisten, benötigen demnach ein Futter, welches ihre Typ I Muskulatur ideal unterstützt. Futtersorten mit Rohstoffen aus langsam freiwerdender Energie, wie z.B. hochwertige Öle und Rohfasern, sind hier optimal, um dein Pferd in Disziplinen wie Dressur und Distanzreiten zu unterstützen. Die Typ IIb Muskulatur: Diese Muskeln werden besonders bei der Arbeit eines Pferdes im Rennsport beansprucht. Sie werden in diesem Bereich vielen Sprints ausgesetzt und weisen folgende Merkmale auf: Ziehen sich schnell zusammen. Können mit Sauerstoff (aerob) aber auch ohne Sauerstoff (anaerob) arbeiten. Verbrennen Glucose. Können Glucose in Form von Glykogen im Muskel speichern. Sportpferde, deren Typ IIb Muskulatur stark beansprucht wird, benötigen ein Futter, welches ihnen zu explosionsartigen Leistungen verhilft. Hier eignen sich besonders Futtersorten, die ihre Energie hauptsächlich aus schnell verfügbaren Quellen, wie z.B. Stärke gewinnen. Die Typ IIa Muskulatur: Diese Muskeln kombinieren die Eigenschaften von Typ I und Typ IIb und weisen somit deren Merkmale gemeinschaftlich auf. Wird hauptsächlich die Typ IIa Muskulatur oder auch alle genannten Muskelgruppen deines Sportpferdes beansprucht, empfiehlt sich eine ausgeglichene Fütterung aus langsamer und schnell freiwerdender Energie. Kraftfuttersorten, die sowohl Energie aus Ölen, als auch Energie aus Stärke beinhalten, sind hier optimal und eigenen sich sehr gut für alle Disziplinen. Futterergänzungen in besonderen Situationen  Ergänzungsfutter für gute Nerven: Sportpferde sind neben Höchstleistungen auch anderen Belastungen wie Transporten, Stallwechseln, Turnierstress und der ständigen Trennung von Artgenossen ausgesetzt. Gerade sensible Pferde sind dann schnell gestresst, was sich auch negativ auf ihre Leistungen auswirken kann. Besondere Ergänzungsfuttermittel, wie z.B. Pavo NervControl, können auf natürliche Weise helfen, die innere Ruhe wiederherzustellen und zu erhalten. Aktive Bestandteile im Futter wie Magnesium, L-Tryptophan und Lecithin sind Bausteine für den Neurotransmitter Serotonin und helfen, die Signalweiterleitung im Nervensystem zu verbessern. Dadurch kann dein Pferd Spannungen besser abbauen.. Ergänzungsfutter für die Muskeln: Starke Muskeln sind essentiell wichtig, damit dein Sportpferd täglich Höchstleistungen erbringen kann. Gerade zum Trainingsbeginn oder einer Krankheit sind diese Muskeln allerdings nicht immer ausreichend vorhanden. Viele Sportpferde benötigen dann zusätzlich hochwertige Aminosäuren und Vitamine in ihrer Futterration. Ergänzungsfuttermittel wie z.B. Pavo MuscleBuild können dein Pferd im Muskelaufbau unterstützen und Muskelermüdung vorbeugen. Allerdings ist nicht nur die Masse der Muskeln entscheidend. Damit dein Pferd seine Muskeln optimal einsetzen kann, sollten diese auch locker und geschmeidig sein. Ergänzungsfuttermittel wie Pavo MuscleCare versorgen steife und verspannte Muskeln deines Pferdes nach schwerer Arbeit. Außerdem beschleunigt es den Abtransport von Abfallstoffen aus den Muskeln deines Sportpferdes.   Ergänzungsfutter an heißen Tagen: Wusstest du, dass dein Sportpferd bei leichter Arbeit bei 20°C bereits 2 bis 4 Liter Flüssigkeit pro Stunde verliert? Allerdings verliert dein Pferd beim Schwitzen nicht nur Flüssigkeit, sondern auch 4-7 Teelöffel wichtige Körpersalze. Köpersalze wie Natrium, Kalium, Chlorid und Calcium bezeichnet man als Elektrolyte. Sie spielen eine große Rolle im Muskelstoffwechsel und sollten nach einem schweißtreibenden Training unbedingt wieder aufgefüllt werden. Ein negativer Elektrolythaushalt kann ernsthafte Folgen für dein Pferd haben und z.B. zu Leistungsabfall, Austrocknung und Koliken führen. Ergänzungsfuttermittel wie Pavo Elyte oder Pavo ReHydrate helfen deinem Pferd und füllen die Elektrolyte nach dem Training wieder auf.
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Fütterung und Training
Die Muskulatur bei Pferden
Ein Pferd besitzt ungefähr 520 verschiedene Muskeln und etwa 40 % der Gesamtmasse des Pferdes besteht aus Muskelmasse. Die Muskulatur ist verantwortlich für die Kraft beim Springen, den Antrieb beim Galoppieren, die Ausdauer auf langen Strecken und für die Feinmotorik während der Dressur. Die Hauptaufgabe der Muskeln ist also ganz einfach: Bewegung. Die Muskeln werden in 3 verschiedene Muskeltypen eingeteilt: Glatte Muskeln sind die Muskeln, die nicht aktiv kontrolliert werden können. Sie sind für die inneren Organe zuständig und sorgen unter anderem für die Bewegung im Verdauungstrakt. Herzmuskel, welcher den größten Teil der Wand des Herzens bildet. Der Herzmuskel ist der wichtigste Muskel im Körper von Säugetieren und ist der Motor des Kreislaufes. Man kann ihn aber, ebenso wie die glatten Muskeln, nicht kontrollieren. Skelettmuskeln sind für die willkürlichen und aktiven Körperbewegungen zuständig. Dazu gehören z.B. die Bein- und die Halsmuskulatur. Sie werden auch als „aktiver Bewegungsapparat“ bezeichnet. Durch die Kontraktion, also das Zusammenziehen der Skelettmuskeln entsteht eine Bewegung. Sie dienen dazu, den Pferdekörper zu stabilisieren, die Körperteile zu bewegen und zusätzlich auch, um den Körper zu wärmen. Dieser Muskeltyp sollte aktiv und regelmäßig bewegt, bzw. trainiert werden. Der Aufbau eines Skelettmuskels: Alle Skelettmuskeln haben einen Ursprung, welcher der Körpermitte zugewandt ist, einen Bauch, der sehr elastisch und gut durchblutet ist, und einen Ansatz, welcher der Körpermitte abgewandt ist. Aus dem Ursprung und dem Ansatz gehen die Sehnen hervor, welche die Übertragung der Muskelbewegung auf die Knochen ermöglichen. Über die Muskeln werden die Sehnen mit Blut versorgt. Mithilfe spezieller Sehnenfasern sind die Sehnen fest am Skelett verankert. Sehnen sind wenig elastisch und dehnbar, können aber große Zugwiderstände aushalten. Die Übergänge der Sehne zum Skelett und zum Muskel sind recht empfindlich. Diese Schwachstelle ist daher bei einer Überanstrengung der Muskulatur besonders verletzungsanfällig. Ein Muskel besteht zu 75% aus Wasser und zu 25% aus Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten. Im Detail ist ein Muskelstrang aus verschiedenen Schichten mit einzelnen Bausteinen zusammengesetzt. Somit besteht jeder Muskel aus 10 bis 40 Faserbündeln, die sich aus unzählig vielen Muskelfasern zusammensetzen. In den Muskelfasern befindet sich wiederrum eine große Anzahl an Fibrillen. Diese sind dann die kleinsten Bausteine der Muskulatur und bestehen zum größten Teil aus den beiden „Motorproteinen“ Myosin und Aktin. Zusammen bilden Myosin und Aktin die kontraktile Einheit des Muskels, wobei Myosin der Auslöser für das Zusammenziehen der Muskeln ist. Es gibt 2 verschiedene Typen von Muskelfasern: Genetisch bedingt unterscheidet sich der Muskelaufbau bei Pferden. Hierdurch ergibt sich ihre besondere Eignung für bestimmte Disziplinen. Typ I: Rote oder Slow-Fasern Die Muskelfasern des Typs I sind Muskeln, die sich langsam zusammenziehen und bei gleichbleibender Belastung und ausreichender Sauerstoffversorgung über einen langen Zeitraum konstant und ohne Leistungsverlust aktiv sein können. Darum nennt man diese Fasern auch „Ausdauer-Fasern“. Sie sind für das Ausdauertraining besonders wichtig, so dass dieser Muskeltyp z.B. bei Distanzpferden stark ausgeprägt ist. Typ II: Weiße oder Fast-Fasern Die Fasern des Typs II verbrauchen viel Energie und werden in 2 Untergruppen unterteilt. Die Muskelfasern des Typs IIA sind besonders kraftvoll und besitzen einen hohen Anteil an dem roten Blutfarbstoff Myoglobin. Myoglobin kann viel Sauerstoff aufnehmen, was vor allem für kraftvolle Ausdauerleistungen relevant ist. Dieser Muskelfasertyp ist daher vermehrt bei Pferden zu finden, die über einen längeren Zeitraum maximale Leistung erbringen müssen, wie z.B. bei Vielseitigkeitspferden. Die Muskelfasern des Typs IIB kontrahieren besonders schnell. Sie kommen vor allem bei kurzen, explosionsartigen Anstrengungen zum Einsatz, wie es z.B. für das schnelle Sprinten auf kurzen Strecken im Rennpferdesport erforderlich ist. Je nach Rasse unterscheidet sich der Anteil der Muskelfasern in den Muskeln deines Pferdes. Auch das Training kann den prozentualen Anteil der Muskelfasertypen beeinflussen. Wenn du mit deinem Pferd Schnelligkeit und Kraft trainierst, erhöht sich der Anteil des Muskelfasertyps II. Ein langes und kontinuierliches Training wirkt sich hingegen auf den Anteil des Muskelfasertyps I in der Skelettmuskulatur aus. Die Muskeln werden in 3 verschiedene Tätigkeitsgruppen eingeteilt: Beuger, Strecker und Rotatoren. Bei jeder Bewegung müssen die Muskeln wie ein Team zusammenarbeiten, denn nur so sind fließende Bewegungsabläufe möglich. Hierbei wird jedem Muskel seine Rolle als Agonist oder Antagonist zugeteilt. Je nach Bewegungsrichtung werden diese Rollen verteilt und getauscht: Wenn dein Pferd sein Bein beugt, ist der Beuger der aktive Muskel (Agonist). Er wird dicker. Der Strecker ist dabei der passive Muskel (Antagonist) und muss sich entspannen, um die Bewegung nicht zu blockieren. Bei der Beinstreckung werden dann die Rollen getauscht: Der Strecker wird zum aktiven Muskel (Agonist) und der Beuger zum passivem Muskel (Antagonist). Die Muskelgruppe der Rotatoren wird auch als Muskel-Sehnen-Kappe bezeichnet und umgibt die Gelenke kappenförmig. Die Muskelpartie ist besonders dehnbar und umfasst bewegliche Gelenke, wie z.B. die Schultern. Für die Muskelkontraktion, bzw. für die Muskelentspannung ist eine ausreichende Zufuhr bestimmter Nährstoffe, wie Calcium und Magnesium, essentiell. Sollte dein Pferd also schnell zu Muskelverspannungen oder Krämpfen leiden, kann ein angereicherter Futterzusatz eine lockere und geschmeidige Muskulatur unterstützen. Wie die verschiedenen Muskelgruppen im Pferdekörper zusammenspielen Die Muskeln deines Pferdes werden in verschiedene Muskelgruppen eingeteilt. Jede Gruppe ist für eine bestimmte Funktion zuständig. Jedoch arbeiten alle Muskelgruppen in ihrer Gesamtheit wie ein Werk aus verschiedenen, ineinandergreifenden Zahnrädern zusammen. Die Gruppen stehen somit in einer funktionalen Beziehung zueinander und sorgen für einen reibungslosen Bewegungsablauf. Die verschiedene Muskelgruppen werden anders trainiert und beansprucht, je nach dem, was du von deinem Pferd erwartest. Dennoch ist es wichtig, dass du die Muskelgruppen deines Pferdes als Ganzes betrachtest, denn der schwächste Muskel in einer Gruppe kann die gesamte Muskelkette beeinflussen und belasten. Dies kann dann auch zu Muskelverkrampfungen und Überlastungssymptomen führen. Die 2 wichtigsten Muskelketten innerhalb der Muskelgruppen sind die dorsale und ventrale Kette. Die Muskelgruppen der dorsalen Kette befinden sich über den Wirbeln. Dazu gehören die Muskulatur des oberen Halsabschnittes, die Rückenmuskulatur, die Muskulatur der Kruppe und die Oberschenkelmuskulatur. Diese Muskeln sind Streckmuskeln des Rumpfes sowie der Hüfte. Die dorsale Kette ermöglicht das Anheben des Hales und das Rückwärtsrichten der Hinterhand. Dann gibt es noch die ventrale Muskelkette, die aus den unteren Halsmuskeln, den Bauchmuskeln und den vorderen Oberschenkelmuskeln besteht. Diese Muskeln sind Beugemuskeln des Halses, des Rumpfes und der Hüfte. Hierdurch wird das Senken des Halses ermöglicht. Außerdem sorgt die Muskelkette dafür, dass die Hinterhand untertreten kann. Die Halsmuskulatur Die obere Seite des Halses vom Widerrist bis zum Genick nennt man auch Oberlinie. Diese Muskelpartie ist durch gleichmäßige Muskelstränge gekennzeichnet, die für die Bewegung der wendigsten Abschnitte der Wirbelsäule zuständig sind. Sie sorgen also dafür, dass dein Pferd den Kopf in alle Richtungen bewegen kann. Es wird zwischen den kurzen und den langen Halsmuskeln unterschieden. Die kurzen Halsmuskeln verbinden zwei Wirbel miteinander, die langen Halsmuskeln umspannen gleich ganze Bereiche der Wirbelsäule des Pferdes.   Die Brustmuskulatur Da ein Pferd kein Schlüsselbein hat, übernehmen die Brustmuskeln diese Verbindungsaufgabe. Die Muskulatur verbindet also die Vorderbeine mit dem Rumpf und ermöglicht den Vorderbeinen das Tragen und Anheben des Rumpfes. Darüber hinaus ziehen sie die Gliedmaßen an den Körper heran und ermöglichen deinem Pferd, dass es die Vorderbeine nach innen bewegen kann. Die Brustmuskulatur ist sehr kraftvoll und für die Tragfähigkeit der Vorhand entscheidend. Die Rückenmuskulatur Die Rückenmuskulatur des Pferdes verläuft rechts und links neben der Wirbelsäule und ist der längste Muskel des Pferdes. Der lange Rückenmuskel reicht vom Kreuzbein entlang der gesamten Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule bis zum Hinterhauptbein des Schädels. Für ein Reitpferd ist ein starker Rücken das A und O, denn nur mit einer gesunden Wirbelsäule und einer starken Rückenmuskulatur kann dein Pferd dich ohne Probleme tragen. Die Rückenmuskulatur nimmt nicht nur Einfluss auf die Biegung, Lockerheit und Anspannung der Wirbelsäule, sondern auch auf die Atemfreiheit des Brustkorbes sowie der Schulterfreiheit in der Gangbewegung. Sprich, eine gesunde Rückenmuskulatur hat einen enormen Einfluss auf die Gesundheit deines Pferdes. Die Bauchmuskulatur Die Bauchmuskulatur ist mit der Rückenmuskulatur verkettet. Die beiden Muskelpartien gehören demnach zusammen: Ein gesunder Rücken benötigt eine gesunde Bauchmuskulatur und umgekehrt. Die untere Muskulatur (die Bauchmuskulatur) trägt zur Stärkung der oberen Muskulatur (die Rückenmuskulatur) bei. Die Bauchmuskulatur hebt und stützt den Rücken. Gleichzeitig unterstützt die Muskulatur das Becken und den Rumpf. Fehlt die unterstützende Bauchmuskulatur, können eine schwache Rückenmuskulatur sowie Rückenschmerzen die Folge sein. Die Hinter- und Vorhandmuskulatur Die Hinterhandmuskulatur und die Vorhandmuskulatur sind 2 Muskelpartien, die für die Bewegung des Pferdes zuständig sind. Die Muskulatur der Hinterhand besteht aus dem hinteren Drittel des Pferdes, also der Kruppe, der Hinterbeine und dem Pferdeschweif. Diese Muskelpartie dient als „Antrieb“ und „Motor“. Hieraus kommt sowohl beim Springen, bei der Dressur als auch bei einem Ausritt die Trag- und Sprungkraft. Mit der Hinterhand schiebt dein Pferd seinen Körper nach vorne. Die Vorhandmuskulatur ist im Gegensatz zur Hinterhandmuskulatur etwas schwächer. Dennoch tragen die Muskeln der Vorderbeine, des Rumpfes und der Brust das Gewicht des schweren Pferdehalses. Wenn du auf deinem Pferd reitest, kommt dein Gewicht noch hinzu. Besonders im Stand lastet ein großer Teil des zusätzlichen Gewichts auf der Vorderhand. Diese Muskeln sind auf Tragkraft ausgelegt, sollten aber dennoch nicht zu sehr belastet werden. Bei einer Überbelastung der Vorhandmuskulatur kann es möglicherweise zu Verschleiß und Schäden des Tragapparates kommen. Wie du eine gesunde Bemuskelung bei Pferden erkennst Damit dein Pferd das zusätzliche Reitergewicht langfristig tragen kann, braucht es Kraft und eine gesunde Bemuskelung. Wenn dein Pferd bedarfsgerecht trainiert wird, bildet sich diese Muskulatur mit der Zeit von selbst. An den Muskeln deines Pferdes kannst du schnell erkennen, wie gut dein Training ist. Jede Pferderasse besitzt eine andere genetische Veranlagung. So ist ein Kaltblut um einiges stämmiger als ein Englisches Vollblut, bei dem du ganz andere Muskeln auf den ersten Blick erkennen kannst. Der Gesamteindruck zählt: eine gesunde Bemuskelung wirkt rund und nicht eckig. Eine gesunde Muskulatur sollte sich schön rund und fest anfühlen. Hierbei ist auch entscheidend, wie die einzelnen Muskelgruppen ausgeprägt sind und im Verhältnis zueinanderstehen: Die Rückenmuskulatur deines Pferdes sollte locker, beweglich, lang und gut ausgebildet sein. Eine gesunde Rückenmuskulatur erkennst du daran, dass die Wirbelsäule zwischen den beiden Muskelsträngen eingebettet ist und nicht hervorsteht. Bitte nicht verwechseln mit Pferden, die zu dick oder zu dünn sind! Der Übergang zwischen Rücken und Widerrist, dem erhöhten Übergang zum Hals, ist bei einer gesunden Muskulatur rechts und links sehr eben und glatt. „Kuhlen“ deuten auf eine schwache Muskulatur hin. Die Halsoberlinie, also die Muskelgruppe vom Widerrist bis zum Kopf, ist gleichmäßig geschwungen. Der Unterhals, also die untere Hälfte des Halses, darf bei einer gesunden Bemuskelung nicht zu muskulös sein. Stattdessen sollte auch hier eine ausgeprägte und ebene Muskulatur erkennbar sein. Die Schultermuskulatur bedeckt bei einer gesunden Muskulatur das Schulterblatt. Fehlt die Muskulatur, ist das Schulterblatt durch eine Einkerbung zwischen Hals und Schulter deutlich unter der Haut zu erkennen. Eine gesunde Bauchmuskulatur erkennst du an einem angemessen runden, straffen und gut geformten Bauch. Der Bauch sollte nicht zu dick sein oder zu stark durchhängen. Die Hinterhandmuskulatur sollte ausgeprägt, rund und fest sein. Die Schenkel- und Wadenmuskel sind nach außen gewölbt. Bei einer guten Bemuskelung erkennst du nur eine kleine Spalte zwischen den Innenschenkeln. Die Muskeln an der Kruppe und den Beinen wirken bei einer schwachen Muskulatur hingegen flach und kantig. Die Ausprägung der Muskelpartien hängt nicht nur vom Training, sondern auch von den individuellen Voraussetzungen und dem Fütterungszustand deines Pferdes ab. Es gibt kein Schema F, nach dem du dich richten kannst. Wenn du nicht sicher bist, ob dein Pferd optimal bemuskelt ist, empfiehlt sich ein Gespräch mit deinem Tierarzt. Dieser kann dir vor Ort genau sagen, ob deinem Pferd etwas fehlt oder dir Tipps für einen gesunden Muskelaufbau geben.
