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Gewicht des Pferdes zu dick oder zu dünn

Für eine optimale Gesundheit ist es wichtig, dass dein Pferd sich im Bereich des Idealgewichts befindet, also weder zu dick noch zu dünn ist. Um das Gewicht deines Pferdes zu bestimmen, eignen sich spezielle Waagen für Großtiere (zum Beispiel bei deinem Tierarzt) oder aber auch Fahrzeugwaagen, wie sie beispielsweise bei Genossenschaften vorhanden sind. Du kannst auch Gebrauch von einem sogenannten Gewichtsmaßband machen. Anhand der Messwerte kann dann das Gewicht in einer Tabelle abgelesen werden.

Allerdings ist nicht nur das Gewicht ausschlaggebend, denn Kilos allein besagen nicht immer alles. Zur Beurteilung, ob dein Pferd zu dick oder zu dünn ist, gehört auch immer eine Beurteilung der gesamten Körperverfassung, auch der Fettindex deines Pferdes ist eine wichtige Kennzahl.

So kannst du den durchschnittlichen Fettindex deines Pferdes messen:

Du kannst mit Hilfe des Fat Scorings bzw. des Body Condition Scorings den Zustand deines Pferdes beurteilen, d.h. du ermittelst das Verhältnis von Fettgewebe zu fettfreier Masse. Du bewertest nur die Menge an gespeichertem Fett des Pferdes, nicht aber den Muskeltonus oder den Zustand des Fells. Auf diese Weise kann ein und dasselbe System auf alle Pferdetypen angewendet werden, angefangen bei einem ungerittenen Pony bis hin zu einem Vielseitigkeitspferd.

Schaue dir dazu den Leitfaden für Körperfett an - bei diesem 5-Punkte-System liegt der ideale Wert zwischen zwei und drei. Pferde verlieren ihrer Natur nach während der Wintermonate an Gewicht, so dass sie bedenkenlos zunehmen dürfen, wenn es im Frühjahr Gras im Überfluss gibt. Mache dir also keine Sorgen, falls der Fettindex deines Pferdes während des Jahres zwischen 2 und 3 schwankt.

Um nun den Fettindex auswerten zu können, musst du die Fettschicht bei deinem Pferd an bestimmten Stellen ertasten.

Gebe deinem Pferd auf einer Skala zwischen 0 und 5 (wobei 0 ausgezehrt bedeutet und 5 adipös) einen Punktwert für Nacken und Schulter, einen für Bauch und Taille und einen für die Hinterbacken. Bilde dann den Durchschnitt (halbe Punkte sind zugelassen). Pferde speichern ihr Fettgewebe in verschiedenen Bereichen, deshalb vermittelt der Durchschnitt der Werte eine genauere Beurteilung.

Bestimmung Fettindex des Pferdes – so wird´s gemacht:

Taste über den Pferdehals – schwabbelt die Oberfläche (Fett) oder fühlt es sich fest an (Muskel)? Überprüfe auch, ob es wesentlich dicker wird, wenn du von der Rückseite des Kopfes hinunter zum Widerrist tastest. Vergebe eine Bewertung bis 5 Punkte.

 

 

Streiche mit deiner Hand über den Pferdehals bis zur Schulter. Hat sich vor dem Schulterblatt Fettgewebe angesammelt, gleitet deine Hand vom Hals bis zur Schulter, ohne dass du den Widerstand des Schulterblattes spürst. Gebe deinem Pferd für Hals und Schulter einen Wert zwischen 0 und 5.

 

 

Lege deine Hand auf den Rücken des Pferdes. Im Idealfall bildet deine Hand über der Wirbelsäule einen Bogen. Wenn Pferde in diesem Bereich zunehmen, dann setzt sich das Fettgewebe auf beiden Seiten der Wirbelsäule an und deine Hand bleibt flach. Bewerte hier wieder auf einer Skala von 0 bis 5.

 

 

Taste nun die Seiten deines Pferdes ab. Du solltest die Rippen relativ leicht herausfühlen können. Gebe deinem  Pferd auch für Rücken sowie Bauch und Taille bis zu 5 Punkte.