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Fütterung und Training
Fütterung von nervösen, dünnen Pferden
Häufig erreicht uns in der Pavo Fütterungsberatung die Frage nach der richtigen Fütterung von nervösen und dünnen Pferden. Wichtig ist hierbei herauszufinden, warum oder worauf dein Pferd besonders nervös und unkonzentriert reagiert. Auf den entsprechenden Auslöser gilt es dann einzugehen. Auch ein angepasstes Futter oder Ergänzungsfuttermittel kann dein Pferd dabei unterstützen, seine innere Ruhe auf natürliche Weise wiederherzustellen. Warum reagiert ein Pferd nervös? Welche Gründe kann die Nervosität bei einem Pferd haben? Wenn dein Pferd nervös ist, kann dies die unterschiedlichsten Gründe haben. Neben einer Veranlagung oder rassetypischem Verhalten können z.B. auch ein schlecht sitzender Sattel oder unangemessenes Zaumzeug Probleme bereiten. Dein Pferd kann aber auch unter eingeklemmten Nerven, Blockaden, Zahnschmerzen oder chronischen Krankheiten leiden. Pferde verständigen sich ausschließlich über ihre Körpersprache und ihr Verhalten. Sind diese in irgendeiner Form abweichend, ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Dein Pferd möchte dir dann in seiner „Pferdesprache“ irgendetwas mitteilen. Auch die Fütterung kann einen bedeutenden Einfluss auf die Ausgeglichenheit deines Pferdes haben. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Nährstoffen kann das Verhalten von Pferden verändern. Probleme können daher beispielsweise einer nicht bedarfsgerechten Haltung und Fütterung mit zu wenig Raufutter, zu hohe Getreide- und/oder Eiweißmengen oder Fehlgärungen in der Silage bereiten. Ist die Raufutterration in der Fütterung zu gering, wird durch die minimierte Speichelbildung die Bildung von Natriumhydrogencarbonat verringert. Dies ist ein basenbildendes Salz, welches eine große Rolle bei der körperlichen Entsäuerung spielt. Ist der Stoffwechsel deines Pferdes zu „sauer“ so führt dies häufig zu Missmut und Verspannungen. Diese wiederum können Schmerzen mit Gereiztheit und Nervosität zur Folge haben. Wenn die Getreidemenge in der Fütterung zu hoch ist, so führt dies langfristig zu einer hohen Zucker- und Stärkezufuhr, die eine erhöhte Ausschüttung von Cortisol im Blut zur Folge hat. Ein dauerhaft hoher Cortisolspiegel kann Nervenschädigungen und Stimmungsschwankungen zur Folge haben. Die überhöhte Aufnahme von Getreidestärken können im Dickdarm deines Pferdes auch zu Störungen der Bakterienflora, Blähungen oder sogar Hufrehe führen. Überhöhte Eiweißmengen, die im Dünndarm nicht resorbiert werden, können im Dickdarm durch Bakterien umgesetzt werden. Hierdurch kann ein Überschuss an sogenannten biogenen Aminen (z.B. Histamin, Cadaverin oder Tyramin) entstehen, die ein verändertes Verhalten auslösen können. Auch in einer minderwertigen Silage werden bei Fehlgährungsprozessen diese Stoffe gebildet. Wenn die Nährstoffzufuhr nicht im Gleichgewicht ist, kann dies zu einer Störung der Darmflora und somit einer verminderten Fähigkeit der Aufnahme von Nährstoffen, wie z.B. Magnesium führen. Gerade ein Mangel an Magnesium ist bekannt dafür, dass Angst, Verspannungen und Nervosität bei Pferden verstärkt werden können. Bei uns selbst haben wir vielleicht schon häufiger bemerkt, dass Stress einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität hat. Bei deinem Pferd, können aber oftmals die durch Stress verursachten Symptome nicht direkt erkannt werden. Vorschnell wird gleich eine Mangelversorgung vermutet. Hier gilt es genau hinzusehen und dein Pferd genau zu beobachten, um richtig zu handeln. Dein Pferd kann auch durch einen zu großen Druck auf Turnieren, Überforderung oder deine eigene Anspannung schnell in eine Stresssituation geraten. Auch zurückliegende schlechte Erfahrungen oder die Veränderung der gewohnten Umgebung können deinem Pferd Stress bereiten. Wenn dein Pferd nervös reagiert, kann auch Angst vor bestimmten Situationen der Auslöser sein. Angst ist beim Pferd als Fluchttier ein angeborener und normaler Instinkt, der jedoch über Lernprozesse, Erfahrungswerte und Beobachtung der Artgenossen verändert werden kann. Unser Umgang, die Aufzucht und die Art der Haltung nehmen daher großen Einfluss auf die Angst des Pferdes, die meist durch vertrauensvolle gute Arbeit überwunden werden kann. Was du gegen die Nervosität deines Pferdes machen kannst Wichtig ist es, den Auslöser für die Nervosität bei deinem Pferd zu ermitteln. Denn nur dann kannst du auf die Bedürfnisse deines Pferdes richtig eingehen und die eventuellen Stresssituationen meiden/üben, die Fütterung anpassen oder Krankheiten behandeln. Übermut und Lebenslust sollten jedoch nicht mit einer Nervosität verwechselt werden. Du kannst den Übermut oder Kraftüberschuss deines Pferdes besser kontrollieren, wenn du täglich mit ihm arbeitest und es angemessen beschäftigst. Kenne auch die Grundbedürfnisse deines Pferdes, deren Befriedigung zu mehr Wohlbefinden und Ausgeglichenheit verhelfen. Es empfiehlt sich auch, die Haferration herab zu setzen und durch Alternativen zu ersetzen. Stehen Nervosität und Gewicht bei Pferden im Zusammenhang? Ab wann gilt ein Pferd eigentlich als dünn oder zu dünn? Im Gegensatz zu den gut bemuskelten Dressurpferden sind Rennpferde immer eher dünn. Beide Gruppen haben noch kein Gewichtsproblem. Der Grad ist jedoch sehr schmal, denn wann ist ein Pferd noch sportlich schlank und ab wann zu dünn? Gerade in Stresssituationen werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet, die einen blutzuckersteigernden Effekt haben. Die Herzfrequenz des Pferdes und sein Blutdruck werden erhöht, die Bronchien erweitertet und Energiereserven freigesetzt. Der Energiebedarf steigt rapide an. So kann vor allem langanhaltender Stress und die damit eventuell einhergehende Nervosität zu Abmagerung führen, wenn nicht ausreichend Energie beigefüttert wird. Bei Hengsten im Deckgeschäft und Turnierpferden während der Wettkampfsaison lässt sich dieses Phänomen häufig beobachten. Bei Turnierpferden sind Transport und die erhöhte körperliche Leistung häufig zusätzliche Stressauslöser und Energieräuber. Wenn ein Pferd unter Stress steht, so beeinflusst dies den Stoffwechsel ungemein und kann meist nicht allein durch eine Erhöhung der Futterration ausgeglichen werden. Gehört dein Pferd zu den nervösen und sensiblen Typen, so besteht die Möglichkeit, dass es eben genau aufgrund der damit einhergehenden Begleiterscheinungen auch zu dünn ist. Es ist jedoch wichtig, diesen Punkt genau zu durchleuchten, denn natürlich kann eine Abmagerung auch einen völlig anderen Grund, wie z.B. eine Krankheit, haben. Oft ist das Untergewicht auch der Rangordnung geschuldet: Auf einer gut bewachsenen Weide bekommen alle Pferde genug Futter. Wird das Gras jedoch weniger oder wird zusätzliches Futter gegeben, entsteht Futterneid. Stehen nicht genügend Fressplätze zur Verfügung, werden rangniedrige Pferde vom Futter vertrieben, können nicht in Ruhe fressen und bekommen zu wenig Nährstoffe. Auch Krankheiten wie Magengeschwüre oder Magenschleimhautentzündungen, die durch Stress, falsche Fütterung oder zu lange Hunger-Zeiträume entstehen, zehren an der Substanz des Pferdes. Stoffwechselstörungen wie das Equine Cushing Syndrom können ebenfalls zu plötzlicher Abmagerung führen. Erkrankungen der Leber oder der Nieren, wie beispielsweise nach übermäßiger Aufnahme von Giftpflanzen oder Schimmelpilzen, können ebenfalls hinter dem Verlust von Körpergewicht stecken. Mit dem richtigen Futter deinem Pferd helfen Die Frage nach dem richtigen Futter ist speziell bei Pferden mit solch besonderen Charaktereigenschaften sehr wichtig und sollte in jedem Fall berücksichtigt werden. Uns bei Pavo liegt das Wohlergehen deines Pferdes sehr am Herzen und so haben wir auch speziell für sensible und nervöse Pferde das passende Futter entwickelt. Wenn dein Pferd schreckhaft, nervös oder schnell gestresst reagiert, benötigt es ein Futter, das ihm hilft, seine innere Ruhe auf natürliche Weise wieder herzustellen.   Pavo NervControl Pavo NervControl hilft auf natürliche Weise, die innere Ruhe wieder herzustellen und zu erhalten. Innerhalb weniger Tage ist dein Pferd spürbar ruhiger. Aktive Bestandteile wie Magnesium und L-Tryptophan sind Bausteine für den Neurotransmitter Serotonin und helfen, die Signalweiterleitung im Nervensystem zu verbessern. Dadurch baut sich die Spannung im Körper schneller ab und dein Pferd lässt sich besser kontrollieren. Empfohlene Dosierung: 100 g / pro Tag, mindestens 2-3 Wochen. Pavo SportsFit Ein Sportmüsli, das Pferde nicht hitzig macht und für Pferde bestimmt ist, die Kraft benötigen, aber dennoch kontrollierbar bleiben müssen. Eine ideale Energiequelle für ein Sportpferd mit einer Kombination aus Stärke und Ölen. Das enthaltene Vitamin E in Kombination mit Selen sorgt für einen schnellen Milchsäureabbau. Es ist für sportlich aktive Pferde komplett vitaminiert sowie mineralisiert und geht somit auf eine optimale Muskelversorgung ein, beinhaltet zudem genügend Energie, um sportliche Leistungen abrufen zu können. Empfohlene Dosierung: 2,5 - 3,0 kg pro Tag in der Zeit der Zunahme Pavo SlobberMash Dies kann als Ergänzung verabreicht werden und ist ein sehr schmackhaftes Kraftfutter, das mit heißem Wasser angerührt wird. Durch den hohen Anteil an reinem Leinsamen und zusätzlichem Vitamin C fördert Pavo SlobberMash die Darmfunktion und sorgt so für ein besseres Wohlbefinden deines Pferdes. Empfohlene Dosierung: mit 400 - 500g täglich / während der Zunahme   Tipp: Dein Pferd hat einen hohen Energie- und Eiweißbedarf, soll leistungsstark, aber dabei gut händelbar und nicht heiß sein? Dann verfeinere deine Kraftfutterrationen doch mit speziellen Reiskleie-Toppings. Diese haben nicht nur den Vorteil, dass die Energie gleichmäßig über einen längeren Zeitraum freigesetzt wird, sondern sie verfügen auch über einen natürlich hohen Ölgehalt. Eine optimal abgestimmte Fütterung und ein gutes Auge auf sein Pferd zu haben sind immer die besten Ratgeber. Solltest du Probleme haben oder Hilfe benötigen, so steht dir die Pavo Fütterungsberatung gern mit Rat und Tat zur Seite.
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Fütterung und Training
Der Unterschied zwischen Pavo E'lyte und Pavo ReHydrate
Wenn Pferde schwitzen verlieren sie Flüssigkeit und essentielle Elektrolyte. Eine optimale Elektrolytversorgung ist sowohl vor als auch nach dem Schwitzen und großer Anstrengung enorm wichtig. Pavo bietet 2 verschiedene Ergänzungsfuttermittel mit Elektrolyten für Pferde, die viel schwitzen und/oder großen Anstrengungen ausgesetzt sind: Pavo E’lyte und Pavo ReHydrate. Beide Futterergänzungen enthalten Elektrolyte - die Salze, die Pferde beim Schwitzen verlieren. Aber sie haben unterschiedliche Funktionen. Bevor wir dir beide Produkte vorstellen und die Unterschiede von Pavo E’lyte und Pavo ReHydrate erklären, noch ein kleiner Auszug zur Bedeutung von Elektrolyten. Was sind Elektrolyte? Die 3 Salze Natrium, Chlor und Kalium zählen zu den Elektrolyten. Diese Körpersalze gehören zu den Mineralstoffen und sind essentielle Bestandteile für den Organismus. Elektrolyte unterstützen die Reizweiterleitung im gesamten Körper, indem sie in positive oder negative Teilchen zerfallen. Darüber hinaus regulieren und stimulieren Elektrolyte im Pferdekörper den Flüssigkeitshaushalt. Auch für die Nährstoffversorgung von Gehirn, Nieren, Leber, Gelenke und dem Verdauungstrakt werden Elektrolyte benötigt. Wann solltest du Elektrolyte ergänzen? Wenn Pferde viel trainieren oder es sehr warm ist, führt dies zu vermehrtem Schwitzen. Hierbei entsteht Verdunstungswärme auf der Haut, welche den Körper auf natürliche Weise kühlt. Im Sommer bei hohen Temperaturen schwitzen Pferde daher bereits ohne Anstrengung. Ein erster, leichter Flüssigkeitsverlust ist kein Grund zur Sorge. Oft reguliert sich der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt deines Pferdes selbst, wenn es uneingeschränkten Zugang zu frischem Wasser, einem Salzleckstein und qualitativ hochwertigem Heu hat. Wird dein Pferd intensiv gearbeitet und/oder schwitzt besonders viel? Dann ist eine Futterergänzung mit Elektrolyten empfehlenswert. Ziehe dabei nicht nur während der Sommerzeit und bei Hitze eine Elektrolytergänzung in Betracht. Auch im Winter kann dein Pferd mit dickem Winterfell, unter den Decken und während anstrengenden Trainingseinheiten vermehrt schwitzen. Werden Elektrolyte nicht rechtzeitig ergänzt, kann ein Mangel auftreten. Symptome eines Mangels können sich durch einen Ausdauerverlust und Trägheit äußern. Fehlen dem Organismus langfristig Elektrolyte und Flüssigkeit, kommt es zu einer Eindickung des Blutes. Hierdurch können die Organe nicht mehr optimal mit Energie und Nährstoffen versorgt werden. Es können Koliken sowie Muskelverspannungen auftreten. Auch das Risiko einer ernsthaften Dehydrierung steigt. Wie werden Elektrolyte ergänzt? Der normale Bedarf an Natrium und Chlorid kann mit Salz im Pferdefutter bzw. einem Salzleckstein abgedeckt werden. Beachte aber, dass Salzlecksteine nur aus Natrium und Chlorid bestehen und daher keinen vollständigen Ersatz aller wichtigen Elektrolyten bieten. Kalium ist in handelsüblichen Salzlecksteinen nicht enthalten. Der normale Bedarf an Kalium kann in kleinen Mengen mit hochwertigem Heu gedeckt werden. Du bist dir über die Qualität deines Heus unsicher? Dann führe am besten einen Raufutter-Schnelltest durch. Hat dein Pferd einen erhöhten Bedarf an Elektrolyten? Oder kann der normale Bedarf nicht ausreichend über den Salzleckstein und über Raufutter gedeckt werden, z.B. weil dein Pferd den Salzleckstein nicht nutzt oder dein Heu nur einen geringen Kaliumgehalt hat? Dann ist eine gezielte Ergänzung von Elektrolyten empfehlenswert. Diese enthalten die richtigen Mengen an Kalium, Natrium und Chlorid sowie weiteren Köpersalzen und Mineralien im richtigen Verhältnis. Sowohl Pavo E’lyte als auch Pavo ReHydrate sind Ergänzungsfuttermittel speziell für Pferde, die viel schwitzen und dabei Flüssigkeit sowie Elektrolyte verlieren. Pavo E’lyte: Elektrolyte für eine optimale Ausdauer  Pavo E’lyte sind kleine Pellets mit den benötigten Körpersalzen im richtigen Verhältnis. Das Besondere an E’lyte: Neben den 3 Körpersalzen Natrium, Chlorid und Kalium ist es zusätzlich mit Magnesium angereichert. Beim Schwitzen verliert ein Pferd nämlich auch diesen wichtigen Mineralstoff. Der Einfluss von Magnesium auf dem Pferdekörper sollte nicht unterschätzt werden. Für lockere Muskeln und einen funktionierenden Blutkreislauf ist Magnesium essentiell. Pavo E’lyte kann direkt verfüttert, bzw. unter das tägliche Futtermittel gemischt werden. Die Pellets enthalten keinen Weizen und sind daher für eine glutenfreie Ernährung geeignet. Für welche Pferde ist Pavo E’lyte geeignet?  Das Ergänzungsfutter eignet sich für jedes (Sport-)Pferd und (Sport-)Pony. Eine Ergänzung von E’lyte ist in jeder sportlichen Disziplin, bei hohen Temperaturen und/oder starkem Schwitzen sinnvoll. Fütterungsempfehlung für Pavo E’lyte  Du kannst Pavo E’lyte vor, während und nach dem Training füttern. Bei leichter Arbeit sind 100 g täglich ausreichend. Bei starker Anstrengung, viel Schwitzen und/oder sehr heißem Wetter kann die Ration auf 200 g pro Tag erhöht werden. Für Ponys ist die Hälfte der Dosierung ausreichend. Durch eine optimale Versorgung kann dein Pferd einen ausreichenden Elektrolytvorrat anlegen, und ein Mangel tritt weniger schnell auf. Neben einem effizienten Training unterstützt du mit einer optimalen Elektrolytfütterung auch die Ausdauer deines Pferdes. Stelle sicher, dass dein Pferd stets Zugang zu frischem Wasser hat und genügend trinkt. Die Elektrolyte in Pavo E’lyte besitzen einen charakteristischen Geschmack. Manche Pferde müssen sich erst daran gewöhnen und fressen zu Beginn das Ergänzungsfutter vielleicht nicht ganz so gerne. Unser Tipp: Beginne am besten erst mit kleinen Mengen und erhöhe diese im Laufe der Zeit. Mische die Pellets einfach unter das Futter. Sollte dein Pferd wählerisch sein, vermenge E’lyte mit etwas Apfelmus oder Apfelsaft. Die Pellets kannst du auch unter eingeweichtes Futter wie Pavo SlobberMash oder Pavo FibreBeet mischen. So frisst dein Pferd die Pellets und nimmt zusätzlich Flüssigkeit auf. Pavo ReHydrate: Das Sportgetränk für eine schnelle Regeneration  Pavo ReHydrate ist ein flüssiger Sportdrink für echte Spitzensportler! Es ist ein konzentriertes Sportgetränk mit Elektrolyten und Glukose. Beide Inhaltsstoffe zusammen sorgen dafür, dass sich dein Pferd nach einem sehr anstrengenden Training oder Turnier schnell wieder erholt. Die richtige Kombination aus Elektrolyten und einem hohen Glukosegehalt macht dieses Produkt so einzigartig. Auf diese Weise ist nicht nur eine sofortige Wiederherstellung des Elektrolythaushalts gewährleistet, sondern auch die Anreicherung an Energie. Glukose ist nämlich ein wichtiger Energielieferant für den Organismus. Sie sorgt auch dafür, dass Elektrolyte besser absorbiert werden und somit schneller in den Blutkreislauf gelangen. Darüber hinaus wird bei der Einnahme von ReHydrate der natürliche Durstreiz angeregt, so dass dein Pferd schneller zu trinken beginnt und sein natürliches Flüssigkeitsgleichgewicht wiederherstellen kann. Für welche Pferde ist Pavo ReHydrate geeignet?  Pavo ReHydrate ist ideal für Sportpferde, deren Elektrolyt-, Energie- und Flüssigkeitshaushalt nach sehr großer Anstrengung und/oder starkem Schwitzen schnell wieder aufgefüllt werden muss. Es ist auch für den (längeren) Transport und für Pferde geeignet, die bereits Dehydrierungssymptome zeigen. Pavo ReHydrate wird häufig in Ausdauersportarten wie Distanzreiten und Vielseitigkeit eingesetzt. Fütterungsempfehlung für Pavo ReHydrate  Du kannst Pavo ReHydrate einfach im Trinkwasser auflösen, mit dem Futter vermischen oder direkt mit einer sauberen Spritze in das Maul geben. Beachte die Dosierungsvorschläge auf der Verpackung. Die Dosierung hängt von der Fütterungsmethode und Arbeitsintensität ab. Dein Pferd sollte uneingeschränkten Zugang zu frischem Wasser haben. Pavo ReHydrate ist sehr schmackhaft und wird daher von Pferden sehr gern gefressen. Pavo E’lyte und Pavo ReHydrate auf einem Blick  In der folgenden Tabelle findest du alle Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Pavo E’lyte und Pavo ReHydrate übersichtlich zusammengefasst.   Pavo E'lyte Pavo ReHydrate Darreichungsform Kleine Pellets Liquid Zusammensetzung Mit den Elektrolyten Natrium, Chlorid, Kalium sowie Magnesium. Mit den Elektrolyten Natrium, Chlorid, Kalium, Magnesium sowie Glukose. Geeignet Für (Sport-)Pferde und Ponys, die schwitzen. Für jede Disziplin geeignet. Für Sportpferde und -ponys nach (schwerer) Anstrengung. Bei Elektrolytverlust durch starkes Schwitzen. Vor, während und nach dem Transport. Für Pferde, die Symptome von Dehydrierung zeigen. Anwendungsziel Anreicherung von Körpersalzen nach sportlichen Leistungen und Schwitzen. Für eine optimale Ausdauer und Leistungsfähigkeit.   Zur Fütterung vor und während Trainings- und Turnierphasen. Schnelle Regeneration nach schwerer Anstrengung. Schnelles Auffüllen von Elektrolyten, Flüssigkeit und Energie.     Zur Fütterung nach intensiven Trainingseinheiten und Turnieren. Fütterungsmethode Separat oder unter das (eingeweichte) Kraftfutter gemischt verfüttern. Im Trinkwasser auflösen, unter das (eingeweichte) Kraftfutter mischen oder direkt ins Maul spritzen. Dosierungsvorchläge Bei leichter Arbeit: 100 g täglich. Bei intensiver Arbeit: 200 g täglich. Ponys benötigen die halbe Menge. Bei leichter Arbeit: 40 ml. Bei mittlerer Arbeit: 60 ml. Bei intensiver Arbeit, starkes Schwitzen und Dehydrierungssymptomen: 80 ml. Ponys benötigen die halbe Menge.   Die Zugabe erfolgt direkt nach der Anstrengung. Auf jeden Fall! Wenn du viel mit deinem Pferd trainierst, Ausdauersport euer Ding ist und ihr regelmäßig mit dem Anhänger unterwegs seid, ist die Kombination von E’lyte und ReHydrate sogar sinnvoll. Dieses starke Duo bietet deinem Sportpferd eine optimale Versorgung: Füttere deinem Pferd für eine maximale Ausdauer vor der Arbeit, bzw. täglich, Pavo E‘lyte und biete ihm nach der Anstrengung zur schnellen Regeneration Pavo ReHydrate an. Kannst du Pavo E’lyte und Pavo ReHydrate auch kombinieren?  Fütterungsbeispiel von Pavo E’lyte und Pavo ReHydrate Du hast ein Großpferd (600 kg) und nimmst mit ihm regelmäßig an Vielseitigkeitswettkämpfen teil. Neben einer bedarfsgerechten Fütterung mit ausreichend Raufutter möchtest du dein Pferd zusätzlich zu eurem individuellen Trainingsplan mit der idealen Menge sowie dem optimalen Verhältnis an Elektrolyten unterstützen: Bei leichtem Training außerhalb der Wettkampfsaison: 100 g täglich Pavo E’lyte. 2 bis 3 Tage vor dem Wettkampf, damit dein Pferd einen optimalen Vorrat an Elektrolyten aufbauen kann und/oder bei sehr warmem Wetter: 200 g täglich Pavo E’lyte. Nach schwerem Training und/oder nach starkem Schwitzen: 80 ml Pavo ReHydrate direkt nach der Anstrengung. Unmittelbar nach dem Wettkampf: 80 ml Pavo ReHydrate direkt nach der Anstrengung. Bei langen Fahrten mit dem Anhänger: 40 bis 60 ml Pavo ReHydrate etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Transport mit einer Spritze direkt ins Maul. Wiederhole diesen Vorgang etwa nach 2 bis 3 Stunden während des Transports und bei Bedarf bei Ankunft ein weiteres Mal. Wichtig: Achte auf die Dosierungsvorschläge auf den Verpackungen. Sorge dafür, dass dein Pferd nach der Fütterung von Elektrolyten Zugang zu ausreichend frischem Wasser hat. Möchtest du mehr über Pavo E’lyte und Pavo ReHydrate erfahren und wissen, welches Ergänzungsfutter für dein Pferd am besten geeignet ist oder wie du beide Produkte am besten kombinieren kannst? Dann nimm Kontakt mit unserer Pavo Fütterungsberatung auf. Unsere Fütterungsexperten beantworten gern deine Fragen und unterstützen dich bei deiner Ergänzungsfutter-Zusammenstellung.
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Fütterung und Training
Pferdefutter bei Weidegang anpassen
Die Frühlings- und Sommermonate sind die typischen „Weidegang-Jahreszeiten“ für Pferde. Wenn die kalte und matschige Zeit überwunden ist, starten die Pferdebesitzer mit der Bewirtschaftung ihrer Pferdeweiden. Und wenn sich das Gras erholt hat und wieder eine widerstandfähige Grasnarbe gewachsen ist, startet die Weidesaison, so dass die Weide den Pferden vor allem als wichtige natürliche Futterquelle dient. Außerdem sorgt der regelmäßige Weidegang für ausreichend arttypische Bewegung, ist ein wichtiger Erholungsbereich und fördert bei Herdenhaltung das soziale Verhalten. Damit dein Pferd eine unbeschwerte Weidesaison genießen kann, ist es zunächst einmal wichtig, es richtig anzuweiden. Beim Anweiden kommt es vor allem darauf an, dein Pferd langsam an das frische Gras zu gewöhnen. Wichtig zu wissen: dein Pferd benötigt für das Verdauen von frischem Weidegras andere Bakterien als für das Verdauen von „trockenem“ Raufutter, wie z.B. Heu. Dein Pferd kann diese Bakterien selbst regenerieren, benötigt dafür jedoch ausreichend Zeit. Andernfalls können bei zu langem Weidegang in der Anfangszeit Koliken , Durchfall und/oder Kotwasser  die Folge sein. Starte daher am ersten Tag des Anweidens mit max. 5-10 Minuten Weidezeit und erhöhe diese täglich um weitere 5-10 Minuten. Hat der Verdauungstrakt deines Pferdes sich gut auf die kleinen Mengen Gras eingestellt, kann die Fresszeit in größeren Intervallen, wie z.B. 15 oder 30 Minuten, gesteigert werden.  Neben dem korrekten Anweiden ist es außerdem unbedingt notwendig, die Fütterung deines Pferdes rechtzeitig dem Weidegang anzupassen. So kannst du bei deinem Pferd Übergewicht, aber auch Nährstoffmängel vorbeugen. Wichtig ist auch zu wissen, dass sich der Nährstoffgehalt des Grases im Laufe des Jahres ändert. Hierdurch können sich die Bedürfnisse deines Pferdes an die Gesamtfütterung schon während der Weidesaison ändern. Benötigt dein Pferd zum Beispiel zu Beginn der Weidesaison kein zusätzliches Futter, so kann sich dies im Laufe der Weidesaison – und besonders zum Ende hin – verändern, da dann auch das Gras nährstoff- und energieärmer wird. Welches Pferdefutter ist bei Weidegang am besten geeignet? Bevor du dich fragst, welches Pferdefutter für dein Pferd während der Weidesaison geeignet ist, solltest du dir außerdem bewusst darüber werden, wie viel „Futter“ dein Pferd bereits mit dem Gras aufnimmt. Besonders das saftig frische Frühjahrsgras hat sehr hohe Nährwerte. Angesichts dessen, das Gras zu 85% aus Wasser besteht, solltest du immer mit den Nährwerten auf Basis der Trockenmasse rechnen. Auf einer Weide mit einer saftigen Grasnarbe frisst ein Pferd von 600kg ungefähr 3-5kg Gras pro Stunde. Wenn du das Wasser abziehst, bleiben somit 450 bis 750g Trockenmasse übrig, die pro Stunde aufgenommen werden. Angenommen dein Pferd bekommt täglich 5 Stunden Weidegang, ergeben sich also durchschnittlich 3kg Futter, welches dein Pferd bereits durch den Weidegang aufnimmt. Es ist ratsam, diese „Gras-Futterration“ bei der Berechnung der zusätzlichen Futterration entsprechend mit einfließen zu lassen. Worauf du bei frischen, jungen Weidegras achten musst: So schön eine grüne und saftige Wiese aussieht, so bringt das reichhaltige Gas auch seine Herausforderungen mit sich. Besonders junges Gras hat einen hohen Zuckergehalt (Fruktan), was in zu großen Mengen den Stoffwechsel deines Pferdes belasten kann. Ein hoher Zuckeranteil im Futter kann vor allem bei zuckerempfindlichen Pferden die Entstehung von Stoffwechselerkrankungen wie Durchfall, Diabetes, Hufrehe, EMS oder Cushing begünstigen. Zudem gerät bei zu viel Gras die Balance zwischen Energie-Aufnahme und tatsächlichem Bedarf schnell aus den Fugen. Die Folge ist Übergewicht, welches ebenfalls langfristig gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann. Hat dein Pferd schnell ein paar Kilos zu viel auf den Rippen? Dann sorge rechtzeitig für eine Anpassung der Fütterung, Haltung und Bewegung – die 3 wichtigen Säulen für ein gesundes Gewicht deines Pferdes. Begrenze dann z.B. die Weidezeit auf maximal 4 Stunden pro Tag oder nutze einen Maulkorb für dein Pferd, um die Kalorienaufnahme zu reduzieren. Mineralfutter – ein wichtiger Ganzjahreszusatz: Ob Dauerweide oder stundenweiser Weidegang: Generell ist zu beachten, dass unsere Böden mineralstoffärmer und auch artenärmer geworden sind. Hinzu kommt, dass viele Pferde und Ponys vor allem während der Weidesaison wenig oder gar kein Kraftfutter benötigen. Aber Gras (und auch Heu) alleine enthält Vitamine und Mineralstoffe nicht in ausreichender Menge, um den täglichen Bedarf deines Pferdes zu decken. Daher ist es ratsam, Pferde ganzjährig mit Mineralfutter zu versorgen. Besonders empfehlenswert ist Pavo Vital (Pellets) oder Pavo DailyFit (Briketts). Hierbei handelt es sich um getreidefreie Mineralfutter Sorten aus 100% natürlichen Zutaten, die dein Pferd mit genau den Nährstoffen versorgen, die es täglich benötigt: Pavo Vital ist komplett frei von Melasse und Getreide und hat einen sehr niedrigen Zucker- und Stärkegehalt. Es ist besonders gut geeignet für alle futterempfindlichen Pferde und Ponys, die wenig Kraftfutter erhalten und getreide- und zuckerarm ernährt werden müssen. 