 

 

 

Schaue dir dein Pferd – aus sicherem Abstand – von hinten an. Es sollte abgerundete Hinterbacken aufweisen. Gebe ihm auch für seine Hinterbacken bis zu 5 Punkte.

 

 

 

Bemerkung: Bestimmte Pony-Rassen speichern übermäßiges Fett häufig in „Polstern“ hinter ihren Schultern. Achte also darauf und berechne dies bei der Bewertung mit ein. Pferde speichern nicht allzu viel Fett am Unterbauch, ziehe also diesen Bereich nicht zur Bewertung des Gewichts heran.

Bestimmung Fettindex des Pferdes – so ist das Ergebnis:

0 = Ausgezehrt

- Ausgeprägter Hirschhals
- Rippen, Dornforsätze, Hüft- und Sitzbeinhöcker stark  hervortretend und deutlich sichtbar
- Kein Fettgewebe fühlbar Skelettstruktur des Widerrists, der Schultern und des Nackens sichtbar

 


1 = Mager

- Hirschhals
- Rippen deutlich sichtbar
- Haut auf beiden Seiten der Wirbelsäule deutlich eingefallen. Dornfortsätze klar hervortretend
- Eingefallener Rumpf, aber geschmeidige Haut, Becken und Kruppe deutlich ausgeprägt, Kavität unter dem Schweif

 

2 = Dünn

- Normalerweise ideal für Rennpferde oder Vielseitigkeitspferde
- Schmaler, aber fester Hals, Schulterblatt klar umrissen
Rippen gerade sichtbar
- Wirbelsäule gut bedeckt. Dornfortsätze zu fühlen, aber nicht zu sehen
- Rumpf auf beiden Seiten der Wirbelsäule flach, Kruppe deutlich ausgeprägt, etwas Fettgewebe, leichte Kavität unter dem Schweif

 


3 = Gut

- Ideal für Dressur-, Spring- und Freizeitpferde
- Fester Hals, kein Kamm (außer bei Hengsten), Schulterblatt umrissen
- Rippen dünn bedeckt, leicht fühlbar
- Keine Rinne entlang des Rückens. Dornfortsätze bedeckt, sind aber fühlbar
- Becken von Fett bedeckt und abgerundet, keine Rinne, Becken leicht zu fühlen

4 = Dick

- Leichter Kamm am Hals, breit und fest
- Lockere Fettabdeckung über den Rippen
- Rinne entlang des Rückens bis hin zur Schweifwurzel. Auf beiden Seiten der Wirbelsäule gespeichertes Fett mit einer Rinne entlang der Mitte, so dass ein leichter „Apfelhintern“ entsteht
- Becken bedeckt und nur mit starkem Druck fühlbar

 

5 = Adipös

- Deutlicher Kamm, sehr breit und fest, Fettfalten. Schulterblatt vergraben und schwer zu ertasten
- Ungleichmäßige Fettauflagerung über den Rippen
- Anfüllung des Schweifansatzes mit Fett sowie entlang des Widerrists, des Nackens und hinter der Schulter
- Die Fettpolster der Innenschenkel reiben aneinander die Flanke ist mit Fett aufgefüllt
 

Das System der Durchschnittsberechnung wurde durch Dr. Teresa Hollands, Fütterungsspezialistin (BSc, MSc) entwickelt. R. Nut Carrol und Huntingon (EVI 1998).

Du möchtest mehr darüber erfahren, ob dein Pferd das richtige Gewicht hat? Dann kannst du hier die Pavo Broschüre „In Balance“ als PDF downloaden.

Stellst du nach der Beurteilung und der Bestimmung des durchschnittlichen Fettindexes fest, dass dein Pferd zu dick ist? Dann informiere dich in unserem Ratgeber „5 Tipps für die Gewichtsabnahme dicker Pferde“ weiter zur Thematik.

Ist dein Pferd zu dünn und du möchtest es auffüttern? In unserem Ratgeber „10 Tipps um dünne Pferde dicker zu bekommen“ findest du viele wertvolle Ratschläge.

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