100 g Pellets täglich decken den gesamten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen eines Großpferdes. Für ein Pony genügen bereits 50 g Pavo Vital Pellets pro Tag. Pavo DailyFit liefert deinem Pferd zusätzlich wertvolle Nährstoffe aus Bierhefe, Kräutern und Blüten, die das allgemeine Wohlbefinden fördern. Es ist optimal geeignet für alle Pferde und Ponys, die viel Zeit auf der Weide verbringen und kein oder nur sehr wenig Kraftfutter neben ihrer Raufutterration erhalten. Die handliche Brikettform ermöglicht dir eine sehr einfache Fütterungsweise, z.B. kannst du das schmackhafte Brikett deinem Pferd einfach auf der Weide aus der Hand füttern. Mit nur einem Brikett pro Tag für ein Großpferd und einem halben Brikett täglich für ein Pony deckst du den kompletten Vitamin- und Mineralstoffbedarf. Gerade wenn Pferde 24 Stunden auf der Weide verbringen, ist es außerdem empfehlenswert, an jede Weide auch einen Salzleckstein anzubringen, an dem sich dein Pferd nach Belieben bedienen kann. Pferdefutter in Abstimmung zum Weidegras wählen: Sollte dein Pferd neben dem Gras und Mineralfutter aufgrund eines erhöhten Bedarfs oder eines zu geringen Grasangebots zusätzliches Kraftfutter benötigen, dann achte bei der Wahl des Kraftfutters auf die entsprechende Ergänzung: was das Gras schon enthält, musst du mit dem Kraftfutter nicht mehr beifüttern. Am besten eignet sich als Futter während der Weidesaison ein zuckerarmes Kraftfutter mit hohem Rohfaseranteil, welches zudem ein niedriges Energie- und Eiweißniveau hat. Besonders empfehlenswert ist Pavo Nature‘s Best, das ballaststoffreiche Müsli mit hohem Strukturanteil für alle Pferde und Ponys, die wenig Energie, Zucker und Stärke benötigen. Dieses Struktur-Müsli enthält wenig Getreide und stattdessen Timotheegras als Grundlage. Timothee ist eine Grassorte mit sehr guten Nährstoffwerten für Pferde. Es hat von Natur aus einen sehr niedrigen Fruchtzuckergehalt. Pferdeweiden sind oft wenig artenvielfältig. Wie wäre es daher, die gräser- und kräuterarme Fütterung mit einem energiearmen, aber dennoch vollwertigem Kräutermüsli, wie das Pavo Care4Life, zu verfeinern? Der Zucker- und Stärkegehalt ist besonders niedrig, dafür ist es mit 11 verschiedenen Kräutern angereichert, welche die Gesundheit deines Pferdes auf ganz natürliche Weise unterstützen. Da dieses Kräutermüsli frei von Getreide, Melasse und Hafer ist, eignet es sich auch für leichtfüttrige sowie stoffwechselerkrankte Pferde. Schon eine kleine Menge des Müslis versorgt dein Pferd mit allen essentiellen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in organischer Form, die es täglich benötigt. Die hochwertigen Rohfasern und die grobe Struktur regen dein Pferd zum Kauen an und sorgen so für einen guten Speichelfluss sowie lange Fresszeiten. Auch das vollwertige Pavo EasyMix Müsli ist in diesem Fall eine gute Wahl. Es ist sogar noch energieärmer als Care4Life, enthält allerdings keine Kräuter. Weitere Pavo Fütterungsempfehlungen: Die erste Nahrungsaufnahme birgt das größte Risiko für Pferde, vor allem bei Pferden, die Hufrehe gefährdet sind. Innerhalb der ersten Stunde ist die Nahrungsaufnahme im Verhältnis am größten. Hierdurch ist die Gefahr, den Darm mit Zucker, insbesondere Fruktanen, zu überladen, am höchsten. Füttere daher deinem Pferd vor dem Weidegang eine Portion Raufutter oder Raufutterersatz. Pavo FibreNuggets oder Pavo HayChunks bieten deinem Pferd eine ausgewogene Menge an Raufutter und verringern gleichzeitig die Futteraufnahme von frischem Gras auf der Weide. Auch eingeweichte, zuckerarme Rübenschnitzel, wie Pavo SpeediBeet oder Pavo FibreBeet eignen sich dazu. Die Geschwindigkeit, mit der das aufgenommene Gras den Darm dann passiert, verlangsamt sich und es bleibt mehr Zeit für die Absorption des aufgenommenen Zuckers im Dünndarm. Dies kann das Risiko auf Verdauungsprobleme reduzieren. Was du bei einer Fütterung bei Weidegang auch berücksichtigen solltest Es hängt von mehreren Faktoren ab, ob neben dem Weidegang eine zusätzliche Fütterung bei deinem Pferd erforderlich sein kann. Beschaffenheit & Größe der Pferdeweide: Sowohl mit der Beschaffenheit als auch der Größe deiner Weide steht und fällt, ob und wieviel Futter dein Pferd neben dem Gras benötigt. Hierbei wird auch in verschiedene Weidetypen unterschieden. Weide Typ A: Saftig grüne, artenreiche Grasweide mit dichter Grasnarbe und ausreichend qualitativem Nachwuchs des Weidegrases. Bei diesem Weidetypen handelt es sich in der Regel um sehr reichhaltiges Gras. Bei den meisten Pferden, denen dieser Weide Typ als 24-Stunden-Fütterung zur Verfügung steht, ist – neben der Zugabe von Mineralfutter – keine weitere zusätzliche Fütterung nötig. Achte bei einer saftigen Weide aber unbedingt darauf, dass dein Pferd z.B. bei einem 24-Stunden-Weidegang nicht zu dick wird oder es Probleme mit der Verdauung bekommt. handle hier rechtzeitig, indem du den Weidegang, bzw.die Grasaufnahme einschränkst. Weide Typ B: Weide mit kargem und spärlichem Grasbewuchs, eventuell mit Kahlstellen und nicht flächendeckender Grasnarbe. Bei diesem Weidetypen handelt es sich in der Regel um weniger reichhaltiges Gras. Berücksichtige bei einer 24-Stunden-Fütterung bei diesem Weidetypen auch den Energiebedarf deines Pferdes. Neben der Mineralfutter-Zugabe kann eine zusätzliche Fütterung mit Kraftfutter und/oder Raufutter erforderlich sein, um mögliche Weidegras-Defizite auszugleichen. Nährstoffreiche, saftig grüne Grasweiden Typ A sind ideal für schwerfüttrige Pferde und Sport- und Zuchtpferde, die einen hohen Energiebedarf haben. Hingegen eignen sich Typ B Weiden mit kargem, spärlichem Grasbewuchs eher für leichtfüttrige Pferde, die schnell zu dick werden und somit von Natur aus einen geringeren Energiebedarf haben. Relevant ist auch, wie viele Pferde sich eine Weidefläche teilen müssen. Eventuell sind bei kleinen Weideflächen oder zu vielen Pferden pro Weide saftig grüne Wiesen schnell abgegrast, so dass sich der Weide Typ A auch in Weide Typ B ändern kann und eine Zusatzfütterung im Laufe der Weidesaison nötig wird. Dauer des Weideaufenthaltes: Grasende Pferde sind zufriedene Pferde! Daher solltest du die Weidesaison für dein Pferd ausnutzen und ihm die leckere Beschäftigung so lang wie möglich gönnen. Das Grasen sorgt nämlich nicht nur für Beschäftigung, sondern auch für eine natürliche Sättigung. Passe den Weidegang am besten immer auf den aktuellen Konditionszustand deines Pferdes an. Für adipöse Pferde, die einen Body Condition Score von 7-9 aufweisen, ist ein langer Weidegang mit viel Gras beispielsweise nicht empfehlenswert, da sie so zu viel Energie und Zucker aufnehmen. Dein Pferd sollte in diesem Fall seinen Bedarf an Raufutter bevorzugt durch eine angepasste Menge Heu decken. Achte darauf, dass dein Heu einen niedrigen Zuckergehalt hat. Du bist dir unsicher, welche Nährstoffzusammensetzung dein Heu hat? Dann führe am besten einen Raufutter-Test durch, um den Energie-, Eiweiß- und Zuckergehalt deines Heus bestimmen zu lassen. Um deinem adipösen Pferd außerdem ausreichend Auslauf und Abwechslung zu ermöglichen, wäre die Gesellschaft mit anderen leichtfüttrigen oder zu dicken Pferden auf dem Paddock ideal. Wie heißt es immer so schön – vor allem während einer Diät? Geteiltes Leid ist halbes Leid.  Warte mit der Begrenzung von Gras nicht zu lange. Auch wenn dein Pferd „nur ein bisschen“ zu mollig ist, solltest du die Graszufuhr schon begrenzen, um starkes Übergewicht zu vermeiden. Ziel ist immer der Erhalt eines Idealgewichtes. Um die Grasaufnahme einzuschränken, limitieren viele Pferdebesitzer den Zeitraum, den ihr Pferd auf der Weide verbringt. Eine US Studie zeigt allerdings, dass eine zeitliche Eingrenzung des Weidegangs nicht unbedingt auch einen positiven Effekt auf die Grasaufnahme hat. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass Pferde, die 24 Stunden auf der Weide verbringen, durchschnittlich 0,35 kg Gras pro Stunde aufnehmen. Wird die Weidezeit auf 6 Stunden begrenzt, steigt die durchschnittliche Grasaufnahme pro Stunde auf 0,75 kg. Bei einer limitierten Weidezeit von 3 Stunden steigt die Grasaufnahme im Schnitt sogar auf 1,00 kg pro Stunde. Desto kürzer die Weidezeit deines Pferdes also ist, desto hastiger frisst es auch sein Gras. Da Pferde aber über einen sehr kleinen Magen verfügen, sollten sie im Idealfall den ganzen Tag lang mehrere kleine Portionen Raufutter aufnehmen, um ihren Magen-Darm-Trakt gesund erhalten zu können. Verteile daher die Raufutter-Rationen gleichmäßig über den Tag und schaffe bei einem zeitlich begrenzten Weidegang ausreichend Alternativen für dein leichtfüttriges oder zu dickes Pferd.  Weidegang mit Fressbremse? Viele Pferdebesitzer mit molligen Pferden greifen zu einer Fressbremse, wenn es auf die Weide geht oder sie aufgrund der Haltungsform nicht die Möglichkeit haben, den Weideganz zu begrenzen. Eine Fressbremse erinnert auf den ersten Blick zunächst einmal an einen großen Maulkorb. Sie hindert dein Pferd nicht vollständig an der Nahrungsaufnahme, sondern erschwert diese lediglich. Mehrere Studien belegen, dass die Grasaufnahme durch eine Fressbremse um ca. 30-80% reduziert wird. Dies hat den großen Vorteil, dass dein Pferd trotz gleichbleibender Weidezeit weniger energiereiches Gras aufnehmen kann. Vor allem für Pferde, die schnell an Gewicht zunehmen, ist eine Fressbremse geeignet. Auf diese Weise dürfen sie die lange Weidezeit „auskosten“, ohne dabei zu viel Energie und Zucker aufzunehmen.   Allerdings weist der Weidegang mit Fressbremse auch einige Nachteile auf, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. Beispielsweise schränkt eine Fressbremse die sozialen Kontakte deines Pferdes stark ein, da sie beim Spielen und auch beim gegenseitigen Knabbern oder Kraulen mit den Artgenossen störend ist. Sitzt die Fressbremse zudem nicht passgenau, kann es schnell zu Scheuerstellen am Kopf kommen. In manchen Fällen erschwert eine Fressbremse deinem Pferd außerdem die Wasseraufnahme. Entscheidest du dich also für einen Weidegang mit Fressbremse, dann achte im Vorfeld unbedingt darauf, dass diese auch gut sitzt und dein Pferd trotz Fressbremse in der Lage ist, ausreichend Wasser aufzunehmen. Beobachte außerdem auch die Nahrungsaufnahme deines Pferdes, nachdem du die Fressbremse wieder abnimmst. Manche Pferde tendieren nämlich dazu, die eingeschränkte Fütterung „aufholen“ zu wollen und beginnen zu schlingen, sobald die Fressbremse abgezogen wird. Als Alternative zum Weidegang mit Fressbremse eignet sich auch die räumliche Eingrenzung deiner Pferdeweide. Mit mobilen Weidezäunen kannst du z.B. einfach einen Bereich abtrennen, der unbeschwert abgegrast werden darf. So verlierst du nicht die Kontrolle über die Grasaufnahme und dein Pferd kann seine Zeit auf der Weide dennoch in vollen Zügen genießen. Das abgetrennte Stück sollte natürlich dennoch ausreichend Platz für die jeweilige Anzahl an Pferden bieten.  Was passiert im Herbst und Winter? Die Nächte werden länger, das Wetter schwingt um und das Winterfell deines Pferdes wird dicker. Wenn die ersten nasskalten Herbstmonate langsam in den Startlöchern stehen, verändert sich die Zusammensetzung des Grases. Auch wenn dieses gar nicht mehr so „saftig“ aussieht, so bringt vor allem dieses Gras seine Tücken mit sich. Aber was passiert konkret mit dem Gras im Herbst und Winter und worauf solltest du achten? Der Fruktananteil im Gras steigt an Ab September/Oktober wächst das Gras auf der Weide langsamer und stellt sich auf die kalte Jahreszeit um. Dies bedeutet, dass der Fruktananteil im Gras stark ansteigt. Vor allem bei leichtem Bodenfrost und in den frühen, kalten Morgenstunden ist der Fruktangehalt im Gras am höchsten. Eine erhöhte Fruktanaufnahme belastet jeden Pferdeorganismus und kann bei gefährdeten Pferden sogar eine Hufrehe auslösen. Lasse daher dein Pferd lieber erst ab dem spätem Vormittag, wenn die Sonne schon etwas kräftiger ist, auf die Weide und biete ihm in der weidefreien Zeit ausreichend hochwertiges und fruktanarmes Raufutter an.  Das Gras wird karger und weniger Im Winter wächst das Gras kaum bis gar nicht. Da Pferde das Gras mit Ihren Zähnen sehr kurz abfressen können, ist die Weide dann an vielen Stellen besonders karg und abgefressen. Dem winterlichen Gras fehlt es außerdem an wichtigen Nährstoffen. Viele Besitzer beenden zu diesem Zeitpunkt die Weidesaison. Gleichzeitig steigt der Verbrauch an Heu enorm an, denn der Bedarf an Raufutter bleibt bei Pferden unverändert hoch. Achte daher unbedingt auf eine ausreichende Raufutter-Fütterung. Solltest du nicht genügend Heu zur Verfügung haben, eignen sich auch Raufutterersatzprodukte, um den täglichen Bedarf deines Pferdes decken zu können. Schon gewusst? Mit einer an die veränderten Bedingungen angepassten, bedarfsgerechten Fütterung unterstützt du gleichzeitig auch das Immunsystem deines Pferdes. Die Witterungsbedingungen ändern sich stark Im Grunde vertragen viele Pferde Kälte sogar viel besser als lange Hitzeperioden. Daher können sie auch ruhig im Herbst und Winter auf der Weide oder im Paddock gehalten werden. Biete deinem Pferd aber – genauso wie im Sommer auch – eine Unterstellmöglichkeit. Besonders wenn es regnet und der Wind durch alle Ecken pfeift, sollte dein Pferd nicht völlig ungeschützt stehen müssen. Ein winddichter Unterstand mit einem stabilen Dach ist optimal. Halte auch den Unterstand stets trocken und sauber. Manche Pferde kommen mit Regen und Kälte jedoch nicht besonders gut zurecht, so dass in diesen Fällen ein Eindecken mit einer Regen- und/oder gefütterten Winterdecke empfehlenswert ist. Achte beim Kauf einer geeigneten Decke darauf, dass diese dein Pferd nicht nur vor Kälte und Nässe schützt, sondern außerdem atmungsaktiv und thermoregulierend ist. Denke daran, dass bei Frost auch die Tränken und Wasserstellen zufrieren können, so dass deinem Pferd über Tag nicht genügend Wasser zur Verfügung steht. Bequem sind hier natürlich beheizte Tränken – alternativ müsstest du die Wasserstellen regelmäßig prüfen und von der Eisschicht befreien.
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Fütterung und Training
Salz im Pferdefutter
Im Sommer kannst nicht nur du, sondern auch dein Pferd beim Training ganz schön ins Schwitzen kommen. Eventuell ist dein Pferd schon geschwitzt, wenn es von der Weide oder aus dem Stall kommt? Gerade beim Thema „Salz im Pferdefutter“ tauchen bei Pferdebesitzern immer wieder Fragen auf: Ist es nötig zusätzliche Salze/Mineralstoffe (Elektrolyte) zu füttern? Kann dem Pferd ein Vorrat angefüttert werden oder sollten Elektrolyte nur bei Bedarf gefüttert werden? Da generell relativ wenig Salz im Pferdefutter ist, benötigt dein Pferd auf jeden Fall eine weitere Quelle, um diesen Bedarf zu decken. Dies hängt nicht nur von der Temperatur, sondern auch vom Wind und der Luftfeuchtigkeit ab. Vor allem über das Schwitzen verlieren Pferde Salze. Den Feuchtigkeitsverlust gleichen Pferde durch Trinken aus. Das Salz muss allerdings über die Fütterung ergänzt werden. Wieviel Salz benötigt dein Pferd? Der geschätzte Salzbedarf eines 600kg schweren Pferdes mit normaler Arbeit liegt bei 12g/Tag. Wenn dein Pferd jedoch sportliche Leistungen erbringt, erhöht sich der Schweißverlust und der Salzbedarf steigt rapide an. In der freien Natur ist der Salzbedarf der Pferde meist weniger hoch, da sie sich eher ruhig bewegen und so weniger schwitzen. Sie nehmen Salz auf, wenn sie an Baumrinden oder Wurzeln fressen oder salzhaltiges Bodensubstrat aufnehmen. Nur in Rüben, Rübennachprodukten und Melasse sind höhere Mengen an Natriumchlorid enthalten. Die Zugabe eines Salzlecksteins sollte daher für jedes Pferd ein Muss sein. Was ist Salz? Was wir als Kochsalz oder Viehsalz bezeichnen, ist eine Verbindung aus Natrium und Chlorid, also Natriumchlorid. Salze sind immer das Ergebnis aus der Verbindung einer Base mit einer Säure. Richtig salzig im Geschmack, sind jedoch nur Natriumchlorid und Kaliumchlorid. Was sind Elektrolyte im Zusammenhang mit Salz? Zu den Elektrolyten zählen die 3 Elemente Natrium, Chlor und Kalium. Sie übernehmen Funktionen im Nervensystem und sind an der Produktion von Enzymen und Hormonen beteiligt. Elektrolyte sind Stoffe, die in wässriger Lösung in positiv oder negativ geladene Teilchen zerfallen. Der Bedarf an Kalium kann für dein Pferd meist schon durch gutes Heu ausreichend gedeckt werden. Beim Natrium und Chlor sieht es jedoch anders aus, so dass eine Zufütterung dieser Elektrolyten bei jeder bedarfsgerechten Pferdefütterung nicht fehlen sollte. Wofür benötigt dein Pferd Salz? Natriumchlorid hat sowohl für Menschen als auch Pferde viele wichtige Funktionen. Die Bestandteile Natrium und Chlor sind wesentlich für den Wasserhaushalt, das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts sowie die Verteilung der Körperflüssigkeiten zwischen Blut und Gewebe verantwortlich. Wenn zu wenige Elektrolyte im Körper verfügbar sind, so können auch die Muskeln nicht mehr vernünftig arbeiten. Welche Arten von Salz gibt es in der Pferdefütterung? Himalayasalz Hierbei handelt es sich um einen Naturstein, der Jod enthält, sehr mineralhaltig und ohne Zusätze ist. Salzlecksteine aus Himalayasalz werden aus Pakistan importiert. Viehsalz Besteht aus Natrium- und Magnesiumchlorid und wird industriell hergestellt. Mineralsalz Enthält mehr Inhaltsstoffe als das Viehsalz, jedoch auch nicht genügend, um den Salzhaushalt eines Pferdes komplett zu decken. Speisesalz Eine Zugabe von Speisesalz beim Futter ist möglich, jedoch ist hier die Sorte ausschlaggebend. Verwenden Sie für dein Pferd nicht jodiertes Salz: manchen Speisesalzen wir zusätzlich noch Jod beigemengt, was allerdings für Pferde in diesen Mengen nicht geeignet ist. Salzlecksteinen Es gibt demnach eine Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten bei Salzlecksteinen. Neben dem einfachen industriellen weißen Viehsalzleckstein wird der Himalaya-Salzleckstein von vielen Pferdebesitzern bevorzugt. Aber auch der persische Salzleckstein mit seiner blauen Farbe, der besonderen Struktur und Zusammensetzung und dem feinen Geschmack erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Entscheide hier am besten nach den Vorlieben deines Pferdes, welches für dich die richtige Wahl ist. Elektrolytmischung Um sicher zu gehen, dass dein Pferd genug Salz bekommt und vor allem das richtige Salz, ist der Einsatz von speziellen Ergänzungsfuttermitteln, wie z.B. Pavo E´lyte, empfehlenswert. Mit dieser speziellen Elektrolytmischung lässt sich nicht nur der Verlust von Natrium und Chlorid ausgleichen, sondern der komplette Elektrolytverlust. So wird das Gleichgewicht der Körpersalze wiederhergestellt. Pavo E´lyte enthält neben Natriumchlorid, auch Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor – Elektrolyte, die dein Pferd durch das Schwitzen verliert. Wissenschaftler haben einen Schweißscore entwickelt, mit dem du den Schweißverlust deines Pferdes relativ einfach nachvollziehen kannst. Durch diese Übersicht kannst du den Elektrolytebedarf genau abschätzen und die richtige Menge Zusatzfutter dosieren. Denn viel hilft nicht immer viel. So wichtig Elektrolyte für die Leistungsfähigkeit deines Pferdes auch sind, eine überhöhte Gabe steigert die Leistung nicht. Schweißscore-Tabelle: wie viel Elektrolyte? Die nachfolgende Schweißscore-Tabelle gibt dir einen Überblick, wie viel Elektrolyte zusätzlich gegeben werden sollten: Schweiß-Score Was siehst du deinem Pferd an? Durchschnittl. Schweißverlust pro Stunde Salzverlust Einsatzmenge von Pavo E‘lyte 1 Unter dem Sattel ist es noch teilweise trocken und teilweise feucht und klebrig. Der Hals ist klebrig und die Flanken etwas dunkler als sonst. 1-4 Liter 2-7 Teelöffel 50g 2 Unter dem Sattel und am Hals ist es nass. Stellenweiser Schaum entlang des Sattels, wo die Zügel den Hals berühren und zwischen den Hinterbeinen. 4-7 Liter 7-12 Teelöffel 100g 3 Unter dem Zaumzeug, am Hals und an den Flanken ist das Pferd sichtbar nass, teilweise mit Schaumstellen. 7-9 Liter 12-16 Teelöffel 150g 4 Hals und Flanken sich ganz nass. Nasse Stellen zwischen den Hinterbeinen. Weißer Schaum zwischen den Hinterbeinen. 9-12 Liter 16-21 Teelöffel 200g 5 Siehe Schweiß-Score 4 und wenn Schweiß oberhalb der Augen und vom Bauch tropft. 12-18 Liter 21-32 Teelöffel 250g Quelle: Zeyner, A.; Romanowski, K.; Vernunft, A.; Harris, P.; Kienzle, E. (2014) Scoring of sweat losses in exercised horses – a pilot study; Animal Physiology and Animal Nutrition, 98, s. 246-250. Durch einen Leckstein kann ein Pferd seinen Bedarf an Salzen und Mineralstoffen selbstständig decken. Aber wie findest du heraus, ob dein Pferd dennoch zusätzlich Salz benötigt? Ziehe an der Schulter eine Hautfalte und lassen diese wieder los. Verschwindet die Falte sofort wieder, liegt kein Mangel vor. Dauert es eine Sekunde oder länger, bis die Falte zurückgeht, liegt ein Salzmangel vor. Ältere Pferde haben schwächeres Gewebe, sodass es etwas länger dauern kann, bis die Hautfalte verschwindet. Sollte es jedoch sechs oder mehr Sekunden dauern, solltest du dies einmal mit deinem Tierarzt besprechen. Was passiert bei einem Salzmangel? Sollte dein Pferd an einem Mangel an Natriumchlorid leiden, so führt dieser häufig zu Schwäche und Lustlosigkeit. Durch eine dauerhafte Unterversorgung an Salz, wird dein Pferd keinen oder nur noch kaum Durst verspüren und eine schlechte Verdauung ist die Folge. Was passiert bei einem Salzüberschuss? Im Gegensatz dazu, hat ein „zu viel an Salz“ eine erhöhte Wasseraufnahme zur Folge, was die Nieren immens stark belastet. Bei einem Fohlen solltest du darauf achten, dass dies nicht zu früh mit einem Salzleckstein „herumexperimentiert“. Eine erhöhte Salzaufnahme kann dann schnell zu Durchfall führen. Fohlen sollten durch ein Fohlenfuttermittel mit dem täglichen Bedarf an Elektrolyten versorgt werden. Wenn dein Pferd den Salzleckstein frisst, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass ein Salzmangel vorliegt. Dies kann auch auf einen Mangel an Zink hinweisen. Wurde dies durch eine Blutuntersuchung bestätigt, solltest du auf eine angepasste Kräuter- und rohfaserreiche Kost bzw. ein Ergänzungsfutter mit Zink zurückgreifen. Es kann aber auch sein, dass deinem Pferd der Salzleckstein einfach nur gut schmeckt oder es sich aus Langeweile durch das Schlecken die Zeit vertreibt. Was passiert, wenn Pferde schwitzen?  Der größte Anteil im Schweiß ist Wasser. Weiterhin sind erhöhte Mengen an unterschiedlichen Salzen enthalten. Diese Elektrolyte (Natrium, Chlorid, Kalium) spielen eine wichtige Rolle im Körper deines Pferdes. Im Vergleich zum Menschen enthält der Schweiß von Pferden höhere Mengen Elektrolyte und ein Eiweiß, welches für eine zusätzliche Kühlung trotz des Fells sorgt. Dieses Eiweiß ist auch für den Schaum verantwortlich, den man bei stark schwitzenden Pferden am Zaumzeug, der Satteldecke oder zwischen den Hinterbeinen sieht. Warum schwitzen Pferde? Ein Pferd schwitzt mehr, als viele denken. An einem durchschnittlichen Sommertag, bei einer Temperatur von ca. 20°C verliert es bei leichter Arbeit bereits 2-4 Liter pro Stunde. Bei sehr anstrengenden Trainingseinheiten sogar bis zu 15 Liter. Diesen Feuchtigkeitsverlust gleichen Pferde durch Trinken aus. Vergiss also niemals, deinem Pferd frisches Wasser zur Verfügung zu stellen. Ein Pferd, das viel geschwitzt hat, trinkt bis zu 50 Liter und mehr. Schwitzen ist für die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit deines Pferdes besonders wichtig. Bei sportlichen Leistungen produzieren die Muskeln viel Wärme, die aus dem Körper transportiert werden muss. Zur Abkühlung bildet Schweiß eine feuchte Schicht, die auf der Haut verdunstet und dadurch die Körpertemperatur absenkt. Was du deinem Pferd bei großer Hitze und starkem Schwitzen noch Gutes tun kannst, erfährst du in unserem Ratgeber „10 Tipps gegen Hitze für Pferde“.  
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Fütterung und Training
Merel Blom - Mit Pavo zu den Olympischen Spielen
Kannst du dir das vorstellen, wie glücklich und überwältig du wärst, wenn du als Reiter den Sprung auf die Longlist zu den Olympischen Spielen schaffst? Welch eine Ehre und riesengroße Freude das sein muss! Aber der Weg bis zu den Olympischen Spielen ist noch lange nicht gemeistert. Es folgen eine Reihe von Auswahlturnieren und sowohl du als auch dein Pferd müssen die gesamte Zeit über gesund und fit bleiben. Außerdem wirst du von dem nationalen Sportbund – in unserem Fall dem KNHS – dazu aufgefordert, eine vollständige Auflistung sämtlicher Dinge anzugeben, die du zu den Olympischen Spielen mitnehmen möchtest. Dabei musst du an alles Mögliche denken: von Bürsten über Decken bis hin zum Futter! Ad Wagemakers vom KNHS weiß, wie anspruchsvoll die Anforderungen an Reiter in der Vorbereitungszeit zu Olympia sind. Er liefert uns einen kleinen Eindruck der Regeln, die wir für die Olympischen Spiele in Rio 2016 beachten müssen: „Es darf nichts mitgenommen werden, das aus Holz ist. Keine Holzkisten, aber beispielsweise auch keine Sättel mit hölzernem Sattelbaum. Und wir mussten bis ins kleinste Detail angeben, was wir mitnehmen, sogar bis zum Typ der Einflechtgummis. Glücklicherweise arbeiten wir mit professionellen Reitern zusammen, die nichts aus der Fassung bringt. Jeder nimmt ausreichend mit, auch was das Futter betrifft. Aber dennoch ist es lästig, denn von dem Moment, als wir diese Liste im Juni abgeliefert haben, bis zur Abreise, sind es noch vierzig Tage. Und es kann jetzt nichts mehr hinzugefügt werden.“  Besonders die Regelungen zur Mitnahme des Futters sind mit viel Aufwand verbunden. „Bis Juni gab es noch eine Longlist mit 30 Pferden, während letztendlich nur 14 fahren. Wir haben uns für den Futterversand per Flugzeug, gemeinsam mit den Pferden, entschieden, damit es bei Ankunft so „frisch“ wie möglich ist. Das ist zwar etwas teurer als der Versand per Containerschiff und die Lagerung ist alles andere als optimal, dafür müssen wir aber weniger mitnehmen, weil wir bis dahin wissen, welche Pferde tatsächlich fahren“, so Teammanager Ad Wagemakers. Die Transportkosten übernehmen NOC und KNHS. Damit ist nun auch der Futtertransport bis Rio bestens organisiert, jedoch sind im Vorfeld noch einige Vorbereitungen von Reiter und Pferd bzgl. der Futterauswahl und Futterumstellung notwendig! Alles gar nicht so einfach und mit viel Organisationsaufwand verbunden. Merel kann es kaum erwarten, bis das Flugzeug abhebt: „Lange Zeit war das unwirklich. Das Pferd muss fit bleiben und ich natürlich auch. Letzte Woche saß ich auf der Geländebahn auf einem jungen Pferd, das einen komischen Sprung machte. Darüber darf man dann nicht allzu sehr nachdenken. Ich bin bereit. Es ist unglaublich toll.“ Wir haben die Vielseitigkeitsreiterin Merel Blom auf ihrem Weg nach Rio 2016 begleitet und berichten von Merels Erfahrungen und Erfolgen! Pferdefutter für die Olympischen Spiele Anders als bei Bürsten und anderem Zubehör, ist es nicht erlaubt, das eigene Raufutter zu den Olympischen Spielen mitzunehmen. Aus Angst vor übertragbaren Pflanzenkrankheiten hat das brasilianische Olympische Komitee bestimmt, dass alle Reiter aus einigen wenigen Sorten Raufutter auswählen müssen, die aus Europa mit nach Rio genommen werden dürfen. Zur Auswahl standen 4 Typen Anwelksilage der Marke Marksway. Darüber hinaus konnten sich die potenziellen Teilnehmer für den Import einer bestimmten Marke Heu des amerikanischen Timotheegrases oder für das brasilianische Tifton 85 Heu entscheiden, das vor Ort in Rio bestellt werden kann. Kein einziger niederländischer Reiter hat sich für letztere Option entschieden, da es Unsicherheiten bezüglich der Futterqualität gab. Auch Rob Krabbenborg, Ernährungswissenschaftler bei Pavo, äußerte sich dazu: „Ich finde es eigentlich unerhört. Man stelle sich vor, den Radrennfahrern bei der Tour de France würde vorgeschrieben, dass sie nur lokale Lebensmittel essen dürfen. Oder unsere Sprinterin Daphne Schippers müsste dort das essen, was auf den Tisch kommt. Während wir auch von unseren Pferden Spitzenleistungen erwarten.“ Im Gegensatz zum Raufutter ist es erlaubt, das eigene Kraftfutter mitzunehmen. Aber auch das unterliegt strengen Regeln. Alle Sorten Kraftfutter unterschiedlichster Marken werden zunächst von einem amerikanischen Institut qualifiziert und müssen anschließend von den brasilianischen Behörden genehmigt werden. Zur Prüfung der Bestandteile werden die Rezepte der Futtersorten vorgelegt. Sofern das Futter einen raufutterartigen Bestandteil wie Luzerne oder Timotheegras enthält, muss nachgewiesen werden, dass es einer Wärmebehandlung unterzogen wurde, sodass keine Krankheitserreger überleben konnten. Erst wenn die Zustimmung erteilt ist, wird das Kraftfutter kurz vorher gesammelt, um das Haltbarkeitsdatum nicht zu überschreiten. Gemeinsam mit den Pferden wird das Futter im Flugzeug nach Rio gebracht. Dort angekommen wird das Kraftfutter umgehend auf einen Lastkraftwagen verladen und auf direktem Weg zu den hermetisch abgeriegelten Olympischen Stallkomplexen transportiert. „Mal eben eine Palette nachschicken, weil jemand etwas vergessen hat, geht nicht. Die würde nicht reingelassen“, merkt Krabbenborg an. Der Ernährungswissenschaftler hat keinerlei Befürchtung, dass das Futter durch die Reise oder die anderen Witterungsverhältnisse in Brasilien hinsichtlich Geschmack oder Qualität leiden könnte: „Der Transport findet kurz vorher statt. In Papiersäcken verpacktes Futter ist ziemlich robust. Wir verkaufen es in der ganzen Welt unter unterschiedlichen Bedingungen und das funktioniert ausgezeichnet. Aber das Futter sollte am besten dunkel und trocken gelagert werden, wie bei den Menschen zu Hause. Höhere Temperaturen sind beim Frischfutter weniger problematisch. Es darf nur nicht in der Sonne liegen, denn dann könnte das Fett in ölreichen Produkten ranzig werden, wodurch die Pferde es nicht mehr mögen würden.“ Die Pferde halten sich minimal 14 Tage in Rio auf, einige etwas länger. Das bedeutet pro Pferd grob gerechnet 150kg Raufutter und 60kg Kraftfutter. Dazu kommen dann noch Ergänzungsfuttermittel für die Salzversorgung, Vitamin E und Pavo Slobber-Mash. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass die Olympia-Pferde ausschließlich Top-Sportfutter zu sich nehmen. Das ist aber nicht der Fall. Krabbenborg: „Das Interessante ist, dass ich bei den Anfragen unser gesamtes Sortiment angetroffen habe. Einige bekommen ganz normales Futter, das man auch Freizeitpferden gibt. Haferfrei, mit wenig Stärke oder sogar getreidefrei. Aber es gibt natürlich auch Reiter, die echtes Sportfutter füttern, mit viel Eiweiß und Energie. Insbesondere die Vielseitigkeitsreiter informieren sich gut über die Inhaltsstoffe. Ob das bei all diesen Geschichten nicht ziemlich teure Futtersäcke werden? Eigentlich nicht. Nur die Transportkosten kommen hinzu.“ Er selbst wird die Futtersituation vor Ort in Rio aufmerksam beobachten. „Ja, natürlich fahren wir dorthin.“ Frühzeitige Futterumstellung als Vorbereitung für Olympia Der Stoffwechsel von Pferden ist besonders sensibel. Auf Veränderungen in ihrer Futterration reagieren sie negativ. Aus diesem Grund ist es für solche Topathleten ausgesprochen wichtig, ihr eigenes Futter mit auf Reisen zu nehmen. Der Hauptbestandteil der Futterration eines Pferdes besteht aus Raufutter. „Jetzt könnte man meinen, dass die Reiter ihr eigenes Heu und ihre eigene Silage mitnehmen. Das möchten sie auch gerne, aber das ist in Brasilien nicht erlaubt“, berichtet Rob Krabbenborg, der sich bereits seit über einem halben Jahr mit den Vorbereitungen für Rio beschäftigt. „Wir arbeiten schon einige Zeit daran, das geeignete Raufutter mit dem passenden Nährstoffgehalt auszusuchen. Aber wir dürfen es nicht dorthin importieren. Glücklicherweise haben wir jemanden gefunden, der 2 dieser Raufuttermarken in den Niederlanden liefert, sodass die Reiter ihre Pferde bereits jetzt daran gewöhnen können.“ Die Vielseitigkeitsreiterin Merel Blom beschäftigt sich bereits seit Monaten mit der richtigen Ration für ihr Pferd Rumor Has It: „Wir konnten eine Marke Anwelksilage testen, die dort in drei Varianten geliefert werden kann. Wir haben getestet, welche davon Rumor schmeckt. Eine Sorte schied aus. Bei den anderen beiden geht es um den Energie- und Eiweißgehalt und darum, was wir darüber hinaus noch mit Kraftfutter auffüllen müssen. Das ist ein ziemliches Puzzlespiel, bei dem ich glücklicherweise die Unterstützung von Fachleuten bekomme.“ Sie erklärt, dass ihr Pferd wählerisch ist, was das Futter betrifft. Es besteht die Chance, dass Rumor etwas, das er zu Hause gerne frisst, unter der Sonne von Rio auf einmal nicht mehr mag. „Ich nehme also mehrere Sorten mit, sodass immer irgendetwas da ist, das er frisst. Und das Raufutter wird auch im Flugzeug transportiert, damit sich der Geschmack nicht durch eine lange Schiffsreise in einem Container verändert. Pro Pferd gehen 100kg Kraftfutter und 200kg Raufutter mit.“ Die Pferde von Merel werden von Dr. Leendert Jan Hofland von der Tierklinik Bodegraven betreut. In Absprache mit ihm wurde das Futter unter die Lupe genommen. Schon bald wurde deutlich, dass ihre Pferde zu wenig Eiweiß bekamen. Dies musste geändert werden. Eine der ersten Schritte bestand darin, das Raufutter zu analysieren. „Dieses erwies sich für mein Ziel, nämlich Hochleistungssport, als ungeeignet.” Merel bezeichnet die Hilfe von Fachleuten dabei als unentbehrlich. „So eine Analyse ist ein Zahlensalat, aus dem ich nicht schlau werden konnte. Erst nach der Erläuterung wusste ich, worauf ich achten musste.” Es wurde eine Ration mit Raufutter als Hauptbestandteil und als Ergänzung ein speziell hergestelltes Müsli zusammengestellt, das zusätzliches Eiweiß enthielt. Davon musste nur wenig hinzugegeben werden, da es so ergiebig war. Neben den 3kg Sportfutter bekamen ihre Wettkampfpferde 1kg Pavo TopSport pro Tag. Im Vorfeld der Spiele hat Rumor für maximalen Muskelaufbau eiweißreiches Futter bekommen. „Er ist jetzt im Optimalzustand. Wir möchten die Ration so wenig wie möglich verändern. Nur vor der Dressur füttern wir ein Futter mit einem etwas geringeren Zuckergehalt, da er sonst zu viel explosive Energie bekommt, die dabei unerwünscht ist. Danach füttern wir Pavo AllSports, sodass er genügend Brennstoff für das Gelände hat. Und er bekommt Pavo TopSport, denn darin ist alles enthalten, um ihn fit zu halten. Zur Unterstützung seiner Muskeln nehmen wir Pavo MuscleCare mit.“ Spektakuläre Ergebnisse in Rio 2016 „Dies hat sicher zum Erfolg beigetragen”, so Vielseitigkeitsreiterin Merel Blom, während sie auf einen Sack Pavo TopSport zeigt. Mit der gewonnenen WM-Bronzemedaille erklärt sie, wie sie ihre Fütterung vor einem Jahr angepasst und welche Folgen dies hatte. „Wie jeder dachte ich immer, dass Vielseitigkeitspferde mager sein müssen. Jedes Kilo, das man mit sich schleppen muss, ist ein Kilo zu viel.” In ihrem Stall standen ihre Pferde auf Sägemehl und bekamen fünf bis sechs Kilo Kraftfutter pro Tag. „Das machte ich zum Teil nach Gefühl und zum Teil nach dem, was andere machten. Dass das nicht ideal war, ist mir wohl aufgefallen. Sie hatten nicht genug Energie, um das zu tun, was ich von ihnen verlangte. Darüber hinaus sahen sie grau aus.” Schon nach ein paar Wochen nach der Futterumstellung bemerkte Merel einen Unterschied. „Sie waren konzentrierter und belastbarer. Ich fühlte, dass ihre Energie weniger schwankte. Dies hatte zur Folge, dass sie das Training besser verkraften konnten. Und wenn sich Pferde besser auf einen konzentrieren können, kann man auch besser trainieren. Die Muskelmasse nahm zu. Die Muskeln wuchsen schnell, aber an den richtigen Stellen. An mehreren Fronten machten sie Fortschritte. Dass sie schwerer wurden beunruhigte mich nicht. Sie hatten nämlich viel mehr Kraft, mehr als ausreichend, um diese zusätzlichen Kilos mitzutragen.” Die Veränderungen waren mit einem Wort spektakulär. “Meine Pferde wurden immer fitter, aber nicht heißer. Ich habe heißblütige Pferde, aber sie wurden immer belastbarer. Das ist etwas ganz Anderes, als wenn man ihnen schnell verdaubaren Zucker gibt, wodurch sie zuerst explodieren und danach leer sind. Was das betrifft, würden auch Dressurreiter von diesem Futter profitieren.” Die erfolgreiche Vielseitigkeitsreiterin ist davon überzeugt, dass das neue Futter für ihren Rumor Has It in hohem Maße zu dem hervorragenden Erfolg bei den Olympischen Spielen 2016 beigetragen hat. In der Einzelwertung des 3-tägigen Mehrkampfs, bestehend aus Dressur, Geländeritt und Springreiten, erreichte Merel Blom den 19. Platz. Ihr niederländisches Team gewann den 6. Platz.
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Fütterung und Training
Verletzung beim Pferd Praevention verhindert Schlimmeres
Jeder Pferdebesitzer kennt das: Während des Trainings oder beim Ausritt im Gelände kann es schnell zu Verletzungen des Pferdes kommen. Gründe dafür sind meistens ein ungünstiger Bodengrund bedingt durch Unebenheiten oder ungünstige Wettereinflüsse. Grundsätzlich kann es immer zu Verletzungen bei Pferden kommen. Wer jedoch regelmäßig zum Check-Up geht und auf einige wesentliche Punkte achtet, kann schmerzhafte Verletzungen mit langfristigem Ausfall seines Pferdes verhindern. Typische Anzeichen und Ursachen für Verletzungen beim Pferd Vielen Pferdebesitzern fällt es schwer zu erkennen, ob das Pferd Schmerzen verspürt. Pferde können viel aushalten und neigen dazu „stille Leider“ zu sein. Daher ist es sehr wichtig, dass du dein Pferd und sein Verhalten gut kennst und somit Abweichungen schneller erkennen kannst. Aber wie äußern sich typische Anzeichen einer Verletzung beim Pferd? Am ehesten kannst du Schmerzen oder Verletzungen durch Lahmheiten erkennen: dein Pferd weist dann einen unregelmäßigen Gang auf, da die normale Bewegung eines oder mehrerer Gliedmaßen nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Im Allgemeinen gilt bei Lahmheit in der Bewegung, dass dein Pferd „auf das gesunde Bein“ fällt. Bei der Belastung eines kranken Vorderbeins hebt dein Pferd seinen Kopf an, um die Belastung des Beines zu verringern. Bei der Belastung eines kranken Hinterbeins hält dein Pferd die Hüfte an der lahmen Seite höher. Grundsätzlich wird die Lahmheit in der Volte (auf hartem Untergrund) schlimmer und ist somit noch eindeutiger zu bestimmen. Weitere Anzeichen für eine schmerzhafte Verletzung können Probleme beim Satteln oder die Bewegung in Biegung sein. Ursachen für Lahmheiten beim Pferd Die Ursachen für Lahmheiten können verschiedenen Ursprungs sein, wie z.B. eine Zerrung oder eine Stauchung der Sehnen, Bänder oder Gelenke. Weitere mögliche Gründe sind Überbelastung, Hufgeschwüre, eingetretene Nägel oder ein ungünstiger Beinstand. Sollte sich dein Pferd überhaupt nicht bewegen wollen, könnten ernste Verstauchungen, Knochenbrüche, Kreuzverschlag, Hufrehe oder tief eingetretene Nägel die Ursache sein. Auch weitere Krankheiten wie z.B. der Fesselträgerschaden, der Sehnenschaden und das Fesselringbandsyndrom zählen zu häufigen Auslösern für Lahmheit bei deinem Pferd. Bei einem Fesselträgerschaden leidet das Pferd unter einer Entzündung des Fesselträgers. Der Fesselträger ist bei deinem Pferd für die Stabilisation der Fessel verantwortlich und sorgt dafür, dass das Fesselgelenk bei Belastung nicht auf den Boden schwingt. Wird dein Pferd zu stark belastet, kann es zu einer Zerrung bzw. Entzündung des Fesselträgers kommen. Diese Entzündung kann sich im Fesselträgerursprung, dem Fesselträgerkörper oder der Fesselträgergeräste befinden und sowohl auf der Vorder- als auch auf der Hinterhand auftreten. Der Fesselträgerschaden beim Pferd wird mittels Ultraschall oder Röntgen diagnostiziert. Die Heilung dauert in der Regel sechs bis zwölf Monate. Beachte jedoch, dass viele Pferde nach erstmaliger Erkrankung anfälliger für einen Fesselträgerschaden sein können. Eine weitere häufige Ursache für Lahmheit beim Pferd ist ein Sehnenschaden. Dieser tritt besonders häufig an den Beinen auf, da die Sehnen deines Pferdes dort kaum geschützt sind. Neben der auftretenden Lahmheit zeigt sich ein Sehnenschaden auch durch Anschwellung der betroffenen Stelle. Die Ursachen eines Sehnenschadens sind sehr vielfältig. Unzureichendes Aufwärmen, zu starke Belastung oder auch durch Bewegungsmangel können der Auslöser sein. Auch die Ausprägung kann stark variieren: Sie reicht von einer leichten Entzündung bis hin zum kompletten Abriss der Sehne. Ebenso kann dein Pferd an einer Sehnenscheidenentzündung leiden die, ähnlich wie bei uns Menschen, durch eine Überlastung oder nicht typische Beanspruchung entsteht. Die Heilung eines Sehnenschadens beim Pferd kann sehr langwierig sein und mehrere Monate in Anspruch nehmen.   Auch das Fesselringbandsyndrom zählt zu den häufigsten Auslösern einer Lahmheit beim Pferd. Das Fesselringband befindet sich im Bereich des Fesselkopfes und sorgt für den Halt und die Stabilisation der oberflächlichen und tiefen Beugsehne. Bei dem Fesselringbandsyndrom wird zwischen der primären und der sekundären Variante entscheiden. Das primäre Fesselringbandsyndrom wird durch eine Verdickung oder Verkürzung des Fesselringbandes ausgelöst und ist oft genetisch veranlagt. Die Beugsehnen, die durch das Fesselringband laufen, werden in diesem Fall eingeengt und erleiden eine oberflächliche Entzündung. Bei dem sekundären Fesselringbandsyndrom geht eine Entzündung der Beugsehnen voraus, die dazu führt, dass die Sehnen verdicken und so unter dem Fesselringband eingeklemmt werden. Die Heilungsdauer eines Fesselringbandsyndroms beträgt in der Regel sechs bis acht Wochen.  Vorbeugen von Verletzungen beim Pferd “Die Prävention und das rechtzeitige Erkennen von Verletzungen verhindert große Probleme”, so der Pferdearzt Dr. Teun Sterk von der Tierklinik Bodegraven. Gemeinsam mit seinen Kollegen betreut Dr. Sterk viele Sportpferde und versucht immer, das Maximum aus einem Pferd herauszuholen ohne dabei die Gesundheit des Pferdes aus den Augen zu verlieren. Häufig beginnt die Betreuung von Sportpferden durch Dr. Sterk mit einer Beschwerde, aber nicht nur Pferde mit Problemen werden untersucht: “Von den Sportpferden, die wir betreuen, erstellen wir Leistungsprofile, sodass wir sie optimal überwachen können. Dies geschieht anhand verschiedener Untersuchungen, die auch während der Arbeit erfolgen. Dadurch können wir auf verschiedenen Gebieten korrigieren und schnell reagieren, wenn ein schlummerndes Problem vorliegt. Wir können eingreifen, bevor sich dieses zu einer Verletzung entwickelt. Idealerweise können wir Pferde alle 3 bis 6 Monate untersuchen.” Professionelle und verantwortungsvolle Reiter lassen ihre Pferde regelmäßig untersuchen und warten nicht bis ein Problem auftritt. Beim Standard Check wird zunächst der Gang des Pferdes beurteilt – geradeaus und an der Longe auf dem Zirkel, häufig auch mit Sattel und beim Reiten. Ebenso wird geschaut, ob Rücken und Becken problemlos bewegt werden können. Auch Leistungsprofile mit Pulsmessung und Bluttest liefern aufschlussreiche Ergebnisse, um drohende Verletzungsgefahren rechtzeitig zu erkennen. Muskelaufbau beim Pferd zur Prävention von Verletzungen Dr. Sterk weiß, dass ein mangelnder Muskelaufbau beim Training bereits Schmerzen des Pferdes verursachen kann. Die Muskulatur stabilisiert das Skelett. Durch eine starke Muskulatur wird das Pferd allgemein robuster gegen Verletzungen der Sehnen, Bänder und Gelenke. Durch Ausdauersport und gezieltes Training kann die Muskulatur gestärkt werden, ansonsten drohen eher Verletzungen. Auch ein aufbauendes Training zur Konditionssteigerung trägt zur Senkung des Verletzungsrisikos bei, da Pferde mit guter Kondition weniger schnell Ermüdungserscheinungen haben. Die Muskelbildung des Pferdes lässt sich am Hals gut erkennen. Dr. Sterk verrät uns dazu folgende Tipps: „Folgen Sie der Linie von Mähne, Wirbeln und Schulter, dann erkennen Sie hier ein Dreieck. Bei geringer Muskelbildung ist dieses Dreieck ausgehöhlt. Es sollte aber gut gefüllt sein, mit einer leichten Wölbung. Wichtig ist auch der Rücken im Sattelbereich: Er muss schön rund verlaufen und nicht nach unten hin ausgehöhlt sein. Auch die Kruppe sollte schön rund sein. Bei gutem Training entwickeln sich die Muskeln auch hier schön rund.“ Muskelbildung und Muskelregeneration durch eiweißreiches Pferdefutter Die Belastbarkeit eines Pferdes nimmt ab, wenn die Muskeln die erforderliche Kraft nicht lange genug liefern können. Für eine optimale Muskelbildung und Muskelregeneration ist hochwertiges Eiweiß zwingend erforderlich. Sterk: “Studien haben gezeigt, dass der Anteil von Eiweiß in dem Futter vieler Pferde ungenügend ist. Raufutter bildet den Hauptbestandteil von dem, was Pferde fressen, aber fast niemand weiß, was darin genau in welchen Mengen enthalten ist. Wenn es schön aussieht und gut riecht, findet man es schnell gut. Das sagt jedoch nichts aus. Heu oder Heulage aus Bewirtschaftungsgebieten, die nicht oder kaum gedüngt sind, sind reich an Zucker, aber arm an Eiweiß.” Was viele nicht wissen: Eiweiß ist nicht allein für die Muskeln, sondern auch für die Knochen wichtig. “Pferde, deren Futter für lange Zeit einen Eiweißmangel aufweist, haben weniger ausgeprägte Muskeln und schwächere Knochen. Wir sind große Befürworter der Analyse von Raufutter. Dabei bekommt man oft einen Schrecken, wenn man den großen Unterschied zwischen dem vorhandenen Gehalt und dem Bedarf sieht”, so Dr. Sterk. Er versteht, dass Pferdehaltern jahrelang “Angst vor Eiweiß” gemacht wurde: “Man dachte, dass Hufrehe durch Frühjahrsgras mit Eiweiß hervorgerufen wird. Aktuelle Studien zeigen aber, dass vor allem Zucker und Stärke die Schuldigen sind.” Pavo hat in Kooperation mit der Tierarztpraxis Bodegraven ein spezielles Futter entwickelt, um die Eiweißbilanz zu korrigieren. Es heißt Pavo TopSport, kann als Ergänzung zum Kraftfutter gegeben werden und dient der maximalen Muskelunterstützung. Zusätzlich zum Eiweißgehalt solltest du auf Futter mit einem hohen Anteil an Antioxidantien achten. Das Futter Pavo SportsFit ist z.B. reich an Vitamin E und Selen, das zur optimalen Muskelversorgung beiträgt. Magnesium ist für den Muskelaufbau unentbehrlich. Pavo Mobility unterstützt hingegen allgemein die Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat des Pferdes. Behandlungen von Verletzungen beim Pferd Wenn du eine Verletzung deines Pferdes feststellst, gilt zunächst einmal: Ruhe bewahren! Wenn du panisch wirst, dann spürt dein Pferd diesen Stress, was die Situation für alle Beteiligten unnötig verschlimmern kann. Die Einschätzung des Schweregrades einer Verletzung ist nicht immer einfach. Kleinere Schnittwunden können problemlos selbst versorgt werden. Sofern es sich um eine offene tiefe oder sehr große Verletzung der Haut handelt, solltest du schnellstmöglich deinen Tierarzt zu Rate ziehen, insbesondere wenn sich die Verletzung in der Nähe von Gelenken oder Sehnen befindet. Vermeide den Einsatz von Silber- oder Blauspray, bis dein Tierarzt vor Ort ist und sich die offene Wunde genauer angeschaut hat. Wenn sich dein Pferd von einer Verletzung oder Krankheit erholen soll und daher nicht gearbeitet wird, braucht es oft keine zusätzliche Energie. Du kannst in Absprache mit deinem Tierarzt das Kraftfutter halbieren oder sogar ganz weglassen. Dein Pferd wird von dem Kraftfutter nur unruhig und dick. Ein Pferd braucht aber täglich ausreichend Heu mit zusätzlichen Vitaminen und Spurenelementen. Zusätzlich zur Raufütterung benötigt dein Pferd aber auf jeden Fall einen vollständigen Vitamin-Spurenelement-Mineralien-Zusatz. Hierbei kannst du dann aus Briketts oder Pellets wählen. Diese Mineralstoffe bilden eine gute Ergänzung zu einer Fütterung mit ausreichend Heu und wenig bis keinem Kraftfutter.
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Fütterung und Training
Fütterungstipps von Michael Jung
Michael Jung (geb. am 31. Juli 1982) ist derzeit der erfolgreichste Vielseitigkeitsreiter und Nummer 1 der Weltrangliste! Aber nicht nur im Vielseitigkeitsreiten, sondern auch in den Disziplinen Springreiten und Dressur ist Michael sehr erfolgreich unterwegs und kann mit vielen hohen Auszeichnungen, wie das Goldene Reitabzeichen in Dressur und Springen, glänzen. Damit seine vierbeinigen Sportpartner optimal versorgt sind, füttert Michael Jung seinen Pferden Pavo Pferdefutter. Besonders hervorheben möchte er in seiner Fütterung folgende Sorten: Pavo SportsFit: Dieses Sportmüsli macht die Pferde nicht hitzig und ist für Pferde bestimmt, die Kraft benötigen, aber trotzdem kontrollierbar bleiben müssen. Stärke dient als schnell verfügbare Energie und liefert zusätzliche Power, wobei Vitamin E in Kombination mit Selen für einen schnellen Milchsäureabbau sorgt. Das Öl im SportsFit Müsli dient als langsam verfügbare Energiequelle, die keine Abfallstoffe wie Milchsäuren hervorruft. Es enthält außerdem zusätzliches Magnesium, welches speziell auf den Bedarf von Sportpferde abgestimmt ist. Pavo Perfomance: Dies Sportpellet wurde speziell entwickelt, um Sportpferden ein Maximum an Ausdauer und eine topfitte Ausstrahlung zu verleihen. Besonders Pferde, die Höchstleistungen erbringen müssen (Energy Level High) haben einen erhöhten Energie- und Proteinbedarf. Aufgrund der einzigartigen Zusammensetzung der Sportpellets für Hochleistungen, können (Spitzen-)Sportpferde die Energie für längere Anstrengungen hauptsächlich aus Rohfasern und gesunden Fetten gewinnen, anstatt aus Zucker und stärkehaltigen Quellen, wie z.B. Getreide.  Pavo DailyPlus: Hierbei handelt es sich um ein ausgewogenes Strukturfutter, dass die Kautätigkeit und Speichelproduktion des Pferdes anregt. Pavo SlobberMash: Dies ist ein vollwertiges und vitaminreiches Kraftfutter, das ganz einfach und schnell mit heißem Wasser zubereitet wird. Es kann sofort gefüttert werden. Der hohe Anteil an reinem Leinsamen verleiht dem Fell des Pferdes Glanz. Es enthält viel Kleie und unterstützt dadurch eine gesunde Verdauung. Michael Jung im Interview mit Pavo: das Wichtigste ist eine gute Qualität Für eine gute sportliche Leistung ist ein gesundes Pferd besonders wichtig. Mit entsprechendem Training und gutem Management lässt sich viel erreichen. Ein Teil des Managements ist die optimale Fütterung des Pferdes. Dabei sollte man genau wissen, was der tägliche Bedarf des Sportpartners ist. „Die Balance zwischen den Nährstoffen muss stimmen“, weiß auch Michael Jung. Damit meint er, dass neben der entsprechenden Versorgung mit Energie und Protein auch die Vitamine und Mineralstoffe eine wichtige Rolle spielen. Michael Jung, der bei der Fütterung seit vielen Jahren auf Pavo Pferdefutter vertraut, weiß, dass die Futtersorte bzw. die Futterration dem Turniereinsatz oder auch den Wetterbedingungen entsprechend angepasst werden sollte. Weitere kleine, aber sehr wirkungsvolle Tipps verrät uns der Vielseitigkeitsstar in einem persönlichen Interview: Pavo: Es ist Sommer. 30 Grad Celsius im Schatten, im Stallzelt vielleicht noch etwas wärmer und Sie befinden sich mit Ihren Pferden auf einem wichtigen Turnier. Wie versorgen Sie Ihre Vierbeiner in dieser Situation optimal, was die Fütterung betrifft? Michael Jung: Elektrolyte sind bei hohen Temperaturen natürlich ganz, ganz wichtig! Beim Schwitzen verlieren die Pferde Flüssigkeit und notwendige Körpersalze wie Calcium, Natrium oder Kalium. Durch Elektrolyte gleiche ich den Verlust aus, bevor ein Mangel entstehen kann. Außerdem nehme ich zum Turnier stets mein eigenes Heu mit. Das hat zwei Gründe: Erstens stelle ich auf Turnieren meinen Pferden so viel Raufutter zur Verfügung, wie sie fressen können. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Pferde mehr trinken, wenn sie größere Mengen Heu bekommen. Und zweitens stelle ich so sicher, dass das Futter immer eine gleichbleibend hohe Qualität hat. Denn eine sehr gute Qualität ist das Wichtigste beim Füttern. Pavo: Sie kommen mit Ihren Pferden von einem großen Turnier zurück. Das Wochenende war für alle sehr anstrengend. Vielleicht mussten Sie mit den Pferden sogar (länger) fliegen. Welche Maßnahmen treffen Sie, damit die Pferde Stress abbauen können? Ändern Sie in solchen Situationen etwas am Futter? Michael Jung: Nach der Rückkehr von langen Reisen und anstrengenden Turnieren fahre ich bei meinen Pferden die Futterration etwas runter. Am Tag danach steht schließlich auch nur leichte Arbeit auf dem Programm. Das muss nicht unbedingt Reiten sein, sondern eher Entspannung im Schritt. Keine Bewegung wäre in diesem Fall nicht förderlich. Die Kraftfutterration wird dem Arbeitspensum des Pferdes angepasst. Pavo: Vielseitigkeitspferde müssen konditionell besonders fit sein. Macht sich das auch in der Fütterung bemerkbar? Sprich, werden Sam und Halunke anders gefüttert als Der Dürer oder Sportsman? Michael Jung: Im Prinzip nicht. Meine Springpferde und Vielseitigkeitspferde bekommen grundsätzlich das gleiche Futter. Wenn es auf Höchstbelastungen zugeht, wird die Futterration zwar erhöht, das hat aber nicht unbedingt etwas mit der Disziplin zu tun, sondern hängt vom jeweiligen Pferd ab. Welche Ergänzungsfuttermittel welches Pferd bekommt, wird ganz individuell von Pferd zu Pferd entschieden. Die regelmäßige Überprüfung der Blutwerte hilft da bei der Entscheidung.  
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Fütterung und Training
Ausreiten mit Pferd – Fit durch die Ausritt Saison
Wenn es draußen grün wird und die Temperaturen langsam ansteigen, gibt es für uns Pferdebesitzer kein Halten mehr, denn: Die Ausritt Saison startet! Jedoch kann besonders der erste Ausritt der neuen Saison zu einer echten Herausforderung werden. Eine anhaltende Nervosität und fehlende Kondition können beim vermeintlich schönen Ausritt schnell zu Problemen führen. Mit einer optimalen Vorbereitung kannst du dem jedoch einfach vorbeugen und die schöne Ausritt Saison in vollen Zügen genießen.     Dein Pferd auf die Ausritt Saison vorbereiten  Kondition Ist es im Winter und Herbst draußen ungemütlich, kalt und windig, zieht es viele Pferdebesitzer in die Halle oder auf den Reitplatz. Das Training in der Halle hält dein Pferd in der kälteren Jahreszeit fit und sorgt für die Erhaltung einer gewissen Grundkondition. Allerdings fällt das Training in der Halle oder auf dem Platz oft kürzer und weniger intensiv aus, als ein ausgiebiger Ausritt in freier Natur. Damit dein Pferd in den Frühlings- und Sommermonaten nun wieder in der Lage ist, Ausritte über mehrere Stunden problemlos zu meisten, ist es sehr wichtig, seine Kondition langsam zu steigern. Starte für dein wenig trainiertes Pferd beispielsweise mit einem einstündigen Ausritt, welcher hauptsächlich aus Schritt, ein paar Trabphasen und ein wenig Galopp besteht. Beim nächsten Ausritt kannst du dann die trab- und galoppintensiven Einheiten etwas steigern und auch die Gesamtzeit des Ausritts leicht erhöhen, z.B. um 15 Minuten. So erreichst du eine stetige Konditionssteigerung bei deinem Pferd, ohne es gleich zu überfordern. Beachte hierbei auch, dass jedes Pferd über einen individuellen Konditionszustand verfügt. Wurde dein Pferd den Winter über z.B. sehr intensiv trainiert, kannst du euren ersten Ausritt natürlich so gestalten, wie es für euer aktuelles Trainingsprogramm angemessen ist. Gelassenheit Dein Pferd ist oft sehr nervös oder es ist eurer erster gemeinsamer Ausritt der Saison? Dann trainiere mit deinem Pferd vor allem seine Gelassenheit und arbeite an der Desensibilisierung. Starte z.B. mit Gelassenheitstraining auf dem Platz oder in der Reithalle, bevor es das erste Mal nach Draußen geht.  Gewöhne dein Pferd hierbei an Gegenstände, die euch durchaus auch im Gelände begegnen könnten, wie z.B. wehende Planen, Hütchen oder Schilder. Für eure Sicherheit ist es zudem ratsam, dein Pferd vor dem ersten Ausritt mit dem Straßenverkehr bekannt zu machen. Starte dafür beispielsweise mit einem Spaziergang an einer wenig befahrenen Straße. Achte dabei genau darauf, wie sich dein Pferd verhält und beruhige es, wenn es sehr gestresst erscheint. Klappt das in diesem Rahmen gut, könnt ihr das Training an einer häufiger befahrenen Straße fortsetzen. Auch Traktoren und LKW sollten deinem Pferd für einen gelungenen Ausritt bekannt sein und ihm keine großen Sorgen bereiten. Gut zu wissen: Ausgeglichene Pferde tendieren dazu, im Gelände weniger schreckhaft und guckig zu sein, als Pferde, die nicht ausreichend beschäftigt werden. Ein ausgeglichenes Pferd erreichst du in erster Linie durch regelmäßiges und abwechslungsreiches Training. Für ein zufriedenes Pferdeleben dürfen jedoch auch die Bodenarbeit, der Kontakt zu Artgenossen und ausreichend freie Bewegung auf Weide und Paddock nicht zu kurz kommen.   Hält die Nervosität deines Pferdes trotz abwechslungsreichem Training und Desensibilisierung weiter an, empfehlen sich nervenberuhigende Ergänzungsfuttermittel. Diese helfen deinem Pferd auf natürliche Weise, Spannungen abzubauen und innere Gelassenheit wiederherzustellen.    Ausrüstung Damit dein Pferd alle Ausritte problemlos meistern kann, benötigt es die passende Ausrüstung.  Hierzu zählen vor allem ein gut sitzender Sattel und passendes Zaumzeug. Denk immer daran, das Nachgurten nicht zu vergessen, um im Gelände nicht plötzlich eine böse Überraschung zu erleben.  Zudem ist während der Saison ein Schutz gegen Insekten, wie Fliegen und Bremsen, empfehlenswert, damit du und dein Pferd den Ausritt in vollen Zügen genießen könnt. Hierzu eignen sich spezielle Insektensprays für Pferde, Fliegenmasken oder auch Fliegenausreitdecken.  Außerdem zu betrachten ist die Huf- und Hornqualität deines Pferdes, bevor es auf lange Ausritte geht. Im Gelände begegnen euch unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, welche die Hufe deines Pferdes anders strapazieren als der weiche Sand auf dem Platz oder in der Halle. Besprich dich hier am besten mit deinem Hufschmied, um herauszufinden, ob dein Barhufer eventuell doch Hufschuhe oder sogar Hufeisen benötigt. Achte auch darauf, dass alle Eisen gut sitzen, falls dein Pferd bereits beschlagen ist. Für deinen Hufschmied ist sicherlich auch interessant, auf welchen Untergründen ihr oft unterwegs seid, z.B. Asphalt, Schotter, Waldboden oder Feldwegen. Dann kann er besser entscheiden, welche Hufausrüstung für dein Pferd am besten geeignet ist. Sind die Hufe deines Pferdes außerdem sehr brüchig und rissig, dann unterstütze die Huf- und Hornqualität am besten mit passenden Ergänzungsfuttermitteln mit Biotin. Nimm bei langen Ausritten, die vor allem über steinige Wege gehen, zudem einen Hufauskratzer mit, um dein Pferd zwischendurch von den lästigen Steinen unter den Hufen befreien zu können. Manche Gemeinden verfügen zudem über eine sogenannte Kennzeichnungspflicht für Pferde. Hier wird eine Art „Nummernschild“ benötigt, welches dein Pferd bei einem Ausritt sichtbar tragen muss. Informiere dich vorab bei deiner Gemeinde über die Regelung zur Kennzeichnungspflicht, um mögliche Konsequenzen zu vermeiden.   Weitere Anhaltspunkte für gelungene Ausritte mit deinem Pferd Sicherheit Pferdebesitzer lieben das Ausreiten, dennoch ist es der Ausflug im Freien nicht ganz ungefährlich: Viele Pferde gehen im Gelände motivierter und energischer voran als in der Halle oder auf dem Platz. Zudem gibt es keine Begrenzungen, die ein plötzlich durchgehendes Pferd stoppen könnten. Um möglichen Unfällen und Verletzungen vorzubeugen, ist es demnach sehr wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, die euren Ausritt sicherer gestalten.     Reiterausrüstung Nicht nur die Ausgeglichenheit deines Pferdes ist ein wichtiger Punkt für die Sicherheit im Gelände - auch du als Reiter solltest bereits über einen sicheren Sitz im Sattel verfügen und dich halten können, falls es doch einmal etwas wilder zugeht. Fühlst du dich eher noch unsicher im Sattel, lasse dich im Gelände lieber erst einmal führen und genieße so einen entspannten Ausritt. Ein gut sitzender Helm ist jedoch ein Muss bei jedem Ausritt, ganz gleich, ob du geführt wirst oder allein reitest. Auch eine Schutzweste kann dich bei einem Sturz möglicherweise vor ernsteren Folgen bewahren.   Reite nicht allein Pferde sind Herdentiere und fühlen sich meist wohler, wenn sie gemeinsam mit anderen Pferden auf einen Ausritt gehen. Viele Pferde laufen dann entspannter, was auch dir als Reiter sicherlich ein besseres Gefühl im Gelände gibt. Außerdem macht das Reiten mit Freunden Spaß und du hast gleich einen Helfer vor Ort, falls es im Gelände doch einmal zu einem Sturz oder einer Verletzung kommen sollte.    Nimm dein Handy mit Auch wenn du die Zeit in der Natur ohne jegliche Störung genießen möchtest und dich bereits sehr sicher im Gelände fühlst, nimm für mögliche Notfälle bitte immer dein Handy mit. Nur so kannst du Hilfe rufen, falls dir oder deinem Pferd doch unerwartet etwas zustößt. Zusätzlich können Tracking Apps hilfreich sein, um deinen aktuellen Standort direkt an ein Helferteam weiterzuleiten. Schalte dein Handy ganz einfach stumm, um nicht von eingehenden Anrufen oder Nachrichten gestört zu werden. So kannst du die Zeit in der Natur voll und ganz genießen, bleibst für Notfälle aber trotzdem vorbereitet. Reitwege & Tageszeit Auf welchen Wegen darf überhaupt geritten werden und zu welcher Tageszeit eignet sich ein Ausritt am besten? Auch diese Fragen gilt es einmal zu beantworten, bevor du mit deinem Pferd in die Ausritt Saison startest. Reite wenn möglich auf gekennzeichneten Reitwegen Auf welchen Wegen du mit deinem Pferd reiten darfst, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In manchen Bundesländern ist es erlaubt, auf allen Wegen zu reiten, die nicht über ein explizites Reitverbot verfügen. In anderen Bundesländern darf man jedoch nur auf Wegen reiten, die auch als Reitweg gekennzeichnet sind. Informiere dich hier am besten vorab, welche Regelungen in deinem Bundesland gelten. Grundsätzlich solltest du mit deinem Pferd jedoch auf keinem Untergrund reiten, an dem es mit seinen Hufen Schaden anrichten könnte. Hierzu zählen z.B. bepflanzte Felder oder landwirtschaftlich genutzte Wiesen. Falls doch einmal ein Schaden entsteht, melde diesen sofort, um größeren Ärger zu vermeiden. Stoppelfelder gelten hier als einzige Ausnahme. Diese eignen sich meist sehr gut zum Reiten und sind wohlbekannt als beliebte Galoppstrecke.   Zu vermeiden sind außerdem gekennzeichnete Radwege, um z.B. keinen Fahrrädern und E-Bikes in die Quere zu kommen. Tempo der Bodenbeschaffenheit und der Sicht anpassen Ein voller Galopp im Gelände ist sehr verlockend und oft das Highlight eines jeden Ausritts. Jedoch ist es für eure Sicherheit sehr wichtig, nicht einfach unüberlegt durchs Gelände zu galoppieren. Passe dein Tempo immer der Bodenbeschaffenheit an, um ernsthafte Verletzungen an Bändern und Sehnen vorzubeugen. Gerade bei rutschigen oder unebenen Böden ist besondere Vorsicht geboten. Auch wenn die Sicht eingeschränkt ist, z.B. aufgrund einer Kurve, Dämmerung, usw., ist es ratsam, das Tempo zu zügeln. Du weißt nie, was sich hinter der Kurve verbirgt und ob dein Pferd sich möglicherweise davor erschrecken könnte. Reite im Idealfall bei Tageslicht  Generell kannst du solange draußen reiten, wie die Sicht es erlaubt. An heißen Tagen kann es durchaus sinnvoll sein, früh morgens oder später am Abend auszureiten, wenn die Temperaturen etwas kühler sind. Beachte jedoch, dass viele Pferde in der Dunkelheit ängstlicher werden und vermehrt auf Geräusche und Bewegungen reagieren. Zudem ist es in der Dämmerung und in der Dunkelheit sehr wichtig, dass du und dein Pferd trotz eingeschränkter Sicht gut von anderen Menschen gesehen werden könnt. Nur so können Autofahrer abbremsen und Unfälle vermieden werden. Um auf euch aufmerksam zu machen, eignen sich beispielsweise Warnwesten, Kopflampen, reflektierende Decken und reflektierende Streifen. Das Reiten am Waldrand oder sogar im Wald ist bei Dämmerung und in der Nacht jedoch zu vermeiden. Hierbei könntet ihr das Wild aufscheuchen oder sogar einen Jäger bei der Jagd stören.     Besondere Ausritte mit deinem Pferd Neben gewöhnlichen Ausritten in der Heimat gibt es natürlich auch noch einige besondere Ausritte, die du gemeinsam mit deinem Pferd erleben kannst. 2 Beispiele hierfür sind Wanderritte und Tagesausflüge. Wanderritte Ein Wanderritt besteht in der Regel aus mehreren Etappen. Die Reitzeit variiert hier von 3 bis hin zu 9 Stunden und ist abhängig von deiner Reiterfahrung und der Kondition deines Pferdes. Damit dein Pferd in der Lage ist, alle Etappen gut zu meistern, ist es zuerst einmal wichtig, an seiner Kondition zu arbeiten. Ist dein Pferd konditionell bereits auf einem guten Level, kannst du es auf einen Wanderritt vorbereiten, indem du z.B. 2 Stunden ausreitest, 2 Stunden Pause machst und danach noch einmal 2 Stunden ausreitest. Halte bei noch untrainierten Pferden die Ausrittzeit zu Beginn gering und steigere diese langsam. Auch die Intensität der Ausritte sollte nur nach und nach gesteigert werden. Beginne zunächst überwiegend im Schritt mit etwas Trab und ein wenig Galopp. Merkst du, dass dein Pferd sich an die langen Strecken gewöhnt hat, kannst du die Intensität langsam steigern. Ob zu Hause oder in fremder Umgebung, schaue dir die Route eures Wanderritts vorab genau an und lege fest, wo du mit deinem Pferd Pausen einlegen kannst, in denen es Wasser trinken und evtl. etwas Raufutter fressen kann. Planst du mehrtägige Wanderritte, ist es zudem natürlich wichtig, dass du dich vorab um eine Übernachtungsmöglichkeit für dich und dein Pferd kümmerst. Ausreichend Verpflegung für Pferd und Reiter ist hierbei nicht zu vergessen. Möchtest du deinen Wanderritt nicht auf eigene Faust planen, kannst du dich ganz einfach an einen Veranstalter für Reittouren wenden und eine geführte Tour buchen. Dies hat zusätzlich den Vorteil, dass du auf dem gesamten Auslug von erfahrenen Wanderreitern begleitet wirst, die dir bei möglichen Unsicherheiten zur Seite stehen. In einer geführten Gruppe kannst du dann die schöne Natur um dich herum genießen und eine neue Umgebung erkunden. Tagesausflüge Rauf auf den Hänger und ab zum Strand! Ein Tagesausflug mit Strandritt gehört für viele  Pferdebesitzer zu einem der obersten Punkte auf ihrer Bucket List. Planst du einen Ausflug zum Strand, informiere dich vorab, an welchen Stränden das Reiten erlaubt ist. Gerade zur Hochsaison im Sommer verbieten viele Strände das Reiten an bestimmten Abschnitten oder zu bestimmten Tageszeiten. In manchen Fällen ist außerdem eine Reitplakette für den Ausflug zum Strand notwendig. Beachte zudem unbedingt die Gezeiten und halte dich überwiegend an der Wasserkante und am Strand auf, um dich und dein Pferd nicht in Gefahr zu bringen. Besonders in der Gruppe macht ein Ausritt am Strand viel Spaß und bietet eine schöne Abwechslung für dich und dein Pferd. Darüber hinaus wirkt sich die Seeluft positiv auf die Atemwege von Pferd und Reiter aus.   Um dein Pferd auf euren Strandritt vorzubereiten, kannst du es vorab an Flüssen oder Seen an das Wasser gewöhnen. Auch Gelassenheitstraining mit strandüblichen Gegenständen, wie z.B. wehenden Fahnen, Drachen und Wasserbällen ist empfehlenswert, damit dein Pferd bei eurem Ausflug nicht in Panik gerät. Weitere Ziele für einen Tagesausflug mit deinem Pferd können auch große Wald- oder Wiesengebiete sein. Sowohl bei einem Wanderritt in der Ferne als auch bei einem Tagesausflug ist das Verladen mit einem Pferdeanhänger erforderlich. Gerade an heißen Tagen kann sich dieser jedoch stark aufheizen. Fahre daher an warmen Tagen bereits früh morgens los und kehre erst später am Abend wieder zurück, um dein Pferd vor den heißen Temperaturen im Pferdeanhänger zu schützen. Bei langen Fahrten ist es außerdem sinnvoll, zwischendurch eine größere Pause einzulegen, dein Pferd ein paar Meter zu führen und ihm Wasser anzubieten.   Die Versorgung deines Pferdes beim Ausritt  Während eines anstrengenden Wanderritts oder eines Tagesausflugs benötigt dein Pferd natürlich eine entsprechende Versorgung, um fit zu bleiben. Beachte daher folgende Punkte für die Versorgung deines Pferdes: Reitpause Wann es Zeit für die erste Pause auf eurem Ausritt ist, ist ganz von der individuellen Kondition deines Pferdes abhängig. Merkst du, dass dein Pferd stark schwitzt und erschöpft ist, ist es definitiv Zeit für eine Rast! Viele Reiterhöfe, die Tagestouren anbieten, empfehlen nach ca. 50 Minuten Reiten eine Pause von etwa 10 Minuten einzulegen. Nach maximal 4 Stunden ist dann eine längere Pause von 1-2 Stunden erforderlich. Lege nach 2-3 Stunden eine längere Pause oder beende sogar den Ausritt für diesen Tag, wenn dein Pferd nicht gewohnt ist, 4 Stunden am Stück zu laufen. Um dir bei einem langen Ausritt die Beine zu vertreten und deinem Pferd für ein paar Minuten das Reitergewicht zu nehmen, kannst du auch zwischendurch absteigen und dein Pferd ein paar Meter zu Fuß begleiten. Wasser Planst du einen längeren Ausritt, ist es in jedem Fall notwendig, ausreichend Pausen einzulegen, in denen dein Pferd Wasser trinken kann. Mache bei trainierten Pferden spätestens nach 4 Stunden eine Pause, in der auch Wasser angeboten wird. Für Pferde, die konditionell auf einem niedrigeren Level sind, ist es sinnvoll, bereits nach 2 Stunden eine Pause zu machen und Wasser anzubieten. Dein Pferd ist stark geschwitzt und wirkt erschöpft? In diesem Fall benötigt es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch Wasser. Am besten zügelst du das Tempo und steuerst sofort die nächste Wasserstelle auf eurer Route an. Raufutter Lange Fresspausen ohne ausreichend Raufutter können den Verdauungstrakt deines Pferdes belasten. Generell gilt, dass ein Pferd nie länger als 3-4 Stunden ohne Zugang zu Raufutter sein sollte, um die Magen-Darm-Gesundheit nicht zu gefährden. Raufutter ist sehr wichtig für dein Pferd, da dieses wie eine Art „Puffer“ im Magen wirkt. Es verhindert, dass die Magensäure, welche kontinuierlich produziert wird, die empfindliche Magenwand deines Pferdes angreift. Erhält dein Pferd nicht ausreichend hochwertiges Raufutter, können demnach ernsthafte Erkrankungen, wie z.B. Koliken oder sogar Magengeschwüre entstehen.   Planst du also einen Ausritt, der eine Dauer von 4 Stunden überschreitet, ist es wichtig, dass dein Pferd während eurer Rast auch Raufutter erhält. Hierfür kannst du dein Pferd grasen lassen oder, falls du an einem Hof rast machst, mit Heu oder Heulage versorgen.   Die Fütterung deines Pferdes in reitintensiven Phasen anpassen Wird dein Pferd vermehrt trainiert, steigt gleichzeitig auch sein Energiebedarf. Eine Fütterung, die einzig aus Raufutter und Mineralfutter besteht reicht dann eventuell nicht mehr aus, um seinen erhöhten Bedarf zu decken. In diesem Fall kannst du die Ration deines Pferdes durch ein Kraftfutter ergänzen, welches seinem Verbrauch optimal entspricht. Der Pavo Energy Level Plan hilft dir dabei, das richtige Kraftfutter für den Energiebedarf deines Pferdes zu finden. Achte hierbei einfach auf die Anzahl der Sterne auf den jeweiligen Futtersäcken. Futtersorten mit Energy Level Low (1 Stern) verfügen über wenig zusätzliche Energie, Energy Level Medium (2 Sterne) über mäßig zusätzliche Energie und Energy Level High (3 Sterne) über viel zusätzliche Energie. Zudem ist es besonders wichtig, die Menge des Kraftfutters an die Trainingsintensität des jeweiligen Tages anzupassen. Am Tag eines anstrengenden (Tages-)Ausritts, kann etwas mehr Kraftfutter gegeben werden, um dein Pferd mit einer extra Portion Energie zu versorgen. Am Tag nach dem intensiven Ausritt ist es dann jedoch sehr wichtig, die Menge des Kraftfutters wieder zu reduzieren und nur leichte Arbeit zu verrichten. Andernfalls besteht die Gefahr auf einen ernsten Kreuzverschlag bei deinem Pferd. Bei einem sehr dünnen Pferd kann außerdem die Zufütterung von eiweißreichen Raufutterersatzprodukten sinnvoll sein, um es auf gesunde Weise an Gewicht zulegen zu lassen.   Ist dein Pferd eher zu dick, weil es bereits durch den Weidegang im Sommer genügend Energie erhält, dann reduziere dementsprechend die Kraftfutterration. Fütterst du weniger als 1,5 kg Kraftfutter pro Tag, ist die Ergänzung eines Mineralfutters erforderlich, um dein Pferd mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen zu versorgen.
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IJsbrand und Bram Chardon sind nicht nur Vater und Sohn - gleichzeitig sehen sie sich auch als Team- und Geschäftspartner. Beide gehören zum niederländischen Kader des Fahrsports und betreiben mit ihrer Familie „Chardon Pferdesport“. Gemeinsam holten die beiden schon einige Schleifen und sogar Goldmedaillen nach Hause.  Aber wie schafft es die Familie Chardon überhaupt immer wieder an die Spitze der Turnierwelt? Und was bedeutet Spitzensport für die beiden? In dieser Dokumentation geben die Fahrer IJsbrand und Bram Chardon einen einzigartigen Einblick hinter die Kulissen. Sie zeigen uns, was nötig ist, um optimale sportliche Leistungen zu erzielen und wie die richtige Fütterung ihre Sportpferde positiv beeinflusst.   
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Er hat wohl schon jede erdenkliche Prüfung gewonnen: Marcus Ehning ist seit vielen Jahren Teil des deutschen Springkaders und ist besonders für seine feine Art zu Reiten im internationalen Springsport bekannt. Gemeinsam mit seinem Team und seinen Sportpferden arbeitet er jeden Tag hart, um seine Leistungen stetig zu verbessern.   Aber was braucht es zusätzlich, um über so viele Jahre auf einem solchen hohen Niveau zu reiten? In dieser Dokumentation gewährt Springreiter Marcus Ehning einen Blick hinter die Kulissen. Was sind die schönen und schwierigen Momente, wenn man an der Spitze steht? Und was braucht er, um das Beste aus sich und seinen Pferden herauszuholen?
Fütterung und Training
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Ergänzungsfutter für schnelle Muskelentwicklung bei Pferden
Hat dein Pferd zu wenig Muskulatur oder beginnst du gerade mit dem Training eines jungen Pferdes? Ausreichendes Training und hochwertige Proteine können dein Pferd gezielt beim Muskelaufbau unterstützen. Das Pavo MuscleBuild Ergänzungsfutter liefert deinem Pferd alle Baustoffe, die es für eine schnelle Muskelentwicklung benötigt. Nachdem du das Video angeschaut hast, weißt du: Wie Pavo MuscleBuild dein Pferd unterstützt Wie Pavo MuscleBuild gefüttert wird Wie lange es dauert, bis du eine Verbesserung der Muskulatur erkennen kannst Erhalte weitere Tipps zum Muskelaufbau bei Pferden in unserem Ratgeber.